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26.01.2011, 17:36
AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?
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26.01.2011, 17:37
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26.01.2011, 17:48
AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?

Ich dachte ja, dass das klar aus unserem "Austausch" hervorging. Deshalb fand ich Deinen Einwand zu diesem Zeitpunkt ja auch so unverständlich und willkürlich plaziert.Danke für die Info, dass ihr beschlossen habt, euch gegenseitig zu ignorieren.
Aber das wars jetzt wirklich zu diesem Thema auch von meiner Seite!
Alles weitere dazu auch von mir nur noch per PN.
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26.01.2011, 17:54
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26.01.2011, 17:59
AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?
Vielleicht.
Ich kann es verstehen, weil ich damals den heißen Herbst als Erwachsener miterlebt habe, nicht als Angehöriger, nicht als Täter, nicht als Opfer. Es hat jeden in der Republik aufgewühlt, einmal Zustimmden (die 68er) und die Verständníslosen (die Mehrheit). Auch ich habe den Wunsch, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Ich erwarte, dass einer von denen endlich redet, damit wir(die Älteren) endlich auch emotional mit der Geschichte abschließen können.
Mir fiel es auf, als ich mir den Film "Baader-Meinhof-Komplex" vor 3 Jahren angesehen habe, genauso aufgewühlt war wie damals. Auch für mich ist das nicht abgeschlossen, aber ich brauche den Wunsch an die Mörder nicht zu richten.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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26.01.2011, 18:01
AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?
Zitat von Opelius
Weshalb sollte der Sohn vergeben und verzeihen? Er möchte die Wahrheit wissen, für mich mehr als verständlich.
Ernstgemeinte Frage:
Wem gegenüber macht er sich schuldig?
Ich habe einige Male eine Diskussion gehabt über die Schuldhaftigkeit von Selbstmord:
Die negative moralische Bewertung des Selbstmords kommt meines Wissens aus der christlichen Ecke: soweit ich weiss vergeht sich der Mensch gegen Gott, wenn er in eigener Entscheidung das ihm von Gott geschenkte Leben beendet.
Eine neutrale Bewertung des Selbstmords bezieht sich auf das Selbstbestimmungsrechts des Menschen über sein eigenes Leben. Ist also eher ein Kind der Aufklärung.
Nach der zweiten Logik (der ich mich für mich anschliesse) darf ich guten Gewissens mein Leben verschwenden.Geändert von balalala (26.01.2011 um 18:07 Uhr)
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26.01.2011, 18:06
AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?
Ja, bin ich!
Und ich hätte das in der Tat fast angesprochen, und es eigentlich auch interessant und on topic gefunden. Beispielhaft, sozusagen.
War dann aber der Meinung, dass es wohl nicht gutgehen würde, das hier zu thematisieren.
Schliesslich lebe (und schreibe) ich ja nicht im luftleeren Raum.
Einige hätten das bestimmt als mutwilliges Öl-ins-Feuer-Giessen empfunden.
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26.01.2011, 18:13
AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?
Sich selbst gegenüber. Ich bin nicht bloss dem anderen verpflichtet sondern insbesondere mir selbst.
Jetzt wäre mir fast ein christlicher Grundsatz eingefallen ...
lasse ich aber weg.
So kann man mit anderen Menschen eine Diskussion führen, aber letztendlich versündigt man sich an sich selbst und dagegen helfen keine eloquenten Argumentationen.Ich habe einige Male eine Diskussion gehabt über die Schuldhaftigkeit von Selbstmord:
Die negative moralische Bewertung des Selbstmords kommt meines Wissens aus der christlichen Ecke: soweit ich weiss vergeht sich der Mensch gegen Gott, wenn er in eigener Entscheidung das ihm von Gott geschenkte Leben beendet.
Eine neutrale Bewertung des Selbstmords bezieht sich auf das Selbstbestimmungsrechts des Menschen über sein eigenes Leben. Ist also eher ein Kind der Aufklärung.
Nach der zweiten Logik (der ich mich für mich anschliesse) darf ich guten Gewissens mein Leben verschwenden.
Deine Ausführungen sind der Schlüsselpunkt und der entscheidende Denkansatz, warum es zu Depressionen und Zwangshandlungen kommen kann. Wer meint, er könne sein Leben völlig frei gestalten, dem werden die Grenzen aufgezeigt.
Das ist meine Überzeugung.
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26.01.2011, 18:15
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26.01.2011, 18:24
AW: Schuld und was heißt es zu verzeihen?
Ich leide aber nicht unter Depressionen und Zwangshandlungen, obwohl ich der Meinung bin, dass es alleine in meiner Verantwortung liegt, wenn ich mich umbringen will. Aber das liegt vielleicht daran, dass ich mich wegen dieser Einstellung nicht schuldig fühle. Vielleicht ist es ja das Sich-Schuldig-Fühlen, das zu Depressionen und Zwangshandlungen führt.
Abgesehen davon dass es zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind, ob ich der Meinung bin, dass ich mich schuldfrei umbringen kann, wenn ich das für mich entscheide, und der (wissenschaftlich nachgewiesenen) unrealistischen Meinung, dass ich mein Leben völlig frei gestalten könnte. Nimmt meines Wissens auch niemand an. Zumindest niemand, den ich kenne.




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