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  1. Avatar von aurora11
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    Meine Gedanken

    Heute morgen müssen meine persönlichen Gedanken raus. Raus aus meinem Finger, raus aus meinem Kopf. Ich schreib sie mal hier rein, eigentlich wäre es richtiger, ein Tagebuch zu beginnen oder einen Blog.

    Mit Mitte vierzig und brav absolvierter Lebenskrise sitze ich jetzt mit dem Blick nach Osten, wo die Sonne den Horizont provokant glutrot färbt. Was habe ich gelernt?

    Kürzlich meinte ich zu erkennen, als Lebenserkenntnis quasi: Das EGO muss zurück. Es muss zurückgenommen werden, wenn das gelingt, dann fühlt man sich viel besser, alles läuft besser, Probleme lösen sich in Luft auf, alles klar, das Ego muss zurück.

    Das glaube ich auch heute noch. Nach wie vor fühle ich Stolz: Eine tolle Lebenserkenntnis habe ich da gehabt, wirklich beeindruckend! Und da ist es wieder - oder immer noch - das EGO. Anstatt Dankbarkeit oder Demut zu fühlen, fühle ich Stolz.

    Hat das Ego eine Funktion? Eine gute, meine ich? Eine produktive? Oder eine zerstörerische, behindernde? Eine rettende?

    Zu gern würde ich als Eremitin sehr spartansich in der Natur leben. Oder zumindest in einem Kloster angestellt, mittags erledige ich die Küchenarbeiten, nachmittags die Gartenarbeit, abends lese ich die Bibliothek durch. Prompt kommt das Ego und lässt mich in meinem Leben verharren mit heißem Bad, riesigem Wohnraum, Millionen von Dingen, die man gar nicht braucht und an die man sich teilweise noch nicht einmal erinnert!

    Wenn ich mich so zurückerinnere, 15 Jahre, 16 Jahre, 17 Jahre, auch zu dieser Zeit hatte ich schon solche Gedanken. Was habe ich davon umgesetzt? Ooh Oh.

    Nur Ego weit und breit?

    Vielleicht mal die Politik der kleinen Schritte versuchen? Geht es darum, die eigenen Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft zustellen? Soll man sich schützen oder sich preisgeben? Ist es gar egal, was man tut, da wir so etwas Ähnliches sind wie ein Fischschwarm, der eigene und individuelle Bewegungen sofort "schluckt"?

    Auf jeden Fall kann es ja nicht schaden, im Kleinen schon mal anzufangen. Bevor man den großen Wurf hinkriegt. Also erstmal die Wut über den Partner eindämmen, die man heute morgen gefühlt hat und ihm gleich nach dem Frühstück um die Ohren hauen wollte. Warum war man wütend?

    Ihr wisst es schon. Das Ego.

    Was passiert nun? Gesetzt den Fall, man nimmt das Ego ständig zurück? Alle überrollen mich? Ich werde immerzu übervorteilt? Denn die anderen haben ja nicht meinen hehren Vorsatz.

    Sind vielleicht die Bettler, die Wohnungslosen, die am Rande unserer Gesellschaft dümpeln diejenigen, die einst ihr Ego zurücknahmen? Die nicht mehr mitspielten in dem Spiel "höher weiter schneller"?

    Mal ganz unabhängig davon, ob Gott in uns drin ist oder als bärtiger Mann im Himmel sitzt: Was würde Gott gut finden? Vielleicht ein Leben "in der Mitte", mit genug Ego für ein Häuschen, Garten, heiß-Wasser und mittlerem Einkommen, und aber sowenig Ego, dass man ab und an etwas abgibt? Bettlerdasein? Mönch werden?

    Kann man sich ein gutes, mittelständisches Leben aufbauen und währenddessen immer die zehn Gebote befolgen? Und was ist dann mit den Hungernden auf der Welt? Bin ich nicht verantwortlich?

    Oder sollte ich lieber heute morgen einen Dauerauftrag für eine karikative Einrichtung in Auftrag geben, bevor ich noch länger rumlamentiere?

