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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Alles Beitrag anzeigen
    Für mich ist das nunmal kein Widerspruch, dass Gott Leid zuläßt.
    Wir sind zwar nach seinem Ebenbild geschaffen und können ihn daher auch als etwas mit
    Persönlichkeit erkennen, aber wenn es keinen Sommer gibt, dann gäbe es keinen Winter, wenn der Apfel nicht vom Baum gepflückt wird, oder herunterfällt, könnten im Frühjahr
    nicht neue Blüten entstehen, wenn ich kein Unglück kennen würde, wüßte ich gar nicht, was Glück bedeutet und würfe es vielleicht fort?
    Das versuchte ich mit der Wirkweise eines Motors zu veranschaulichen ( weh dem, der nicht weiß, wie Elektrizität gewonnen wird. Es hat mit Magnetimus zu tun, dem Wechsel von Nord- zu Südpol, Sinuskurven, ein ewiges Auf- und Ab. ). Durch den Wechsel entsteht Bewegung, Leben, wäre keine Bewegung, gäbe es Stillstand, herrschte Einöde, Tod.
    s.o.
    ... living next door to ...

  2. gesperrt

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Alles Beitrag anzeigen
    s.o.
    ALLES, du wiedersprichst dir doch selbst. Einerseits sagst du, die Theodizee-Frage 'will sich nicht beantworten lassen---' (.....), und jetzt willst du wieder deine eigenen Vorstellungen als Beantwortung dieser Frage ausgeben. Dann sag doch gleich, dass du die Fragestellung falsch findest, weil Gott deiner Ansicht nach das Leid will, weil ohne Leid keine Freud - so jedenfalls deine Argumentation.

    Und wenn du mich fragst, ich teile deine Ansichten ganz und gar nicht, ich finde sie vielmehr befremdlich. Im Gegenteil, Gott wird meiner Ansicht nach das Leid in der Welt beseitigen, weil er es eben nicht will. Aber du kannst gern glauben was du willst.
    Geändert von tessie_10 (28.03.2011 um 00:44 Uhr)

  3. gesperrt

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Tessie, ich kann das nicht gut ausdrücken.

    Ich hab immer schon geglaubt und weiß nicht, wie es ist, Gott nicht zu spüren.

    Deswegen kann ich wahrscheinlich auch niemandem sagen, wie er dahin finden kann.
    Das kann gut sein, Jolanda. Nur ich fürchte, das wird denen, die nicht an die Existenz Gottes glauben, nicht viel nutzen. Oder?

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wahrscheinlich kann man durchaus leben, ohne etwas zu vermissen.
    Nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz sicher.

    Als ich meinen Glauben ablegte, habe ich ein Gefühl der Befreiung erlebt - die Vorstellung, dass da ein Gott hinter mir herschnüffelt, meine Taten registriert und bewertet, hat mich immer gestört.

    Die (vorgeschriebene) Beichte empfand ich als unberechtigten Eingriff in meine Privatsphäre.
    Was geht es einen Kleriker an, was ich tue und lasse?

    Ich vermisse ganz und gar nichts, wenn ich nicht an irgendwelche absurden und widersprüchlichen Geschichten glaube, ich lebe besser und freier ohne irgendeinen Aberglauben.

  5. Inaktiver User

    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz sicher.

    Als ich meinen Glauben ablegte, habe ich ein Gefühl der Befreiung erlebt - die Vorstellung, dass da ein Gott hinter mir herschnüffelt, meine Taten registriert und bewertet, hat mich immer gestört.

    Die (vorgeschriebene) Beichte empfand ich als unberechtigten Eingriff in meine Privatsphäre.
    Was geht es einen Kleriker an, was ich tue und lasse?
    Kann das sein, dass Dir als Kind ein falsches Gottesbild vermittelt wurde? Gott als Schnüffler, der immer hinter einem her ist - da kann ich verstehen, dass man dann lieber ohne solch einen Gott und ohne Religion leben will.

    Ich verstehe die Aussagen des NT jedoch anders: Jesus, der den Leuten zuruft:" Kommt her alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken." Ja ja, ich weiß, schon wieder ein Bibelspruch, aber der drückt es so treffend aus, was ich empfinde...

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Blickwinkel Beitrag anzeigen
    Schließlich erfuhren viele (ich vermute - die meisten) der Nicht-Glaubenden in ihrer Kindheit, Schulzeit und Jung-Erwachsenenzeit den Glauben, den sie über Elternhaus und Schule, Kommunion und Konfirmation doch nahe gebracht bekommen hatten. Ich denke, einige von uns wissen sehr wohl, was sie da für sich so ganz persönlich aufgegeben haben....
    Jepp, ich denke, da bin ich ein ganz klassischer Fall. Evangelisch sozialisiert und mit einem "ich bin klein, mein Herz ist rein"-Kinderglauben ausgestattet kam irgendwann der Konfirmationsunterricht. Wenn ich meine Erfahrungen aus dieser Zeit in einem Satz zusammenfassen soll, klingt das so: Ich kam mir verarscht vor. Das wars dann mit Glauben und Religion. Und mir fehlt bis heute nichts.

