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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast deinen Glauben und den soll dir auch keiner nehmen.
    Danke, aber du musst dir keine Sorgen machen. Meinen Glauben hat mir bisher noch niemand genommen, obwohl es an redlichen Bemühungen nicht gefehlt hat.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber dann wäre es für dich besser nicht hier zu sein.
    Wieso? Passt es für dich nicht, dass ich hier bin? Was stört dich denn daran?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jesus wird bei Mohammed nur als Prophet erwähnt.
    Na und? Deshalb muss es doch nicht wahr sein.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sehe nur die Tatsachen.
    Nein, du siehst nur das, was du als Tatsachen anerkennst. Jesus wird in der Bibel als Sohn Gottes erwähnt. Das ist für dich keine Tatsache? Wieso anerkennst du das eine als Tatsache und das andere nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du glaubst. Das ist etwas ganz anders.
    Nein, das ist nichts anderes. Wenn du behauptest, Jesus sei ein ganz normaler Mensch, dann ist das dein Glaube, sonst nichts. Wenn es dein Glaube ist, dann ist das für mich o.k., nur stell es bitte nicht als Tatsache hin.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn dir dein Glaube hilft dann behalte ihn.
    Ob mir mein Glaub hilft oder nicht, spielt in dem Zusammenhang keine Rolle. Ich glaube nicht, weil es mir hilft, sondern weil ich meinen Glauben für wahr halte.

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei diesen Taten spielt Emphatie keine Rolle.
    Die ist da schlichtweg nicht vorhanden.
    Da kommen ganz andere Gedanken, sorry eher Triebe ins Spiel.
    Und hier Emphatie ins Spiel zu bringen finde ich fast als etwas beleidigendes.
    Bei Emphatie geht es um Verständniss. Jemand der versucht jemand anderen zu verstehen macht sowas nicht. Das Wort Emphatie hat hier nichts zu suchen. Gar nichts.


    Ob vohanden oder nicht???? Muß man das verstehen? Wenn sie eine ausschlagebende Rolle spielen soll obwohl sie nicht vorhanden ist?
    Empathie spielt bei Tötungsdelikten immer eine Rolle - immerhin stellt es einen groben und nicht mehr rückgängig zu machenden Eingriff in das Leben eines anderen dar, jeder Mensch weiß das. Nur bei den meisten der hier genannten Fälle wird Empathie überspielt von anderen Faktoren, welche in dem Moment der Tat in den Vordergrund treten. Bei Notwehr kann das z.B. die Totesangst der angegriffenen Person sein, welche alle anderen Gedanken/Emotionen in diesen Moment in den Hintergrund treten lassen.
    Anders bei einem geplanten, wohlüberlegten Totschlag, wenn das Opfer unschuldig ist, wenn keine Notsituation vorliegt und der Täter sich seiner Tat voll bewusst ist. Dann spielt die Empathie die ausschlaggebende Rolle. Wer genug davon hat, wird zu solch einer Tat nicht fähig sein, davon bin ich überzeugt. Wer zu wenig oder nichts davon hat, wird immer ein Spielball der äußeren Umstände bleiben. So ein Mensch kann vielleicht lange Zeit als redlicher, ordentlicher Mensch gelten, solange die Umstände entsprechend sind. Doch sobald sich der Wind dreht, wird er zum kaltblütigen Todschläger.

  3. Inaktiver User

    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Empathie spielt bei Tötungsdelikten immer eine Rolle - immerhin stellt es einen groben und nicht mehr rückgängig zu machenden Eingriff in das Leben eines anderen dar, jeder Mensch weiß das. Nur bei den meisten der hier genannten Fälle wird Empathie überspielt von anderen Faktoren, welche in dem Moment der Tat in den Vordergrund treten. Bei Notwehr kann das z.B. die Totesangst der angegriffenen Person sein, welche alle anderen Gedanken/Emotionen in diesen Moment in den Hintergrund treten lassen.
    Anders bei einem geplanten, wohlüberlegten Totschlag, wenn das Opfer unschuldig ist, wenn keine Notsituation vorliegt und der Täter sich seiner Tat voll bewusst ist. Dann spielt die Empathie die ausschlaggebende Rolle. Wer genug davon hat, wird zu solch einer Tat nicht fähig sein, davon bin ich überzeugt. Wer zu wenig oder nichts davon hat, wird immer ein Spielball der äußeren Umstände bleiben. So ein Mensch kann vielleicht lange Zeit als redlicher, ordentlicher Mensch gelten, solange die Umstände entsprechend sind. Doch sobald sich der Wind dreht, wird er zum kaltblütigen Todschläger.
    Jetzt ist es nachvollziehbar was du meintest. Das kam vorher anders rüber. Zumindest bei mir. Alles was du dazu sagtest ist wahr.

