Ich habs in einem Buch gelesenund auf die Schnelle das hier gefunden.
"Ein wichtiges Argument des Katholizismus gegen Suizid ist, dass das Leben an sich Gott gehöre und so die Herrschaft Gottes verletzt werde. Eng verwandt damit ist die Ansicht, dass menschliches Leben heilig und einzigartig sei und alle Anstrengungen unternommen werden müssen, es zu schützen. Diesen Standpunkt hatte bereits Cicero vertreten."
Dito im Islam:
"Im Islam ist Suizid streng verboten, einigen Hadithen zufolge wird Menschen, die sich töten, die Aufnahme ins Paradies verweigert, und es droht ihnen ein „ewiges Höllenfeuer“. Zumindest aber ist es eine schwere Sünde (Sure 4,29), denn nach muslimischer Ansicht hat nur Gott das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden."
Im Buddhismus und Hinduismus wird die Selbsttötung teilweise wohl sogar positiv bewertet.
Für mich gehört es selbstverständlich zu einem selbstbestimmten Leben dazu auch über mein Sterben selbstbestimmt entscheiden zu können. Ich will aber hier keine Sterbehilfediskussion anfachen....
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24.03.2011, 10:58
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
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24.03.2011, 11:11
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Von den Genen bestimmte Eigenschaften.
Zitat von Inaktiver User
Ob jemand schlau, dumm, gutmütig, extrovertiert, schüchtern und so weiter und so fort ist, liegt hauptsächlich an seinen ererbten Genen.
Diese werden in die eine oder andere Richtung von der Umwelt modifiziert.
Wir sind schon wieder von Thema abgekommen - seufz.
Worauf ich hinaus will, ist, dass es so etwas wie "Seele" im religiösen Sinn nicht gibt. Es existiert da nichts, das irgendwo herumwabert und nicht mit dem Körper verbunden ist. Oder den Tod des Körpers überlebt und sich irgendwo im Universum (wo?) herumtreibt.
Wenn das Gehirn stirbt und zu Matsch wird, ist auch die "Persönlichkeit" und das "Bewusstsein" dieses Menschen ausgelöscht.
Es gibt keinerlei rationale Begründungen, dass dem nicht so sei.
Glauben kann man natürlich alles, was einem gefällt.
P.S. Die Frage, was für dich "Bewusstsein" ist, hast du nicht beantwortet.
Unter "Physiologie des menschlichen Körpers" zu erfahren.Zitat:
Zitat von 3146 http://woman-bfriends.brigitte.de/fo...s/viewpost.gif
Wodurch wird die Funktion von Herz, Nieren, etc.gesteuert?
Same thing.
Ja, wodurch?
Geändert von 3146 (24.03.2011 um 11:20 Uhr)
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24.03.2011, 11:16
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Aber die werden immer weniger.
Zitat von Inaktiver User
Und für die paar Lücken in unserer Weltsicht brauchen wir einen "Lückengott"?
Ich kann gut damit leben, dass (noch) nicht alles erklärbar ist.
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24.03.2011, 11:54Inaktiver User
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24.03.2011, 11:57
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
*lach*
Nein, ganz im Gegenteil. Es geht mir darum, dass hier mehr miteinander gesprochen wird, das Gegenüber ganzheitlich wahrgenommen und respektiert wird. Dazu gehören, wie in Inet-Foren gerne vergessen wird, nicht nur der Kopf, sondern mindestens genauso die Seele des Gegenübers.
Es geht gar nicht um Fragen wie Redefreiheit oder Meinungsfreiheit. Es geht nur um mitmenschlichen Respekt. Nicht mehr und nicht weniger.
Und es ist menschlich gar nicht so abwegig, davon auszugehen, dass eine schlichte, schriftlich geäußerte Meinung für einen anderen Leser ein Angriff darstellt. Wer der anders denkt, weil der gerade anders drauf ist oder -ganz schlicht- er mir nicht gegenübersitzt.