    Letztlich, das war auch witzig, ich meine, die Erkenntnis ist nicht neu, aber ist immer wieder schön: Ich sinnierte darüber, wie unmöglich das sei, dass der und der in der und der Sache gelogen hat. Denn in der und der Sache habe ich noch nie gelogen. Echt nicht.

    Allerdings in anderer Sache.

    Sich selbst gegenüber ist man ja sooo gnädig.

    Wie kann man üben, das Ego einzudämmen? Denn ich finde: Hier ist Schluss. Jetzt muss mein Ego zumindest zurück. Auch wenn ich noch nicht sicher bin, wie hoch der Preis ist, den ich bereit bin zu aktzeptieren, ich möchte diesen Weg einschlagen. Denn ich spüre irgendwie: Der ist klug. Richtig.

    Wo er mich hinführen wird, weiß ich noch nicht. Vielleicht geht es dorthin, was manche Altersweisheit nennen. Oder heißt es besser: Altersdemut?

    Einen schönen Samstag!

    Aurora

  2. Avatar von Opelius
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    AW: Meine Gedanken

    Hoffe nicht auf Altersweisheit! Ich bin schon so alt und warte immer noch drauf.

    Ich denke, es geht nicht um ein Zurückschrauben von Ego. Das braucht der Mensch von der ersten Stunde an und bis zu seinem letzten Atemzug, um zu überleben. Was Du wahrscheinlich meinst, ist Egoismus, das rastlose Raffen. Das allerdings kann man sehr wohl steuern, wenn man sich ab und zu bei verlockenden Angeboten einfach nur klarmacht, brauche ich das wirklich?
    Denn zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass jeder, aber auch wirklich jeder, verwirklichte heiß ersehnte Wunsch sofort zehn Kinder bekommt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich wesentlich länger als eine Stunde mit einem erfüllten Wunsch glücklich war, ich konnte mich nur vorstellen, dass mir zum Glück noch das und das und vor allem das fehlt.
    Du bist weder für den Hunger in der Welt verantwortlich, noch entlastet es Dein Gewissen, wenn Du viel Geld an irgendeine Hilfsorganisation überweist. Letzteres sollte man tun aus der Überzeugung, dass ich etwas abgebe, weil ich dankbar bin, dass es mir im Prinzip gut geht. Oder mich ein Anliegen ernsthaft interessiert.

    Ich bin davon überzeugt, dass ein gutes Ego bodenständig ist. Und wer mit den Beinen auf der Erde bleibt, fällt nicht so schnell aufs Maul. Ein gutes Ego habe ich, wenn ich stolz auf das bin, was ich bisher im Leben geschafft habe und mir dabei auch bewußt bin, wo ich wirklich ganz große Fehler begangen habe. Wenn ich auch mit meinen Fehlern leben kann, was soll mir noch passieren?
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. gesperrt Avatar von tessie_10
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    AW: Meine Gedanken

    Zitat Zitat von aurora11 Beitrag anzeigen
    Wie kann man üben, das Ego einzudämmen? Denn ich finde: Hier ist Schluss. Jetzt muss mein Ego zumindest zurück. Auch wenn ich noch nicht sicher bin, wie hoch der Preis ist, den ich bereit bin zu aktzeptieren, ich möchte diesen Weg einschlagen. Denn ich spüre irgendwie: Der ist klug. Richtig.
    Jesus wurde einmal von einem vermögenden Mann gefragt, was er tun müsse, um zum ewigen Leben zu kommen. Der Mann sagte, er habe alle Gebote von Jugend an befolgt. Jesus antwortete ihm: Eines fehlt dir noch: Verkauf alles, was du hast, verteil das Geld an die Armen und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!

    Keine Angst, das soll jetzt keine Aufforderung sein, es dem Mann gleichzutun. Es handelt sich um ein Gleichnis und wie du es verstehst, ist deine Sache. Nicht jeder Mensch ist wie der andere - was für den einen richtig ist, muss nicht zwangsläufig für den anderen zutreffen.

