im Nachbarstrang fühle ich mich nur begrenzt wohl, wenn's so munter am Thema vorbei geht.
Hier einer, in dem erlaubt sein soll, was gefällt (solange es nur irgendwie noch beim Thema Religion und Philosophie bleibt) ... der Weg sei das Ziel...
im ersten Schritt werde ich mal darum bitten, die letzten Postings aus dem Nachbarschrank hierher zu verschieben... dann könnten wir neu aufsetzen (und ich könnte mich vom Vorwurf des Drückens befreien...)
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24.02.2011, 19:50
Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
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24.02.2011, 20:19
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
ist es für euch eigentlich wirklich so wichtig, ob über das was ihr glaubt, eine bestätigung in der bibel zu finden ist?
ich habe übrigens auch etwas gegen den erkenntnis-begriff.... der drückt etwas völlig anderes aus als "glaube", erkenntisse in glaubensfragen habe ich nicht ....
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24.02.2011, 21:21
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
Für mich ist es insofern wichtig, wenn ich mit Christen über meinen Glauben diskutiere. Für Christen ist nun mal die Bibel das Buch Nr.1.
Und anderseits enthält für mich persönlich die Bibel Erkenntnisse aus göttlichen Offenbarungen, zu welchen der Mensch aus eigenen Überlegungen so nicht gelangen kann. Insofern ist die Bibel der Philosophie überlegen.
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24.02.2011, 21:32
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
Kannst du, ohne dass ich nachschlagen muss, ein oder zwei Beispiele geben? Du ahnst es sicher, mir fehlt der Zugang zu derartigen Erkenntnissen.
Die Frage, ob die Bibel der Philosophie überlegen ist, finde ich ausnehmend spannend (!)- wobei mein Wissen um Philosophie meinem Interesse an derselben bei weitem unterlegen ist...
Schulde ich dir eigentlich noch irgendeine Erklärung in Richtung der Frage des Nichts nach dem Tod?
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24.02.2011, 21:40
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
Zum Beispiel die Erkenntnis, dass die Seele den physischen Tod überlebt - hatte wir gerade (siehe Nachbarstrang...). Oder Voraussagen betrefft der Zukunft, Menschen können so etwas nicht wissen.
Was soll es da noch zu erklären geben? Nichts bleibt nichts, oder?
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24.02.2011, 23:16
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
o.k. danke für Beispiele ... wir sind also wieder beim Thema
Die Erkenntnis - Leben nach dem Tod - ist keine Erfindung des Christentums. Nachweisbar sind Grabbeigaben z.B. schon im Neolithikum (5000-2000 v. Chr), aus denen eindeutig ersichtlich ist, dass auch damals schon geglaubt wurde, dass es irgendeine Art Leben "danach" geben wird, so dass die Verstorbenen Getreide, Schmuck, Waffen etc. für die andere Welt neben sich liegen hatten...
Im weitesten Sinn gehört wohl auch die Wiedergeburt zum Leben nach dem Tod, auch dieser Glaube ist alt und weit verbreitet ... mir fällt gerade der Vorname Renatus - Renate ein ... der/die Wiedergeborene ... wen wundert's, auch die alten Lateiner also, der Hinduismus glaubt ebenfalls daran ... ich denke, ich brauch nicht weiter in meinem Gedächtnis kramen ... das sollte reichen
Bibelinhalte könnte man in diesem Bezug also durchaus als Plagiate (wird das eigentlich das Wort des Jahres?) bezeichnen.
Bei den Prophezeiungen sieht es nicht viel anders aus ... das Orakel von Delphi ist nur ein Beispiel. Dazu kommt, dass zu Zeiten von Jesus bis hin zu den Zeiten der schriftlichen Aufzeichnungen der Bibelgeschichten Propheten absolut "in" waren ... Wanderprediger brachten ja immer auch Informationen aus entfernteren Gegenden mit und wurden auch von daher sehr geschätzt.
Menschen können soetwas nicht wissen? Tut mir leid, hier versagt dann mein Erinnerungsvermögen an Bibelinhalte ... was können sie nicht wissen?
Ja, nichts bleibt nichts ... aber die Überlegung, ob nichts leichter, schwerer oder nur anders zu ertragen ist, ob die Erinnerung weniger schwer wiegt als die Hoffnung auf ein (irgendwann vielleicht sogar gemeinsames) Leben nach dem Tod, darüber nachzudenken finde ich schon mehr als nichts ;-)
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25.02.2011, 08:37
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
Das kann schon alles sein, aber ich sage doch gar nicht, dass die Bibel das einzige Buch mit Aussagen über das ‚nach dem Tod’ ist. Insofern spielt es auch keinerlei Rolle, ob es sich bei irgendwelchen Bibelzitaten um Plagiate handelt oder nicht. Von mir aus kannst du das aber gern glauben, doch was ändert das nun?
Menschen wissen grundsätzlich nicht, wie die Zukunft aussieht, schon gar nicht über hunderte von Jahren (womöglich gibt es einzelne Ausnahmen, aber der Normalfall ist es auf keinen Fall). Sie können mit wissenschaftlichen Methoden gerade mal das Wetter vorhersagen, und das halbwegs zuverlässig auch nur für ein paar Tage.
Orakel und Prophezeiungen außerhalb der Bibel gibt es, das ist mir bekannt. Aber sind sie wirklich von Gott? Oder sind es einfach nur Phantasieprodukte von Menschen? Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten, Rezepte dafür habe ich keine. Tatsache ist, dass sich Prophezeiungen von Propheten der Bibel über zukünftige Ereignisse in der Vergangenheit z.T. bis ins Detail erfüllt haben. Warum also sollte das für zukünftige Ereignisse anders sein? Aber trotzdem sollte doch klar sein, hier geht es nicht um Wissen, sondern um Glauben.
Ich denke, hier hast du mich missverstanden. Wenn ich sagte, dass ich mit meinem Glauben besser dran bin als Leute, für die der Tod das absolute Ende darstellt, dann ging es mir weniger um mich selbst, sondern um das grundsätzlich Prinzip dahinter. Und hier finde ich, dass der atheistische Glaube ein trostloses, trauriges Bild von der Welt vermittelt – was wiegesagt nichts über den Wahrheitsgehalt aussagt. Nur weil diese atheistische Sichtweise traurig ist, muss sie natürlich nicht falsch sein. Aber sie entspricht jedenfalls nicht meinem Glauben.
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25.02.2011, 08:58
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25.02.2011, 09:06
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
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25.02.2011, 09:08
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
Aber es ist doch noch gar nicht Ende der Zeit.
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')



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