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12.01.2011, 18:13
AW: Glauben "willkürlich zusammenfantasieren"
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12.01.2011, 18:16
AW: Glauben "willkürlich zusammenfantasieren"
Bitte die Bibelfesteren mich zu korrigieren, aber steht bei Lukas (die meist gelesene Weihnachtsgeschichte) nicht einfach das Folgende?
"Da machte sich auf auch Josef aus Galilaea, mit Maria, seinem vertrauten Weibe [= Ehefrau], die war schwanger."
Also alles total normal und natuerlich. (Aber Lukas war ja auch Arzt.
)
Da sieht man's mal wieder: Man MUSS auswaehlen und "zusammenstueckeln", "an alles glauben" geht schon rein technisch gar nicht.
P.S.: Ich schaue schon immer mal wieder hier rein, nur falls sich jemand fragt, wo ich bin. Bisher habe ich zu meinem Ausgangsthema noch nichts weiter zu sagen, muss noch ein bisschen lesen und nachdenken.
Aber da dies hier ein reiner Diskussionsstrang ist, braucht Ihr mich ja auch gar nicht.
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12.01.2011, 19:03
AW: Glauben "willkürlich zusammenfantasieren"
Das mag so richtig sein, aber es wurden im Vorderen Orient schon immer herausragende Figuren mit vielen Titeln und Wundergaben geschmückt und als kleines I-Tüpfelchen oben drauf waren sie natürlich von einer Jungfrau geboren worden : z.B. Alexander der Große.
Jahrhundertelang haben über Jungfernschaft Marias die Mönche und Priester sich gestritten und immer wieder dieses Kirchenaussage durchgesetzt. Sie wurden getrieben von dem Gedanken, das nur jemand, der ohne Erbsünde geboren wird auch der Erlöser der Welt sein kann. Und erst 1854 dogmatisierte Papst Pius IX. die Lehre von der unbefleckten Empfängnis Marias.
Und dann fand ich diese für mich wirklich erstaunliche Aussage:
QuelleJoseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., vertritt 1968 die Auffassung, dass es sich bei der Empfängnis Jesu nicht um eine Zeugung durch Gott, sondern um eine Neuschöpfung handelt: „Gott wird dadurch nicht etwa zum biologischen Vater Jesu...”. Denn dies hätte zur Folge, dass man annehmen müsse, dass Jesus halb Gott, halb Mensch sei. Sein Gottsein mache ihn aber nicht weniger zum Menschen. Ratzinger bezeichnet es für den christlichen Glauben als immer schon grundlegend, dass Jesus ganz Gott und ganz Mensch sei.
Dazu kommt das Problem, dass z.B. die Abstammung Jesus von Nazareth aus dem Stamme Davids nachgewiesen werden musste. Josef stammt aus dem Haus Davids, war also königlichen Geblüts. Wenn er aber nicht der leibliche Vater von Jesus ist, da der Heilige Geist ihn gezeugt hat, dann erhebt sich bei mir die Frage, wozu dann die Geschichte mit Bethlehem?
Das ist für mich in der Tat der entscheidende Widerspruch im Neuen Testament.
Aber, das was mich immer verwundert hat, war vor allem in streng katholischen Gebieten die Marienverehrung vor allem durch die weibliche Bevölkerung. In jeder katholischen Kirche findet sich ein Marienaltar und viele brennende Kerzen davor. Die Mutter Gottes ist also selbst göttlich und barmherziger als der strenge und rachsüchtige Gott des Alten Testamentes. Sie ist es auch, die Fruchtbarkeitsgöttinnen der alten Kulturen wie Demeter und Kybele ablöste.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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13.01.2011, 14:07Inaktiver User
AW: Glauben "willkürlich zusammenfantasieren"
Du weißt aber schon, dass "Unbefleckte Empfängnis Mariens" und "Jungfrauengeburt" nichts miteinander zu tun haben.Und erst 1854 dogmatisierte Papst Pius IX. die Lehre von der unbefleckten Empfängnis Marias.
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13.01.2011, 14:33Inaktiver User
AW: Glauben "willkürlich zusammenfantasieren"
Maria musste unbefleckt zur Welt kommen, damit sie eine Jungfrauengeburt haben kann, oder?!
Hab grad nachgelesen. Schleiermacher hielt diese Begründung auch für Unfug, weil dann nämlich sämtliche Vorfahren Marias unbefleckt empfangen sein müssten.
Außerdem hatte Maria nach Jesus noch mehrere Kinder zur Welt gebracht. Die müssten auch alle unbefleckt in die Welt gekommen sein, denn das Dogma beinhaltet auch die "ewige Jungfräulichkeit Marias".
Also wenn ich sowas lese, sträuben sich bei mir alle Nackenhaare.
Bloß um eine Theorie aufrecht zu erhalten, werden immer neue Dogmen eingeführt die zu glauben, heilsvoraussetzend (!) sind.
Ne, he.
Bin ich froh, dass ich evangelisch bin....Geändert von Inaktiver User (13.01.2011 um 14:42 Uhr)
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13.01.2011, 14:38Inaktiver User
AW: Glauben "willkürlich zusammenfantasieren"
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13.01.2011, 14:45Inaktiver User
AW: Glauben "willkürlich zusammenfantasieren"
Auf jeden Fall muss man sich da fragen, wer hier was willkürlich zusammenfantasiert hat...
Da kriegt man ja Kopfweh...
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13.01.2011, 14:56
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13.01.2011, 15:05
AW: Glauben "willkürlich zusammenfantasieren"
Die Lehre von der Erbsünde wurde nicht von Jesus oder dem Judentum aufgestellt, sondern von Paulus.
Heutzutage wird die Erbsünde bereits durch die Taufe "vom Menschen wieder weggenommen". Zu Marias Zeit gab es also strenggenommen die Lehre von der Erbsünde noch gar nicht ...
.
... living next door to ...
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13.01.2011, 15:15Inaktiver User
AW: Glauben "willkürlich zusammenfantasieren"
"Unbefleckte Empfängnis" hat nichts mit "Jungfräulichkeit" zu tun!!!!!Außerdem hatte Maria nach Jesus noch mehrere Kinder zur Welt gebracht. Die müssten auch alle unbefleckt in die Welt gekommen sein, denn das Dogma beinhaltet auch die "ewige Jungfräulichkeit Marias".
Maria ist die einzige, die nach dem Dogma ohne Erbsünde empfangen wurde (nicht empfangen hat), d h. sie war von Anfang an ohne Erbsünde. Das hat nichts mit der Jungfrauengeburt zu tun.



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