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Thema: Islam

  1. Inaktiver User

    AW: Islam

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Finde ich nicht.
    Solange diese Abscheulichkeiten im heiligen Buch dekretiert werden, sind sie ein Bestandteil dieser Religion.

    Wenn man Glück hat, wird es eben nicht angewendet.
    .
    danke, so seh ich das auch! Da kommen nämlich schnell mal wieder schlechte Zeiten oder eine Gruppe Fundamentalisten und führn das wieder ein.

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    AW: Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    danke, so seh ich das auch! Da kommen nämlich schnell mal wieder schlechte Zeiten oder eine Gruppe Fundamentalisten und führn das wieder ein.
    Ich bin in den 50er, 60er Jahren auf einem Dorf aufgewachsen. Damals war u.a. "der Beischlaf unter Verlobten Unzucht und deren Förderung durch das Zurverfügungstellen einer Wohnung als Kuppelei strafbar".

    Geschiedenen Frauen, ledigen Kinder, gleichgeschlechtlichen Neigungen etc. haftete ein Makel an.

    Die Emanzipation und damit einhergehend die Akzeptanz von Menschen die außerhalb der "Norm" stehen, ist in meinen Augen die beste Errungenschaft des letzten Jahrhunderts.

    Dafür sollten wir weiter kämpfen und nicht durch falschverstandene Toleranz diese damaligen Zustände wieder akzeptieren.

    Das ist ganz normal das man das unbekannte fürchtet.
    Nein, das glaube ich nicht.

    Weder eine Gruppe von fremden Frauen mit Saris, mit Bauchtanzkostümen, eine Prozession buddhistischer Mönche mit ihren orangen Gewändern oder damals die Hare Krischna-Bewegung lösen bei mir ein Unbehagen oder gar Furcht aus.

    Ich finde fremde Menschen und fremde Kulturen faszinierend und halte sie für eine Bereicherung für unser Land.
    Andererseits werde ich immer gegen Unterdrückung, Gewalt und Ausgrenzung sein und erwarte dies auch von jedem Bürger in diesem Land.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  3. Inaktiver User

    AW: Islam

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Das ist ganz normal das man das unbekannte fürchtet.
    Nein, das glaube ich nicht.
    Weder eine Gruppe von fremden Frauen mit Saris, mit Bauchtanzkostümen, eine Prozession buddhistischer Mönche mit ihren orangen Gewändern oder damals die Hare Krischna-Bewegung lösen bei mir ein Unbehagen oder gar Furcht aus.

    Ich finde fremde Menschen und fremde Kulturen faszinierend und halte sie für eine Bereicherung für unser Land.
    Andererseits werde ich immer gegen Unterdrückung, Gewalt und Ausgrenzung sein und erwarte dies auch von jedem Bürger in diesem Land.
    Das widerspricht sich meiner Meinung nach nicht. ich würde deinen letzten Paragraph voll unterschreiben! Bei mir lösen auch Kopftücher (egal ob Islamische oder christliche) und Burkas kein Unbehagen aus. Aber es gibt genug Menschen fuer die "anders" Unbehagen auslöst (was ja Überlebens-technisch gesehen erstmal Sinn macht). Ob man das dann überwindet ist was anders. (ich bin immer dann trotzdem dabei ;) ) . Ich denke auch das dieses Unbehagen abnimmt mit Erfahrung (Erfahrung mit anderen Kulturen etc.) und der eigenen Einstellung (dem Willen das zu ändern).
    Geändert von Inaktiver User (30.10.2010 um 11:28 Uhr)

  4. gesperrt

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    AW: Islam

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Finde ich nicht.
    Solange diese Abscheulichkeiten im heiligen Buch dekretiert werden, sind sie ein Bestandteil dieser Religion.

    Wenn man Glück hat, wird es eben nicht angewendet.
    Wenn man Pech hat, wird der Kopf abgehackt. Steht ja im Koran und ist damit rechtens.
    Ja das ist, wie ich finde, ein wirklich berechtigtes Argument bestimmten Religionen bzw. Religionen überhaupt gegenüber. Insofern durchaus nachvollziehbar und verständlich, wenn es heute zu einem zunehmenden Druck seitens der Atheisten auf Religionen kommt.

    Zum Koran kann ich zwar nix viel sagen, aber genau genommen haben wir das Problem auch mit der Bibel und damit vor der eigenen Haustür: Auch die Bibel ist voll von dunklen Aspekten, welche bei entsprechender Interpretation durchaus wieder zum Tragen kommen könnten - christlich fundamentalistische Strömungen, auch in unserer heutigen Zeit, bestätigen das. Kein Wunder also, wenn Atheisten heutzutage mehr und mehr auf die Barrikaden gehen und mobil machen gegen die Religionen.

