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  1. Inaktiver User

    AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?

    Zitat Zitat von clavier Beitrag anzeigen
    Oder in der Fassung des Thomasevangeliums:

    (100) Sie zeigten Jesus eine Goldmünze und sprachen zu ihm: „Caesars Leute verlangen Steuern von uns.“ Er sprach zu ihnen: „Gebt, was Caesars ist, Caesar. Gebt, was Gottes ist, Gott. Und was mein ist, gebt mir.“

    Auch interessant.
    Stimmt...

    Woher stammt das Thomasevangelium?

    "Das Thomasevangelium ist eine Sammlung von Jesus von Nazaret zugeschriebenen Worten, sowie kurzen Dialogen und Szenen, die in einem Jesuswort gipfeln. Es enthält keine Passions- und Auferstehungsgeschichten und wird daher nicht zur literarischen Gattung eines Evangeliums gezählt. Es ist nicht im Kanon des Neuen Testaments (NT) enthalten und wird daher als apokryph bezeichnet.

    Der koptische Volltext enthält eine Reihe von Parallelen zu Jesusworten, die im Neuen Testament – meist als Worte aus der hypothetischen Logienquelle Q – bekannt sind, aber auch sonst unbekannte Jesusworte ohne Parallelen. Ihre Herkunft ist umstritten; sie zeigen jedoch eine eigenständige Theologie, die nach heutiger Forschermeinung weder nur aus dem palästinischen Urchristentum noch nur aus dem Gnostizismus hergeleitet werden kann." Quelle

    Das sagt doch schon alles, oder?

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    AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stimmt...

    Woher stammt das Thomasevangelium?

    "Das Thomasevangelium ist eine Sammlung von Jesus von Nazaret zugeschriebenen Worten, sowie kurzen Dialogen und Szenen, die in einem Jesuswort gipfeln. Es enthält keine Passions- und Auferstehungsgeschichten und wird daher nicht zur literarischen Gattung eines Evangeliums gezählt. Es ist nicht im Kanon des Neuen Testaments (NT) enthalten und wird daher als apokryph bezeichnet.

    Der koptische Volltext enthält eine Reihe von Parallelen zu Jesusworten, die im Neuen Testament – meist als Worte aus der hypothetischen Logienquelle Q – bekannt sind, aber auch sonst unbekannte Jesusworte ohne Parallelen. Ihre Herkunft ist umstritten; sie zeigen jedoch eine eigenständige Theologie, die nach heutiger Forschermeinung weder nur aus dem palästinischen Urchristentum noch nur aus dem Gnostizismus hergeleitet werden kann." Quelle

    Das sagt doch schon alles, oder?
    Eigentlich nein ... das sagt nur etwas über die Beurteilung nach bestimmten Kriterien, also wann zum Beispiel ein Text als relevant gilt, und wann nicht. Wenn er zum Beispiel keine durchkomponierte Erzählung enthält (wie sie die Redaktoren für die bekannten Evangelien gebaut haben), sei keine Gültigkeit gegeben (?).

    Und woher können wir mit Bestimmtheit sagen, dass in den kanonischen Evangelien nur originale, nicht zugeschriebene Logien gesammelt sind?

    aus der selben Quelle:

    Wegen zahlreicher Parallelen nehmen viele Forscher an, dass der Autor die synoptischen Evangelien gekannt haben muss, sein Werk also nach diesen entstanden ist. Sie datieren die Urform auf 150 bis 180. Andererseits enthält der Thomastext auch Jesusworte, die einen sehr alten Eindruck machen und sogar gleichzeitig mit der Logienquelle entstanden sein könnten. Für eine frühe Entstehung sprechen 13 Doppelparallelen zum Markusevangelium und „Q“; diese werden zu den ältesten Sprüchen gezählt und könnten mit einiger Wahrscheinlichkeit auf Jesus selbst zurückgehen.
    Darum datiert zum Beispiel Reinhard Nordsieck in seinem 2004 erschienenen Kommentar den Text des Thomasevangeliums in die Zeit von ca. 100 bis 110, wobei er dessen schriftliche Quellen basierend auf mündlichen Überlieferungen auf 40 bis 70 ansetzt. Manche Exegeten halten sogar eine apostolische Herkunft der Schrift für möglich.

    [Zitat Ende]

    Man kann wohl davon ausgehen, dass am Anfang einer charismatischen Bewegung zuallererst die Aussprüche kursieren, mündlich, neben Erzählungen zur Vita. Diese zu lehrbaren Texten zu kompilieren ist dann eine andere Sache (zum Beispiel enthalten die bekannten Evangelien geographische Ungereimtheiten, die einerseits auf einer Schreiber/Redaktor mit wenig Ortskenntnis schließen lassen, und dadurch eben den Vorgang der Textgestaltung/-redaktion nahelegen, und nicht ein einfaches Augenzeugentum.)
    Dadurch werden die kanonischen Evangelien ja nicht abgewertet, aber der Kontext wird realistischer.
    Geändert von clavier (04.12.2010 um 12:17 Uhr) Grund: Grammatik korrigiert
    ‎it is difficult to think outside the box, because the thinking is the box

  3. Inaktiver User

    AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?

