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    AW: Die zehn Gebote

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das Gebot berücksichtigt nicht die Mißhandlungen durch Eltern.
    klingt zwar vernünftig was du da sagst, Opelius, aber aus dem Gebot geht das ja nun nicht hervor. da heißt es nur: du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, also ohne jede Ausnahme

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    AW: Die zehn Gebote

    Zitat Zitat von kai_77 Beitrag anzeigen
    klingt zwar vernünftig was du da sagst, Opelius, aber aus dem Gebot geht das ja nun nicht hervor. da heißt es nur: du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, also ohne jede Ausnahme
    und wo bleibt da dein immer wieder gepriesene Menschenverstand?
    Die zehn Gebote sind und waren für die Israeliten die erste Verfassung, hatten also generelle Geltung. In keiner Verfassung sind die Ausnahmesituationen detailliert beschrieben. Und Mißbrauch von Kindern besteht nirgendwo generell, sondern ist eine Ausnahmesituation.
    Und das sehen wir Christen genauso.

    Vergleiche es mit dem Gebot:
    Du sollst den Shabbat heiligen (in der Thora sind sie Ausnahmen davon beschrieben)
    Du sollst nicht morden (in der Thora sind die Ausnahmen detailliert beschrieben)

    usw. usw.
    Geändert von Opelius (06.07.2012 um 12:52 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Die zehn Gebote

    @Opelius
    Sind die Ausnahmen, wann das Eltern-ehren-Gebot nicht gilt, echt in der Thora beschrieben? Und wenn ja, gelten denn die Thora-Ausnahmeregelungen auch für Christen?

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    AW: Die zehn Gebote

    Nein, soweit ich weiß, sind Ausnahmeregeln vom Eltern-ehren-Gebot nur insofern beschrieben, dass die Mißachtung negative Konsequenzen hat.
    Ja, z.B. beim Arbeitsverbot am Sonntag, gibt es nicht nur die Ausnahmen in der Thora, sondern sie ergeben sich aus unserem Leben, alles, was mit Sicherheit, Ernergieversorgung, Pflege, Gastronomie und Unterhaltung zu tun, arbeitet an Sonntagen und Feiertagen. Nichtorthodoxe Juden in Israel sind sehr erfinderisch, wie man mit Zeitschaltuhren und Automatik, das Feuermachenverbot (Lichtanmachen, Fahrstuhlfahren, Fahren mit Auto ) umgeht und es trotzdem nutzt.

    Zu den Mißbrauch von Kindern:
    das Phänomen wird erst in den letzten einhundert Jahren überhaupt gesehen und auch in der Lietratur beschrieben. Zuvor wurde es möglicherweise einfach übersehen, oder die Kontrolle in den größeren Familienverbänden war eindeutig wirksam. Das vermute ich aber nur.
    Durch die Reduzierung des Familienlebens auf die sog. Kernfamilie in unserer Zeit mag das Phänomen häufiger auftreten - und alle Ordnungsgewalt hat in den letzten Jahrzehnten deutlich dazu gelernt.
    Geändert von Opelius (06.07.2012 um 13:42 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. Inaktiver User

    AW: Die zehn Gebote

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Nein, soweit ich weiß, sind Ausnahmeregeln vom Eltern-ehren-Gebot nur insofern beschrieben, dass die Mißachtung negative Konsequenzen hat.
    Und warum schreibst Du dann, man solle es mit Geboten vergleichen, bei denen in der Thora Ausnahmeregeln beschrieben sind? Vergleichen kann man natürlich mal, aber Du hast es so geschrieben, als sei es 'vergleichbar', also in ähnlicher Weise eine Ausnahmeregel dazu vorhanden.

    Ich bezweifle sowieso, daß solche Thoraregeln für Christen verbindlich wären.

    Damit bleibt, daß man die Gebote, wie sie da stehen, so auch nehmen muß. Im Gegenteil, selbst wären zusätzliche Thoraauslegungen für Christen auch verbindlich, wäre es laut Deiner Aussage dies:
    Nein, soweit ich weiß, sind Ausnahmeregeln vom Eltern-ehren-Gebot nur insofern beschrieben, dass die Mißachtung negative Konsequenzen hat.
    Damit kann man dann sagen, Deine persönliche Denkweise, mißhandelnde Eltern müssten nach diesem Gebot nicht mehr geehrt werden, ist zwar ehrenwert und nach gesundem Menschenverstand richtig, aber sie fußt nicht auf dem religiösen Verständnis dieser 10 Gebote.

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    AW: Die zehn Gebote

    Ich bezweifle sowieso, daß solche Thoraregeln für Christen verbindlich wären.
    sind sie ja auch nicht. Sonst wäre uns Christen das Essen von Schweinefleisch verboten, wir würden nicht den Sonntag sondern den Samstag als Ruhetag feiern, wir würden unsere männlichen Babies beschneiden.

    aber sie fußt nicht auf dem religiösen Verständnis dieser 10 Gebote.
    Das ist eine sehr rigorose Auslegung, die ich nicht teile. Auch im AltenTestament sind Geschichten beschrieben, wie Kinder mit den Eltern brachen. Ein Beispiel, ohne das ich das nachlesen müsste, wäre das Erschleichen des Erstgeborenenrechtes durch Jakob.
    Aber obwohl es für viele geschändete und zutiefst beleidigte Kinder fast unerträglich ist, ihre Eltern bleiben ihre Eltern, auch wenn sie sie noch so sehr hassen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  7. Inaktiver User