    Eigentlich sollte daraus tatsächlich zwingend die Notwendigkeit der Begründung einer neuen Religion, welche sich klar von den dunklen Aspekten der ‚Heiligen Bücher’ distanziert, folgen. Ansonsten wird keine Ruhe einkehren und die Auseinandersetzungen mit den Religionen bzw. unter den Religionen werden eher noch zunehmen, als abnehmen.
    Doch was passiert? Nichts. Neue Religionen werden begründet, aber welche? Raelismus etwa, eine neue Religion, welche die dunklen Aspekte der Bibel nicht etwa eliminiert, sondern im Gegenteil zu neuem Leben erweckt. Wo steuern wir hin?

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    AW: Islam

    Zitat Zitat von susi
    Bei mir lösen auch Kopftücher (egal ob Islamische oder christliche) und Burkas kein Unbehagen aus.
    Bei mir schon.

    Ich sehe sie als ein Symbol der Unterdrückung der muslimischen Frauen.

    Ich ärgere mich jedesmal, wenn ich so eine Muslim-Familie sehe - er in Leinenhose und luftigem Hemd, die Ehefrau (des öfteren auch mehrere) von Kopf bis Fuss in schwarze Tücher gewickelt. Auch bei 30° im Schatten. Durch einen Sehschlitz dürfen sie die Welt betrachten. Ein Eis zu essen ist schon eine komplizierte Aktion.

    Wie kann man Menschen so etwas antun? Weil ansonsten Allah beleidigt ist? Weil alle Männer über sie herfallen würden?
    So ein Quark.

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    AW: Islam

    Zitat Zitat von tessie_10 Beitrag anzeigen
    Eigentlich sollte daraus tatsächlich zwingend die Notwendigkeit der Begründung einer neuen Religion, welche sich klar von den dunklen Aspekten der ‚Heiligen Bücher’ distanziert, folgen. Ansonsten wird keine Ruhe einkehren und die Auseinandersetzungen mit den Religionen bzw. unter den Religionen werden eher noch zunehmen, als abnehmen.
    Doch was passiert? Nichts. Neue Religionen werden begründet, aber welche? Raelismus etwa, eine neue Religion, welche die dunklen Aspekte der Bibel nicht etwa eliminiert, sondern im Gegenteil zu neuem Leben erweckt. Wo steuern wir hin?
    Wundert Dich das wirklich, dass neue Religionen oder auch Sekten eigentlich rigider sind als die beiden großen Kirchen?
    Wenn ich vorhabe, mein Geld zukünftig mit einer neuen Religion zu verdienen, schaffe ich erst einmal einen "closed shop", werde neu gewonnene Mitglieder in die Geheimnisse der neuen Denke einweisen und sie verpflichten, darüber nur Neumitgliedern zu sprechen. Ich werde ihnen klar machen, dass ihr eigenes Unwohlsein, nicht Ausgeglichensein nur mit meiner Therapie behandelbar ist und sie "besondere" Menschen sind. Es wäre dann ebenfalls nötig, ihnen recht strenge Auflagen im Umgang mit ihrem Sexleben zu machen, denn das schafft schlechtes Gewissen. Und auf dem würde ich rumhacken, denn ich mache ihnen ja klar, dass mich brauchen.

    Wenn Dir die blutrünstigen Geschichten aus der Bibel oder dem Koran nicht gefallen, dann mach lieber eine Kur auf einer Beauty-Farm, das wird Dir besser gefallen und Du wirst Dich wohlfühlen.

    Vor 500 Jahren ist es erstmals mit Erfolg gelungen, einer allgegenwärtigen, mit Absolutsheitsanspruch daherkommenden Kirche das eigene Denken gegenüberzustellen - und die letzten Jahrhunderte haben gezeigt, dass daraus ein unabhäniges und menschenfreundliches Gedankengut der Aufklärung gewachsen ist. (Morgen ist Reformationstag).

    Wir brauchen keine neuen Religionen, wir haben uns mit der unsrigen emanzipiert oder auch davon wegemanzipiert. Und wir brauchen vor allem nicht eine weichgespülte Bibel, dann lies bitte die Ratgeberbücher für ein glückliches Leben. Die alten blutrünstigen Geschichten aus phönizischer, ägyptischer und israelitischer Zeit sind Geschichten über Katastrophen, menschliche Tragödien und Versagensituationen, die Du auch in der Psychatrieliteratur ausführlich nachlesen kannst.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  7. Inaktiver User

    AW: Islam

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Bei mir schon.

