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    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Tja, und da frage ich dann wieder: warum manchen, und anderen nicht? Was hat sich Gott dabei "gedacht"?
    ein bißchen böse gesagt: frag ihn. Vielleicht erhälst Du eine Antwort von ihm oder auch nicht.
    Menschen brauchst Du das nicht zu fragen, sie wissen es nicht, sie können Dir bestenfalls Deutungen sagen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Moderation

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    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Hm, das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Du glaubt nicht an die Existenz Gottes, aber Dir gefällt der Gedanke, dass vor diesem nicht-existenten Gott alle Menschen gleich sind
    Malina, ich habe das so formuliert, wie ein Christ es formulieren würde. Ich könnte auch sagen: Mir gefällt der Gedanke der Gleichheit aller Menschen.

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Dass man dem Gedanken der bedingungslosen Liebe oder der Vergebung der Schuld auch ohne den Glauben an Gott etwas abgewinnen kann, kann ich ja noch nachvollziehen. Wobei ich beides ohne diesen Glauben deutlich schwieriger finde, weil beides wohl in letzter Konsequenz das menschliche Vermögen übersteigt, es sei denn, man ist zufällig ein Heiliger.
    Es ist doch sowieso ein Ideal - ob ich nun an Gott glaube oder nicht.

    Ich kann Gott natürlich auch unpersönlich denken - als eine Art Prinzip: Das Gute, die Liebe, die Versöhnung etc. Das aber widerspricht gewissen christlichen Glaubendogmen, die ihrem Gott gezieltes Handeln unterstellen (seinen Sohn gegeben für unsere Sünde, z.B.)

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich habe ohnehin den Eindruck, dass in den christlichen Konfessionen derzeit in der Verkündigung eine Akzentverschiebung stattfindet, dass man sich mehr darauf fokussiert, den Menschen zu vermitteln, dass sie von Gott gewollt und bedingungslos geliebt sind, weg von einer sehr schuldzentrierten Verkündigung, wie sie oft noch bis in die 70er Jahre hin üblich war.
    Ich denke, diesen Schwerpunktwechsel haben wir den inzwischen Allgemeingut gewordenen Erkenntnissen der Psychologie zu verdanken. Man erreicht Menschen eben nicht so gut, wenn man das Schuldthema zu sehr in den Vordergrund stellt. Da ist es sicher sinnvoller, zu sagen: Gott liebt dich bedingungslos - und damit an das Bedürfnis des Menschen nach Urvertrauen anzuknüpfen.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  3. Moderation

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    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wohl dasselbe, warum es Leute mit einem Talent für Buchhaltung und andere Leute mit einem Talent fürs Klavierspielen gibt.

    Es scheint, Gott mag Vielfalt.
    Wenn es so wäre, dann würde es bedeuten, dass Gott gar nicht "scharf drauf" ist, dass die Menschen alle an ihn glauben.

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Menschen brauchst Du das nicht zu fragen, sie wissen es nicht, sie können Dir bestenfalls Deutungen sagen.
    Eben diese Deutungen interessieren mich.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

  4. Inaktiver User

    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Wenn es so wäre, dann würde es bedeuten, dass Gott gar nicht "scharf drauf" ist, dass die Menschen alle an ihn glauben.
    Ich bin davon überzeugt, dass jeder, der aus ganzem Herzen Gott sucht, diesen auch -früher oder später- finden wird. Dazu muss "man" allerdings sein Herz öffnen. Jesus sprach ja auch mal von den "verstockten Herzen", die wir hätten...
    Also: Herzen auf! (Was leider sehr oft auch was mit (bitterer und freudiger) Selbsterkenntnis, mit "über den eigenen Schatten springen" usw. zu tun hat...)

    Und da haben wir ihn schon wieder, einen weiteren Widerspruch: Einerseits kann man Glauben nicht "machen", andererseits kann man ihm aber entgegengehen, indem man innerlich (und oft auch äußerlich) den Wanderstab in die Hand nimmt und sich selbst "auf-macht", im doppelten Wortsinn, und damit Herz und Seele öffnet. Und dann abwartet was passiert......

    PS: Ich "glaube" schon, dass es Gott gefallen würde, wenn alle an ihn glauben könnten... aber: Er zwingt niemanden dazu. Außerdem "passiert" Liebe (ich setze Glaube und Liebe hier mal gleich, weil für mich an Gott glauben, ihn lieben bedeutet), oder auch nicht: Ich denke, es ist so, wie mit der Liebe zwischen Menschen: man kann niemanden zwingen oder mit bloßen "Argumenten" überzeugen, jemanden lieben zu sollen... auch kann man sich nicht einfach "entscheiden", jemanden zu lieben... Es muss halt "Klick" machen. Seufz! (Die "Caritas" mal ausgenommen. Da kann man sehr wohl "entscheiden", was man tun möchte oder auch nicht)
    Geändert von Inaktiver User (13.09.2011 um 12:49 Uhr)

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    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Malina, ich habe das so formuliert, wie ein Christ es formulieren würde. Ich könnte auch sagen: Mir gefällt der Gedanke der Gleichheit aller Menschen.


    Es ist doch sowieso ein Ideal - ob ich nun an Gott glaube oder nicht.

    Ich kann Gott natürlich auch unpersönlich denken - als eine Art Prinzip: Das Gute, die Liebe, die Versöhnung etc. Das aber widerspricht gewissen christlichen Glaubendogmen, die ihrem Gott gezieltes Handeln unterstellen (seinen Sohn gegeben für unsere Sünde, z.B.)


