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Thema: Philosophie
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01.11.2011, 01:42
AW: Philosophie
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01.11.2011, 01:53
AW: Philosophie
Woran erinnert mich das nur... ? *grübel* ..

Vor kurzem sah ich einen Film über Kannibalismus - bei Menschen.
Zum Glück haben wir diese Zeit hinter uns.
Der Mensch, mit seiner Vernunftbegabtheit, gehört auch zum Natürlichen Umfeld.Wir Menschen könnten den Tieren gegenüber gerecht sein, wenn wir sie in ihrem
natürlichen Umfeld ließen.
... dasselbe beim Menschen. Oder?Verhätschelte und überfütterte Hunde oder Katzen gehören für mich genauso zur
Tierquälerei wie...
... und Kriege und Mord und Todesstrafe und Massenproduktion in den Fabriken mit Menschen als lebende Roboter, weil die inzwischen wieder billiger sind als Maschinen.Legebatterien für Hühner und andere fragwürdige Praktiken in
Schlachthäusern und anderswo...
Waaahnsinn, was Menschen mit Lebewesen so anstellen!!!
BravIch bin nicht Vegetarierin aber ich achte sehr auf die Herkunft des Fleisches, das ich esse
dasselbe gilt für die Eier und die Milch.
GeeenauGenauso wenig mag ich Schnittblumen. Die sind sowieso auf einer Wiese viel schöner
als in irgendeiner Vase.
Hat man uns als Kinder schon beigebracht: Stehenlassen! Damit alle was davon haben


____________________
Aber den Sauerampfer haben wir als Kinder immer abgerupft,
weil der so herrlich sauer schmeckte
"Nicht mit der Wurzel, du Depp!
"
Geändert von Streuner (01.11.2011 um 02:08 Uhr)
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01.11.2011, 02:02
AW: Philosophie
Geändert von Streuner (01.11.2011 um 02:05 Uhr)
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01.11.2011, 02:19
AW: Philosophie
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01.11.2011, 02:21
AW: Philosophie
Was hat das damit zu tun? Sagtest du nicht, man müsse das Böse lieben, weil es nun mal zum Leben dazugehöre?
Erstens glaube ich nicht, dass das Böse zum Leben dazugehört, und zweitens liebe ich das Böse nicht. Wie kommst du dann dazu zu sagen, man müsse das Böse lieben? Das ist wirklich so ziemlich das Abgefahrenste, was ich in meinem ganzen Leben gehört habe. Glaubst du ernsthaft, dass du mit so einer Lebenseinstellung auch nur die geringste Chance hast, vor Gott zu bestehen?
Gott kann gewiss jede Sünde vergeben, jedes noch so schwere Verbrechen. Aber wenn wir noch nicht mal das Böse verabscheuen, sondern es sogar lieben, was dann? Wie sollen wir unter dieser Voraussetzung Reue empfinden? Und wenn wir keine Reue empfinden, wie sollen wir uns dann ändern? Und wenn wir noch nicht mal im Ansatz Bereitschaft aufbringen uns zu ändern, wie soll uns Gott dann vergeben?
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01.11.2011, 02:46
AW: Philosophie
Sorry, ich habe mich falsch ausgedrückt.
Es stimmt nicht, dass wir das Böse lieben sollen.
Den, der Böses tut, sollen wir lieben - nicht das Böse das er getan hat oder tut.
Ich weiß, dass das sehr theoretisch und praktisch nicht machbar klingt.
Aber, wenn wir uns jeden bösen Menschen als kleines unschuldiges Kind vorstellen, welches jeder Mensch einmal war, und alle Umstände berücksichtigen, die dazu geführt haben, Böses zu tun...
... dann müsste man in manchen Fällen glatt seinen Hass unterdrücken, um ihn lieben zu können.
Wie kommen wir Menschen aus diesem Teufelskreis heraus?
Ich sage es nochmal: Indem wir NICHTS BÖSES MEHR tun!
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01.11.2011, 05:10
AW: Philosophie
In gewisser Weise beneide ich Euch. Ihr wißt so genau, was gut, was böse ist.