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Willst du etwa bestreiten, dass der Mensch ein Tier, genauer Säugetier, ist? Verfügst du da über andere Erkenntnisse? Welche?

    Sorry, ich bin die Antwort bisher schuldig geblieben - sie wäre aber auch extrem lang geworden. Ich hatte es versucht, aber da gibt es nun wahrlich qualifiziertere Menschen, deren Gedanken man besser lesen sollte als meine. Und vor allem, bevor man sich in solch eine harsche Diskussion stürzt und wenn einen das Thema wirklich interessiert und bewegt.

    Heute kam sogar eine passende Sendung der Reihe "Gott und die Welt" im Ersten, die wohl kurzfristig in der ARD Mediathek auftauchen wird (unter Videos): Kommt Schnuffi in den Himmel? (BR) Das wäre schon mal ein leichter Einstieg. (Sie hat mich jedenfalls im Sportstudio auf dem Laufband wieder an meine "Pflichten" erinnert".)
    ..........

    Dazu will ich Euch noch ein paar Zitate aus einem Buch präsentieren, die ich ebenfalls für absolut ernstzunehmend und vor allem für schlüssig halte.


    Bewusstsein ist nicht allein dem Menschen vorbehalten

    Es ist plausibel, dass bestimmte Tierarten - insbesondere Säuger - einige, aber nicht unbedingt alle Merkmale von Bewusstsein aufweisen, dass sie sehen, hören, riechen und auf andere Weise die Welt erfahren. Natürlich hat jede Art ihr ganz eigenes Sensorium, ihren Wahrnehmungsbereich, der ihrer ökologischen Nische angepasst ist. Doch ich nehme an, dass diese Tiere Gefühle haben, subjektive Zustände. Etwas anderes zu glauben, ist vermessen und setzt sich über alle experimentellen Belege für die Kontinuität von Verhaltensweisen zwischen Mensch und Tier hinweg. Wir alle sind Kinder der Natur.

    Das gilt besonders für Tier- und Menschenaffen, die Menschen in ihrem Verhalten, ihrer Entwicklung und Gehirnstruktur bemerkenswert ähnlich sind (nur ein Experte kann einen Kubikmillimeter Hirngewebe eines Tieraffen von dem entsprechenden Stück menschlichen Hirngewebes unterscheiden). Die beste Möglichkeit, Phänomene wie stimulus awareness (bewusste Reizwahrnehmung) zu untersuchen, basiert darauf, neuronale Antworten trainierter Affen zu ihrem Verhalten in Beziehung zu setzen. Angesichts dieser Ähnlichkeit sind geeignete Experimente an nichtmenschlichen Primaten - auf ethische und humane Weise durchgeführt - eine ergiebige Quelle, um die Mechanismen aufzuspüren, die dem Bewusstsein zugrunde liegen.

    Natürlich unterscheiden sich Menschen durch ihre Sprachfähigkeit grundlegend von allen anderen Organismen. Sprache ermöglicht es Homo sapiens, beliebig komplexe Konzepte zu repräsentieren und zu verbreiten. Ohne Sprache keine Schrift, repräsentative Demokratie, Allgemeine Relativitätstheorie und kein Macintosh-Computer - alles Aktivitäten und Erfindungen, die jenseits der Fähigkeiten unserer tierischen Freunde liegen. Das Primat der Sprache für die meisten Aspekte zivilisierten Lebens hat bei Philosophen, Linguisten und anderen zu der Überzeugung geführt, dass Bewusstsein ohne Sprache unmöglich ist und daher nur Menschen fühlen können und zur Selbstbeobachtung (Introspektion) fähig sind. Auch wenn das in begrenztem Ausmaß für Selbstbewusstsein gelten mag (wie bei "Ich weiß, dass ich rot sehe"), sind alle Befunde von Split-Brain-Patienten und autistischen Kindern, aus Evolutions- und Verhaltensstudien völlig vereinbar mit der Position, dass zumindest Säuger das, was sie sehen und hören, auch "erleben".