    Ich denke, diesen Schwerpunktwechsel haben wir den inzwischen Allgemeingut gewordenen Erkenntnissen der Psychologie zu verdanken. Man erreicht Menschen eben nicht so gut, wenn man das Schuldthema zu sehr in den Vordergrund stellt. Da ist es sicher sinnvoller, zu sagen: Gott liebt dich bedingungslos - und damit an das Bedürfnis des Menschen nach Urvertrauen anzuknüpfen.
    Mal eben auf die Schnelle:

    Ich sehe da auch einen durch die Psychologie beeinflussten oder auch verursachten Paradigmenwechsel, was ja auch zeigt, dass man Religion immer zeitbezogen sehen muss. Die Menschen erkennen jeweils das, was in die jeweilige Zeit passt. Ich habe gerade "Pardon, ich bin Christ" von C.S. Lewis gelesen, das mich in vielen Punkten sehr beeindruckt hat, aber eben auch gezeigt hat, dass vieler seiner Ansichten eben auch aus den 50er Jahren stammen und sich für uns heute antiquiert lesen. Aber damals, so unmittelbar nach dem Krieg, passten sie vermutlich durchaus zum Zeitgeist.

    Und ich finde gerade diese Wandelbarkeit von Religion, ohne dass sie darüber ihren Kern aufgibt, eigentlich recht überzeugend, auch wenn es den Betroffenen meist nicht schnell genug geht mit de Wandel.

    Was das Ideal angeht, brauche ich für mich die Überzeugung, dass dieses Ideal nicht nur eine Idee ist, die niemals in Reinform umgesetzt werden kann, sondern dass es ein Abbild von einem real existierenden Phänomen ist. D.h. wenn es nicht irgendwo bei irgendwem absolute Liebe und absolute Vergebung gibt, dann überzeugt mich ein Ideal davon nicht wirklich. Dann könnte man sich auch mit weniger zufrieden geben, was für Menschen erreichbar ist.

    Eiliger Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    PS: Ich "glaube" schon, dass es Gott gefallen würde, wenn alle an ihn glauben könnten... aber: Er zwingt niemanden dazu. Außerdem "passiert" Liebe (ich setze Glaube und Liebe hier mal gleich, weil für mich an Gott glauben, ihn lieben bedeutet), oder auch nicht: Ich denke, es ist so, wie mit der Liebe zwischen Menschen: man kann niemanden zwingen oder mit bloßen "Argumenten" überzeugen, jemanden lieben zu sollen... auch kann man sich nicht einfach "entscheiden", jemanden zu lieben... Es muss halt "Klick" machen. Seufz! (Die "Caritas" mal ausgenommen. Da kann man sehr wohl "entscheiden", was man tun möchte oder auch nicht)
    Dem stimme ich auch zu. Wobei ich denke, dass zu dem "Klick" vielleicht auch beiträgt, dass man sich auf einer gewissen Vernunftbasis erst mal dafür entscheiden, den Gedanken, dass Gott exisitieren könnte, zuzulassen und sich mal zu verhalten, als gäbe es ihn. Also nicht sagen, ich suche nach etwas, von dem ich nicht weiß, ob es das gibt, sondern ich nehme jetzt mal an, es gibt ihn und versuche, ihm zu begegnen.

    Ich glaube nicht, dass es Menschen gibt, die auserwählt sind, zu glauben und andere nicht. Allenfalls, dass es manchen Menschen leichter fällt, dass manche Menschen sich überhaupt mehr und tiefer mit diesen Fragen beschäftigen, während andere da gar nichts vermissen.
    Und ich glaube, das ist einfach die normale menschliche Vielfalt.
    Und ich stelle mir vor, dass Gott von den Menschen, denen der Glaube einfach so mühelos geschenkt wird, auch mehr erwartet, so dass sich dieser scheinbare "Vorteil" auf dem Gebiet auch wieder ausgleicht.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  7. Inaktiver User

    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    Malina, Dein Posting #166 ist Klasse!!!

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    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    @Malina

    Ich glaube nicht, daß Gott etwas von uns "erwartet".

    .

    Segne die Gegenwart

    Vertraue Deinem Selbst

    Erwarte das Beste


  9. gesperrt

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    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    Zitat Zitat von Tabea Beitrag anzeigen
    Und wer sagt mir, was teuflisch und was göttlich ist?

    Nee, lass mal. Ich denke, wenn ich die Bibel mit Herz und Hirn lese und vor allem im geschichtlichen Kontext und dann noch ein paar Dinge den jeweiligen Übersetzungen schulde - dann komme ich damit schon ganz gut zurecht.
    Nichts für ungut, aber ich bezweifle, dass du damit gut zurecht kommst. Wenn du damit gut zurecht kämst, würdest du über meine obigen Anmerkungen nicht höhnisch feixen.

    Und wo bleibt nun deine Antwort auf meine Frage?

  10. gesperrt

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    AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?

    Liebe Gläubige,

    ich freue mich für jeden Menschen, der meint, dass er auf der sonnigeren, der erstrebenswerteren Seite sitzt, die tolleren Hirnzustände hat, den tieferen Sinn fühlt, den klareren Geist hat, ...

    Mir als Nichtgläubiger gehts Euch gegenüber genau so.
    Wir sind also quit.

    Man nennt das win-win-Situation

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