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Thema: Kain und Abel
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17.10.2010, 01:35
AW: Kain und Abel
lg
legrain
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17.10.2010, 01:59
AW: Kain und Abel
ich sehe, dass das geschenk ein zeichen der erfolgten trennung ist. ein baby schenkt gar nichts von sich aus. ebenso braucht jemand, der wirklich an einen barmerzigen gott glaubt(übersetzt: ein gott, an dessen herzen man ist), sich nicht mit gaben und opfern nähe zu erkaufen. kain und abel sind eigentlich gleich weit von gott weg, weil beide diese entfernung in sich fühlen, die sich erst durch geschenke wieder mindern soll.
dem bewusstsein der vertreibung aus dem paradies folgt rangfolge rangelei und eifersucht unter den geschwistern. die annahme, "gott" habe den anderen und dessen geschenke viel lieber angeschaut, die eigenen aber weniger - vielleicht ist das der sitz im leben- führt nicht dazu, sein idiotisches gottesbild zu überprüfem, man schlägt lieber aus dem ohnmachtsgefühl und nachfolgendem zorn auf seinesgleichen ein. das rechtfertigt man mit ärger über gottes angeblich ungerechter reaktion nach opfergaben...
erst die lüge, gott bevorzuge eine lebensform, ermöglicht, auf die anders glaubenden wegen ihres gottesverständnisses einzuschlagen.lg
legrain
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17.10.2010, 04:34Inaktiver User
AW: Kain und Abel
Gott bevorzugt eine Lebensform, echte Liebe zu Gott und das Einstehen für einander. "Liebe deinen Nächsten..."usw.
Seine Anweisung war eindeutig, nicht vom Baum der Erkenntnis! Die Erkenntnis über Gut und Böse.
Und die haben beide.
Kain weiß, das Gott nicht verlangt hat, ihm zu opfern, er tut es aber doch WARUM? Und er tut es alleine WARUM?
Weil er sich einschleimen möchte?
Oder möchte er Gott zeigen wieviel er übrig hat, wie leicht es ihm ist aus dem verfluchten Boden noch Ertrag zu erzielen?
Oder will er Gott versuchen? Darauf tippe ich.
Die Missachtung Gottes gegenüber Kains Opfer, entspringt also dem Wissen Kains über Gut und Böse. Wenn Gott barmherzig ist braucht es keine Opfer und wenn man seinen Nächsten liebt macht man keinen Alleingang.
WARUM senkt sich dein Angesicht?Da wurde Kain sehr wütend, und sein Angesicht senkte sich. 6 Und der Herr sprach zu Kain: Warum bist du so wütend, und warum senkt sich dein Angesicht?
7 Ist es nicht so: Wenn du Gutes tust, so darfst du dein Haupt erheben? Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet; du aber sollst über sie herrschen!
Oder auf Deutsch, was hast du erwartet?
Die Frage hier ist WAS ist das Verlangen? Den Bruder zu töten, also Eifersucht oder das Verlangen sich Gott "gefügig" zu machen. (Hierzu gibt es auch etliche Stellen in der Bibel wo genau DAS versucht wurde)
Kain ist also ertappt. Anstatt nun Reue zu zeigen und über "die Sünde zu herrschen", bringt er seinen Bruder um.
Nun soll man nicht denken Gott wüßte nicht was Kain getan hat, darum geht es ihm nicht, er will es aus seinem Munde hören. Was er hört ist bockig:
Ja, sollte er eigentlich. Einer stehe für den anderen ein.Er antwortete: Ich weiß es nicht! Soll ich meines Bruders Hüter sein?
Die Strafe:
Die Antwort wieder bockig und uneinsichtig:Und nun sollst du verflucht sein von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen!
12 Wenn du den Erdboden bebaust, soll er dir künftig seinen Ertrag nicht mehr geben; ruhelos und flüchtig sollst du sein auf der Erde!
Er beklagt sich über die Höhe der Strafe, er ist ohne Einsehen für seine Tat, für die Größe seiner Schuld, denn er hat nicht nur seinen Bruder gemordet, sondern auch dessen Nachkommenschaft.13 Und Kain sprach zum Herrn: Meine Strafe ist zu groß, als daß ich sie tragen könnte! 14 Siehe, du vertreibst mich heute vom Erdboden, und ich muß mich vor deinem Angesicht verbergen und ruhelos und flüchtig sein auf der Erde. Und es wird geschehen, daß mich totschlägt, wer mich findet!
Deshalb, eben weil er nicht bereut, weil er Gott nicht wirklich liebt, keine Versöhnung haben möchte, deshalb erweitert Gott die Strafe:
Kain ist für mich ein gutes Beispiel für den Einsatz von Intelligenz im negativen Sinne. Er weiß es, er weiß alles und lässt nicht ab davon, weil er meint er ist besonders schlau.Da sprach der Herr zu ihm: Fürwahr, wer Kain totschlägt, der zieht sich siebenfache Rache zu! Und der Herr gab dem Kain ein Zeichen, damit ihn niemand erschlage, wenn er ihn fände.
