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  1. Inaktiver User

    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Unter anderem die Erfahrung, ob ich darunter leide oder nicht, ist meine eigene Entscheidung.
    Kann ich nicht nachvollziehen, Leiden gehört für mich zum Leben dazu, und ein Mensch, der für sich immer entscheiden kann und will, nicht zu leiden wäre für mich ehrlich gesagt ein Monster.

    Was ich glaube ist, dass man bis zu einem gewissen Grad entscheiden kann, ob man etwas überwinden will, ich bin sehr für die Übernahme von Selbstverantwortung und sowas wie den freien Willen.

    Aber leiden ist für mich absolut legitim. Und ich weiß nicht, wieso man dieser Erfahrung des Leidens aus dem Weg gehen sollte.

    Noch dazu finde ich es eine fragwürdige Rechtfertigung für Täter, können die sich doch dann auch darauf berufen, dass Opfer ihrer Taten sich ja schließlich aktiv dafür entschieden hätten, darunter zu leiden.

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    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kann ich nicht nachvollziehen, Leiden gehört für mich zum Leben dazu, und ein Mensch, der für sich immer entscheiden kann und will, nicht zu leiden wäre für mich ehrlich gesagt ein Monster.
    Du bist aber heute sehr großzügig mit dem Bewerten. Als Monster wurde ich bisher noch nie betitelt.

    Nein, längeres Leiden gehört bisher nicht zu meinem Leben. Taurigkeit, Erschüttung, Verletztsein, dunkle Stunden bis hin zum Burn out kenne ich durchaus und kann dies (bisher) annehmen.

    Noch dazu finde ich es eine fragwürdige Rechtfertigung für Täter, können die sich doch dann auch darauf berufen, dass Opfer ihrer Taten sich ja schließlich aktiv dafür entschieden hätten, darunter zu leiden.
    Das ist für mich eine seltsame Herleitung. Täter ist Täter. Und je nach Tat gehört er bestraft. Und wenn er sich tatsächlich über das Opfer Gedanken machen würde, würde vielleicht manche Tat nicht begangen werden.
    Geändert von Anne_dingsda (24.08.2010 um 22:59 Uhr)
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  3. Inaktiver User

    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Vielleicht liest du ein bisschen genauer, dann musst du dir nicht jeden Schuh anziehen.

    Ich schrieb sehr bewußt: wer sich immer gegen Leiden entscheiden kann...

    Ich denke, der Umgang mit Leiden macht einen Menschen aus. Nicht die völlige Vermeidung von Leid.

  4. Inaktiver User

    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Das ist für mich eine seltsame Herleitung. Täter ist Täter. Und je nach Tat gehört er bestraft. Und wenn er sich tatsächlich über das Opfer Gedanken machen würde, würde vielleicht manche Tat nicht begangen werden.
    Für mich ist das Logik.

    Zum einen fügt er dem Opfer ja kein Leid zu, das tut ja das Opfer selbst, in dem es sich entscheidet, leiden zu wollen - und für was sollte ich den Täter dann bestrafen??

    Noch dazu ist er mir ja nur behilflich mich zu entwickeln. Da müsst ich ja noch froh sein drum.

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    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich ist das Logik.

    Zum einen fügt er dem Opfer ja kein Leid zu, das tut ja das Opfer selbst, in dem es sich entscheidet, leiden zu wollen - und für was sollte ich den Täter dann bestrafen??

    Noch dazu ist er mir ja nur behilflich mich zu entwickeln. Da müsst ich ja noch froh sein drum.

    EWK ich sehe, nicht nur Dein Avatar ist schwarz-Weiss
    Lieber aus der Rolle fallen
    als in eine Falle rollen

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    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum einen fügt er dem Opfer ja kein Leid zu, das tut ja das Opfer selbst, in dem es sich entscheidet, leiden zu wollen - und für was sollte ich den Täter dann bestrafen??

    Noch dazu ist er mir ja nur behilflich mich zu entwickeln. Da müsst ich ja noch froh sein drum.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich ist das Logik.
    Für mich nicht.