    Gegenwärtig wissen wir nicht, inwieweit bewusste Wahrnehmung allen Tieren gemein ist. Wahrscheinlich ist Bewusstsein in gewissem Maße mit der Komplexität des Nervensystems eines Organismus korreliert. Tintenfische, Bienen, Taufliegen und sogar Rundwürmer sind alle zu recht komplexen Verhaltensweisen fähig. Vielleicht besitzen auch sie ein gewisses Maß an Bewusstsein, vielleicht können auch sie Lust und Schmerz empfinden und sehen. [...]

    [...] Es würde der evolutiven Kontinuität widersprechen anzunehmen, dass sich Bewusstsein allein auf den Menschen beschränkt. Ich nehme an, dass der menschliche Geist einige grundlegende Eigenschaften mit dem tierischen Geist teilt - insbesondere mit Säugern wie Affen und Mäusen. Ich ignoriere kleinliche Debatten über die exakte Definition von Bewusstsein und darüber, ob mein Rückenmark bewusst ist, es mir aber nicht verrät. Diese Fragen müssen irgend wann beantwortet werden, doch im Augenblick behindern sie lediglich das Vorwärtskommen.
    Aus: Christof Koch Bewusstsein - Ein neurobiologisches Rätsel Spektrum Akademischer Verlag, Übersetzer: Monika Niehaus-Osterloh und Jorunn Wissmann (amerikanische Originalausgabe: The Quest for Consciousness - A Neurobiological Approach. Roberts & Company Publishers)

    Standardwerk/-referenz:
    Donald R. Griffin Animal Minds: Beyond Cognition to Consciousness University of Chicago Press (Vorschau bei Amazon)

    Es gibt natürlich noch viele Bücher über das Bewusstseinsproblem und leider auch schlechte. Man sollte sich wohl an der aktuellen Forschung und an im jeweiligen Bereich aktiven Wissenschaftlern orientieren. Für einen deutschsprachigen philosophischen Ansatz hatte ich Thomas Metzinger schon irgendwo erwähnt.

    Und bitte komme mir heute keiner mehr mit irgendeiner dualistischen Theorie. Das erscheint etwa im selben Licht, wie die Erde als Scheibe...

    P.S.: Zur Empathie (Perspektivübernahme, Theory of Mind) gibt es auch viele gute Bücher nach aktuellem Stand der Forschung. Hier im Strang muss ich mich irgendwann noch durchwühlen.
    Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    Sorry, ich bin die Antwort bisher schuldig geblieben...
    Na immerhin hast du ja die Zeit genutzt, um dich schlau zu machen. Eigentlich erübrigt sich ja nun die Frage, ob der Mensch nun ein Tier ist oder nicht, die von dir angegebenen Quellen sprechen eine deutliche Sprache:

    "Wirbeltiere und Vögel besitzen Intelligenz, haben Gefühle, die denen der Menschen ähnlich sind: Sie müssen ein ihrer Umwelt angemessenes Verhalten erlernen, auch über ein Ich-Bewusstsein verfügen bestimmte Gattungen, viele sorgen für die Zukunft vor.
    (...)
    Wenn Tiere aber empfinden und denken können und auch Bewusstsein haben, wie ist der Umgang des Menschen mit den Tieren dann moralisch zu bewerten? Werden wir nicht in mancher Hinsicht schuldig?"

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Die Frage erübrigte sich von Anfang an. Aber eine Gleichberechtigung mit der Gazelle oder dem Gnu lehne ich trotzdem ab, in Anbetracht des Löwen.

    Unsere Art hat bisher nur überlebt, weil sie körperliche Unterlegenheiten mit ihrem Gehirn ausgleichen konnte. Leider haben wir nun wohl das Schicksal, uns selbst bzw. gegenseitig zu vernichten oder gar (zwanghaft) vernichten zu müssen, im Zweifel über unseren Lebensraum. Sooo groß ist unsere Intelligenz nun offenbar auch wieder nicht.

