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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Julchen
    für mich ist das Glauben an Gott identisch mit dem Glauben an den Osterhasen/Weihnachtsmann)
    Für mich auch.

    Und eines erwachsenen Menschen unwürdig.

  2. gesperrt

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Als ich meinen Glauben ablegte, habe ich ein Gefühl der Befreiung erlebt - die Vorstellung, dass da ein Gott hinter mir herschnüffelt, meine Taten registriert und bewertet, hat mich immer gestört.

    Die (vorgeschriebene) Beichte empfand ich als unberechtigten Eingriff in meine Privatsphäre.
    Was geht es einen Kleriker an, was ich tue und lasse?

    Ich vermisse ganz und gar nichts, wenn ich nicht an irgendwelche absurden und widersprüchlichen Geschichten glaube, ich lebe besser und freier ohne irgendeinen Aberglauben.
    Alles nachvollziehbar.
    Trotzdem deckt sich das nicht mit meinen Erfahrungen: So wie Du es beschreibst wirkt es so, als hättest Du Bilanz gezogen, und dann eine Entscheidung getroffen.

    Bei mir war das nicht so.
    Keine privat schlechten Erfahrungen mit Religion, und da evangelisch sozialisiert auch keine inquisitorischen Beichttrituale, etc.
    Nach der Konfirmation, mit 15/16 Jahren, als sowas wie bewussteres, tieferes, auch abstrakteres Nachdenken und intensiveres Lesen bei mir angefangen hat, hat das ganze "Konzept Glauben" nicht mehr zu mir und meiner Logik gepasst.

    Ich habe meinen Glauben also nie bewusst abgelegt. Ich bin ihm sozusagen entwachsen.

    Ich sitze aber trotzdem gerne mal in einer Kirche, und geniesse in dicken Mauern die meditative Stille.
    In katholischen Kirchen geniesse ich das "Orgiastische", das Wolllüstige, Masslose der Athmosphäre, berausche ich mich gerne am Weihrauchduft. Die Akustik bei Kirchenkonzerten ist oft sehr mystisch.
    (Ich höre aber auch gerne schamanistische Trommelmusik.)
    In evangelischen Kirchen geniesse ich die Klarheit und Aufgeräumtheit, den Anhauch von Bescheidenheit und Ernsthaftigkeit.

    Ich verlasse die Kirche dann aber wieder, und weiss diese wunderbaren Bauten, einschliesslich der dahinterstehenden Konzepte politisch und historisch einzuordnen. Und würde ich mich entscheiden müssen zwischen diesen wunderbaren Bauten und einer geistig freieren Menschheit, müßte ich keine Sekunde nachdenken.

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von balalala Beitrag anzeigen
    In katholischen Kirchen geniesse ich das "Orgiastische", das Wolllüstige, Masslose der Athmosphäre
    Ging mir früher auch so. Nach einem Besuch im Petersdom war ich geschockt. Ich bin da heulend rausgelaufen, weil ich mich in anbetracht dieser Masslosigkeit zu Gewürm degradiert, kleingemacht und gedemütigt gefühlt habe.
    Garstige Bratkartoffeln! (Gollum)

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Für mich auch.

    Und eines erwachsenen Menschen unwürdig.
    ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man Glauben auf diese Art werten kann.

    Ich kann über die Vorstellung, dass Adam + Eva Menschen wie wir waren, die bibelgetreu im Paradies unser Wohlleben eben dort verzockten (welche Vorstellung: Eva kann 1 x der Versuchung nicht widerstehen und ab sofort kommt die Strafe Gottes über die gesamte Menschheit - so sieht ein wahrhaft liebender Gott in der Vorstellung einiger Heute-Wesen aus...*grusel* ) den Kopf schütteln oder sogar laut lachen, kann mir die Sinnhaftigkeit von Ritualen auf irgendeine Ostereiergeschichte reduzieren, kann glauben oder auch nicht.

    Die Wertung darüber mag ich mir allenfalls noch denken (denn ich denke öfter Mal "Schwachkopf" ohne es auszusprechen oder aufzuschreiben), so wie du sie hier von dir gibst, 3146, sehe ich sie (die Wertung) schlicht als Beleidigung derer, die sich hier zu ihrem Glauben bekennen und auch bereit sind, darüber zu diskutieren - manche sogar, ohne 'uns' gleich missionieren zu wollen.

