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26.08.2010, 13:29Inaktiver User
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
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26.08.2010, 13:43
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
@nalini
wenn dem so wäre, dass das misshandelte oder missbrauchte Kind in einem früheren Leben Misshandelnder Missbrauchender war und heute somit nur seine gerechte Strafe bekommt, dann hieße das in der Schlussfolgerung, dass alle Hungernden sich in einem früheren Leben zumindest der Völlerei schuldig gemacht haben?
und die zusätzliche Frage von mir: wie viel Zeit stellst du dir zwischen dem einen und dem nächsten Leben dieser Sünder vor? Werden - nach deiner Anschauung - die "Guten" auch wiedergeboren oder kommen die in sowas, was wir landläufig als "Himmel" bezeichnen?
Mich interessiert deine Antwort wirklich. Außerdem wüsste ich gern, ob dein Glaube mit einer 'Religion' zusammenhängt oder ob das lediglich dein Konstrukt ist.
Danke schon mal für deine Antwort!
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26.08.2010, 14:02
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
Zitat von Inaktiver User


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26.08.2010, 14:10Inaktiver User
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
Na komm, Du bist doch nicht auf dem Kopf gefallen!

Irgendwas kann doch in der Gleichung
mißbrauchtes Kind = Täter in einem anderen Leben
nicht stimmen. Alleine schon wegen der steigenden Bevölkerungszahl... Und was waren denn eigentlich die Kinderschänder vorher?
Nur so wegen Ursache und Wirkung...
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26.08.2010, 14:58Inaktiver User
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
Es wird im Hinduismus gelehrt...
Folgendes habe ich gefunden:
"Eine weitere wichtige Glaubenslehre, die die Ethik und das Verhalten des Hindus beeinflußt, ist die Karma-Lehre.
Nach dieser Lehre hat jede Tat ihre Konsequenzen, positive oder negative; das Karma bestimmt Rang und Art der Wiedergeburt.
Im Garudapurana wird erklärt:
„Der Mensch ist der Schöpfer seines eigenen Schicksals, und selbst in seinem Leben als Fetus wird er von der Dynamik der Werke seines früheren Lebens beeinflußt.
Ob in der Enge einer Bergfeste oder ruhend am Busen des Meeres, ob sicher auf dem Schoß der Mutter oder ob er hoch über ihrem Kopf gehalten wird, ein Mensch kann den Wirkungen seiner eigenen früheren Taten nicht entfliehen. ...
Was immer einem Menschen in einem bestimmten Alter oder zu einer bestimmten Zeit zustoßen soll, wird ihn dann und zu jener Stunde heimsuchen.“
Im Garudapurana heißt es weiter:
„Erkenntnis, die ein Mensch in seinem früheren Leben erworben hat, Reichtum, den er in seinem vorigen Dasein den Armen gegeben hat, und Werke, die er in einer vorigen Inkarnation getan hat, gehen seiner Seele auf ihrer Reise voraus.“
Was liegt dieser Glaubensauffassung zugrunde?
Die unsterbliche Seele ist unerläßlich für die Karma-Lehre, und das Karma bewirkt, daß der Hindu eine andere Ansicht von der Seele hat als die Christenheit.
Der Hindu glaubt, daß jede individuelle Seele, jīva oder prān, viele Reinkarnationen durchwandert, möglicherweise auch die „Hölle“.
Die Seele muß danach trachten, sich mit dem „absoluten Sein“, auch Brahman genannt (nicht zu verwechseln mit dem hinduistischen Gott Brahma), zu vereinen.
Die Lehren der Christenheit dagegen bieten der Seele — je nach dem religiösen Bekenntnis — die Möglichkeit, in den Himmel, die Hölle, das Fegfeuer oder den Limbus zu kommen (Prediger 9:5, 6,10; Psalm 146:4).
Der Hindu neigt als Folge des Karmas zum Fatalismus. Er glaubt, seine gegenwärtigen Lebensverhältnisse rührten von einem früheren Leben her und er habe sie demnach verdient, seien sie gut oder schlecht.
