bis zum nächsten reli-strang und den immer gleichen abläufen
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16.03.2011, 17:27
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
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16.03.2011, 17:31Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion

Ich war lange Zeit sehr rational eingestellt, es war ein Kontrapunkt zu meiner religiösen Vergangenheit.
Das hat mich aber auch irgendwie eingeengt.
Heute beschäftige ich mich mit Philosophie, Psychologie - und bin auch offen für Themen wie Transzendenz. Die Fragen nach den letzten Dingen sind nicht deshalb uninteressant, weil sie unbeantwortbar sind, man kann sich solchen Themen auch annähern, beschreiben, sich künstlerisch ausdrücken....
Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott, ich empfinde manchmal aber eine Ahnung von einem göttlichen Prinzip in dem Sinn, dass da noch etwas ist - über dass messbare und sinnlich erfahrbare. Was somit der Wissenschaft immer verborgen bleiben würde!?
Liebe ist göttlich.
Und es ist mir am Ende egal, ob Liebe von Gott kommt, ein Spiel der Hormone oder ein evolutionärer Vorteil ist.
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16.03.2011, 17:36
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Ich kann nicht teilen, was du da redest. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass es einigen Usern weh tut und gegen den Strich geht, wenn man nur für seinen Glauben einsteht.
Wer behauptet das?
Tröste dich, mein's auch nicht.
Absolute Gewissheit kann es nach meinem Dafürhalten für gar nichts geben. Glaube kann eine Gewissheit vermitteln, aber das kann auch ein Trugbild sein.
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16.03.2011, 17:41Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Offensichtlich hast du meine Postings nicht gelesen, sonst wüsstest du, dass ich auch dieser Meinung bin.
Genau deswegen stört es mich, dass viele Vertreter religiöser Systeme so argumentieren, als ob sie von den Naturwissenschaften sprächen. Sie verrenken sich, um "Begründungen" zu finden bzw. kehren die Beweislast um: wenn die anderen Disziplinen auf bestimmte Fragen keine Antworten finden, wird so getan, als ob dann automatisch die religiösen Vorstellungen richtig wären. Das ist natürlich ein Taschenspielertrick.
Lässt man Religion als das stehen, was sie ist: eine Möglichkeit, sich mit transzendenten Fragen zu beschäftigen (die nicht der menschlichen Logik unterliegen), braucht man alle diese Begründungen nicht. Dann ist jede religiöse Anschauung und jedes Ritual richtig, sofern sie die Menschen berühren und für sie einen spirituellen Wert darstellen.
Dann endet aber auch jede Missionierung, weil es sich um ein offenes Feld handelt, für das jeder die Metaphern wählen kann, die im zusagen.
Aber natürlich ist das überhaupt nicht im Sinne der etablierten Kirchen und Religionsgemeinschaften, die schließlich ihr "Produkt" (eine ganz bestimmte Lehre) vermarkten wollen.
Geändert von Inaktiver User (16.03.2011 um 17:46 Uhr)
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16.03.2011, 17:45Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Tja, damit bist du jetzt sehr unelegant nicht auf die Fortführung deiner Analogie "Radiobeispiel" eingegangen...
Mich kannst du nicht meinen - wer glaubt, der glaubt - und wer nicht, der nicht.
Ich mag nur solche Ausdrücke wie "rational begründet" in Verbindung mit Glauben nicht besonders, ich meine das stammte von dir?
Dann hast auch du keine Gewissheit über die Wahrheit und Relevanz dessen, was in der Bibel steht? Ich meine Wahrheit im Sinne einer Allgemeinverbindlichkeit, die von allen Menschen zu verstehen und anzuerkennen wäre?Absolute Gewissheit kann es nach meinem Dafürhalten für gar nichts geben. Glaube kann eine Gewissheit vermitteln, aber das kann auch ein Trugbild sein.
Habe ich dich da richtig verstanden?
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16.03.2011, 17:49Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Doch habe ich - und die hier
sollte sagen, dass ich einige deiner Ansichten teile.
Mir ging es lediglich darum zu ergänzen, dass eine Beschränktheit im Denken auch dadurch entstehen kann, dass man die Fragen, die sonst dem Glauben zugeordnet werden, für sich ausklammert (weil unbeantwortbar = Glaubenssache).
Damit habe ich aber nicht dich persönlich gemeint.
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16.03.2011, 18:00Inaktiver User
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16.03.2011, 18:02
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Was stört dich denn an dem Radiobeispiel?
Aus meiner Sicht kann es hier gar keine eindeutige und unverrückbare Trennung zwischen 'rational' und 'gefühlsmäßig, instinktiv...' geben. Glaube kann neben dem gefühlsmäßigen Anteil, der sich ja ohnehin nicht beweisen lässt und den ich deshalb hier erst gar nicht zur Sprache gebracht hatte (...), durchaus einen rationalen Anteil haben. Von 'rational' rede ich, wenn ich Glaubens-Aussagen mit meinem Verstand nachvollziehen kann und wenn sie insgesamt einen für mich nachvollziehbaren Sinn ergeben sowie in sich widerspruchsfrei sind. Insofern kommt für mich nicht jede Religion bzw. nicht jeder Glaube in Frage, Religion bzw. Glaube ist für mich nicht beliebig austauschbar.
Wiegesagt, es gibt keine absolute Gewissheit - ich stehe zu meinem Wort.
Geändert von tessie_10 (16.03.2011 um 18:08 Uhr)
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16.03.2011, 18:12
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
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16.03.2011, 18:13Inaktiver User
AW: Gottlos - Leben ohne Religion
Naja, wenn jemand eine Analogie in die Diskussion einführt mit der Aufforderung, etwas dazu zu sagen - und dann bei einer Antwort wie meiner sich verdrückt mit einem unpassenden Argument à la "manchen tut es weh wenn andere zu ihrem Glauben stehen" ...ja, dann stört mich das.
Das hat so etwas pseudo-märtyrerhaftes.
Könntest du da bitte ein Beispiel nennen, welche Glaubensaussage du damit meinst, so als Beispiel?Glaube kann neben dem gefühlsmäßigen Anteil, der sich ja ohnehin nicht beweisen lässt und den ich deshalb hier erst gar nicht zur Sprache gebracht hatte (...), durchaus einen rationalen Anteil haben. Von 'rational' rede ich, wenn ich Glaubens-Aussagen mit meinem Verstand nachvollziehen kann und wenn sie insgesamt einen für mich nachvollziehbaren Sinn ergeben sowie in sich widerspruchsfrei sind. Insofern kommt für mich nicht jede Religion bzw. nicht jeder Glaube in Frage, Religion bzw. Glaube ist für mich nicht beliebig austauschbar.
Ich kann mir jetzt konkret keine Glaubensaussage vorstellen, die in sich widerspruchsfrei ist.


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