Es ist ein Unterschied, was jemand glaubt und wie jemand Glauben oeffentlich praktiziert.
Unter Umstaenden muss ich mich dafuer entscheiden entweder nicht in ein Land das "Glauben" anders praktiziert zu gehen, oder meinen Glauben nicht oeffentlich zur Schau zu tragen - und noch zu erwarten, dass dies a) akzeptiert, b) unterstuetzt c) und fuer toll befunden wird.
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Thema: Islam
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28.10.2010, 16:18
AW: Islam
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28.10.2010, 16:18Inaktiver User
AW: Islam
Das Problem was ich sehe ist das die ganze Debatte darüber "krankt" und zwar an verlässlichen "Zahlen".
Es gibt ja das Phänomen der "selektierten Wahrnehmung", heißt, wenn ich denke ich habe nur rote Ampeln, dann sehe ich NUR die roten Ampeln.
Das Kopftücher zugenommen HABEN, im Vergleich zu "vor 15-20 Jahren" ist unstrittig, die Frage ist haben sie in der Zeit in der die diversen Debatten laufen zum Thema "Kopftuch" etc. noch zugenommen???
Man darf und sollte auch nicht vergessen, das es auch eine "innermuslimische-deutsche Debatte" gibt, in der eben viele Fragen, auch zum Kopftuch tragen und wenn ja in welcher Form, geführt werden ohne das wir das großartig mitbekommen.
Deshalb denke ich das dieses Thema innerhalb der Gemeinschaft der Muslime in Deutschland (ich weiß schon das es solche eine Form nicht wirklich gibt) zu führen ist.
Denn auch die Reformation 31.10. !!!!! konnte NUR von Christen durchgeführt werden, nicht von Nichtchristen.
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28.10.2010, 16:21Inaktiver User
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28.10.2010, 16:24Inaktiver User
AW: Islam
Ich weiss nicht, ob das reicht.
Zumindest wird es dort nicht reichen, wo der Anspruch auf freie Religionsausübung (wie z.B. das Ausschließen von Mädchen vom Schwimmunterricht) auf öffentliche Strukturen in Deutschland trifft und nur das eine oder das andere durchsetzbar ist.
Ich halte es für ein falsches und auch folgenreiches Signal in so einem Fall nachzugeben.
Das gilt sicher für muslimisch geprägte Länder.
Deshalb halte ich auch nichts davon, da Truppen hinzuschicken, um Freiheit und Demokratie "zu bringen".
Das muss von der Bevölkerung selbst kommen.
Aber es bleibt das Problem des Zusammenlebens hier.
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28.10.2010, 17:45Inaktiver User
AW: Islam
Die Frage mit dem Schwimmunterricht stellt sich in selten Fällen, die meisten Schulen können es sich nicht mehr leisten, Schwimmunterricht anzubieten.
Dort wo die Frage z.B. die der Anrede "Schlampe" für nichtmuslimische Mädchen an Schulen geschieht, sollte die Schule sich den zuständigen Imam schnappen und ihn erklären lassen dass das NICHT im Sinne der Religion ist, sich gegenüber seinen Mitmenschen schlecht zu benehmen.
Das hat zwei Vorteile, zum einen lernen die Kinder, die glauben sie könnten sich mit ihrem schlechten Verhalten auf den Koran berufen, das sie das nicht können, zum anderen wird klar und deutlich, das Imame die in Deutschland predigen Deutsch sprechen müssen. Was leider immernoch nicht alle tun.
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28.10.2010, 18:10Inaktiver User
AW: Islam
Ist es nicht eher so, dass man wegen dieser Islamdebatte erst die Kopftücher bemerkt, die aber immer schon da waren?
Wenn ich mich für eine bestimmte Automarke mit der bestimmten Farbe interessiere, "sehe" ich diese Auto plötzlich an jeder Ecke...
Mein Gynokologe hatte vor 15 Jahren eine Arzthelferin eingestellt, die ihr weißes Kopftuch ganz selbstverständlich trug. Und sie war da jahrelang. Es nahm niemand Anstoß.
Oder gibt es dazu eine Statistik, die belegt, dass es mehr Kopftuchträgerinnen gibt....!?Geändert von Inaktiver User (28.10.2010 um 18:14 Uhr)
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28.10.2010, 18:21Inaktiver User
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28.10.2010, 18:22
AW: Islam
Das kann ich so nicht bestaetigen. Ich bin nicht dauernd in Deutschland - und meistens 4-8 Monate ausserhalb unterwegs.
Das seit ca 18 Jahren. Weit vor Sarazin und der Kopftuch Diskussion ist mir jedes Jahr ein mehr an Kopftuechern und das seltener gesprochene Deutsch auf der Strasse aufgefallen.
Und ich rede nicht von bestimmten Stadtvierteln in bestimmten Staedten. Ich rede von einer Kleinstadt im laendlichen Gebiet.
Wenn ich dort mehr Kopftuecher als in Istanbul sehe - dann faellt mir das auf, ohne, dass es das ist, was ich sehen moechte.
Leider habe ich vor 10, 5 oder 2 Jahren nicht gezaehlt, um mal die Zahlen zu vergleichen.
Allerdings kann ich hier nur fuer mich sprechen
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28.10.2010, 18:26
AW: Islam
Ja gibt es. Und es gibt auch Zahlen, dass sich der Islam flächenmäßig immer mehr ausbreitet in Afrika und Asien. Immer mehr weltliche Regierungen (Monarchien, kommunistische, demokratische) werden von islamistischen abgelöst, islamistische Parteien legen zu in muslimischen Ländern, etc. Der Islam ist weltweit auf dem Vormarsch.
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28.10.2010, 18:35Inaktiver User
AW: Islam
Ich wähle meine Worte mit Bedacht und schrieb deshalb: in meinem Umfeld, und das ist weder Israel noch die USA.
Ganz real habe ich aber in meinem kleinen Ort erlebt, wie ein Türke einen anderen wegen einer "Ehrengeschichte" erschossen hat, im Nachbarort eine Muslima am Tag ihrer Scheidung von ihrem Mann erschossen und sterbend mit Benzin angezündet wurde und bei meinen Eltern auch eine junge Muslima sterben musste, weil sie gewagt hat sich westlich zu orientieren.
Ich weiß sehr wohl, dass nicht jeder Muslim so denkt geschweige denn so handeln will - und auch dass Nicht-Muslime zum Mörder werden.
Trotzdem bleib ich dabei: ich kenne keine andere Religion, die als Rechtfertigung zum Mord herangezogen wird, hierzulande.
Wir leben in einem christlich geprägten Land - von Mädchen aus fundamental-christlichen Elternhäusern (die es ja hier auch geben muss) weiß ich eben nicht, dass sie nicht am Schwimm- und Sportunterricht teilnehmen dürfen, sich dem Sexualkundeunterricht verweigern, nicht auf Klassenfahrten mitfahren, bei Kindergeburtstagen nicht woanders übernachten - ich kenne das nur von musliminischen Mitschülern meiner Kinder.
Und das erklärt für mich die Vorbehalte. Weil es viele Menschen real erleben, was im Namen dieses Glaubens geschieht.
Wie gesagt, ich schmeiss nicht alles in einen Topf - aber zu sagen man sieht da keinen Zusammenhang ist doch reichlich blauäugig.



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