@ mamgi,
ich möchte mich in aller Form dafür entschuldigen, dass mein Posting als Abqualifizierung Deiner Intelligenz rübergekommen ist. Nein, ich wollte Dich nicht persönlich damit angreifen.
Brunnette_2 hat mit #194 die Sicht erklärt, die ich meinte.
Ich will dazu noch etwas ergänzen. Die Spezies Mensch ist ursprünglich eines der hilflosesten Wesen gewesen. Keine Klauen, keine Reißzähne, um Nahrung zu jagen, Völlig nackt ohne Federkleid und Fell. Die Aufzucht des Nachwuchses eigentlich extrem lange und damit nur im Rudel überlebensfähig. Daher offensichtlich sehr schnelles Erlernen einer gemeinsamen Kommunikation, daher mehr Austausch von Erfahrung zum Überleben.
Und sehr früh dokumentieren von Erfahrungen in den Höhlenmalereien von Altamira, El-Castillo, Pech Merle, die Grotte Cosquer und die Höhle von Gargas. Geschätztes Alter bis 40.000 Jahre. In anderen Kulturen möglicherweise noch älter.
Dazu viele sehr alte Erzählungen, die erst nach Jahrtausenden seit der Erfindung der ersten Schriftzeichen um -6.600 aufgezeichnet wurden. Und sehr alte Bauwerke zur Bestimmung des Sonnenstandes, z.B. Stonehenge , etwa -3000.
Das zeichnet die Gattung Mensch in meinen Augen schon aus und macht seine Intelligenz aus. Sein einziger Vorteil im Überleben.
Zu Deinen Überlegungen: Deine Sichtweise ist sehr materialistisch: was stirbt ist fort. Nur wer Großes geschaffen hat in Bauwerken oder Kunst überlebt in seinen Werken.
Genau diese Sicht teile ich nicht. Ich gebe zu, ich weiß nicht, ob nach dem Tod ein anderes Leben beginnt, aber ich kann es mir vorstellen (aber bestimmt nicht beweisen).
Und ich bin davon überzeugt, dass der Mensch eine Seele hat. Die kann man in seinem Herzen ansiedeln oder in seiner Psyche. Wir leben in einer Zeit, da viele Menschen an ihrer Psyche erkranken und behandelt werden müssen. Und erst, wenn Psyche (für mich gleich Seele) erkrankt, merken wir, dass wir eine haben.
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13.03.2015, 09:25
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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13.03.2015, 09:49
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Lieber Opelius!
Nicht nur wer Großes geschaffen hat, überlebt in seinen Werken. JEDER Mensch hinterläßt nach seinem Ableben Spuren auf dieser Welt (gute oder schlechte) in den Menschen die ihm nahegestanden sind, ihn geliebt oder gehasst haben. Das ist meine Meinung und daran ist nichts materialistisches.
Ich akzeptiere jeden Menschen, der gläubig ist (damit meine ich die wirklich _Gläubigen und nicht die Scheinheiligen).
Ich beneide solche Menschen. Nur zum Glauben kann man sich nicht zwingen. Ich bin in einem sehr gläubigen Elternhaus groß geworden und kenne die Bibel sehr gut (mittlerweile wahrsch. nicht mehr so gut, ist ja auch schon etliche Zeit seither vergangen). Allerdings kann ich mich nicht erinnern, jemals an Gott geglaubt zu haben.
Hinfallen, Krone richten, weitergehen. 
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13.03.2015, 10:26
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Zwingt Dich ja zum Glück niemand. Ich bin heilfroh in einer Zeit zu leben, in der jeder wirklich nach seiner 'Façon' selig werden darf (frei nach Friedrich II., auch Friedrich der Große oder der Alte Fritz genannt ).Allerdings kann ich mich nicht erinnern, jemals an Gott geglaubt zu haben.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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13.03.2015, 11:21Inaktiver User
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
@mamgi,
tolle beiträge, die zumindest mich zum nachdenken gebracht haben.
tiere haben eine seele usw.
ich kann mich erinnern,
dass ich schon als kind fragen stellte bezgl. zu jesus, heiliger geist usw.
je älter ich werde, umso weniger glaube ich.
ich bin einfach zu realistisch.
