Du drehst einem wirklich das Wort im Mund um.![]()
Auf diese deine Aussage habe ich geantwortet mit der Erklärung des Unfehlbarkeitsdogmas. Darauf hast du die obige Seite verlinkt, die sich selbst ausdrücklich als "papsttreu" sieht. Und wenn gesagt wird, dass der Papst vom Heiligen Geist geleitet wird, so heißt das doch nicht, dass alles, was er sagt, "unfehlbar" und "Meinung des Hl. Geistes" ist. Auch Christen, die sich um den Glauben bemühen, sind vom Hl. Geist geleitet - trotzdem machen sie Fehler. Der Hl. Geist "wacht eben nicht" dauernd "darüber, dass der Papst nichts Falsches verkündet", die Unfehlbarkeit gilt nur für "ex cathedra" verkündete Dogmen.Zitat von 3146
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Thema: Muß Kirche wirklich sein?
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12.12.2010, 18:14Inaktiver User
AW: Muß Kirche wirklich sein?
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12.12.2010, 21:14
AW: Muß Kirche wirklich sein?
Wenn ein Gott (oder ein Drittel Gott) eine Person leitet, dann meinte ich doch, dass er sie nicht in die Irre gehen lässt. Aber das ist vielleicht Ansichtssache.
Ursprünglich ging es um die Aussage von Benedikt XVI., dass die Protestanten nicht wirklich eine Kirche seien.
Aber das ist auch anderswo vermerkt, nämlich im Katechismus der KK:
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"Die einzige Kirche Christi, in der Gesellschaft verfasst und geordnet, besteht in der Katholischen Kirche..."
Hoffentlich ist diese Quelle nicht auch zweifelhaft für dich.
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12.12.2010, 22:52
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12.12.2010, 22:56Inaktiver User
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13.12.2010, 09:10Inaktiver User
AW: Muß Kirche wirklich sein?
Das heutige Christentum und auch die Gesellschaft akzeptieren es, wenn man so lebt, wie man es möchte. Es gibt schwule Kirchengruppen. Es gibt offiziell schwule Pastoren (zumindest in der ev. Kirche). Es gibt Bischöfinnen. Es gibt geschiedene Bischöfinnen. Es gibt Christen, die auf Rammstein-Konzerte gehen (mich!
). Es gibt tätowierte Christen. Es gibt Motorrad-Gottesdienste.
Nicht jeder Christ sitzt jeden Sonntag in der Kirche und knutscht die Bibel ab.
Ich kann nur für mich sprechen: Ich finde in der Hauptsache die Grundidee des Christentums gut. Ich finde es toll und bewundernswert, was im Bereich der Kirche auf die Beine gestellt wird. Wie dort allgemeingültige, im Christentum besonders hervorgestellte Werte in der Weise hochgehalten werden, dass Menschen anderen Menschen unter Einsatz von Freizeit, Geld und Kraft helfen um des Helfens Willen.
Trotzdem langweilen mich Gottesdienste. Daher gehe ich dort nicht hin. Ich kenne die Bibel theoretisch, lese sie aber ebenfalls nicht. Und doch bin ich von der Einstellung her mit ganzem Herzen Christ und versuche, ein guter Mensch zu sein.
Was nicht heißt, dass das als Andersreligiöser oder Atheist nicht möglich ist.
Und nun wünsche ich uns eine schöne Weihnachtszeit - egal ob gläubig, heidnisch oder gar nicht ausgelegt.
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13.12.2010, 19:37
AW: Muß Kirche wirklich sein?
Stimmt nicht.
Zitat von Inaktiver User
Habe ich im anderen Strang sogar explizit ausgesprochen.
Aber da warst du auch nicht erfreut darüber....
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13.12.2010, 19:40Inaktiver User
AW: Muß Kirche wirklich sein?
Nicht jeder Christ sitzt jeden Sonntag in der Kirche und knutscht die Bibel ab.
workingHeart
sehe ich genauso - ich gehe in die kirche um meine ruhe zu finden/haben.
ohne gottesdienst - nur so. ich setze mich in die kirchenbank und komme zur ruhe. der strassenlärm bleibt draussen und es gibt mir so fünf minuten der ruhe, die ich mir regelmäßig nehme - irgenwann in der woche, aber ohne gottesdienst. es ist für mich einfach ein ort des friedens - so wie ich meinen glauben empfinde.
und trotzdem lebe ich mein normales leben - ich bete nicht die fertigen gebete - wenn ich "bete", dann ist das eher als gespräch zu verstehen - mit meinen worten. vll. auch nur einmal die woche, vll. einmal im monat, vll. mal einige tage am stück.............ohh mann ich bin bestimmt nicht der vorzeige-gläubige.....in erster linie bin ich mensch.......
@3146 -was verurteilst du daran - jeder wie er mag und du wie du magst. warum hast du dich im relegionsforum so festgebissen?
waren deine eltern bigott und haben dich mit ihrem glauben gequält - möchtest du missionieren - was tust du hier in diesem forum - du bist erklärter atheist - was zieht dich hier an? - ich würde das wirklich gerne wissen
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13.12.2010, 19:51
AW: Muß Kirche wirklich sein?
Ich kann mich nicht erinnern, je Kirchenbesuche oder Gebete verurteilt zu haben.
Zitat von sempre
Sowieso. Gilt das für mich nicht?jeder wie er mag
Ich diskutiere - genau wie du. Was sind deine Gründe?warum hast du dich im relegionsforum so festgebissen?
Übrigens treibe ich mich auch in anderen Foren herum.