    Die Achtung vor deinem Gegenüber sollte dir solche Aussagen eigentlich verbieten....
    Geändert von Blickwinkel (28.03.2011 um 11:47 Uhr)

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von balalala Beitrag anzeigen
    Alles nachvollziehbar.
    ......

    Sehr schöner Beitrag ! - und Kirchen sehe und empfinde ich sehr ähnlich

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Wenn ich nun an die Stelle von Gott einfach den Begriff Geist setzen würde? Und wenn Gott nicht als Person aufgefasst würde, die sich irgendwo im Weltall befindet und dort was auch immer unternimmt, sondern als im ganzen Universum vorhandener, alles durchdringender Geist, der in seinen Geschöpfen seine höchste Ausprägung, Verwirklichung findet?
    Wenn Gott also nichts weiter ist als wirksamer machtvoller Geist, aus dem alles geworden ist, was ist und aus dem alles wird, was noch werden soll? Könntest du damit was anfangen?
    Wenn Dein Geist ohne irgendwelche Eigenschaften zu verstehen ist, als einfaches "Sein", könnten wir uns annähern.

    Ich finde diese Zuweisung von Eigenschaften für mich als nicht angemessen. Weil es dann bei Fragen wie Naturkatastrophen, Kindersterben, Hungersnöten etc. für mein Verständnis immer wieder unmöglich wird, einen liebenden Gott, der uns nur Gutes will, wirklich plausibel darzustellen.

    Für mich ist da einfach irgendwie, irgendwo irgendetwas.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    du sagst, du glaubst nicht an Jesus als Sohn Gottes, Mensch geworden und doch Gott gleich. Das, was du sagst, hat mit dem christlichen Glauben gar nichts zu tun, es ist eine andere Richtung, der du folgst. Wir glauben an Gott den Vater, an seinen Sohn und den Heiligen Geist. Der heilige Geist ist etwas, über das wir bisher gar nicht geschrieben haben. Denn er ist es, der uns Worte eingibt oder uns Wege führt. Es mag sich etwas wunderlich anhören, aber ein Wunder ist es ja auch. Ich denke, du sprichst das Wirken des Heiligen Geistes in Menschen mit deinem Post an.
    Floralina, ich glaube nicht, dass das wirklich was anderes ist.
    Ich bin (nach vielen "Touren" durch diverse religiöse Gemeinschaften/Glaubensrichtungen) der Auffassung, dass es sich bei Gleichnissen "nur" um Versuche handelt, etwas für den Menschen greifbar, nachvollziehbar, nachfühlbar zu machen. Und das ist auch völlig in Ordnung und gut so.

    Es ist nur nicht mein Ding, ich brauche für mich diese Metaphern nicht, um davon überzeugt zu sein, dass da mehr ist, als das, was wir wahrnehmen können.

    Und Religionsgemeinschaften haben für mich nicht mehr viel mit Gott zu tun, das ist Menschenwerk.
    Auch erst mal nicht schlimm, solange es mit Respekt gegenüber Andersdenkenden einhergeht. Ist nur leider nicht so.
    Eigensinn macht Spaß

  7. Inaktiver User

    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz sicher.

    Als ich meinen Glauben ablegte, habe ich ein Gefühl der Befreiung erlebt - die Vorstellung, dass da ein Gott hinter mir herschnüffelt, meine Taten registriert und bewertet, hat mich immer gestört.

    Die (vorgeschriebene) Beichte empfand ich als unberechtigten Eingriff in meine Privatsphäre.
    Was geht es einen Kleriker an, was ich tue und lasse?