als meine mutter mit 56 viel zu früh an krebs starb,
sagte der pfarrer zu meiner schwester und mir, nach dem gespräch über die verstorbene,
dass der liebe gott die guten (!) zuerst holt. ahja, war sie zu gut für diese welt?!
er meinte dies wohl tröstlich.
ab da, war für mich das thema glaube erledigt.
diese sinnlosen ausreden, die trösten sollen.
wenn ich dann noch sehe, erlebe, was kirchen im namen des glaubens alles so anrichten,
missbrauch etc. geld verschwenden, erst recht.
und wenn ich hier mit lese,
was lese ich denn?
doch nur, wie belesen einige hier sind, jede bibelstelle benennen können...
das ist doch kein GLAUBE. das ist angelesenes wissen.
der eine meint mehr zu wissen, als der andere.
aber NIEMAND weiss, was nach dem TOD kommt.
wenn ich hier so lese, müsste ich mich ja freuen, wenn ich mal sterbe.
wozu dann überhaupt leben, kämpfen, seinen platz im leben suchen?
wenn ich mir dann überlege,
dass anders gläubige glauben, dass jungfrauen märtyrer im himmel empfangen,
sagt mir mein gesunder menschenverstand,
dass mit dem PARADIES nach dem leben einiges nicht stimmen kann.
da sind so viele fragen,
alle (!) können nicht (!) beantwortet werden,
aber immer wieder behaupten welche, sie können es.
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13.03.2015, 11:48
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Es gibt aber Nahtoderfahrungen von Menschen, die darauf hinweisen, dass die Seele oder etwas Deratiges nach dem Tod weiterlebt. So haben z. B. Menschen, die dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen sind, von Dingen berichtet, die während ihrer OP passiert sind, die sie gar nicht wissen konnten. Sie haben bei ihrer eigenen OP zugesehen.
Wenn man an eine derartige Unsterblichkeit glaubt, muss man allerdings nicht gleichzeitig an Jesus oder ein christliches Gottesbild glauben. Ich sehe das wohl so wie Dakini.
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13.03.2015, 13:26
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Ich habe aufgrund meiner Vorgeschichte Bücher zu diesem Thema gelesen. In einem Buch von Moody wird geschrieben, dass ein Mensch nach der Reamination über Ereignisse berichten konnte, die örtlich weit weg passierten. Er konnte Details nennen, die nur jemand wissen konnte, der tatsächlich dort "anwesend" gewesen wäre.
Das spricht für mich deutlich dafür, dass der Körper eine Art Mantel ist, in dem sich etwas befindet, das per se "frei" ist.
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13.03.2015, 13:41
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Du schreibst es ja selber: „Und wenn es Gottheiten gibt [...]“ Denn nur weil jemanden einen Gott anbetet, bedeutet es ja noch lange nicht, dass es ihn auch gibt.
Ich finde Mamgis Fragestellung eine der interessantesten, die ich seit Jahren zu dieser Thematik gelesen haben. Deine Aussagen Opelius, treffen eigentlich auf Dich zu, nicht aber auf Mamgi.
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13.03.2015, 13:46
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Quirin, ich widerspreche Dir nicht.
Wenn ich hier in der Bricom schreibe, so vertrete ich ausschließlich meine Meinung und nicht die von Anderen.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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13.03.2015, 15:11Inaktiver User
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
"Müssen" musst Du nichts. Aber was spricht dagegen es in Betracht zu ziehen, dass Du "nur" nach Hause gehst und es Dir gut gehen wird? Das nimmt zwar nicht die Angst vor dem Sterbeprozess aber es lässt sich viel entspannter im Hier und Jetzt leben. Der Tod verliert seinen Schrecken und die Religionen werden damit überflüssig.
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13.03.2015, 15:42Inaktiver User
AW: Nach dem Tod - ewiges Leben, Himmel/Hölle ... gar nichts?
Ich denke, die Frage nach der Seele ist untrennbar mit der Entstehung von Bewusstsein verbunden. Die Erinnerungen an eine nahestehenden Person nach deren Tod leben im Bewusstsein derjenigen fort, die sich an die Person erinnern. Die Seele einer Person existiert somit nur im Bewusstsein anderer, während der tote Körper kein Bewusstsein und somit keine Seele mehr hat. Die Seele einer Person ist für mich das, was im Bewusstsein anderer übrig bleibt.



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