Nein.waren deine eltern bigott und haben dich mit ihrem glauben gequält
Nein.möchtest du missionieren -
Die Möglichkeit, meine Meinung zu sagen über Dinge, die mich interessieren.du bist erklärter atheist - was zieht dich hier an?
Das Forum heißt "Religion und Philosophie" - es ist nicht nur für fromme Leute da.Geändert von 3146 (13.12.2010 um 20:02 Uhr)
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13.12.2010, 20:16Inaktiver User
AW: Muß Kirche wirklich sein?
hallo 3146,
für mich klingst du schon so sehr abwertend in deinen kommentaren -sorry - vll. bist du dir darüber gar nicht im klaren ? das klingt immer so nicht nach diskutieren. du bist so absolut in deinen kommentaren -schade, dass ich das so empfinde.
vll. hat es damit zu tun, dass du nie nachfragst - hast du denn keine echten fragen an die, die hier als "christen" schreiben (booo, klingt das blöd) oder z.b. dass du nachfragst, warum jemand gerne die bibel liest, was es ihm gibt oder , oder....
du schreibst einfach kontraer und immer kontraer - so dass man den eindruck hat, du freust dich über jeden kommentar um dann dagegen zu halten. warum schreibst du hier - aber interessierst dich nicht weiter?
wann ist das denn entstanden, dass du dich von religionen frei gemacht hast? warst du einmal konfessionell? gab es in deiner kindheit einen glauben? wie denken deine eltern darüber?Geändert von Inaktiver User (13.12.2010 um 20:19 Uhr) Grund: neugierde
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13.12.2010, 20:53Inaktiver User
AW: Muß Kirche wirklich sein?
Was mir manchmal sehr übel aufstößt ist, daß einige von den Mitschreibern hier die sich als Atheisten bezeichnen in der Tat jeden Beitrag eines bekennenden Christen mit Spott und Häme kommentieren.
Auch schon absolut "normal" scheint es zu sein Christen pauschal totale Dummheit zu unterstellen und ihnen geistige Umnachtung zu unterstellen.
Es ist auch eine unsägliche Mode jedwede Äußerung von Christen, in denen sie sich zu den sogenannten christlichen Werten, so wie sie Jesus lehrte, damit ad absurdum führen zu wollen in dem man sofort alle Verbrechen aufzeigt die von Christen im Namen ihrer Kirchen jemals verübt wurden und somit alle in eine Reihe stellen zu wollen.
Wie z.B. Kreuzzüge, Hexenverbrennung etc, etc. Jeglicher Hinweis darauf das diese Verbrechen nun wirklich in keinster Weise mit der Lehre Christi in Einklang stehen, sondern vielmehr eine pervertierung derselben darstellen wird nicht zur Kenntnis genommen.
Nein, für so manchen Atheisten steht folgendes Bild fest:
1. Christen sind strunzdumm weil sie an lustige Geschichten glauben.
2. Christen sind grundsätzlich Hexenverbrenner, Kreuzzügler und sowieso unnützes Verbrecherpack.
3. Und Christen sind grundsätzlich nicht fähig anständige, mitfühlende und angenehme Zeitgenossen zu sein.
Jetzt habe ich mal alle meine Tagebücher und Erinnerungen durchforstet und stelle fest:
1. Ich habe noch nie an einem Kreuzzug teilgenommen.
2. Ich habe noch nie einer Hexenverbrennung beigewohnt.
3. Ich habe bestimmt kein sündenfreies Leben geführt, eher im Gegenteil.
4. Ich bin durchaus ein mitfühlender Mensch.
5. Ich bin sogar weitesgehend anständig.
6. Ich kann sogar ein angenehmer Zeitgenosse sein.
7. Ich praktiziere sogar Nächstenliebe in dem ich Menschen helfe.
8. Ich kann auch nicht so strunzdoof sein. Immerhin habe ich mittlerweile 2 akademische Grade und arbeite an meinem dritten.
Und ich glaube dennoch aus ganzem Herzen an den barmherzigen Gott und Jesus Christus seinen Sohn.
Ich brauche dafür auch keine Beweise. Ich glaube, mir reicht das vollkommen.
Jetzt könnte ich ja einfach mal den Spieß umdrehen und mir mal so ein paar exponierte Atheisten ins Gedächtnis rufen. Da fallen mir z.B. Hitler, Stalin und Mao sofort ein.
Absolute Massenmörder.
Sollte ich jetzt daraus den Rückschluß ziehen das alle Atheisten nun mit diesen fragwürdigen Gestalten der Weltgeschichte in eine Reihe zu stellen seien ?
Die Antwort darauf kann doch nur lauten. NEIN, NEIN, NEIN und nochmals NEIN!
Ich habe für mich vielmehr den Schluß gezogen, daß alle Menschen grundsätzlich zu Menschlichkeit, Wärme, Nächstenliebe und Barmherzigkeit bereit sind.
Vollkommen egal ob sie Christen, Atheisten, Muslime, Buddhisten etc. sind.
Es ist auch vollkommen egal aus welchen Wurzeln sie diese so wichtigen Werte ziehen.
Und klar ist doch auch, daß jeder Gruppe auch ein gerüttelt Maß an Idioten und gefährlichen Menschen hat, die auch schonmal Religion oder Weltanschauung mißbraucht.
Es kann aber m.E. nicht in Ordnung sein die Angehörigen einer dieser Gruppen, in dem Fall die Christen, pauschal abzuwerten.
Und da würde ich mir manchmal etwas weniger Haß und Polemik wünschen.
Und nun wünsche ich uns allen ein friedlicheres Miteinander.



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