    Ich vermisse ganz und gar nichts, wenn ich nicht an irgendwelche absurden und widersprüchlichen Geschichten glaube, ich lebe besser und freier ohne irgendeinen Aberglauben.
    Und wieso geht es in deinen Beiträgen in der BRI um fast nicHts anderes ?!
    Es missgönnt dir doch niemand, schon gar kein "Gläubiger", dass du gut und besser ohne Glauben lebst, warum betonst du das ständig, immer und überall ?!
    Ist es genau das, was dich nervt, dass du damit heutzutage kaum noch jemanden aus der Reserve locken kannst, dass es den meisten Menschen eh am ** vorbei geht ?!
    Ich würde sagen 80 % der Bevölkerung sind indifferent, was Glauben angeht, je nachdem ob es gerade in ihr Leben "passt oder nicht", mal meine Vermutung...belegbar ist das nicht.
    Nee, "geglaubt wird an nichts", aber dann soll Knut doch in den Eisbärenhimmel kommen...mal plakativ dargestellt.
    ALSO: wo ist denn bloss dein Problem ?? Verstehe ich einfach nicht, das hat mE. schon was Krankhaftes, teilweise.Du hast ja wohl deinen "Kinderglauben" und deine traumatischen Erlebnisse dahingehend immer noch nicht unter Kontrolle, so kann man da vermuten."Erwachsen sein" geht da aber anders.....

  8. gesperrt

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von briony Beitrag anzeigen
    Ging mir früher auch so. Nach einem Besuch im Petersdom war ich geschockt. Ich bin da heulend rausgelaufen, weil ich mich in anbetracht dieser Masslosigkeit zu Gewürm degradiert, kleingemacht und gedemütigt gefühlt habe.
    Ja, der Petersdom machte mich auch sprachlos.
    Der Begriff "Hypris" ist hier körperlich erfahrbar.

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Mir hat die Grabeskirche in Jerusalem bestätigt, dass da irgendwas "faul" ist... *schüttel*
    Eigensinn macht Spaß

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Als ich meinen Glauben ablegte, habe ich ein Gefühl der Befreiung erlebt - die Vorstellung, dass da ein Gott hinter mir herschnüffelt, meine Taten registriert und bewertet, hat mich immer gestört.

    Die (vorgeschriebene) Beichte empfand ich als unberechtigten Eingriff in meine Privatsphäre.
    hm, ich hab noch nie das Gefühl gehabt, daß ER hinter mir herschnüffelt

    Und ich bin mir sicher, er hat kein problem damit, daß ich nie beichten gehe.....



    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Das kann gut sein, Jolanda. Nur ich fürchte, das wird denen, die nicht an die Existenz Gottes glauben, nicht viel nutzen. Oder?
    Aber Du glaubst doch schon an Gott.

    Und ich fühle mich nicht berufen, hier irgendjemanden zu missionieren oder zu überzeugen.

    Ich hab da zwar gestern Abend auch nochmal drüber nachgedacht, (über Deine Frage), und könnte sicher doch noch so einiges dazu schreiben.... und ich würde auch jedem, der aufrichtig Interesse hat und da Fragen hätte oder Hilfe braucht gerne ausführlich antworten oder versuchen, weiterzuhelfen, aber ich mein, das ist nicht der Strang dafür und es hat auch niemand darum gebeten.


    [wir können da gerne noch per PN diskutieren, wenn Du magst]




    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Soll es ja geben, Menschen, die ihren Glauben verlieren, weil sie ein schwerer Schicksalsschlag getroffen hat. Ich hatte schon immer Mühe, das nachzuvollziehen: Jeder weiß doch, dass es Leid und Ungerechtigkeit gibt auf der Welt. Solange es andere trifft, kann man an Gott glauben, wenn es einen aber selber trifft, nicht mehr? Das ist doch inkonsequent.
    Geht mir auch so. Andererseits steckt man ja nicht drin, und ich würde das als Aussenstehender niemals irgendwie "(be)werten" wollen.




    Zitat Zitat von Blickwinkel Beitrag anzeigen
    ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man Glauben auf diese Art werten kann.
    Die Wertung darüber mag ich mir allenfalls noch denken (denn ich denke öfter Mal "Schwachkopf" ohne es auszusprechen oder aufzuschreiben), so wie du sie hier von dir gibst, 3146, sehe ich sie (die Wertung) schlicht als Beleidigung derer, die sich hier zu ihrem Glauben bekennen und auch bereit sind, darüber zu diskutieren - manche sogar, ohne 'uns' gleich missionieren zu wollen.

    Die Achtung vor deinem Gegenüber sollte dir solche Aussagen eigentlich verbieten....
    Danke

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