    Aber ich finde es grundsätzlich gut, dass du dir Gedanken machst.

  4. Avatar von aurora11
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    AW: Meine Gedanken

    Guten Morgen!

    Also, ich glaube ja, dass Altersweisheit nicht primär mit Alter zu tun hat. Und außerdem kommt sie nicht zwingend im Alter, meiner bescheidenen Meinung nach.

    Und außerdem glaube ich, dass wenn man sie (wie ich z.B.) gerne haben möchte, dann kommt sie auch nicht.

    Es muss also einen anderen Weg geben.

    Und - mit Verlaub - ich meinte nicht den Egoismus. Ich meine schon das Ego. Es mag sein, dass man es zum Überleben benötigt, ja, alles scheint darauf hin zu deuten.

    Dennoch macht es soviel Schlechtes, vom Krieg gar nicht zu sprechen, dass da irgendwas nicht stimmt, nicht richtig ist.

    Vielleicht bin ich auf der Suche nach dem perpetuum mobile.

    Wobei - es gibt schlechtere Beschäftigungsmöglichkeiten, finde ich.

    Das mit dem "alles abgeben" finde ich auch gut. Es ist eigentlich mein Traum. Ich hab nur den Mut nicht dazu. Oder mein Ego "rettet" mich? Denn wer alles abgibt, ist frei und unabhängig, nicht wahr? Und alle unsere Besitztümer schützen uns vor gar nichts, nicht wahr?

    Wir machen einen Zaum um etwas und schließen eine Versicherung ab und glauben an Schutz. Dabei wissen wir genau, dass das innerhalb der Umzäunung gar nicht uns gehört und dass es Schutz nicht wirklich gibt.

    Auch in Beziehungen: Wir setzen uns durch, wir dominieren, verzeihen am liebsten (und häufigsten) uns selbst.

    Und ich frage heute: Wohin gelangen wir mit diesem Verhalten? Und wohin würden wir gelangen, wenn wir das Verhalten ändern würden?

    Ich würd es gern tun. Und wenn ich mich im Großen (noch?) nicht traue, möchte ich im Kleinen schon mal beginnen. Mich zurücknehmen. Mein Heil in der Bescheidenheit suchen. Einen veränderten, erwachseneren Weg gehen.

    Aurora

  5. Avatar von Opelius
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    AW: Meine Gedanken

    Das mit dem "alles abgeben" finde ich auch gut. Es ist eigentlich mein Traum. Ich hab nur den Mut nicht dazu. Oder mein Ego "rettet" mich? Denn wer alles abgibt, ist frei und unabhängig, nicht wahr? Und alle unsere Besitztümer schützen uns vor gar nichts, nicht wahr?
    Wenn Du alles abgibst und unter der Brücke leben musst, was macht Dich da frei? Es gibt einige Zehntausende, die so leben müssen, sie haben andere Träume - da zu sein, wo Du bist.

    Ich denke mit Deinem Schlußsatz hast Du recht, etwas mehr Bescheidenheit und Du wirst Dich besser fühlen. Eigentlich nur ein kleiner Schritt.

    Kollegen haben es versucht, einen Monat lang auf Hartz IV Niveau zu leben. Trotz Vorräte im Gefrierschrank kamen sie nicht mit 364 € aus. Aber alle waren stolz, es wenigstens mal versucht zu haben - und geniessen jetzt ihren relativen Wohlstand. Versuch es mal, es wird Deine Sicht auf Dein Leben verändern.
    Ich kenne inzwischen genügend Menschen, die aus wirklich guten Positionen durch Schicksalschläge aus ihrem gesichertem Leben auf Hartz IV abgestürzt sind. Mehr noch als ihre Armut und ihre Schuldenlast macht ihnen das schwer angeschlagene Selbstbewußtsein zu schaffen.

    Vielleicht hilft es, einfach mal Danke zu sagen, das einem doch ganz gut geht.
    Ich bin nicht krank, danke.
    Ich habe genug zu essen, danke.
    Ich habe eine Arbeit, danke.
    Ich habe Familie, danke.
    Ich erfahre Wertschätzung, danke. und sofort.