    Was die Vorbereitung angeht: Ich kann nicht mehr alle Bücher im Kopf haben, die ich gelesen habe. Von manchen weiß ich nicht mal mehr die Titel, einige habe ich sogar ganz vergessen, da ich nicht alle selbst besitze. Exzerpieren dauert zu lange, ich schreibe ja keine Dissertation. Also verlasse ich mich auf die Gefühle und etliche Gedankenstränge, die das Lesen und Verstehen bei mir als Engramme hinterlassen hat.

    Dass mir jetzt gerade Christof Koch so passend "über den Weg lief", war aber eher Zufall. Ich habe eigentlich genug damit zu tun, das Körper-Seele Problem für den Menschen zu bearbeiten und was soll man mit dieser Erkenntnis über Tiere auch machen? Bist Du Vegetarierin? Wäre die notwendige Konsequenz.

    Koch hat eigentlich auch nicht deshalb diesen Ansatz. Er sucht "einfach" nach den NCCs, den neural correlates of conciousness. Fast so spektakulär, wie Jeff Hawkins nach den NCI (die er nicht so nennt), den neural correlates of intelligence. Hat bestimmt einiges miteinander zu tun...

    Hatte noch keine Lust, die Empathie zu bearbeiten - eigentlich wäre das auch wieder eine Bücherliste - bei mir eher eine Leute Liste: Bauer, Johnson, Roth, Ramachandran, Sacks, Singer, Spitzer, Urban...

    Und das ist nur eine mir (flüchtig) bekannte Spitze des Eisbergs.

    Aber ich ziehe daraus immer mehr Gelassenheit und gedankliche Offenheit, aber auch Bestimmtheit gegenüber Wahrheitsaposteln. Der Buddhismus als (einzige?) Alternative war mir dagegen schon in Ansätzen zu kompliziert, Buchreligionen zu selbstreferenziell und hochspekulativ. Da kann ich viel leichter akzeptieren, dass alle Erleuchtungen und Erscheinungen später ausgeschmückte und konfabulierte Hirnanfallsrelikte waren.
    Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia

  7. Inaktiver User

    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    Die Frage erübrigte sich von Anfang an. Aber eine Gleichberechtigung mit der Gazelle oder dem Gnu lehne ich trotzdem ab, in Anbetracht des Löwen.

    Unsere Art hat bisher nur überlebt, weil sie körperliche Unterlegenheiten mit ihrem Gehirn ausgleichen konnte. Leider haben wir nun wohl das Schicksal, uns selbst bzw. gegenseitig zu vernichten oder gar (zwanghaft) vernichten zu müssen, im Zweifel über unseren Lebensraum. Sooo groß ist unsere Intelligenz nun offenbar auch wieder nicht.

    Was die Vorbereitung angeht: Ich kann nicht mehr alle Bücher im Kopf haben, die ich gelesen habe. Von manchen weiß ich nicht mal mehr die Titel, einige habe ich sogar ganz vergessen, da ich nicht alle selbst besitze. Exzerpieren dauert zu lange, ich schreibe ja keine Dissertation. Also verlasse ich mich auf die Gefühle und etliche Gedankenstränge, die das Lesen und Verstehen bei mir als Engramme hinterlassen hat.

    Dass mir jetzt gerade Christof Koch so passend "über den Weg lief", war aber eher Zufall. Ich habe eigentlich genug damit zu tun, das Körper-Seele Problem für den Menschen zu bearbeiten und was soll man mit dieser Erkenntnis über Tiere auch machen? Bist Du Vegetarierin? Wäre die notwendige Konsequenz.

    Koch hat eigentlich auch nicht deshalb diesen Ansatz. Er sucht "einfach" nach den NCCs, den neural correlates of conciousness. Fast so spektakulär, wie Jeff Hawkins nach den NCI (die er nicht so nennt), den neural correlates of intelligence. Hat bestimmt einiges miteinander zu tun...

    Hatte noch keine Lust, die Empathie zu bearbeiten - eigentlich wäre das auch wieder eine Bücherliste - bei mir eher eine Leute Liste: Bauer, Johnson, Roth, Ramachandran, Sacks, Singer, Spitzer, Urban...

    Und das ist nur eine mir (flüchtig) bekannte Spitze des Eisbergs.