Ich weiß nur, dass ich in westlich-christlicher Tradition aufgewachsen bin und deshalb automatisch bestimmte Aussagen dazu mit der Muttermilch aufgesogen hab, die durchaus zu hinterfragen sind.
Wenn wir mal in der christlichen Historie zurückblicken, dann gibt es z. B. Zeiten, wo das Töten der Andersgläubigen absolut akzeptiert war. "Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein."
Es gibt Zeiten der Inquisition, wo um des Seelenheiles willen die schrecklichsten Gräuel am Körper des Menschen vollzogen wurden.
Ich denke nicht, dass ein Kreuzritter, der Jerusalem befreit hat und dafür x Muslime über die Klinge hat springen lassen, um seinen Einzug ins Paradies gefürchtet hat.
Ich denke auch nicht, dass Mr. Bush, als er die "Achse des Bösen" ausgemacht hat, sich vom Teufel besessen fühlte.
Die Zeugen Jehovas nehmen die Bibel wörtlich, weil sie das "Wort Gottes" beinhalten soll.
Na dann...
Die Bibel ist ein Buch, von Menschen geschrieben. Auch wenn anderes behauptet wird.
Wer außer Moses hat den brennenden Dornbusch gesehen, aus dem ihm die 10 Gebote "diktiert" wurden?
Für mich ist es pfiffig, sich auf eine "höhere Instanz" zu berufen, wenn eine ausgeflippte Menschenmenge den Respekt verliert. Und diese Instanz muss auch eine bedrohliche Macht haben, sonst funktioniert es nicht.
Und... ganz wichtig... diese Instanz muss außerhalb meiner Selbst angesiedelt sein. "Der liebe Gott, der im Himmel auf mich wartet"
Nur so funktioniert die "Erbsünde".
Also sind wir automatisch alle was Böses, oder?
Und nur, wenn wir die Regeln befolgen, die uns die von Gott Eingeweihten weitersagen, dann haben wir eine Chance, am Tag der "Grossen Gerechtigkeit des Jüngsten Gerichtes" für würdig befunden zu werden.
Da wird mir die Methapher der Schafherde, die von den Hirten auf den "Rechten Weg" geführt werden, glasklar.
Irgendwie bin ich wohl ein schwarzes Schaf und wahrscheinlich wäre ich vor noch nicht allzulanger Zeit auf dem Scheiterhaufen gelandet.
Naja, Schafe, die nicht bei der Herde bleiben, werden beizeiten vom Geier gefressen.
Gott als allmächtige, nicht direkt wahrnehmbare Instanz darzustellen, zu der nur Auserwählte den direkten Draht haben, ist die geschickteste Manipulation, die ich mir vorstellen kann.
Im Moment gibt es mehr und mehr schwarze Schafe.
Es wird schwieriger, sie zu kontrollieren. Also braucht es wieder gute Kontroll-Instrumente. Der muslimische Bruder ist Jemand, den man recht gut kennt, weil er seine Regeln aus den gleichen Wurzeln zieht.
Er legt sie nur anders aus.
Also ist es ein Leichtes, diesen Bruder zum Feind... zum Kain... zu machen.
Das Gruseligste, was im Moment aus dieser Feindschaft als Manipulationsmittel entstanden ist, ist die Furcht vor dem "Schläfer", dem Nachbar, der nur darauf wartet, aus der Unerkanntheit zum terroristischen Monster zu werden.
Wem kann man da noch vertrauen? Doch nur denen, die sagen, sie haben den Durchblick.
Und wer hat den Durchblick? Unsere gewählten, christlichen Regierungen.
* Ironiebutton an* Dem Himmel sei Dank dafür! *Ironiebutton aus*
Mein Fazit:
Menschen, die sagen, sie wissen besser als ich, was gut für mich ist, denen glaube ich nicht. Egal auf welche "Höhere Instanz" sie sich berufen.
Es mag wirklich eine "Höhere Instanz" geben, aber diese Instanz ist dann auch in der Lage, sich mir direkt mitzuteilen.
Sie braucht keine äußeren Vermittler.