    Im Sommer letzten Jahres hatte ich das Glück, die Passionsspiele in Oberammergau besuchen zu können. Das war ein sehr bewegendes Ereignis, und ich habe von Jesus viel über Liebe und Leid erfahren. Aber ganz ehrlich, das Beispiel kam hier auch schon: Frodo hat mich auch bewegt, und in meinem Herzen mache ich keinen Unterschied zwischen diesen beiden schönen Geschichten.
    Garstige Bratkartoffeln! (Gollum)

  7. Moderation

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Entschuldigung, ich kam erst heute zum Nachlesen:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ Analuisa, dann würde es bedeuten, dass wir den Glauben an Gott innerhalb dieses Themas ausklammern sollten?
    Nein, so meine ich es nicht.

    Ich bezog mich nur auf deinen Satz(teil)
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn wir also über Gott diskutieren wollen
    und wies dich darauf hin, dass dies nicht der Ausgangspunkt der Diskussion war: über Gott zu diskutieren. Mehr wollte ich damit nicht sagen

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    OT (sorry)

    @Analuisa
    Entschuldige bitte, ich hab ja im letzten Beitrag Deinen Namen total falsch geschrieben

    (war schon spät)
    Och, macht gar nichts das bin ich sozusagen gewohnt, dass mein Nick kreativ umgestaltet wird

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Oder hat den Glauben verloren, weil er mit schlimmen Schicksalsschlägen konfrontiert war und das nicht mit seiner Vorstellung von Gott in Einklang bringen konnte.
    Soll es ja geben, Menschen, die ihren Glauben verlieren, weil sie ein schwerer Schicksalsschlag getroffen hat. Ich hatte schon immer Mühe, das nachzuvollziehen: Jeder weiß doch, dass es Leid und Ungerechtigkeit gibt auf der Welt. Solange es andere trifft, kann man an Gott glauben, wenn es einen aber selber trifft, nicht mehr? Das ist doch inkonsequent. (Ich weiß, das hat jetzt niemand von euch von sich gesagt, ich meine es generell.)

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Wer sagt, dass sie sich nicht beantworten lassen will? Was jedenfalls mich bertrifft, ich kann die Frage für mich mühelos beantworten, warum sollte ich sie dann ignorieren?
    Tessie, vielleicht habe ich es überlesen - aber: wie beantwortest du die Frage für dich?

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Aber den Glauben aufgeben ? Obwohl er hilfreich sein kann ? Warum ?
    Tja. Ich habe meinen (christlichen) Glauben nicht aufgegeben - er ist mir irgendwann abhandengekommen. Manchmal finde ich das schade. In schwierigen Sittuationen kann er eine große Stütze sein.


    PS @Balalala: danke für den Link zu der Sendung - wenn ich mal ne Stunde Zeit hab, guck ich sie mir an
    Geändert von Analuisa (28.03.2011 um 10:07 Uhr) Grund: PS angefügt
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie verhält es sich nun aber genau mit den sozialen Einrichtungen, die die Kirche in Trägerschaft hat? Werden sie zu 100 Prozent finanziell von Kirche getragen, ist der Staat ganz außen vor mit einer finanziellen Beteiligung? Oder wie teilt sich das auf? Wenn z.B. der Staat die Einrichtungen zu einem höheren Prozentsatz als die Kirche finanziell tragen würde, dürften Mitarbeiter, die nicht der Kirche angehören eigentlich auch nicht gekündigt oder gar nicht erst eingestellt werden.
    Die meisten diakonischen und caritativen Einrichtungen bekommen ähnlich wie Privatschulen und Einrichtungen der anderen Wohlfahrtsverbände wie DRK, AWO, DPWV, Lebenshilfe Zuschüsse zum Betrieb der Einrichtungen bis zu 95%.
    Der Staat macht Auflagen über Einhaltung der Pflegestandars und Lehrinhalte, aber keine Auflagen über Umgang mit Personal. Soetwas nennt man Subsidiarität und ist im Sozialgesetzbuch festgelegt.

    Caritas und Diakonie berufen sich auf die "inneren Angelegenheiten" ihrer Religionsausübung, die vom Grundgesetz garantiert wird. Und sie wenden den sog. "dritten Weg" an. Es gilt nicht das Betriebsverfassungsgesetz sondern nur die abgespeckte Version der Mitarbeitervertretung. Tarifvereinbarungen werden nicht zwischen den diakonischen und katholischen Arbeitgebern und Gewerkschaften geschlossen, sondern in den paritätisch besetzten Arbeitsrechtlichen Kommissionen.
    Inzwischen war beim Landesarbeitsgericht in Hamm (NRW) eine Klage der Gewerkschaft Ver.di anhängig, um das Streikrecht für kirchliche Mitarbeiter zu erkämpfen. Das Landesarbeitsgericht hat dieses Recht in einem Urteil Anfang diesen Jahres angekannt. Dieses Urteil ist aber nicht rechtsgültig, weil es zur Revision an das Bundesarbeitsgericht in Erfurt überwiesen wurde.