    Aber ich ziehe daraus immer mehr Gelassenheit und gedankliche Offenheit, aber auch Bestimmtheit gegenüber Wahrheitsaposteln. Der Buddhismus als (einzige?) Alternative war mir dagegen schon in Ansätzen zu kompliziert, Buchreligionen zu selbstreferenziell und hochspekulativ. Da kann ich viel leichter akzeptieren, dass alle Erleuchtungen und Erscheinungen später ausgeschmückte und konfabulierte Hirnanfallsrelikte waren.
    Was suchst du hier??
    Geh in deinen Club der IQ inhaber über 130.
    Und lass uns dummen bitte hier weitereden.
    Ohne dein wirres Hirngespinst.

  8. Inaktiver User

    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Ja, wühle mal. Vielleicht wirst du fündig.
    Findest etwas in einem Buch.
    Aber es wird dir nichts helfen. Nur selber denken bringt einen weiter.
    Davon gibt es bei dir bis jetzt noch garnichts.
    Und ich denke das es bei dir so bleibt.
    Aber lies ruhig alle Bücher, das schadet nie.


    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    Sorry, ich bin die Antwort bisher schuldig geblieben - sie wäre aber auch extrem lang geworden. Ich hatte es versucht, aber da gibt es nun wahrlich qualifiziertere Menschen, deren Gedanken man besser lesen sollte als meine. Und vor allem, bevor man sich in solch eine harsche Diskussion stürzt und wenn einen das Thema wirklich interessiert und bewegt.

    Heute kam sogar eine passende Sendung der Reihe "Gott und die Welt" im Ersten, die wohl kurzfristig in der ARD Mediathek auftauchen wird (unter Videos): Kommt Schnuffi in den Himmel? (BR) Das wäre schon mal ein leichter Einstieg. (Sie hat mich jedenfalls im Sportstudio auf dem Laufband wieder an meine "Pflichten" erinnert".)
    ..........

    Dazu will ich Euch noch ein paar Zitate aus einem Buch präsentieren, die ich ebenfalls für absolut ernstzunehmend und vor allem für schlüssig halte.




    Aus: Christof Koch Bewusstsein - Ein neurobiologisches Rätsel Spektrum Akademischer Verlag, Übersetzer: Monika Niehaus-Osterloh und Jorunn Wissmann (amerikanische Originalausgabe: The Quest for Consciousness - A Neurobiological Approach. Roberts & Company Publishers)

    Standardwerk/-referenz:
    Donald R. Griffin Animal Minds: Beyond Cognition to Consciousness University of Chicago Press (Vorschau bei Amazon)

    Es gibt natürlich noch viele Bücher über das Bewusstseinsproblem und leider auch schlechte. Man sollte sich wohl an der aktuellen Forschung und an im jeweiligen Bereich aktiven Wissenschaftlern orientieren. Für einen deutschsprachigen philosophischen Ansatz hatte ich Thomas Metzinger schon irgendwo erwähnt.

    Und bitte komme mir heute keiner mehr mit irgendeiner dualistischen Theorie. Das erscheint etwa im selben Licht, wie die Erde als Scheibe...

    P.S.: Zur Empathie (Perspektivübernahme, Theory of Mind) gibt es auch viele gute Bücher nach aktuellem Stand der Forschung. Hier im Strang muss ich mich irgendwann noch durchwühlen.

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Jolanda, ein Beispiel hierfür ist eigentlich unser christlicher Gott. Dieser Gott ist ja auch Gott in anderen Religionen (Judentum, Islam). Es gibt bestimmt genügend Menschen, die mit diesen drei Religionen, die sich auch seit 2000 Jahren immer wieder bekämpft haben, nichts anfangen können, und trotzdem an die Existenz dieses Gottes glauben. Nu, wie leben die mit Gott? Keine Ahnung.
    Da fühle ich mich angesprochen, denn ich gehöre zu denjenigen.
    Es gibt nicht einen christlichen, einen jüdischen und einen islamischen usw Gott.
    Es gibt einfach nur Gott.

    Wie ich mit ihm lebe?
    Er hat mir die Fähigkeit gegeben, Gut und Böse zu unterscheiden und ich versuche, diese Fähigkeit so gut ich es kann anzuwenden.