    Der Satz von Riva gefällt mir gut
    bin ich auch die Verantwortliche für dieses Leben.
    Für das eigene Leben. Wie andere denken und fühlen habe ich zu akzeptieren.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  7. Inaktiver User

    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Zitat Zitat von riva76 Beitrag anzeigen
    EWK ich sehe, nicht nur Dein Avatar ist schwarz-Weiss
    Und das zeigt wiederum mir, dass du nicht genau hinschaust. Sonst würdest du erkennen, wieviele Grautöne da vorhanden sind.

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    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Zitat Zitat von riva76 Beitrag anzeigen
    Für mich ist es absolut lebensfern einen imaginären Gott
    dafür verantwortlich zu machen was mit mir passiert.
    Ich bin für Eigenverantwortung.
    Ich bin ein Capulcu

  9. Inaktiver User

    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tja, wie mans nimmt. Aus vielen misshandelten Kindern werden unglückliche und mitunter gefährliche Erwachsene. Ich kann keinerlei Notwendigkeit sehen, die Erfahrung des Missbrauchs, der Vernachlässigung und der Lieblosigkeit zu machen. Wer auch immer das für "notwendig" hält, ist grausam.

    Zumal: Warum die einen, und die anderen nicht? Warum werden die einen relativ unbeschadet 100 Jahre alt, die anderen müssen schon mit 35 sterben nach einem erbärmlichen Leben? Aber so darf man ja nicht fragen, wenn man an einen guten, alles überblickenden Schöpfer glaubt, dessen Wege unergründlich, aber nur zu unserem Besten sind.



    Und du darfst von Glück sagen, dass du mit deinen Zweifeln herumrudern darfst, während die Menschen anderswo um ihr Leben rudern müssen. Und für viele, viele hat es sich ausgelernt.
    Wenn du das Gesetz von Urache und Wirkung als "Arbeitshypothese" nimmst, dann erscheinen dir all die Ungerechtigkeiten völlig logisch.

    Paramahansa Yogananda, ein indischer Philosoph, schrieb mal: Die Erde ist nicht GOTTES Reich, sondern Gottes Laboratorium, in dem wir geprüft werden. Wenn man das Leben unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, dann sieht man z.B. den eigenen Tod oder den von Angehörigen als etwas weniger Dramatisches an. Es gibt die Erde, auf der wir manchmal grausam leiden müssen und unsere wahre Heimat, in der wir uns nach einem Erdenleben ausruhen dürfen, bis wir eines Tages gar nicht mehr in dieses Tollhaus zurückkehren müssen.

    Wieso muss denn jemand die Erfahrung von z.B. Missbrauch machen? für mich, damit er/sie mal sieht, wie sich dies anfühlt. Vielleicht war ein heute missgebrauchtes Kind in einem früheren Leben ein grausamer Mörder. Aber meine Sicht bedeutet natürlich nicht, dass ich Missbrauch gutheissen würde noch dass ich so einem Kind nicht mit all meiner zur Verfügung stehenden Kraft helfen würde.

    Ich würde helfen, weil ich meine, dass mein Schöpfer mich zu diesem Kind gesandt hat, um ihm zu helfen (wie hiess es mal "Gott hat keine anderen Hände als die unseren"). Wenn ich aber eine Erklärung bräuchte, wieso dieses Kind leidet, dann würde ich mir eben sagen, dass es die Erfahrung gebraucht hat (und ich nun dazu beitragen kann, dass es ein Ende hat).

  10. User Info Menu

    AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?

    Zitat Zitat von riva76 Beitrag anzeigen
    Ich will hier sicher nicht provozieren,
    aber auf all diese Fragen gibt es für mich
    eigentlich nur eine schlüssige Antwort.

    Polarität

    Wir alle kennen das von Tag und Nacht, Gut und Böse,
    Schwarz und Weiss...usw.

    vielleicht geht es gar nicht um entweder oder...sondern
    um sowohl als auch.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wir in einer nur
    guten, heilen und gerechten Welt leben sollten.

    Das Leben an sich braucht Reibung als Ansporn zur
    Entwicklung sonst kommt es zum Stillstand...
    und der bedeutet nun mal Tod.
    Ja.Okay.Irgendwann kommt man an dem Punkt an wo man weiss...
    es ist alles gut wie es kommt.
    Bei mir ist das jedenfalls so.
    Es liegt ja auch alles im Auge des Betrachters.Für den einen ist es
    attraktiv,für den anderen nicht.
    Es kommt drauf an was wir aus etwas machen.
    Ich bin ein Capulcu

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