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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Doch, die gibt es.
    Man nennt sie Fakten.
    Und die wären?

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Also zuerst... ich habe mir nicht alles durchgelesen, aber was mir auffällt: oft wird von Seiten religiöser Menschen gesagt, die Wissenschaft erkläre auch nicht alles.

    Das mag so sein - zumindest NOCH nicht. So bin ich zumindest der Meinung, dass die Welt an sich grundsätzlich wissenschaftlich erklärbar IST.


    Nur: Was erklärt denn Religion, was Wissenschaft nicht bzw schlechter kann?

    Wie erklärt denn Religion den Sinn des Lebens?
    Welche Werte erklärt mir denn Religion?
    Wie erklärt denn Religion die Entstehung der Welt und des Lebens?

    Und ich meine nicht: Da gibt es die Bibel und Gott hats gesagt. Denn dann folgt ja prinzipiell der Folgeschluss:

    Wer hat dann Gott erschaffen?

    Wieso kann ich die irrsinnige Komplexität des Lebens auf der Welt erklären - mit einem Schöpfer, der ja per se NOCH komplexer und komplizierter sein muss, als das was er erschaffen hat???
    Wo kommtz der her - oder war er schon immer da?

    Nur wenn das so ist, warum ist dann die Annahme eines schon immer vorhandenen, pulsierenden Universums bzw. die Vorstellung, die Welt und die Zeit sind mit dem Urknall geschaffen worden, weniger wahrscheinlich?

    Wieso zählt das, was in einem 2000 Jahre alten Buch steht als Beweis oder als Denkgrundlage - einfach, weil es da ist? (Ich besitze auch ein Buch - und in dem steht, dass Frodo aus dem Auenland gen Mordor gezogen ist, um da einen Ring zu vernichten)

    Also.. würde mich wirklich interessieren,

    Anke (Atheistin, der jedes Vermögen, sich in religiöses Denken einzufühlen, abgeht...)

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder meinst du ein anderes "Wesen"?
    Nicht ich, der unbekannte - vermutlich Quantenphysiker - Autor dieser Zeile:

    "Wirklichkeit offenbart sich primär nur mehr als Potenzialität."

    Über die Begriffe 'Wirklichkeit' (Subjekt des Satzes) und 'Potenzialität' wird nichts weiter gesagt. Auch was 'primär nur mehr' als Modalbestimmung aussagen soll, bleibt etwas diffus. So etwas ähnliches wie 'meistens immer'? Einen Schlüssel zum Verständnis bietet dann wohl die Verbalkonstruktion 'sich-Offenbaren', die eigentlich nur reflektiert agierenden Wesen zugeschrieben wird. Unter 'Wirklichkeit' wird der Autor folglich ein (höheres?) Wesen verstehen, das sich (wem?) als nicht näher bestimmtes 'Potenzialität'-Etwas offenbart.

    Der Satz gehört ganz klar in die dritte meiner drei Schubladen "Wissenschaft", "Religion" und "Privatlyrik".
    Geändert von Alaska (24.03.2011 um 21:30 Uhr)
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  4. Moderation

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    "Wirklichkeit offenbart sich primär nur mehr als Potenzialität."
    Ich dachte ja beim ersten Lesen, ich sei ein bisschen zu doof, diesen Satz auf Anhieb zu verstehen, aber anscheinend rätselst du ja auch an dessen Bedeutung herum, Alaska.

    Was bedeutet er dir, warum zitierst du ihn? Oder geht es dir hauptsächlich um's Lyrische?

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Wirklichkeit als ein Wesen mit Selbstoffenbarungsintentionen, allerdings und erstaunlicherweise rein sächlich-abstrakter (Potenzialität) Natur. Ein wenig esoterisch, aber lyrisch durchaus ansprechend.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Was bedeutet er dir, warum zitierst du ihn? Oder geht es dir hauptsächlich um's Lyrische?
    I-Dille hatte ihn irgendwoher zitiert:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zitat: Wirklichkeit offenbart sich primär nur mehr als Potenzialität, als ein noch nicht aufgebrochenes, gewissermaßen unentschiedenes „Sowohl/Als-auch“, nur als Kann-Möglichkeit für die uns vertraute Realität, die sich in objekthaften und der Logik des „Entweder/Oder“ unterworfenen Erscheinungsformen ausprägen kann.
    Ich finde, er ist ein schönes Beispiel dafür, dass neben Wissenschaft und Religion auch noch Platz für Privatlyrik, Radikalsubjektivismus und Dadaismus ist.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  6. gesperrt

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Nordlys76 Beitrag anzeigen
    So bin ich zumindest der Meinung, dass die Welt an sich grundsätzlich wissenschaftlich erklärbar IST.


