Du hast im Grunde schon recht, 3146.
In einem Bibellexikon habe ich folgende Gedanken dazu gelesen:
Nach der jüdischen Mischna (Baba Qamma 7:7) ist es den Juden verboten, Hühner zu halten, weil sie sich dadurch rituell verunreinigen könnten.
Doch aus rabbinischen Quellen geht hervor, dass die Juden genauso Hühner hielten wie die Römer.
In der Nähe von Mizpa wurde ein Onyxsiegel mit der Figur eines Hahns und der Inschrift „Eigentum Jaasanjas, Diener des Königs“ gefunden.
Wenn es sich, wie einige annehmen, bei diesem Jaasanja um den in 2.Könige 25:23 und Jeremia 40:8 erwähnten Jaasanja (Jesanja) handelt, würde dies zeigen, dass man in Palästina schon im 7. Jahrhundert v.u.Z. Hähne hielt.
Auch eine im alten Gibeon ausgegrabene Scherbe eines Kochtopfs zeigt die Figur eines Hahns.
Jesus gebrauchte sowohl die Henne mit ihren Küken als auch das Ei in seinen Gleichnissen, was anzeigt, dass Haushühner seinen Zuhörern gut bekannt waren (Mat 23:37; Luk 11:12; 13:34)
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27.02.2011, 22:21Inaktiver User
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
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27.02.2011, 22:30
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28.02.2011, 10:10
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
Aus dem "Lexikon der biblischen Irrtümer" .
Zitat von tessie
"Theologie-Professor Lüdemann bezeichnet sie gar als mit Sicherheit unhistorisch."
Aber vielleicht nicht in Jerusalem.....
Zitat von Inaktiver User
Keine Ahnung. Weil es gut klingt?
Zitat von tessie
Das Evangelium wurde ca. 50 Jahre nach Jesu Tod geschrieben. Ob es zu Jesu Lebzeiten Geflügel in Jerusalem gab oder nicht, war dem Schreiber sicher nicht bekannt.Geändert von 3146 (28.02.2011 um 10:15 Uhr)
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28.02.2011, 11:55Inaktiver User
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
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28.02.2011, 12:54
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
Manche Geschichten machen schon den Eindruck, als wären sie für ein bestimmmtes Publikum geschrieben:
"Von dort zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. 22 Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. 23 Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her. 24 Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. 25 Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! 26 Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. 27 Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. 28 Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt."
Es scheint dem Autor nicht viel auszumachen, die Kanaaniter als Hunde darzustellen und anscheinend betrifft das Heilsversprechen ohnehin nur Israeliten."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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28.02.2011, 15:12
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
Eher unwahrscheinlich, dass Markus einen Bauernhof in Jerusalem hatte....
Zitat von Inaktiver User
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28.02.2011, 15:23
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
@ Alaska
Auch so eine "schöne" Stelle, über die Kleriker nicht so gerne reden.
Hunde waren verachtete und als widerlich angesehene Tiere, und dass Jesus Nicht-Juden so beschimpfte, ist wahrlich nicht sehr freundlich.
Aber das hat er sicher nicht so gemeint....
Wahrscheinlich hatte er einfach schlechte Laune, und die Frau nervte ihn mit ihrem Gejammer.
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28.02.2011, 15:39Inaktiver User
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28.02.2011, 15:58Inaktiver User
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
Ob Jesus wirklich verächtlich mit dieser Frau gesprochen hat?
Jesus muß wohl freundlich gesprochen haben. Ansonsten hätte die Frau ihre Bitte nicht wiederholt.
Dadurch, dass Jesus diese Heidin mit Hunden verglich, stellte er ihren Glauben auf die Probe.
War es ihr ernst mit ihrer Bitte? Wollte sie wirklich, dass die Tochter gesund wird? War sie fest davon überzeugt, dass Jesus diese Macht hat?
Sie war überzeugt, dass nur Jesus ihr helfen konnte. Darum war sie so hartnäckig.
Jesus kam tatsächlich erst zu Gottes Volk. Denn die Juden/Israeliten standen in einem Bundesverhältnis mit ihrem Gott Jehova.
Doch wie reagierten die jüdischen religiösen Führer auf Jesus Christus, den vorhergesagten Messias?
Sie erkannten ihn nicht an...
Einzelne Juden bekannten sich aber zu Jesus Christus und wurden später Christen, wie es die Apostelgeschichte beschreibt.
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28.02.2011, 16:32
AW: Glauben, Leben, Tod - Religion und Philosophie ... nix ist off topic
a) warum sollte Jesus es nötig haben, die Frau auf diese heftige Art auf die Probe zu stellen? Er hätte um ihren Glauben wissen müssen...
b) war er Mensch oder war er Mensch? - Falls er Mensch war (wovon ich ausgehe), wird er nicht immer gleich freundlich gewesen sein. Die Frau, wenn sie doch wusste, dass Jesus der einzige Mensch war, der ihrer Tochter helfen konnte, hätte auch den unfreundlichen weiter bekniet ...
Zum einen wird Jesu zu Gottes Sohn gemacht, der als Mensch auf die Erde kam, zum anderen darf er aber keinesfalls mal unfreundlich gewesen sein? Wird er damit glaubwürdiger?


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