    Nicht ohne Grund gehört das Thomasevangelium nicht zum Bibelkanon.
    Kennst du diese Geschichte?
    Da wird über den fünfjährigen Knaben Jesus folgendes berichtet: „Hernach ging er abermals durch das Dorf; da stieß ein heranlaufender Knabe an seine Schulter.
    Jesus wurde erbittert und sprach zu ihm: ‚Du sollst auf deinem Weg nicht weitergehen!‘ Sogleich fiel der Knabe hin und starb.“

    Hat das launische und bösartige Kind Ähnlichkeit mit dem in der Bibel beschriebenen Jesus? Nein!

    In Lukas 2:51-52 wird von dem damals 12 jährigen Jesus gesagt:

    "51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nạzareth,
    und er blieb ihnen untertan.
    Auch bewahrte seine Mutter alle diese Worte sorgfältig in ihrem Herzen.
    52 Und Jesus nahm weiterhin zu an Weisheit und Körpergröße
    und an Gunst bei Gott und den Menschen
    ."

    Jesus besaß während seiner Kindheit keine Wunderkräfte oder bewirkte irgendwelche Wunder.
    Die Umwandlung von Wasser in Wein war das erste seiner Wunder.

    Der Vergleich mit Gottes inspirierten Schriften zeigt, dass die Geschichten aus dem Thomasevangelium frei erfunden sind.
    Geändert von Inaktiver User (04.12.2010 um 13:37 Uhr)

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    AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht ohne Grund gehört das Thomasevangelium nicht zum Bibelkanon.
    Kennst du diese Geschichte?
    Da wird über den fünfjährigen Knaben Jesus folgendes berichtet: „Hernach ging er abermals durch das Dorf; da stieß ein heranlaufender Knabe an seine Schulter.
    Jesus wurde erbittert und sprach zu ihm: ‚Du sollst auf deinem Weg nicht weitergehen!‘ Sogleich fiel der Knabe hin und starb.“

    Hat das launische und bösartige Kind Ähnlichkeit mit dem in der Bibel beschriebenen Jesus? Nein!
    Dein Zitat ist aus dem sogenannten "Kindheitsevangelium des Thomas" und hat mit dem "Thomasevangelium" rein gar nichts zu tun. Bitte sich selbst zu überzeugen:

    Thomas-Evangelium.pdf

    Das Thomasevangelium enthält ausschließlich Logien und keinerlei Folklore.
    Ich hoffe das war keine bewusste Verwechslung.

    In diesem Sinne
    Geändert von clavier (04.12.2010 um 20:29 Uhr) Grund: Freundlichen Schluss angehängt
    ‎it is difficult to think outside the box, because the thinking is the box

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    AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Warum wird in der Schule für den Religionsunterricht ein Katechismus verwendet, und nicht die Bibel?
    Es wird die offizielle Lehrmeinung gelehrt, das Dogma, d.h. die praktische Umsetzung des Glaubens im Alltag.

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Warum werden im Religionsunterricht nicht alle Religionen gelehrt, damit sich dann jeder entscheiden kann, damit jeder mitreden kann?
    Ich erinnere mich an meine Grundschulzeit, da hatten wir ein Religionsbuch und die Lehrerin ging genau nach diesem Buch vor, das hatte ich gemerkt, weil wir irgendwelche regelmäßige Hausaufgaben dazu hatten. Nun hatte sie aber das Kapitel Judentum abgehandelt aber das Kapitel Islam ausgelassen. Das hatte ich gleich angemerkt, damals und die Seite Islam selber in mein Heft gemalt.

    Im Gymnasium hatten wir zumindest die statistischen Daten zu den Weltreligionen ins Heft diktiert bekommen.

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Warum wird der siebte Tag am ersten Tag der Woche gefeiert?
    Warum wird der Sabbat nicht geheiligt, wie Gott es von uns will?
    Was gibt der Katholischen Kirche das Recht, dieses Gebot, den Sabbat zu heiligen, einfach ab zu schaffen?

    Wäre es nicht höchste Zeit, diesen Fehler zu korrigieren?
    Was spricht dagegen?
    Das war in unserer Familie auch ein Problem, weil wir dann nicht genau wußten, wann die Kehrwoche mit dem Schneeschippen anfing. Am Sonntag, wie unser Globatrotter-Nachbar das sah, oder am Montag, wie es hier in Deutschlabd üblich ist. In Deutschland fängt die Woche mit dem Montag an, dann ist der siebte Tag der Sonntag. In Amerika fängt die Woche wohl mit dem Sonntag an - das fand ich schon immer seltsam, dass die Amerikaner erstmal mit Ausruhen anfangen. Ich finde nicht, dass man das korrigieren muss, bin schon daran gewöhnt und wie Einstein schon feststellete - alles ist relativ - die Vielfalt machts!
    ... living next door to ...