    AW: Die zehn Gebote

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das Gebot berücksichtigt nicht die Mißhandlungen durch Eltern.
    Es geht davon aus, dass Vater und Mutter das Beste für ihr Kind tun, soweit sie in der Lage dazu sind (was ja auch in 99% der Fälle so ist). Es verspricht aber insbesondere, dass ein Kind damit ein dauerndes Wohnrecht in seiner Umgebung erhält - und eben nicht von den Eltern verstoßen wird. Das wäre ja auch zu biblischen Zeiten ein Todesurteil gewesen.
    Wenn das der Sinn dieses Gebotes wäre, das Kind dahingehend abzusichern, so würde es heißen: "Du sollst Deine Kinder nicht verstoßen". Es heißt aber nicht so. Und ist auch nicht so gemeint, behaupte ich mal.

    Mißhandelnde Eltern verlieren nach unserer Rechtsprechung ihr Elternrecht, das Kind behält einen schweren Knacks.
    Nicht notgedrungen, sie können ja auch therapiert werden und die durch die Mißhandlungen erlittenen Traumen überwinden. Wenn Kinder aus mißhandelnden Familien genommen werden, soll das ja gerade dazu dienen, daß sie Schutz vor weiteren Mißhandlungen erhalten und gleichzeitig die Chance, die bereits geschehenen traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten. Sorry für oT.
    Geändert von Inaktiver User (06.07.2012 um 15:44 Uhr) Grund: Schreibfehler korrigiert

  8. Inaktiver User

    AW: Die zehn Gebote

    Auch im AltenTestament sind Geschichten beschrieben, wie Kinder mit den Eltern brachen.
    Das mag schon sein, das weißt Du offenbar (und viel besser als ich). Und was heißt das dann für einen Christen? Wenn es eine Geschichte in der Bibel gibt, die den 10 Geboten konträr ist, dann gilt diese statt das Gebot? Oder auch diese, neben dem Gebot? Vielleicht nur in gewissen Fällen, in den geschilderten?

    Ein Beispiel, ohne das ich das nachlesen müsste, wäre das Erschleichen des Erstgeborenenrechtes durch Jakob.
    Aus dem Wort 'Erschleichen' entnehme ich, platt formuliert, einen Betrug. Wenn man also einen Vorteil davon hat, dann muß man die Eltern nicht mehr ehren, so verstehe ich jetzt, daß Du meinst, daß man dieses Gebot wegen dieser Geschichte in der Bibel interpretieren darf/kann/sollte.
    Geändert von Inaktiver User (06.07.2012 um 15:46 Uhr)

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    AW: Die zehn Gebote

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mag schon sein, das weißt Du offenbar (und viel besser als ich). Und was heißt das dann für einen Christen? Wenn es eine Geschichte in der Bibel gibt, die den 10 Geboten konträr ist, dann gilt diese statt das Gebot? Oder auch diese, neben dem Gebot? Vielleicht nur in gewissen Fällen, in den geschilderten?

    Nein, denn gerade das alte Testament beschreibt in vielen Geschichten und Erzählungen, Konflikte der Menschen untereinander. Nicht wenige Beispiele für Grundkonflikte werden in der Psychologie verwendet, meistens allerdings unter den griechischen Namen, weil die griechische Mythologie unabhängig vom Judentum diese Konflikte ebenfalls mannigfach beschreibt. Damit wollten die Schreiber sicherlich nicht irgendwelche Gebote aufweichen, sondern eher beschreiben, dass der Mensch jederzeit in der Lage ist sie zu brechen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aus dem Wort 'Erschleichen' entnehme ich, platt formuliert, einen Betrug. Wenn man also einen Vorteil davon hat, dann muß man die Eltern nicht mehr ehren, so verstehe ich jetzt, daß Du meinst, daß man dieses Gebot wegen dieser Geschichte in der Bibel interpretieren darf.
    Ja Jakob hat seinen Bruder Esau und seinen alten blinden Vater betrogen (ums Erstgeborenenrecht). Er musste daher aus dem Lande fliehen, und kam erst nach 17 Jahre wieder nach Hause.
    Nein, das Gebot darf man nicht interpretieren, es galt für die Israeliten und ebenso für uns. Nach meiner Auffassung nicht nur für Christen, sondern auch für alle anderen. Weils Sinn macht. Denn Konflikte mit den Eltern wirken in einem Menschen ein Leben lang nach.

    Wenn ich hier in der Bricom die vielen Berichte lese, in welchen Konfliktsituationen sich Menschen mit ihren Eltern befinden, so ergreift mich das. Ich kann nachvollziehen, wenn sie mit den Eltern brechen. Aber aufgearbeitet ist damit ein Konflikt eben nicht.
    Geändert von Opelius (06.07.2012 um 16:06 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. Inaktiver User

    AW: Die zehn Gebote

    Opelius, Du hast diese Beispiel gebracht, Du hast es zur Untermauerung auf Deine eigene Aussage hin gebracht, daß dieses Gebot anders auszulegen sei, diese Ausnahmesituationen und -regelungen betreffend. Was willst Du denn, wenn Du jetzt sagst, daß es damit doch nichts zu tun habe, in Wahrheit bezwecken? Da bleibt für mich nur diese Antwort: Du willst verwirren oder aber Du bist verwirrt. In beiden Fällen ergibt es keinen Sinn für mich, weiter mit Dir zu diskutieren.

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