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15.03.2011, 19:25Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
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15.03.2011, 19:26
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Ja und nein. Wem wäre es noch nicht so gegangen, dass er angesichts des Leids eines anderen Menschen plötzlich wieder dankbar war für Dinge, die schon wieder selbstverständlich geworden waren. Gesundheit ist ja immer so ein Thema, dessen Wert man schnell mal vergisst...
Das heißt ja nicht, dass man dem anderen sein Unglück gönnt oder insgeheim froh ist, dass es ihn und nicht einen selbst getroffen hat. Dankbarkeit für das eigene Glück schließt ja Mitleid mit dem anderen nicht aus.
Und auf der anderen Seite lässt einen nicht nur das Leid das anderen sondern auch das eigene Leid wieder froh über nicht mehr Geschätztes werden. Jedesmal, wenn ich krank bin, merke ich, wie selbstverständlich mir ein einwandfrei funktionierender Körper ist. Jedesmal wenn mein Körper eine Krankheit tapfer bekämpft, bin ich dankbar, wie gut er das schafft. Und wenn ich wieder gesund bin, weiß ich diesen Zustand wieder mehr zu schätzen.
Ich will damit den Sinn des Leides nicht erklären, denn ich glaube wie Opelius, dass der Mensch das nicht kann. Aber ich kann dem Leid für mich persönlich einen Sinn abgewinnen. Nicht immer und schon gar nicht immer direkt. Und ich stoße durchaus auch an Grenzen, wo ich den Sinn nicht mehr verstehe und verzweifle. Aber dann setze ich meinen Glauben als großes Dennoch dagegen und halte einfach nur aus. Mehr kann der Nichtgläubige ja letztlich auch nicht machen, denn über eine bessere Deutungsmöglichkeit des Leids verfügt er auch nicht. An dieser Stelle hilft mir mein Glaube also nicht mehr, aber er schadet auch nicht.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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15.03.2011, 19:27
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15.03.2011, 19:30
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Von einem wirklich allwissenden, allgütigen und allmächtigen Gott wird man doch wohl erwarten können, dass er spätestens nach dem Tod jegliches hienieden unverschuldet erlittene Ungemach doppelt und dreifach wiedergutmacht, wie auch immer.
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.03.2011, 19:38
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Nö eher persönlich: wer montag lacht und dienstag singt, der weint am mittwoch ganz bestimmt.
Oder wie ein Motor funktioniert, mit dem Wechsel zwischen positiv und negativ, zwischen Nord- und Südpol, wenn der Wechsel nicht stattfindet, bleibt der Motor stehen.... living next door to ...
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15.03.2011, 19:42Inaktiver User
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15.03.2011, 19:47
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Ich denke nicht, dass Gott es ist, der die Menschen vernichtet, sondern wir selbst sind es, die wir uns vernichten. Warum greift Gott nicht ein? Wenn er allmächtig ist, sollte er doch die Naturkatastrophen verhindern können oder wenigstens die Menschen rechtzeitig warnen, damit sie entsprechende Vorkehrungen treffen und sich in Sicherheit bringen könnten. Solche oder ähnliche Fragen sind zweifellos berechtigt.
Ich persönlich denke, Gott könnte sehr wohl eingreifen, doch würde er - ähnlich einem Arzt, der einen todkranken Patienten mit lebensverlängernden Medikamenten behandelt - lediglich die Symptome, aber nicht die Ursachen der Krankheit behandeln. Gott will aber nicht einfach nur die Symptome behandeln, was nur kurzfristig einen Erfolg bringen würde, er will die Ursachen der Krankheit beseitigen.
Mir ist klar, dass das für die betroffenen Menschen ein schwacher Trost ist, aber Gott sieht nun mal aus einer höheren Perspektive wie wir.
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15.03.2011, 20:05
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Darum heisst es ja GLAUBEN, mir scheint es eben wie das Ende der Argumentation: wir Menschen können es nicht verstehen, aber gerade deshalb wird es schon richtig sein ? Erschließt sich mir einfach nicht. Das Modell Leben erklärt sich nach heutigem Erkenntnisstand viel besser ohne Gott.
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15.03.2011, 20:07
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15.03.2011, 20:08



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