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06.09.2011, 08:40
AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?
Bis auf Weiteres a.D.
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06.09.2011, 11:15
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06.09.2011, 20:14
AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?
Ich denke, es ist schon widersprüchlich. Ich finde, überhaupt kein Mensch hat das Recht, einem anderen vorzuschreiben, welche Arte Beziehung er eingeht oder nicht. Homosexualität ist ja keine Frage der persönlichen Entscheidung, sondern in erster Linie der Veranlagung. Selbst das ‚freundliche’ Tolerieren einer homosexuellen Beziehung mit dem Hinweis ‚Gott will das eigentlich nicht’, würde ich als eine Form von Diskriminierung, was mit Nächstenliebe ja auch nichts zu tun hat, zurückweisen.
Woher will denn jemand überhaupt wissen, ob das Gott will oder nicht? ER stünde ja dann erstmal in der Beweispflicht nachzuweisen, dass Gott das angeblich nicht will. Denn warum sollte Gott das nicht wollen, wo er doch als der Schöpfer gilt? Wären wir Menschen selbst unsere eigenen Schöpfer, sähe es freilich anders aus, dann könnte einer sagen: Was hast du da für einen Mist gebaut. Aber das ist ja nicht der Fall, der Schöpfer ist Gott.
Wer folglich einen Homosexuellen verurteilt, verurteil damit nicht nur seinen Nächsten, sondern sogar Gott, den Schöpfer - was für eine Anmaßung ist das denn? Schon allein hieraus wird doch klar, dass Homosexuellen-Feindlichkeit keine göttliche, sondern eine widergöttliche Angelegenheit ist.Geändert von tessie_10 (06.09.2011 um 20:25 Uhr)
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06.09.2011, 20:20
AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?
Stimmt schon. Nur ist das Kuriose ja, dass der Papst sich anmaßt, der Stellvertreter Christi auf Erden zu sein und damit SEINE Kirche als DIE wahre Kirche hinstellt, folglicht den anderen Kirchen/christlichen Gemeinschaften, die sich ihm nicht unterordnen, den Wind aus den Segeln zu nehmen gedenkt. Dass das kein normaler Mensch ernst nimmt, steht auf einem anderen Blatt.
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07.09.2011, 00:43
AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?
Mach Dir keine Sorgen!
Wenn es soweit ist, wirst Du glauben: In der Zeitspanne, in der die Sehnsucht nach Ruhe im Oberstübchen aus Lebensmüdigkeit übermächtigt wird, es aber noch nicht Zeit ist abzutreten, wird sich häufig mit Glauben (oder auch anderen Drogen) betäubt. Einige nennen das dann "zu Gott finden".
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07.09.2011, 02:04Inaktiver User
AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?
Man muss nicht katholisch sein oder werden, man kann auch evangelisch sein, wo es deutlich liberaler zugeht. Man kann auch gar keiner Gemeinschaft angehören. Aber wenn man Gemeinschaft sucht, dann wird man wohl damit leben müssen, dass man auch den einen oder anderen Kompromiss machen muss. Und wer lieber für sich bleibt, dem ist das ja auch unbenommen.
Es kann sein das die Menschen die Gemeinschaft die du beschreibst bestimmt nicht brauchen. Wir sind bestimmt nicht allein. Eher sehr viel mehr.Geändert von Inaktiver User (07.09.2011 um 02:12 Uhr)
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07.09.2011, 11:36Inaktiver User
AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?
Das finde ich ein sehr interessante Aussage! Zuerst wollte ich mich reflexartig gegen diesen Gedanken wehren, aber ich muss Dir beipfichten! So habe ich das auch schon bei anderen, aber auch an mir selbst beobachten können, dass man versucht, aus einem Mangel heraus, aus Müdigkeit, Angst, aus dem Bedürfnis heraus irgendwo (s)einen Platz im (spirituellen) Leben zu finden, sich ganz besonders einen Glauben herbeiwünscht und ihn dann "macht", indem man sich z. B. einer Gruppierung anschließt, oder indem man z. B. einfach altbekannte Traditionen "nachahmt" (z.B. Weihwasser benutzen, in Bibelgruppen gehen, den Ritus des Gottesdienstes/Eucharistie "abarbeiten").