Meine Aufgabe ist es, dieser... inneren Stimme... Raum und Gehör zu verschaffen.
Die Polynesier haben eine klare Regel, eine die sich "stimmig" anfühlt. Man kann sie übersetzen mit:" Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu"
Es gibt noch einige andere sehr schlüssige Weisheiten in der polynesischen Vorstellung, aber ich denke, es führt zuweit, die hier jetzt einzustellen.
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01.11.2011, 09:00
AW: Philosophie
Das stimmt so nicht. Die Erbsünde besagt nicht, dass wir automatisch alle böse sind. Sie besagt nur, dass wir alle sterben, und zwar aufgrund der Erbsünde.
Das mag ungerecht klingen und ist es auch - wenn man es so stehen lässt. Denn die Frage ist berechtigt: Warum müssen wir für etwas büßen, das wir gar nicht zu verantworten haben? Immerhin haben wir zu der Zeit, als der Sünden-Fall geschehen ist, noch gar nicht gelebt, wie jedenfalls behauptet wird. Und genau das ist die offizielle Lehre der Kirche: unlogisch, absurd und verwerflich. Verwerflich, weil sie Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde in den Schmutz zieht und aus diesen Gott einen Götzen macht.
Wenn die Lehre der Kirche stimmen würde, wäre Gott ungerecht. Ist Gott aber ungerecht? Niemals. Gott ist in allem, was ER tut, vollkommen gerecht. Ungerecht sind nur wir unvollkommenen Menschen.
Wieder eine der Irrlehren, die von der Kirche, ebenso wie von Gläubigen aller Couleur verbreitet werden.
Laut Apostel Paulus werden wir aber nicht durch das Befolgen von Regeln gerettet, sondern durch den Geist der Wahrheit. („…so dienen wir Gott in einem neuen Leben, das sein Geist in uns schafft, und nicht mehr auf die alte Weise nach dem Buchstaben des Gesetzes“, Röm 7:69)
Ungeachtet dessen verbreitet die Kirche weiter ihre Irrlehren. Luther erkannte das zwar, zog daraus aber den (leider wieder falschen) Schluss, wir würden allein durch Glauben gerettet. Aber auch das ist eine Irrlehre, da sie im krassen Gegensatz zur Lehre Jesu steht , der sagte: „Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.“(Joh 3:20)
Leider muss ich dir in allen Punkten absolut recht geben.
Ich denke, du hast es schon richtig erkannt.
Genau das sagte Jesus. Zufall? Ich denke nicht ...
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01.11.2011, 10:15
AW: Philosophie
Dagegen:Ungeachtet dessen verbreitet die Kirche weiter ihre Irrlehren. Luther erkannte das zwar, zog daraus aber den (leider wieder falschen) Schluss, wir würden allein durch Glauben gerettet.
Brief des Paulus an die Römer, Kap. 3, 19 – 24.
19 Das sagt das Gesetz, und wir wissen: Alles, was es sagt, richtet sich an die, denen es verordnet wurde. So wird jeder Mund gestopft und die ganze Welt sieht sich dem Urteil Gottes verfallen.
20 Denn durch das Halten von Geboten wird kein Mensch vor Gott gerecht. Das Gesetz führt nur dazu, dass man seine Sünde erkennt.
21 Doch jetzt ist die Gerechtigkeit Gottes sichtbar geworden, und zwar unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit dem Gesetz und den Worten der Propheten.
22 Es ist die Gerechtigkeit Gottes, die durch den Glauben an Jesus Christus geschenkt wird und allen zugute kommt, die glauben. Da ist kein Unterschied zwischen Jude und Nichtjude,
23 denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.
24 Doch werden sie allein durch seine Gnade ohne eigene Leistung gerecht gesprochen, und zwar aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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01.11.2011, 13:04
AW: Philosophie
ich weiß nicht mehr, wie man teilzitiert, deshalb kopiere ich einfach und setze es in Sternchen.
***Und genau das ist die offizielle Lehre der Kirche: unlogisch, absurd und verwerflich. Verwerflich, weil sie Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde in den Schmutz zieht und aus diesen Gott einen Götzen macht.
