Da denke ich eher wie floralina: "Kirche muß sich einmischen, mitten unter den Menschen sein und mit ihnen gehen, genau wie Jesus es vorgelebt hat" Ich kann m ich noch erinnern: Hat Jesus nicht vor einer Kapelle die ganzen Markt-u. Wechselstände umgeworfen? Das war ordentliche Einmischung.
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18.11.2010, 15:13
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
Ich bin, also denke ich
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18.11.2010, 15:21
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
Nee, das war im Tempel Jerusalems. Kapellen gab es damals noch nicht.Hat Jesus nicht vor einer Kapelle die ganzen Markt-u. Wechselstände umgeworfen?
– Joh 2,13-16„13[...] weil das Osterfest der Juden nahe bevorstand, zog Jesus nach Jerusalem hinauf. 14Er fand dort im Tempel die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen. 15Da flocht er sich eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle samt ihren Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus, verschüttete den Wechslern das Geld und stieß ihre Tische um 16und rief den Taubenhändlern zu: ‚Schafft das weg von hier! Macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Kaufhause!‘“Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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18.11.2010, 15:22Inaktiver User
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
Stimmt. Es ging aber um die Anbetung seines Vaters und nicht um Politik.
Natürlich nahm Jesus kein Blatt vor dem Mund, als er die damaligen religiösen Führer anprangerte und bloßstellte.
Auf die Frage, wie man denn zur Regierung eingestellt sein sollte, sagte er: "Zahlt Cäsars Dinge Cäsar zurück. Gottes Dinge aber Gott."
So wie sich die Kirche aber heute darstellt, ist sie genau das Gegenteil von der Urkirche.
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18.11.2010, 15:28
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
Liebe Majolika, auch ich bin weit weg von der Urkirche.
Ich denke, dass Jesus mitten im Leben stand. Er war kein vergeistigter Einzelgänger, er war mittendrin. Diese Sache vor dem Tempel (danke, Opelius) zeigt (wenigstens mir) dass er ganz genau im Brennpunkt stand. Genau im Schnittpunkt zwischen Gott und Gesellschaft.Geändert von Wolfgang60 (18.11.2010 um 15:32 Uhr)
Ich bin, also denke ich
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18.11.2010, 16:08
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
Nein, die Händler und Wechsel waren im Tempel, das hat ihn so geärgert. Es gibt einen 3D-Film, wie der einmal ausgesehen hat.Diese Sache vor dem Tempel
Es ist verständlich, weshalb die Händler, die Opfertiere verkauften, und die Geldwechsel sich unter die Arkaden des Tempels gestellt haben. Dort hatten sie im Sommer Schatten und im regnerischen Winter ein Dach übern Kopf. Und im 700 m hoch gelegenen Jerusalem sind die Winter schon arg.Geändert von Opelius (18.11.2010 um 16:26 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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18.11.2010, 16:29
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
und wieder kommen wir vom Thema ab, wie die Zukunft aussehen könnte.....
Ich bin, also denke ich
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18.11.2010, 16:52
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
Ich denke, man kann zwar über die Zukunft spekulieren, aber das ist dann doch wie Spökenkiekerei.
Für mich steht fest, dass die Zahl der Miglieder der kath. und ev. Kirchen sich weiter verringern wird. Das hat schon jetzt gravierende Auswirkungen auf die bestehende Infrastruktur vor allem im cariativen und diakonischen Bereich. Beide Wohlfahrtsverbände ziehen sich zunehmend aus der Breite der Sozialarbeit zurück, geben Kindergärten auf und schließen Einrichtungen, die knappes Kirchengeld beanspruchen.
In den letzten Jahren hat die Diözese Paderborn zwei Dutzend Kirchen im ländlichen Raum aufgegeben und abgerissen. In der ev. Kirche von Westfalen stehen mindestens 60 Kirchen vor der Schließung. Man streitet sich noch, was mit den Gebäuden passieren soll. In Bielefeld wurde ein Kirchengebäude an die jüdische Kultusgemeinde verkauft, was zu einem Affenaufstand bei den verbliebenen 20 Gemeindegliedern führte. Ein Gebäude wurde ein Luxusrestaurant.
Wenn man nicht wie in England aus aufgelassenen Kirchen (so heißt das, wenn eine Kirche außer Funktion gesetzt wird) zu Kinos oder Bingohallen machen möchte, gestaltet sich der Verkauf schwierig. Natürlich haben inzwischen Strohmänner versucht, aufgelassene Kirchengebäude für einen Bordellbetrieb zu erwerben (wär doch mal was richtig geiles!). Man tut sich schwer, am ehrlichsten wäre ein Abriss.
Ganz schwierig steht es um mittelalterliche Kirchen, die sind denkmalgeschützt, kosten richtig dickes Geld, um sie zu erhalten. Da steigen ja auch inzwischen die Kommunen und das Land ein. Was wäre auch Köln ohne seinen Dom, Ulm ohne sein Münster? Oder Hamburg ohne seinen Michel?
Trotz aller Unkenrufe bin ich aber immer wieder erstaunt, welch einen Zulauf Großereignisse wie Papstbesuch in Bayern (2006) oder Weltjugendtag in Köln (2005) und die evangelischen und ökumenischen Kirchentage (alle 2 Jahre) haben und das Publikum ist immer sehr jung.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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18.11.2010, 17:13
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
Da die Zahl der Christen in der Bundesrepublik abnimmt, steht auch irgendwann die Reduzierung der kirchlichen Feiertage auf der Agenda. Der evangelische Buß- und Bettag (war gestern) ist ja sang- und klanglos 1995 abgeschafft worden zur Finanzierung der Pflegeversicherung, die ev. Kirche hat es erst hinterher beklagt. Ich glaube nur in Sachsen existiert er noch als arbeitsfreier Tag.
Es geht um die zweiten Feiertage nach Ostern und Pfingsten (jeweils montags) und den 26. Dezember als gesetzlicher Feiertag, Karfreitag, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam (jeweils donnerstags) und Allerheiligen. Die Arbeitgeber würde es freuen, die Kirchen hätten nichts dagegen zu setzen. Den schärfsten Protest würde ich bei der Unterhaltungsindustrie, dem Gastgewerbe und den Reiseveranstalten erwarten.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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18.11.2010, 17:43
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
Opelius, ich glaube, du hast es schon weiter oben geschrieben. Das Christentum hat auch zukünftig Zulauf in anderen Regionen der Welt, nicht bei uns.
Ich bin, also denke ich
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18.11.2010, 18:20
AW: Ist das Christentum die Religion der Zukunft?
Na ja.
Zitat von Inaktiver User
Auch im Urchristentum war nicht alles Wonne und Waschtrog.
Die Anhänger von Petrus und Paulus waren einander gar nicht grün und haben sich heftig befehdet.
Und was die Apostel über Heiden und Juden sagten, ist ziemlich garstig.
Nix von "Organisation der Liebe".Geändert von 3146 (18.11.2010 um 18:25 Uhr)



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