    Bis dort ein endgültiges Urteil gesprochen wird, dürfte einige Zeit dauern. Ich bin sehr gespannt. Ich gehe davon aus, dass wenn auch das Bundesarbeitsgericht für die Gewerkschaft entscheidet, dass die Kirchen beim Verfassungsgericht klagen werden, was noch einmal Jahre dauern dürfte.
    In meinen Augen haben die Kirchen und vor allem die kirchlichen Wohlfahrtsorganisationen ihren "Dritten Weg" längst überzogen. Sie betreiben Outsourcing wie jede andere Firma auch, die Personalführung ist kein Deut besser als in anderen Verbänden, manchmal ist sogar Willkür der Vorgesetzten zu beobachten. In der Konstruktion immer ein Herd für Mobbing.
    Geändert von Opelius (28.03.2011 um 10:37 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Ich geselle mich mal hier dazu, da ich die Frage interessant finde.
    Aufgewachsen bin ich mit evangelischen Eltern, jedoch wurde nicht das geringste bißchen Religion zu Hause gelebt: keine Kirchenbesuche, keine Gebete, keinerlei Unterweisung in irgendwas. Ich war selbstverständlich im Religionsunterricht, habe das aber nie als Glaubenssache wahrgenommen, sondern es war für mich wie Mathe, Erdkunde oder Geschichte: wissenschaftlich.
    Zu Hause wurde natürlich über Religion gesprochen, aber auch wissenschaftlich: die Protestanten machen dies, die Katholiken das, die Juden glauben dies und die Islamisten jenes...Gespräche wie über jedes andere wissenschaftliche Themengebiet ohne jemals einen Zusammenhang zu uns herzustellen. Also dachte ich mir die Welt wie folgt: jeder gehört einer Religion an (automatisch und von den Eltern vorgegeben), manche glauben auch daran, andere - wie wir - eben nicht.

    Ich war in meiner Klasse die Jüngste, hatte also schon mehrere Klassenkameraden, die zum Konfirmationsunterricht gingen, betrachtete das Ganze aber als ein Ritual, mit dem ich nichts zu tun habe. Umso überraschter war ich, als mir meine Mutter eines Tages eröffnete, sie habe mich zum Konfirmandenunterricht angemeldet. Ich fragte sie warum ich dies machen solle, schließlich sei das doch eine Sache für Protestanten...sie schaute ungefähr so und meinte, aber wir SEIEN doch Protestanten! Ja, auf dem Papier, aber seit wann haben wir denn damit etwas zu tun, fragte ich mich. Als ich mich bei einer Freundin ausheulte, dass ich zu dem mir völlig fremden Unsinn gehen sollte, überzeugte mich ihr Hinweis auf die üppigen Geschenke dann und ich ließ es über mich ergehen.

    Wenn ich bis dahin noch einen Bezug zur Religion gehabt hätte, wäre er mir sicher ob des entsetzlichen Pfarrers abhanden gekommen. Er verwies mich einmal der Stunde, weil ich wagte zu fragen, woher denn nun eigentlich Gott gekommen sei (eine wissenschaftliche Denkweise prallte hier heftig zusammen mit Engstirnigkeit, Unfähigkeit und mittelalterlichem Religions- und Obrigkeitsdenken). Also habe ich mich direkt am Tag nach meiner Konfirmation vom Religionsunterricht abgemeldet, was bei dem Direktor der Schule auch einen Eklat auslöste ("Das gabs ja noch nie, jetzt muß ich nur für Dich Ethik anbieten, Du bist doch irre!") und mir am Ende 2 Freistunden die Woche bescherte.

    Bis ich dann Jahre später anfing zu arbeiten hatte ich keinerlei Berührung mehr mit dem Thema, bei meiner ersten Gehaltsabrechnung holte es mich dann durch die Kirchensteuer wieder ein. Der Kirchenaustritt nur noch eine Formalität. Meine Mutter wiederum reagierte betroffen ob dieses Schrittes.

    Als dann mein Vater verstarb wandelte sich meine Mutter völlig, sie betete von morgens bis abends und ca. 6 Jahre lang gab es kein anderes Thema als Beten, Gott, Kirche.
    Es war als hätten Aliens meine Mutter ausgetauscht...

    Ich habe nach wie vor keinerlei Bezug zu Glauben, finde alle diese rituellen Handlungen "albern" (die Gläubigen hier möchten sich bitte nicht persönlich angegriffen fühlen), kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie erwachsene Menschen sich so kindlich (für mich ist das Glauben an Gott identisch mit dem Glauben an den Osterhasen/Weihnachtsmann) verhalten können....
    Die Bibel (und die anderen religiösen Hauptwerke) sind in meiner Empfindung gleich mit der Ilias von Homer...es kann auf wahren Begebenheiten basieren oder auch frei erfunden sein...egal wie - für mich ein Roman wie jeder andere.

    In meinem täglichen Leben findet Religion schlicht und ergreifend nicht statt.

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Blanche
    Kann das sein, dass Dir als Kind ein falsches Gottesbild vermittelt wurde?
    Tja, welches Gottesbild ist nun "richtig" oder "falsch"?

    Ich nehme stark an, dass dein eigenes absolut richtig ist.....

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