    Nur: Was erklärt denn Religion, was Wissenschaft nicht bzw schlechter kann?
    Die Religion versucht Antworten auf Fragen zu geben wie z.B. wo komme ich her, wo gehe ich hin, warum bin ich da?

    Zitat Zitat von Nordlys76 Beitrag anzeigen
    Wie erklärt denn Religion den Sinn des Lebens?
    Welche Werte erklärt mir denn Religion?
    Wie erklärt denn Religion die Entstehung der Welt und des Lebens?
    Kommt auf die Religion an, die Antworten dürften verschieden ausfallen.

    Zitat Zitat von Nordlys76 Beitrag anzeigen
    Wer hat dann Gott erschaffen?

    Wieso kann ich die irrsinnige Komplexität des Lebens auf der Welt erklären - mit einem Schöpfer, der ja per se NOCH komplexer und komplizierter sein muss, als das was er erschaffen hat???
    Wo kommtz der her - oder war er schon immer da?
    Wieso muss Gott, der Schöpfer, noch komplizierter und komplexer sein, wie seine Geschöpfe? Diese Vorstellung entspricht zwar dem gewohnten linearem Denken und gründet auf der Annahme, dass alles, was existiert, materieller Natur ist. Das muss deshalb aber noch lange nicht richtig sein. Was, wenn Gott nicht Materie, sondern Geist ist? Und was wissen wir schon, was Geist ist?

    Zitat Zitat von Nordlys76 Beitrag anzeigen
    Nur wenn das so ist, warum ist dann die Annahme eines schon immer vorhandenen, pulsierenden Universums bzw. die Vorstellung, die Welt und die Zeit sind mit dem Urknall geschaffen worden, weniger wahrscheinlich?
    Es ist für mich nicht einzusehen, wieso diese Annahmen weniger wahrscheinlich sein sollen.
    Geändert von tessie_10 (24.03.2011 um 21:37 Uhr)

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Die Religion versucht Antworten auf Fragen zu geben wie z.B. wo komme ich her, wo gehe ich hin, warum bin ich da?

    Ok - was ist die Antwort (meinetwegen in deiner Vorstellung - beispielhaft)?

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Kommt auf die Religion an, die Antworten dürften verschieden ausfallen.

    Sie oben, gleiche Frage - Was ist denn die Antwort - in deiner Vorstellung??


    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Wieso muss Gott, der Schöpfer noch komplizierter und komplexer sein, wie das was er erschaffen hat? Diese Vorstellung entspricht zwar dem gewohnten linearem Denken, nach dem alles, was existiert, materieller Natur ist. Sie muss deshalb aber noch lange nicht richtig sein. Was ist, wenn Gott nicht materie, sondern Geist ist? Und was wissen wir schon darüber, was Geist ist?
    Ob Materie oder Geist - DASEIN muss es ja, in welcher Form auch immer, um etwas bewirken zu können.
    Also - wo kommt das her??

  8. Inaktiver User

    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Hat die Diskussion noch irgendetwas mit dem Thema zu tun? Ich denke,hier wird sich im Moment ziemlich von der eigentlichen Frage entfernt und das finde ich schade.

    Gottlos - Leben ohne Religion

    ich finde es gut, dass Gottlos nicht mit einem Gleichheitszeichen zu Leben ohne Religion gesetzt wurde. Ein Leben ohne Religion bedeutet nicht ohne Gott zu sein.

  9. Inaktiver User

    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Nicht ich, der unbekannte - vermutlich Quantenphysiker - Autor dieser Zeile:

    "Wirklichkeit offenbart sich primär nur mehr als Potenzialität."
    Schade, dass du nur das Zitat zerpflückst, statt zu sagen, wie du dein "Wesen" definierst.
    Nettes Ablenkungsmanöver.

  10. gesperrt

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Nordlys76 Beitrag anzeigen
    Ok - was ist die Antwort (meinetwegen in deiner Vorstellung - beispielhaft)?
    In meiner Herkunft sehe ich mich als Geistwesen, welches von Gott ausgegangen ist. Wo gehe ich hin? In die zukünftige Welt, die Gott schaffen wird und in welcher der Tod und das Leid keine Macht mehr haben.

    Zitat Zitat von Nordlys76 Beitrag anzeigen
    Sie oben, gleiche Frage - Was ist denn die Antwort - in deiner Vorstellung??
    Wichtige Werte meiner Religion sind der Glaube, die Hoffnung und die Liebe - das wichtigste aber ist die Liebe.

    Zitat Zitat von Nordlys76 Beitrag anzeigen
    Ob Materie oder Geist - DASEIN muss es ja, in welcher Form auch immer, um etwas bewirken zu können.
    Also - wo kommt das her??
    Gott existiert schon seit jeher, ohne Anfang und ohne Ende, von Ewigkeit zu Ewigkeit. So jedenfalls stelle ich mir das vor.

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