So wird das aber nicht funktionieren (abgesehen davon, dass man Glauben nicht "machen" kann), weil alles im "Außen" bleibt und nur versucht wird, ein Loch durch Äußerlichkeiten - die manchmal als verkappte Innerlichkeit daherkommen kann - (da wird dann der Spruch, die Geister unterscheiden zu lernen wieder aktuell) zu stopfen.
Wenn die Basis nicht die Erfahrung der Liebe ist (ich komme wieder auf mein anderes Posting zu sprechen, in dem für mich die Liebe der zentrale Punkt des Christentums ist) , der Erfahrung, geborgen zu sein (im Leben, In Gott) dann funktioniert das alles nicht und der Mangel bleibt bestehen, wird nur verdeckt, verdrängt, verschleiert und kommt ganz bestimmt an anderer Stelle wieder wie ein Bumerang zurück. Wenn aber die Erfahrung der Liebe erlebt wurde, dann kann auch innerhalb dieser Erfahrung in Zeiten der inneren Not zu Gott und um seinen Beistand gerufen werden (siehe Hiob).
Die grundlegende Frage ist deshalb nicht, wie komme ich zum christlichen Glauben, sondern: Wie komme ich zur Liebe und meiner ganz persönlichen Liebeserfahrung? Und im Schlepptau dieser Frage, die anderen: Wie lerne ich, zu vertrauen? (Trotz der vielen gegensätzlichen Erfahrungen des Lebens?) Wie lerne ich, mutig zu sein? Wie lerne ich Hoffnung?
DAS sind für mich die entscheidenden Fragen. Die aber alle in die Liebesfrage münden.
Da fällt mir Paulus ein, (den ich nicht mal so gerne mag, weil er so dogmatisch sein kann), der folgende Gedanken zur Liebe hat:
"Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. (Matthäus 7.22) (Matthäus 17.20) 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. (Matthäus 6.2)" (1 Korinth, Kapitel 13)" (lt Bibel.Online.net)
Auch da muss ich beipflichten, aber ein "aber" hinzufügen:
Ich denke schon, dass Menschen Gemeinschaft brauchen, und sei es "nur" die Gemeinschaft derer, die keiner Gemeinschaft angehören. Denn, Menschen sind darauf angewiesen, sich auszutauschen, zu kommunizieren und innerhalb dieses Austauschs eigene Positionen zu überprüfen, sich zu bestätigen oder sie zu verwerfen (um es mal aus soziologischer Richtung zu beleuchten). Deshalb brauchen Menschen auch in religiösen/spirituellen Dingen diesen Austausch. Keiner lebt für sich allein....Geändert von Inaktiver User (07.09.2011 um 11:44 Uhr)
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07.09.2011, 11:56
AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?
Das sehe ich auch so. Und genau deshalb finde ich es auch so schwierig, anderen einen konkreten Rat zu geben. Für diese Erfahrung kann nur schwer eine Anleitung im Stil von tue dies.. und lese jenes... dann wirst Du verstehen und glauben, geben. Man kann allenfalls eine Basis schaffen, indem man sich bewusst macht, wonach genau man sucht, was man gerne glauben möchte, auf welchen Weg man sich begeben möchte. Und dann Raum und Zeit in seinem Leben schaffen, in dem man sich für diese Erfahrung öffnet. Meditation, Gebet, Achtsamkeit (wo könnte ich Gottes Wirken und Liebe in meinem Leben und im Leben allgemein sehen, wenn ich unterstelle, dass es ihn gibt?) sind Wege, sich für diese Erfahrung zu öffnen.
Ich halte Glauben ohne persönliche Erfahrung in letzter Konsequenz für leblos (da bin ich ganz Mystikerin), aber Erfahrung ohne denn sinnstiftenden Zusammenhang eines konkreten Glaubens wird schnell beliebig und schwammig.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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07.09.2011, 13:04
AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?
Es ist genau anders herum: Zusammenhang stiftet Sinn.
Dafür braucht es aber keinen Glauben. Dieses Gefühl läßt sich auch im ganz banalen Leben finden.
Unser Gehirn ist übrigens so strukturiert, dass es wie wild Zusammenhänge sucht und notfalls auch konstruiert. Auch da, wo gar keine sind.
Sagt zumindest "die Wissenschaft".
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07.09.2011, 13:13
AW: Wie bekommt man Zugang zum CHRISTLICHEN Glauben?
Seit Post 67 auf Seite 7 interessiert -maddin- nicht mehr für den Zugang zur christlichen Glauben.
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel



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