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    AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Warum hat sich die Katholische Kirche dazu entschlossen, den Katechismus als Lehrbuch zu verwenden, anstatt die Bibel?
    Heutzutage wird im Religionsunterricht meines Sohnes katholische und evangelische Religion zusammen unterrichtet - und es ist auch nicht direkt ein Katechismus, der gelehrt wird, sondern es wird auf die Kinder eingegangen und biblische Situationen werden vermittelt: z.B. Der barmherzige Samariter, oder alltägliches wie St. Martin oder Ostern und Weihnachten. Die Kinder bringen dann die Antworten aus dem Elternhaus mit ein.

    Und dann wird jeder Lehrer den Unterricht noch persönlich gestalten.

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Es werden so viele Forschungsgelder für Bibelforscher ausgegeben. Da wird es doch möglich sein, eine Bibel zusammen zu stellen, die dem Original am nächstmöglichen kommt.
    Es ist auch die Übersetzung das Problem. Jesus soll ja aramäisch gesprochen haben - seine "Biografie", die Evangelien wurden jedoch in Griechisch abgefasst.

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    In der Hinsicht kann man da die Moslems beneiden:
    Die lernen und lehren alle aus dem selben Koran die Verse, und seine Meinung kann sich dann jeder selber bilden.
    Seine eigene Meinung kann sich bei den Christen zwar auch jeder bilden, da aber von allen Seiten behauptet wird, es gebe tausende(?) verschiedene Auslegungen, hält es der Otto-Normal-Gläubige für unmöglich, die wahrheitsgetreuste Auslegung heraus zu filtern.
    Ich halte das für sehr problematisch: Der Koran erhebt ja Anspruch, Gottes Wort zu sein und erzählt nicht viele Begebenheiten.
    Mohamed hat den Koran in einer Höhle in der Wüste über den Engel Gabriel empfangen. Es gibt auch kein Übersetzungsproblem, denn die Sprache ist dieselbe wie heute. Es gibt auch keine Trennung von Kirche und Staat wie hier.

    Ob da die Aussage Max Webers weiterhilft, wenn er sagt: Gott offenbart sich den Menschen immer in der Form, wie sie ihn verstehen können: Der alt-testamentarische frühe Gott kann fast noch als Kriegsgott bezeichnet werden, ...

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Wobei einem dann wieder vorgehalten wird, man "bastle" sich seine eigene Religion zusammen.
    Hier bleibt es einem selbst überlassen, ob er sich informieren will. Jeder Priester wird bereitwillig Auskunft geben, aber auch jeder "Laie". Heutzutage ist es schon etwas erschreckend, wenn bei Interviews auf der Strasse solche Aussagen kommen wie: "Jesus war der Sohn von Moses" - das zeigt, dass viele Leute heute keine Ahnung haben , evtl. sogar ein gefährliches Halbwissen.

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Nochmal zurück zur ersten Frage:
    Wenn ich nun anfangen möchte, DIE Bibel zu studieren,
    welche "Auslegung" aus dem ganzen Wirrwar von BibelN würdet Ihr mir empfehlen?
    Ich würde Dir jeweils die aktuelle offizielle Ausgabe der katholischen und der evangelischen Bibel in der Luther-Übersetzung empfehlen, jeweils mit den aktuellen Kommentaren dazu. So kannst Du in beiden Büchern Bibelstellen nachschlagen und erhältst die offiziellen Kommentare dazu als Grundlage für eigene Gedanken und Interpretationen.

    Ich möchte hier noch die Ansprache des Papstes anläßlich der Verleihung des außerordentlichen Karlspreises anfügen:
    Ansprache von seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II. Internationaler Karlspreis zu Aachen, in der er das Christentum als Humus beschreibt und möchte mit einer persönlichen Interpratation enden, die mir perönlich Freude bereitet: SpongeBob - mag ich eigentlich gar nicht, weil er so ein Gefühlsbündel ist und alles so schlüpfrig - aber für mich ist er der "Schwamm": Das Christenrtum hat die heidnischen Religionen seiner Zeit aufsaugen können wie ein Schwamm. SpongeBob ist für mich der Prototyp eines Christen, so wie er einem Global-Heiden ( d.h. ein Heide, egal aus welcher Kultur er kommt ) verständlich gemacht werden könnte. Seine Hauptmerkmale sind Toleranz, Steh-auf-Männchen, viel Gefühl, ein wahrer Freund.
    Geändert von Alles (09.01.2011 um 13:30 Uhr)
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