Die kath. Kirche hat den Selbstmord als "Abkehr Von Gott" definiert und daher eine Bestattung auf geweihtem Friedhofgrund verweigert. Der römischen Codex Iuris Canonici 1983 erwähnt unter den Ausschlussgründen den Suizid nicht mehr explizit.
Alle anderen christlichen Kirchen sehen den Suizid als das, was es ist, eine Verzweiflungstat.
Im Islam, so weit ich weiß, ist Suizid eine Sünde. Aber, wie wir heutzutage erleben, sind Suizidbomber offensichtlich Helden.
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Ergebnis 421 bis 430 von 1036
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23.03.2011, 17:34
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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23.03.2011, 17:36Inaktiver User
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23.03.2011, 17:49Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Kreuzzüge
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23.03.2011, 17:55
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23.03.2011, 17:57
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Suizid ist deshalb eine Sünde, weil es Gott dem Menschen nicht zugesteht, eigenmächtig über sein Leben, das ja er gegeben hat, zu entscheiden: Gott hat es gegeben, nur Gott darf es nehmen.
Und ausserdem gehen der Religionsgemeinschaft dadurch auch Mitglieder verloren. Und die dürfen nur geopfert werden, wenn es sich insgesamt "lohnt", also gegen eine andere Religionsgemeinschaft geht.
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23.03.2011, 18:13Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Der Körper heilt sich selbst. Medikamente unterstützen die Selbstheilungskräfte, heilen aber nicht.
Migräne zum Beispiel ist eine unheilbare Krankheit. Man kann durch Medikamente den Verlauf eines Migräneanfalls zwar mildern, die Krankheit wird dadurch aber nicht geheilt, die Schmerzen kommen immer wieder.
Kopfschmerzen sind übrigens keine Krankheit, sondern ein Symptom, ähnlich wie Fieber.Geändert von Inaktiver User (23.03.2011 um 18:22 Uhr)
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23.03.2011, 18:16
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23.03.2011, 18:17
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23.03.2011, 20:46Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Ich bin an der Frage hängengeblieben, dass Krankheiten und Verletzungen des Gehirns eine Persönlichkeitsveränderung mit sich bringen können. Allerdings denke ich, dass sich der Betroffene nie so ganz ändert, wesentliche Merkmale bleiben, etwas schwierig benennbar vielleicht, aber ein ganz und gar anderer Mensch wird er nicht. Etwas bleibt immer.
Und mit der Rechtfertigungslehre sehe ich das so, dass der Mensch allein durch Glaube gerechtfertigt ist vor Gott. Es ist ihm von Gott zugesichert. Keine einzige gute Tat kann einen Menschen näher zu Gott bringen als er sowieso schon bei Gott ist. Und so kann eine schlimme Tat auch nicht von Gott trennen, wenn Glaube da ist. Das bedeutet aber nicht, dass ein Gläubiger munter drauflos Verbrechen begehen kann, es heißt eigentlich, dass man, wenn man an Gott glaubt sich entsprechend verhält. Kommt es dennoch zu Verfehlungen gibt es auch für evangelische Christen die Beichte, es gibt Reue, es gibt das Gebet um Vergebung.
Gott ist für die Sünder da, er nimmt sich ihrer an. Das gilt auch für den, der sich selbst das Leben nahm.
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23.03.2011, 23:04
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Zunächst war das keine "Mutmaßung" über irgendwen, sondern nur, dass ich mir das als Erklärung für doch teilweise etwas hitzigen Beiträge der Verteidiger eines Gottes- und/oder Religionsverteidiger.
Wenn jemand die Lehren seiner Religion so sehr verinnerlicht hat, dass er bis in seinen tiefsten Wesenskern davon überzeugt ist, dass das sein Dasein und die Schön- und Widrigkeiten seines Lebens erklärt, dann ist es zumindest verletzend, wenn das so harsch (mir fällt kein anderes Wort dafür ein
) kritisiert und in das Reich der Phantasie verwiesen wird. Für Manchen kann es sich auch durchaus so anfühlen, dass er sich in seinem Sein in Frage gestellt fühlt. Und, ganz klar nach meiner Auffassung, fühlt er sich in Beweisnot gebracht.
Für den Kritiker selbst ist das vielleicht etwas Banales, für den Kritisierten möglicherweise nicht. Und gerade bei so einem sensiblen Thema, wie der Frage nach Glaube und/oder Religion denke ich, ist die Grenze schneller erreicht, ab der es verletzend wirkt.
Ich glaube, ein Bisschen Empathie auf beiden Seiten wäre hilfreich. Und vehemente Überzeugungsarbeit hinterlässt im Zweifelsfall verbrannte Erde auf beiden Seiten.
Und ich vermisse Beispiele für "gelebte Überzeugung". Mich persönlich interessiert es weniger, welche "Belege" es für egal welche Weltsicht gibt und welche Wissenschaften oder Bücher irgendetwas darüber schreiben. Das kann ein nettes Spiel sein, aber mehr auch nicht.
Ich finde die Frage, aus welchen persönlichen Gründen jemand zu seiner Weltsicht gekommen ist, wesentlich spannender und bereichernder als einen Zitatenkrieg.
Der mag intellektuell spannend sein, aber er gibt mir gerade bei solchen Themen weniger mit, als eine "Ich-Botschaft" eines x-beliebigen Users.
Menschen sind spannender als Gedankengebäude - oder nicht?Eigensinn macht Spaß



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So, wie Töten im Krieg kein Mord ist. Auch nicht in "heiligen Kriegen"...