    Das kannst Du Dir selbst erzählen, wenn Du an den Schöpfer glaubst, kannst Du ihm das erzählen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (16.10.2011 um 09:23 Uhr)

  6. Avatar von aurora11
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    AW: Meine Gedanken

    Die Frage: "Was macht Dich frei?" ist leicht zu beantworten: Ich kann nichts verlieren, jedenfalls nichts Materielles.

    Es muss ja nicht unter der Brücke sein. Den Intellekt muss man ja nicht abgeben. Was ist mit sehr schlicht leben? Die eigenen Fähigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung stellen anstelle der eigenen "Bereicherung" dienen zu lassen?

    Wieso meinen wir, stolz auf Erreichtes sein zu können? Haben wir nicht nur Glück gehabt, auf dieser Seite der Erde geboren zu sein? Oder ist dies Schicksal, das nicht in Frage zu stellen ist? Warum nehmen wir das Recht in Anspruch, satt zu sein und zu wissen, andere hungern/entbehren etwas?

    Ich meine nicht nur "etwas mehr Bescheidenheit" und besonders meine ich nicht: "ich will mich besser fühlen".
    Denn ich möchte nichts mehr tun, um mich besser zu fühlen, ich möchte mehr dem auf die Spur kommen, was "das Richtige" ist, eben ohne das Ego.

    Ganz ohne wird es wohl nicht gehen, das vermute ich auch. Aber erstens würde ich gerne wissen, warum das so ist im Sinne von: Welchen Zweck hat es? Und zweitens möchte ich die Erfahrung selbst machen, ob und wenn ja wieviel vom Ego überflüssig ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Meine Gedanken

    Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr, heißt es in einem Sprichwort. Ich kann auch nicht erkennen, dass Bescheidenheit unbedingt ein erwachsenener Weg ist. Wer bescheiden ist, wird leicht zum Opfer. Natürlich nicht immer, aber die Chance ist größer. Besser ist es eine Balance zwichen Bescheidenheit und Anspruch zu suchen. Sich bei jeder Entscheidung neu zu fragen, stehe ich hier mal zurück oder ist es besser, sinnvoller, macht es mehr Sinn sich durchzusetzen mit den Ideen und Gedanken, dem Anspruch, den ich habe.

  8. Avatar von aurora11
    Registriert seit
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    AW: Meine Gedanken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr, heißt es in einem Sprichwort. Ich kann auch nicht erkennen, dass Bescheidenheit unbedingt ein erwachsenener Weg ist. Wer bescheiden ist, wird leicht zum Opfer. Natürlich nicht immer, aber die Chance ist größer. Besser ist es eine Balance zwichen Bescheidenheit und Anspruch zu suchen. Sich bei jeder Entscheidung neu zu fragen, stehe ich hier mal zurück oder ist es besser, sinnvoller, macht es mehr Sinn sich durchzusetzen mit den Ideen und Gedanken, dem Anspruch, den ich habe.
    Grundsätzlich - sagen wir mal, für den ganz normalen Wahnsinn - gebe ich Dir recht. Ich glaube auch, nur, wenn man gelernt hat, nicht immer zurückzustecken, ist man lebensfähig im Sinn von, man wird nicht dauernd übervorteilt, wird nicht ständig Opfer. Balance hört sich auch gut an.

    Allerdings braucht ein Opfer auch einen Täter. Ohne Täter kein Opfer. Das ist ein Spiel für zwei. Wenn einer nicht mehr mitspielt, funktioniert es nicht.

    Wenn man bescheiden ist, um sich nicht durchsetzen zu müssen, wird man womöglich schnell zum Opfer. Wenn aber der eigene Anspruch ist, bescheiden zu sein, unabhängig davon, ob andere versuchen, einen zum Opfer zu machen, dann ist es eine freie, meiner Definition nach erwachsene Entscheidung. Und wenn man durch diese Entscheidung Konsequenzen trägt - nun, das ist immer so.

