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  1. Inaktiver User

    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Da gibt es grosse Geister, die anderer Ansicht sind.
    Das Reue die Vorraussetzung für Absolution ist???? Das wäre mir aber sehr neu. Welche Geister sollen denn das sein? Ich möchte solche Behauptungen doch gerne belegt haben. Und das ist keine "Ansichts"frage.

  2. Inaktiver User

    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Der Verletzende ist bloss der Auslöser eines Gefühls, das schon vorhanden ist und aktiviert wird.
    Das verstehe ich nicht. Wenn mich jemand schlägt, hat er ein Gefühl ausgelöst ... aber das war ja eben vorher nicht vorhanden, davor gibt's mir prima und jetzt ist das blaue Auge da ...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Könnte an dieser Stelle die Erkenntnis greifen, daß der Mensch in seinem Handeln keine Schuld gesehen hat und könnte Dir das das Verzeihen auch ohne Reue erleichtern?

    Also, Du erkennst den Menschen als das, was er ist, er sieht keine Schuld, weil es nicht gegen sein Wertesystem verstößt und deshalb kannst Du ihm verzeihen?
    Macht das das Verzeihen leichter oder eben schwieriger? Im "Ich konnte nicht anders" steckt ja auch ein "Ich würde es bei gleichen Vorbedingungen jederzeit wieder genauso tun."

    Aber das ist natürlich eine Frage des Blickwinkels. Wenn man den Schmerz des anderen ganz unverständlich findet, fällt es auch schwerer, um Verzeihung zu bitten - warum sollte man auch?

    Grüße, Cariad

  3. Inaktiver User

    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber das ist natürlich eine Frage des Blickwinkels. Wenn man den Schmerz des anderen ganz unverständlich findet, fällt es auch schwerer, um Verzeihung zu bitten - warum sollte man auch?
    Da käme doch wieder der Gefühlsaspekt dazu - wenn es mir gleichgültig ist, ob der Andere Schmerz empfindet.

  4. gesperrt

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    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich nicht. Wenn mich jemand schlägt, hat er ein Gefühl ausgelöst ... aber das war ja eben vorher nicht vorhanden, davor gibt's mir prima und jetzt ist das blaue Auge da ...
    Im privaten Umfeld bekommst du unvermittelt ein blaues Auge gehauen ?

    Ohne jede Beteiligung an der Situation


    Das kenne ich nicht. Wenn man wütend ist geschieht dies aus einer psychologischen Interaktion heraus.

  5. gesperrt

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    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Reue die Vorraussetzung für Absolution ist???? Das wäre mir aber sehr neu. Welche Geister sollen denn das sein? Ich möchte solche Behauptungen doch gerne belegt haben. Und das ist keine "Ansichts"frage.

    Nein, aber ich will das hier nicht diskutieren und habe mich schon weiter oben erklärt.

  6. Inaktiver User

    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ..Aber das ist natürlich eine Frage des Blickwinkels. Wenn man den Schmerz des anderen ganz unverständlich findet, fällt es auch schwerer, um Verzeihung zu bitten - warum sollte man auch?

    Grüße, Cariad

    Genau, denn dann kann keine Reue da sein. Ein um Verzeihung bitten, wäre dann nicht echt und wahrhaftig, sondern diente nur dem Zweck, die Beziehung nicht zu gefährden. Und schon ist die Angelegenheit schal. Es funktioniert also nur so, indem Du akzeptierst, daß der andere ein anderes Wertesystem hat und kannst für dich entscheiden, ob Du damit leben kannst oder nicht.

    Eigentlich ist ein Nichtumentschuldigung bitten, wenn die Handlung nicht gegen die eigenen Werte steht, aufrichtig.

    Wie sagt Anselm Grün: Der Mensch begegnet sich an seiner Grenze. Also gerade auch im Konflikt.

  7. Inaktiver User

    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Nein, aber ich will das hier nicht diskutieren und habe mich schon weiter oben erklärt.
    Da gibt es auch nichts dran zu rütteln. Die Beichte in der Katholischen Kirche unterliegt genauen Regeln. Und der Punkt, mit dem alles steht und fällt ist die Reue. Ob aus Angst vor Strafe oder aus gewonnener Überzeugung.

  8. Inaktiver User

    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Im privaten Umfeld bekommst du unvermittelt ein blaues Auge gehauen ?

    Ohne jede Beteiligung an der Situation


    Das kenne ich nicht. Wenn man wütend ist geschieht dies aus einer psychologischen Interaktion heraus.
    Manchmal gibt es definitiv überflüssige und ganz und gar unangemessene Verletzungen.

    Selbstredend geschieht auch ein Mord immer aus einer psychologischen Interaktion heraus, aber darum geht es glücklicherweise hier nicht.

    Grüße, Cariad

  9. gesperrt

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    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Reue die Vorraussetzung für Absolution ist???? Das wäre mir aber sehr neu. Welche Geister sollen denn das sein? Ich möchte solche Behauptungen doch gerne belegt haben. Und das ist keine "Ansichts"frage.

    PN

  10. gesperrt

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    AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, den gibt es. Ich kann auch einem, der sich mir gegenüber schuldig gemacht hat verzeihen, wenn ich ihn als ganzen Menschen sehe und mir klar wird, dass er Grenzen hat, die er nicht übersteigen konnte. Dann ist Verzeihen ohne Entschuldigung möglich.
    Mir wäre Verzeihen auch dann nur möglich, wenn derjenige, der mich verletzt hat mit mir über diese seine Grenzen, das Woher und Warum, und auch warum diese Grenzen seiner Meinung nach weiterbestehen bleiben werden, und seinen Umgang mit den Folgen und Konsequenzen seiner Grenzen bei mir, sprechen würde, und zwar ohne dass ich dieses Gespräch einfordern müsste.

    Wäre dies Voraussetzung nicht gegeben, könnte ich vielleicht auch verzeihen, würde aber den Kontakt abbrechen, weil ich eine solche „Sprachlosigkeit“ dann als eine Schranke/Grenze ansehen würde, die befriedigenden und sinnvollen Kontakt für mich ausschliessen würde.

    Und es tut einem selbst sehr gut, auch so etwas verzeihen zu können. Denn verbleibender Groll schadet der eigenen Seele. Bedingung ist aber, das schuldhafte Handeln ist beendet und Vergangenheit.
    Ich habe meinem Vater in gewissen Punkten nie verziehen, und ich finde es schadet meiner Seele nicht, denn weder das, was er getan hat, noch der Groll den ich auf ihn habe, beeinflussen mein tägliches Leben, oder meinen Umgang mit anderen Menschen, oder meine Lebensfreude. Ich finde dieser Satz ist ein unbelegtes Paradigma. Woher dieses Paradigma kommt, und seit wann es besteht und sozusagen Allgemeingut geworden ist, wäre interessant zu erfahren (christliche Prägung, Freud?)

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