    Und indem jetzt jemand sagt, "diese Fähigkeit kann ich auch ohne den Glauben an Gott haben", schließt sich der Kreis wieder, in dem wir uns immer drehen.
    Das heißt, noch nicht ganz: Ich muss noch hinzufügen, wie ich aber dennoch dazu komme, an Gott zu glauben:
    Kurz nach dem Urknall, so sagt die Wissenschaft, war das Universum kein Punkt sondern so ne Art Würmchen , welches so winzig war, dass man es nicht mal unter dem Mikroskop erkennen könnte.

    Wenn das ein ganz normaler natürlicher Vorgang gewesen sein soll, ja, wenn die Naturgesetze aufgrund eines Naturgesetzes entstanden sind, dann muss es die Naturgesetze logischerweise schon ewig geben. Das aber widerspricht der Auffassung von 'Naturgesetzen' der Wissenschaft.

    Wenn es also stimmt, dass kurz nach dem Urknall das Universum so winzig und fast ein Punkt war, dann kann man sich den Rest denken - auch wenn es offiziell nicht erwiesen ist: Das Universum mitsamt dem Kölner Dom, den Alpen, den Weltmeeren, der ganzen Erde und all der riesigen Masse, die es im Weltall gibt - entstand aus dem Nichts.

    Und mitten in diesem Trümmerhaufen welcher um uns herum im Weltall mit mörderischen Kräften wütet, entsteht und besteht seit unendlichen Zeiten sowas zierliches und zum Denken und Fühlen und Lieben fähiges wie das Leben und wir Menschen!

    Und DAS soll kein Wunder sein???
    Warum fällt es den meisten Menschen so leicht, den Wissenschaftlern zu glauben, dass aus einem mikroskopisch kleinen Glühwürmchen das gesamte Universum entstanden ist - aber so schwer, zu glauben, dass das Leben den Zweck erfüllen soll, dies alles zu erkennen und buchstäblich zu begreifen, um wiederum nach der Herkunft dieses Sinn und Zweckes zu forschen - warum fällt es so schwer, zu glauben, dass dieses Ereignis, dass es irgendetwas gibt, ein Wunder ist?

    Eine mögliche Erklärung habe ich dafür, warum es solche Menschen gibt:
    Sie wollen nicht, dass es Gott gibt, selbst wenn es ihn gibt.

    Aber warum nur?

    PS.: Nicht vergessen: Denken tut man mit den Gedanken - mit dem nicht-materiellen Geist - nicht mit der Materie. In der Materie findet das Denken statt.

  10. gesperrt

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    AW: Gottlos - Leben ohne Religion

    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    Die Frage erübrigte sich von Anfang an.
    Der Meinung bin ich allerdings auch. Wie sich aber zeigte, gibt es erstaunlicher Weise immer noch Leute, die das anders sehen.

    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    Aber eine Gleichberechtigung mit der Gazelle oder dem Gnu lehne ich trotzdem ab, in Anbetracht des Löwen. Unsere Art hat bisher nur überlebt, weil sie körperliche Unterlegenheiten mit ihrem Gehirn ausgleichen konnte.
    Wer fordert denn, dass du deshalb deine geistigen Fähigkeiten über Bord werfen sollst? Gleichberechtigung bedeutet doch nicht Gleichmacherei, oder?

    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    Leider haben wir nun wohl das Schicksal, uns selbst bzw. gegenseitig zu vernichten oder gar (zwanghaft) vernichten zu müssen, im Zweifel über unseren Lebensraum.
    Das sind ja Aussichten, ist das jetzt eine Konsequenz aus der Evolutions-Theorie?

    Zitat Zitat von Cygnus Beitrag anzeigen
    Dass mir jetzt gerade Christof Koch so passend "über den Weg lief", war aber eher Zufall. Ich habe eigentlich genug damit zu tun, das Körper-Seele Problem für den Menschen zu bearbeiten und was soll man mit dieser Erkenntnis über Tiere auch machen? Bist Du Vegetarierin? Wäre die notwendige Konsequenz.
    Ich denke das hast du richtig erkannt, es wäre die notwendige Konsequenz. Ich selbst bin so gut-wie-Vegetarierin, habe also die Konsequenz für mich schon gezogen.
    Geändert von tessie_10 (09.08.2011 um 20:25 Uhr)

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