    Ich sehe sie als ein Symbol der Unterdrückung der muslimischen Frauen.

    Ich ärgere mich jedesmal, wenn ich so eine Muslim-Familie sehe - er in Leinenhose und luftigem Hemd, die Ehefrau (des öfteren auch mehrere) von Kopf bis Fuss in schwarze Tücher gewickelt. Auch bei 30° im Schatten. Durch einen Sehschlitz dürfen sie die Welt betrachten. Ein Eis zu essen ist schon eine komplizierte Aktion.

    Wie kann man Menschen so etwas antun? Weil ansonsten Allah beleidigt ist? Weil alle Männer über sie herfallen würden?
    So ein Quark.
    ich sag nicht das ich dafür bin. Aber ich hab keine negativen Gefühle. Da müsste ich mich erst mal mit Frauen unterhalten die das machen/machen müssen. So ein pauschal westliches Bild "oh, Frauen werden unterdrückt" ist mir zu einfach*. -
    (*heisst nicht es ist nicht da, ich hab nur grade noch keine Meinung dazu)
    Geändert von Inaktiver User (30.10.2010 um 21:36 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: Islam

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Wundert Dich das wirklich, dass neue Religionen oder auch Sekten eigentlich rigider sind als die beiden großen Kirchen?
    Sind neue Religionen/Sekten ‚rigider’ als die großen Konfessionen? Nein, so verallgemeinern würde ich das nicht, Opelius. Neue Religionen/Sekten müssen nicht automatisch „rigider’ sein als die beiden großen Kirchen und sie sind es sicher auch nicht generell. Tatsache ist, das die negativen Beispiele von Atheisten ins Feld geführt werden und dass nicht zu unrecht, wie ich bereits sagte.

    Und ja, man sollte nicht immer nur die Schuld bei den anderen suchen. Daran Schuld sind leider auch die oft allzu lauen Haltungen von Theologen und Anhängern der großen christlichen Konfessionen, welche entweder unfähig oder unwillig sind, sich von negativen Tendenzen klar und deutlich abzugrenzen. Immerhin gelten die großen Konfessionen im allgemeinem Bewusstsein noch als richtungsweisend für das Christentum, ich sag bewusst: noch.

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    AW: Islam

    Zitat Zitat von tessie
    Neue Religionen/Sekten müssen nicht automatisch „rigider’ sein als die beiden großen Kirchen
    Müssen sie nicht.
    Sind es aber meistens.

    Beim aufgeklärten Protestantismus, den Opelius ins Treffen führt, gibt es wenig fixe Dogmen und Vorschriften, Selber-Denken ist gefragt. Damit fühlen sich viele Menschen überfordert.

    Wie auch schon hier Diskussionsteilnehmer äußerten, möchten manche Leute klare Regeln - das gibt Sicherheit.
    Wenn sie die befolgen, sind sie die Guten und Braven, alle anderen sind die Ungläubigen und Bösen. Die Welt ist säuberlich in Schwarz und Weiss eingeteilt.
    Damit punkten viele neue Religionen und Sekten.

    Gerade der Islam (sowie das Judentum) hat für jede Alltagssituation (man könnte auch sagen für jeden Schmarrn) genaue Verhaltensregeln. Nur so ist es richtig, sein Leben zu gestalten. Darüber nachzudenken, ob dies nun nützlich und gerecht ist, ist unerwünscht.

    Nun sind Muslime in Deutschland in einer Gesellschaft, die in vielen Dingen anders - und damit in ihren Augen falsch - denkt und handelt. Bei vielen führt das zu Unsicherheit und/oder Aggression.

    Meiner Meinung nach hilft da nur mehr Bildung und Lernen, vom Kindergarten an.
    Leider wurde da schon viel versäumt.

  10. Inaktiver User

    AW: Islam

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Wie auch schon hier Diskussionsteilnehmer äußerten, möchten manche Leute klare Regeln - das gibt Sicherheit.
    Ich sehe das ähnlich wie du.
    Andere suchen sich eben Ersatzgötzen wie Geld oder Stars, die sie anhimmeln oder was weiss ich.

    Das Gemeinsame: Man braucht etwas außerhalb von sich selbst, das einem Halt gibt.

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Gerade der Islam (sowie das Judentum) hat für jede Alltagssituation (man könnte auch sagen für jeden Schmarrn) genaue Verhaltensregeln.

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