    Das Sprichwort: "Bescheidenheit ist eine Zier..." beinhaltet eine Wertung: "Weiter". Weiter verstehe ich hier im Sinne von "besser" oder "mehr", es ist besser für mich, wenn ich in diese Richtung "weiter" gehe, ich erhalte mehr, wenn ich nicht bescheiden bin. Ich frage mich nur, was ist "weiter"? Weiter im Sinne von "Ich besitze mehr?" Mehr als die anderen? Sind materielle Güter "besser" als andere? In welche Richtung möchte ich gehen? In die, bei der ich in dem Sprichwort "weiter" komme? Oder in eine andere?

    Lieber Opelius,

    gegen die Kollegen, die am "Hartz IV-Projekt" gescheitert sind, setze ich Menschen, die mit weniger auskommen. Ist es nicht sinnvoller bzw. erstrebenswerter, das Selbstbewusstsein unabhängig von materiellen Gütern zu machen, denn sie sind, wie Du weiter schreibst, ohnehin nicht sicher. Das Selbstbewusstsein unabhängiger zu machen hieße hier auch: Es unabhängiger von der Wertung der anderen zu machen. Denn wir leben doch: Hast Du was, bist Du was. Heißt das in der Umkehr: Wenn ich nichts habe, bin ich nichts? Oder nur sehr wenig?

    Ich lebe ein sehr bürgerliches Leben, ich kaufe im Aldi, ich fahre das zweite Auto in der Familie, ich empfinde mich als reich (und weit entfernt von Hartz IV). Ein wenig als zu reich. Als einen ersten Schritt in "meine" Richtung empfinde ich meine Gedanken und die bereits umgesetzte Entscheidung, zukünftig ehrenamtlich tätig zu sein. Aber ich möchte weiter. Und zwar weiter in die Richtung, die woanders hinzeigt als die, die einem in dem Sprichwort gegen die Bescheidenheit empfohlen wird.

    Aurora

  9. Avatar von Opelius
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    AW: Meine Gedanken

    Aurora,
    ich denke, Du gehst an Dein Problem in meinen Augen mit viel zuviel Intellekt ran. Selbstbewußtsein ist nicht abhängig von Gütern.
    Du möchtest etwas für Dein Ego tun, bzw. das in einen Einklang mit Deinen Wertvorstellungen und Deiner Moral bringen. Ich denke, dass Problem lässt sich nicht mit mehr oder wenigen intellekten Phrasen in einem Internetforum lösen.
    Vielleicht, die Idee kam mir heute früh, solltest Du, sofern Du bei Familie überhaupt Zeit hast und Dir Auszeit nehmen könntest, überlegen, ob Du nicht an einem Meditationkurs in einem Kloster, falls Du Zugang zum Christentum hast, ansonsten in einem buddhistischen Zentrum mitmachen.
    Dabei geht es darum, für eine begrenzte Zeit aus dem normalen Leben herauszugehen, um durch klösterliche Disziplin, unter Anleitung nachdenken über sich und die Welt, konzentrieren auf Ruhe, Bedürfnislosigkeit (in der zeit) und Meditieren über Sinn menschlichen Lebens möglicherweise eine Lösung für Dein weiteres Leben zu finden.

    Einfach irgendetwas zu tun, weils edel sein soll, ist in meinen Augen nur Aktionismus - und ich denke aktiv, effektiv und entscheidungsfreudig bist Du wohl genug.
    Ich werde Dir nichts empfehlen, das kannst Du Dir selbst ergoogeln. Nur ein Hinweis, es gibt soetwas auch im evangelischen Bereich.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. Inaktiver User

    AW: Meine Gedanken

    Meditationskurse bieten nicht in jedem Fall die richtigen Antworten auf die richtigen Fragen - meine Erfarung . Wenn du eine Idee hast, in welchem Bereich du ehrenamtlich tätig sein möchtest, spricht nichts dagegen dich auch dahin zu wenden. Das ist sogar ganz prima, denn du weisst, was du willst, was dir wichtig ist und wo du einen Sinn finden kannst für dich und für andere.

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