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Thema: Das Böse....

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    AW: Das Böse....

    Wenn wir schon christliche Argumentation machen, so fällt mir das bekannteste Gebet ein, dass wir gemeinsam sprechen: Das Vater-Unser.

    Darin heißt es: "... und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns vom dem Bösen."

    Darin wird akzeptiert, dass Böses in uns ist (und nicht von außen kommt). Wir bitten in diesem Gebet, dass uns Ereignisse erspart bleiben sollen, die uns zum Bösen führen. Nach meiner Überzeugung sollten wir nicht nach dem Bösen bei anderen suchen, oder gar meinen, das Böse sei ausrottbar. Ich halte uns alle für fähig (aber insbesondere mich selbst), dass wir sehr böse sein können und handeln, wenn wir in Ausnahmesituationen kommen.

    Wer von sich behauptet, er sei nie böse und habe das Ganze unter Kontrolle, erscheint mir als im wahrsten Sinne des Wortes "schein-heilig".
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Das Böse....

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Wenn wir schon christliche Argumentation machen......

    Darin heißt es: "... und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns vom dem Bösen."

    Darin wird akzeptiert, dass Böses in uns ist (und nicht von außen kommt).
    Die Frage ist hier nur, wie sieht das Böse aus, das hier angesprochen wird. Ist es diese Erbsünde oder etwas ganz anderes.



    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Wir bitten in diesem Gebet, dass uns Ereignisse erspart bleiben sollen, die uns zum Bösen führen.
    Bittet man wirklich darum, dass einem solche Ereignisse erspart bleiben, oder dass man den Verführungen dieser Ereignisse Stand hält.

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Nach meiner Überzeugung sollten wir nicht nach dem Bösen bei anderen suchen, oder gar meinen, das Böse sei ausrottbar.
    Ja, das denke ich auch.
    Es sind so ziemlich die größten Verbrechen der Menschheit begangen worden, mit dem Anspruch, das Böse zu bekämpfen. Ob Hexenverbrennung, Judenvernichtung etc.
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Das Böse....

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Bittet man wirklich darum, dass einem solche Ereignisse erspart bleiben, oder dass man den Verführungen dieser Ereignisse Stand hält.
    Ich habe kürzlich gelesen, dass es in der aramäischen Urform wohl wörtlich übersetzt heißt: Und führe uns in der Versuchung.
    Das erscheint mir auch irgendwie stimmiger zu sein, weil ich sonst annehmen müsste, dass Gott mich ganz bewusst in Versuchung führen würde, wenn ich ihn nicht bäte, das zu unterlassen...

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Das Böse....

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Die Frage ist hier nur, wie sieht das Böse aus, das hier angesprochen wird. Ist es diese Erbsünde oder etwas ganz anderes.
    Nach meinem Darfürhalten ist es nicht eine Erbsünde, die nach meinem Verständnis nur die Abkehr von Gott beinhaltet, sondern das tasächlich "böse handeln". Böse denken können wir sowieso.

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Bittet man wirklich darum, dass einem solche Ereignisse erspart bleiben, oder dass man den Verführungen dieser Ereignisse Stand hält.
    Ich denke, auch das ist gemeint.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Das Böse....

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Ich nicht. Denn Gott hat einen Tag bestimmt, an dem er die Geister scheiden wird. Jesus gebrauchte hierzu das Gleichnis von den Schafen und Böcken, was heißt: in der kommenden Welt wird es die "Böcke in Menschengestalt" nicht mehr geben, sie werden vom Erdboden hinweggefegt wie die Spreu vom Weizen.
    Entschuldige bitte, aber das ist für mich schlicht naiver
    Kinderglaube!

    Ich finde, gerade wenn es um das "Böse" geht muss man
    auch mal das Menschsein fern von irgendeiner Religion
    betrachten können.

    Eher so vom evolutionären Standpunkt aus...also
    vom Säugetierkörper, den wir ja nun mal haben.
    In der Todesangst sind wir dem Tier näher als
    dem entwickelten Homo sapiens...und da liegt
    für mich der Ursprung.
    Lieber aus der Rolle fallen
    als in eine Falle rollen

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    AW: Das Böse....

    Zitat Zitat von riva76 Beitrag anzeigen
    Entschuldige bitte, aber das ist für mich schlicht naiver
    Kinderglaube!

    Ich finde, gerade wenn es um das "Böse" geht muss man
    auch mal das Menschsein fern von irgendeiner Religion
    betrachten können.

    Eher so vom evolutionären Standpunkt aus...also
    vom Säugetierkörper, den wir ja nun mal haben.
    In der Todesangst sind wir dem Tier näher als
    dem entwickelten Homo sapiens...und da liegt
    für mich der Ursprung.
    Für einen Nicht-Gläubigen ist jede 'Betrachtungsweise des Bösen (und des Guten) aus religiöser Sicht'
    naiver Kinderglaube.

    Für einen Gläubigen gibt es sehr wohl eine klare Trennlinie zwischen Gut und Böse, welche uns von Jesus ganz klar aufgezeigt wurde.
    Für einen (viele) Ungläubige(n) sind Gut und Böse untrennbar und Natur-gegeben miteinander verbunden.
    Für manche Ungläubige gibt es Gut und Böse gar nicht.

    Als ich zum ersten Mal jemanden sagen hörte, Gut und Böse gäbe es nicht, war das für mich, als würde mir jemand weismachen wollen, der Schnee sei grün.

    Für mich war und ist es schon immer eine unverrückbare Selbstverständlichkeit:
    Katze streicheln = Gut
    Katze schlagen = Böse
    u.s.w.