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17.10.2010, 05:50
AW: Kain und Abel
das war damals noch nicht gesagt, das mit der liebe zum nächsten.
ok, auf deutsch, man darf nicht übereinander richten.
wer sagte vorher in einem text, dass er das nicht darf?
wo in der bibel steht eigentlich zum ersten mal vom barmherzigen gott?
weiss das jemand hier?
das war damals noch nicht gesagt, das mit der liebe zum nächsten.
ok, auf deutsch, man darf nicht übereinander richten
wer sagte vorher in einem text, dass er das nicht darf?
ohne zweifel.
projektion der eigenen schuld auf den andern.
naja, er hat getan, was zu der zeit normal war, opfern von gaben und selbstjustiz üben. und plötzlich passt gott das nicht mehr.lg
legrain
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17.10.2010, 06:47Inaktiver User
AW: Kain und Abel
also jetzt bin ich aber enttäuscht.
die gute legrain interpretiert um sich einen guten Gott zu erhalten. tz tz...
aber das mit dem Geschenk das hast du schön gesagt.
war es nicht die Jona Geschichte in der Gott sich sehr versöhnlich zeigt?
Allerdings kein sehr alter Text. Nachexilisch.
Dürfte sogar eusebias Wohlwollen hervorrufen.Geändert von Inaktiver User (17.10.2010 um 07:03 Uhr)
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17.10.2010, 08:34
AW: Kain und Abel
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17.10.2010, 09:23Inaktiver User
AW: Kain und Abel
DAS hast du jetzt geschrieben...
Im AT wird aber auch von treuen Israeliten/Juden berichtet.
Ich verstehe deine Aussage nicht. Jesus war sehr wohl Jude.
Im Gegensatz zu seinem Volk, war er aber in allem treu. Ein treuer Jude. Sogar bis in den Tod. Er ließ sich auch nicht von Gegnern, die aus seinem Volk kamen, einschüchtern.
Er vertraute voll und ganz auf seinen Gott.
Gibt es einen "alten" Jesus? Jesus ist immer der selbe gewesen.
Bevor er auf die Erde kam, als er auf der Erde wirkte und nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt ist er immer der selbe gewesen...
Mir kommt der gedanke, als wenn hier auf Biegen und Brechen der allmächtige Gott in die Schublade "böser Gott! rachsüchtiger Gott! unversöhnlicher Gott! nicht anbetungswürdiger Gott!" hineingesteckt werden soll.
Dafür werden spezielle Bibelverse herangezogen und als Begründung, als Beweis angeführt.
Wer aber dann Bibelverse anführt um die Hintergründe zu beleuchten, warum Gott eben so und nicht anders reagiert hat, dann wird gleich laut aufgeschrien.
"Nein! Das darf nicht sein. Der Gott des AT muß böse sein und böse bleiben!"
Es wird dann unterstellt, man wolle sich Gott gutreden.
Sollte man die Bibel nicht im Zusammenhang lesen?
Denn da steht, dass "Gott barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit".
Er ist gerecht, er verzeiht Übertretung und Sünde. Gott ist liebevoll und stillt die Bedürfnisse seiner Geschöpfe.
Auch das liest man im AT...Geändert von Inaktiver User (17.10.2010 um 09:54 Uhr)
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17.10.2010, 11:52Inaktiver User
AW: Kain und Abel
Ok, ich merke schon....
Die Nächstenliebe ist eine Erweiterung, von der Gemeinschaft der Gläubigen, also Adam, Eva, Kain und Abel, auf alle Nächsten.
Nicht nur sondern auch. Kain richtet nicht über Abel, er will das Gott das macht, indem er ihn, Abel, aussenvorlässt beim Opfern.
Wo steht das er das soll oder muss?wer sagte vorher in einem text, dass er das nicht darf?
Na hier!wo in der bibel steht eigentlich zum ersten mal vom barmherzigen gott?
weiss das jemand hier?
Gott sorgt sich nach wie vor um seine Geschöpfe, er macht ihnen Kleider. Er bedenkt das was sie durch den Apfelgenuss erfahren haben, ihre Nacktheit.21 Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.
Nein, das er nicht! Er hat gewußt das Gott sein Verhalten, nicht paßt.naja, er hat getan, was zu der zeit normal war, opfern von gaben und selbstjustiz üben. und plötzlich passt gott das nicht mehr.
Sieh mal, entweder ist die Bibel für einen ein historischer Schinken in dem allerhand Quatsch drin steht. Dann wird man Gott darin nicht finden.
Oder aber man nimmt die Bibel als Darstellung von Gott, durch Menschen, an, dann sollte man nicht dem Irrtum verfallen die Schreiber wären blöd gewesen als sie es aufschrieben und die Generationen nach ihnen auch.
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17.10.2010, 11:55Inaktiver User
AW: Kain und Abel
also wennde mich fragst ist Gott weder gut noch böse. das sind menschliche Vokabeln für menschliches verhalten.
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17.10.2010, 12:04Inaktiver User
AW: Kain und Abel
Es ist im Grunde genommen egal ob er beides ist oder nicht ist, denn...
Gott, der Glaube an ihn, ist das Bekenntnis zum Guten.
Die Schwierigkeit fängt woanders an, nämlich da wo Menschen nach der Allmacht Gottes fragen, warum lässt er das zu usw.
Aber das ist ein anderes Thema.Geändert von Inaktiver User (17.10.2010 um 12:13 Uhr)



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