Wenn die Lehre der Kirche stimmen würde, wäre Gott ungerecht. Ist Gott aber ungerecht? Niemals. Gott ist in allem, was ER tut, vollkommen gerecht. Ungerecht sind nur wir unvollkommenen Menschen.***
Ok, dann machen wir halt nicht den muslimischen Bruder zu unserem Feind, sondern die katholische Kirche.
Jacke wie Hose.
Voraussetzung in Deiner Antwort ist der im Außen stehende Gott, der allwissend, allmächtig, und wertend ist.
Woher weißt Du, dass Gott immer gerecht ist, wenn unsere Realität tagtäglich von Ungerechtigkeiten geprägt sind?
Du wünscht es Dir, dass es sowas gibt, weil Du dann vor "Papas" Angesicht lieber und besser sein kannst als der "böse" Katholik oder der "verirrte" Protestant.
Wissen kannst Du das nicht. Du kannst noch nicht einmal wissen, ob es diesen Gott überhaupt in dieser Form gibt.
Wenn wir Menschen unvollkommen sind, dann muss es dieser Gott auch sein, oder?
Weil, wenn er vollkommen ist, dann wären wir es auch. Schließlich hat er uns ja nach seinem Ebenbild geschaffen.
Nein, Deine Aussagen sind für mich mehr vom Gleichen. So sorry. Auch wenn Du mir scheinbar recht gibst.
Ich kann all das nicht wissen, also muss ich glauben.
Wenn ich aber glauben muss, dann glaube ich lieber an das, was mich nicht manipuliert, sondern an das, was mich frei macht, die zu sein, die ich bin.
Ich bin nicht atheistisch, aber an eine göttliche Instanz, die mich zur Elite macht, glaube ich nicht. Ich will selbst-verantwortlich sein.
Und ich will den anderen Menschen das auch zugestehen.
Wenn die katholische Kirche Gott so sieht, wie sie ihn sieht, ist das ok. Wenn die Protestanten es so sehen, wie sie es sehen, dann ist das auch ok.
Aber wenn jemand mir sagt, ich soll das so und nicht anders sehen, sonst bin ich böse oder komme nicht in den imaginären Himmel, oder werde als Ameise wiedergeboren, dann fühle ich mich manipuliert.
.... ich hab jetzt ziemlich lange versucht zu formulieren, wie meine Vorstellung von Gott ist und habe festgestellt, dass ich immer wieder zu Aussagen käme, die sehr blasphemisch klingen.
Nein, ich kann nicht einmal von einem "Gott" reden, eher von etwas "Göttlichem". Und dieses "Göttliche" ist in Jedem von uns.
Keine Frage, wir brauchen Regeln des Zusammenlebens. Warum also nicht die Regeln des Christentums?
Warum nicht die Regeln des Katholizismus?
Gnade, Liebe, Barmherzigkeit, all das sind Dinge, die zu leben sich gut anfühlen. Aber nur, wenn sie freiwillig gelebt werden. Dann sind sie "gut".
Wenn man dazu gezwungen wird, verkehrt sich alles ins Gegenteil, wird "böse".
In der amerikanischen Verfassung ist das "Recht auf Glück" verbrieft, aber die Menschen zu "ihrem Glück" zwingen?
Es gibt viele wunderbare Aussagen, die Jesus gemacht haben soll. Sie haben den Menschen damals so gut getan, dass sie bis heute als Lebensgrundlage überliefert werden.
Und doch sind genau diese Aussagen, als man sie anderen Menschen aufzwingen wollte, zur Grundlage der schlimmsten Gräuel geworden.
"Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu."
Ich will niemanden zwingen, ich will auch nicht gezwungen werden.
Gerechtigkeit?
Was ist gerecht?
Gerecht ist, jedem seinen Platz zu lassen und der reicht bis zum Platz für den Nächsten.
Ich will Platz zum Wachsen haben, ich muss auch Platz zum Wachsen gewähren.
Und das, Tessie, ist wohl der Unterschied zwischen dem Menschen und dem Nichtmenschlichen.
... dass wir das erkennen können.
Vielleicht ist das das "Göttliche".



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