Du hast mit diesem Post übrigens genau dafür ein wunderbares Beispiel geliefert, wie Inet-Kommunikation trotz aller zur Verfügung stehenden Smilies, wunderbar schief gehen kann.
Eigensinn macht Spaß
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24.03.2011, 12:02
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24.03.2011, 12:11Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Das habe ich auch niemals behauptet, wie kommst du darauf?
Dieser Aufsatz trifft es für mich sehr gut.
Ich halte es für möglich, dass es in Bezug auf Bewusstsein und andere Phänomene eine "Erklärungslücke" gibt, die nicht von einem Denksystem allein geschlossen werden kann. Ich vermute, dass wir die unterschiedlichen Zugänge über Naturwissenschaft, Philosophie, Religion etc. brauchen, weil keine dieser Sparten allein die Komplexität unserer Wirklichkeit erschöpfend erklären kann.
Falls eine behauptet, sie könne es, sollte sie das auch beweisen können. Und zwar in einer Weise, die von allen Sparten gleichermaßen anerkannt werden kann.Geändert von Inaktiver User (24.03.2011 um 12:20 Uhr)
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24.03.2011, 12:18Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Wenn sich jemand von einer schlichten, schriftlich geäußerten Meinung angegriffen fühlt, sollte er sich fragen, warum das so ist. Warum er sich getroffen fühlt, obwohl der andere seinen Text gar nicht als Angriff gemeint hat. Das ist ein klassisches Empfängerproblem.
Zum mitmenschlichen Respekt gehört für mich auch, dass ich meinen Empfängermodus nicht naiv auf den Sender übertrage, sondern auch dessen Position respektiere.
Um in deinem Beispiel zu bleiben: Ein Nicht-Religiöser könnte sich massiv verletzt fühlen, wenn ein Religiöser sein naturwissenschaftlich fundiertes Weltbild bestreitet. Er könnte sich nicht ernst genommen fühlen, wenn ihm ein religiöses Weltbild aufgedrückt wird, das für ihn nicht stichhaltig ist.
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24.03.2011, 12:50
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Richtig, I-dille.
Meine Anmerkung zielte nicht in eine spezielle Richtung, was die Position angeht.
Ich beobachte nur einen Konflikt, der sich im Kreis dreht, weil keine Seite bereit ist, sich auch mal (und sei es nur mit den Zehenspitzen) in der anderen Seite Schuhe zu stellen.
Oder einfach mal kurz innehält und sich fragt, wie es dem Gegenüber mit der geplanten Antwort gehen könnte.
Wir sind alle Menschen, mit den gleichen Eigenschaften, Ängsten, Sehnsüchten und Unsicherheiten. Und ich hatte und habe den Eindruck, dass genau das vergessen ging/geht.
Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, dass Dein Vorwurf mir gegenüber, ich redete dem Fundamentalismus das Wort und totalitären Staaten, nichts anderes sein könnte, als dass Du Dich nicht auf meine Sichtweise einlassen kannst?
Kannst Du?Eigensinn macht Spaß
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24.03.2011, 13:10Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Ich kann hier beim besten Willen keinen "Konflikt" sehen, sondern nur eine spannende und kontroverse Diskussion.
Gerade weil wir uns nicht kennen und unsere Körpersprache nicht sehen können, sind die Diskussionen hier nicht mit dem realen Leben vergleichbar. Wie soll ich mich in "des anderen Schuhe stellen", wenn ich nichts über den Menschen weiss, der hier schreibt? Es wäre reine Spekulation oder Projektion.
Das Internet hat Vor- und Nachteile. Da man sich hier nicht persönlich gegenüber sitzt, sondern nur Texte austauscht, kann man viel klarer und kontroverser diskutieren, das halte ich für einen Vorteil. Natürlich nimmt man im persönlichen Kontakt viel eher Rücksicht, hält sich zurück. Damit entgehen einem aber oft auch sehr interessante Statements, die das eigene Denken viel mehr bereichern können als dieses allzu vorsichtige Sich-Anpassen.



und auf die Schnelle das
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