    Man wird doch wohl in der Lage sein, Gut und Böse zu unterscheiden,
    - sich zu entscheiden, ob ich lieb zu jemandem bin oder böse!

    Aber, solange so viele Menschen erst mal darüber nachdenken müssen, ob es Gut und Böse überhaupt gibt, und was das sein soll, wundert es mich nicht, dass es so viel Böses auf der Welt gibt.
    Wieso fragt man sich da noch, woher das Böse kommt?!
    Die Antwort ist doch ganz klar:
    Viele Menschen wissen nicht, dass das was sie tun, böse ist. Sie machen sich keine Gedanken darüber. Es ist ihnen schlicht egal. Manche Menschen denken ganz einfach nur an ihren eigenen Vorteil. Schluss - aus - Ende.
    Ich wage zu behaupten, mindestens vier Fünftel davon würden nichts Böses mehr tun, wüssten sie, dass das etwas Böses ist, was sie da tun.
    Das restliche Fünftel gehört zu denen Menschen, die sich bewusst und absichtlich, aus Lust und Laune und aus Freude daran, für das Böse entschieden haben.
    Ja, auch solche Menschen gibt es.

    Das Böse ist so vielseitig wie die Menschheit.

  7. gesperrt

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    AW: Das Böse....

    Zitat Zitat von riva76 Beitrag anzeigen
    Entschuldige bitte, aber das ist für mich schlicht naiver
    Kinderglaube!
    Für Menschen, die nicht an Gott glauben, mag das naiv erscheinen - das ist für mich durchweg nachvollziehbar. Doch immerhin sind wir hier ja noch im Religions-Forum, das solltest du nicht vergessen.

  8. gesperrt

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    AW: Das Böse....

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen

    Man wird doch wohl in der Lage sein, Gut und Böse zu unterscheiden,
    - sich zu entscheiden, ob ich lieb zu jemandem bin oder böse!

    Aber, solange so viele Menschen erst mal darüber nachdenken müssen, ob es Gut und Böse überhaupt gibt, und was das sein soll, wundert es mich nicht, dass es so viel Böses auf der Welt gibt.
    Wieso fragt man sich da noch, woher das Böse kommt?!
    Die Antwort ist doch ganz klar:
    Viele Menschen wissen nicht, dass das was sie tun, böse ist. Sie machen sich keine Gedanken darüber. Es ist ihnen schlicht egal. Manche Menschen denken ganz einfach nur an ihren eigenen Vorteil. Schluss - aus - Ende.
    Ich wage zu behaupten, mindestens vier Fünftel davon würden nichts Böses mehr tun, wüssten sie, dass das etwas Böses ist, was sie da tun.
    Das restliche Fünftel gehört zu denen Menschen, die sich bewusst und absichtlich, aus Lust und Laune und aus Freude daran, für das Böse entschieden haben.
    Ja, auch solche Menschen gibt es.
    Dem kann ich mich vorbehaltlos anschließen.

  9. Inaktiver User

    AW: Das Böse....

    Zitat Zitat von riva76 Beitrag anzeigen

    Ich finde, gerade wenn es um das "Böse" geht muss man
    auch mal das Menschsein fern von irgendeiner Religion
    betrachten können.
    Menschen kann man nie fern von Religionen betrachten. Jeder hat seinen Glauben. Es gibt sogar einen Glauben, der sagt, gut und böse sind eins, weil alles eins ist. Gott ist sowohl gut als auch böse. Ich verneine diese Glaubensrichtung auf das heftigste. Mich schüttelt es richtig, wenn ich an solcherlei Auswüchse denke.

    Zitat Zitat von riva76 Beitrag anzeigen
    Eher so vom evolutionären Standpunkt aus...also
    vom Säugetierkörper, den wir ja nun mal haben.
    In der Todesangst sind wir dem Tier näher als
    dem entwickelten Homo sapiens...und da liegt
    für mich der Ursprung.
    Wo liegt für dich der Ursprung und von was? Für das Böse, weil es die Todesangst gibt? Willst du damit sagen, dass es das Böse gibt, weil es die Todesangst gibt? Das halte ich für sehr weit hergeholt, aber ich bin mal neugierig, was du dazu schreibst um es zu erklären.
    Nur noch mal nebenbei: nicht jeder Sterbende ist von Todesangst gezeichnet. Ich kenne Menschen, die ganz ruhig in die Ewigkeit gingen.

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    AW: Das Böse....

    Eher so vom evolutionären Standpunkt aus...also
    vom Säugetierkörper, den wir ja nun mal haben.
    In der Todesangst sind wir dem Tier näher als
    dem entwickelten Homo sapiens...und da liegt
    für mich der Ursprung.
    Das glaube ich nicht, dass Todesangst etwas mit Gewissenbildung und dem Gerechtigkeitssinn zu tun hat.
    Menschen haben immer im Verband gelebt, denn allein ist der Mensch Jahrtausende nicht überlebensfähig gewesen. Und jeder Stamm, jede Familie legt seine Regeln fest. Es ist alles verboten und auch böse, was der Sippe schadet. Jede Familie kann ein Lied davon singen, wie schwer es manchmal ist, das Kindern beizubringen.
    Ein afrikanisches Sprichwort besagt, dass es eines ganzen Dorfes bedarf, um ein Kind zu erziehen. Eltern ganz auf sich gestellt würden häufig Schiffbruch erleiden.
    Bei der Erziehung der Kinder stellt sich zumindest bei Geschwisten sehr schnell ein Gerechtigkeitsdenken ein. Und für Kinder ist Gerechtigkeit nur vorhanden, wenn sie gleich behandelt werden. Was nicht immer möglich ist.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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