Er kann sich bemühen, einen besseren Lebenswandel zu führen, so daß das nächste Leben vielleicht erträglicher wird. Deshalb gibt er sich mit seinem Los eher zufrieden als ein westlicher Mensch.
Der Hindu betrachtet alles als eine Folge des Gesetzes von Ursache und Wirkung in Beziehung zu seinem früheren Leben. Es ist der Grundsatz, daß man erntet, was man in seinem angeblichen früheren Leben gesät hat. Das alles beruht natürlich auf der Annahme, daß der Mensch eine unsterbliche Seele habe, die sich wieder als Mensch, Tier oder Pflanze verkörpere.
Was ist somit das höchste Ziel des hinduistischen Glaubens? Mokscha zu erlangen, was Befreiung von der leidvollen Wiedergeburtenkette und immer neuen Existenzen bedeutet.
Es ist also Befreiung von der körperlichen Existenz, nicht für den Körper, sondern für die „Seele“.
„Da Mokscha oder Befreiung aus der langen Reihe von Wiedergeburten von jedem Hindu angestrebt wird, ist das größte Ereignis in seinem Leben der Tod“, schreibt ein Kommentator.
Man erlangt Mokscha auf verschiedenen Wegen oder Margas.
Wie sehr doch diese religiöse Lehre der alten babylonischen Vorstellung von einer unsterblichen Seele gleicht!"
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26.08.2010, 15:16
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
thx majolika
LG
Bw
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26.08.2010, 15:33Inaktiver User
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
wieso gleicht diese lehre den alten babylonischen Vorstellungen von der Unsterblichkeit der Seele? So wie ich es gelesen habe, war es anders, man glaubte daran, dass die Seele der Toten eng mit dem Leichnam verbunden waren. man brachte ihnen z.B. Speisen an die Gräber. Aber ich habe nicht gelesen, dass man an deren Wiedergeburt als Menschen glaubte.
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26.08.2010, 15:57Inaktiver User
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
Das Konzept von der angeblichen Unsterblichkeit der Seele wurde zuerst im alten Ägypten und in Babylon gelehrt. „Der Glaube an das Weiterleben der Seele nach der Auflösung des Körpers ist ... Spekulation [und] ... keine ausdrückliche Lehre der Heiligen Schrift ... Der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele wurde den Juden durch die griechische Philosophie gebracht, vornehmlich durch ihren Hauptbefürworter Platon, der selbst durch die orphischen und eleusinischen Mysterien darauf kam, in denen babylonische und ägyptische Ansichten auf merkwürdige Weise vermischt wurden“ (Jewish Encyclopedia, Funk and Wagnalls, New York, 1941, Band VI, Stichwort „Immortality of the Soul“, Seite 564, 566).
Der griechische Philosoph Platon (428-348 v. Chr.) lehrte, daß sich eine „unsterbliche Seele“ beim Tode vom Körper trennt. Die International Standard Bible Encyclopedia kommentiert die Sichtweise des alten Israels zur Seele wie folgt: „Wir werden mehr oder weniger durch die griechische bzw. platonische Vorstellung beeinflußt, daß der Körper stirbt, die Seele hingegen unsterblich ist. Diese Vorstellung widerspricht ganz dem israelitischen Bewußtsein und wird nirgends [im Alten Testament] gefunden“ (Eerdmans, Grand Rapids, 1956, Band II, Stichwort „Death“, Seite 812).
Als das Evangelium Christi der römischen und griechischen Welt gepredigt wurde, wurde auch das frühe Christentum von griechischen Philosophien beeinflußt. Ca. 200 Jahre nach dem Ableben der ersten Christengeneration entwickelte sich die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele zu einer Kontroverse in der Kirche.
Das Evangelical Dictionary of Theology beschreibt, wie Origenes, ein früher und einflußreicher Theologe, von griechischem Gedankengut beeinflußt wurde: „Spekulationen über die Seele in der Zeit nach den Aposteln wurden von griechischer Philosophie stark beeinflußt.
Als Beleg dafür dient Origenes’ Akzeptanz der platonischen Lehre von der Präexistenz der Seele, die ursprünglich reiner Verstand (griechisch: nous) war, der aufgrund seines Abfalls von Gott zur Seele abgewertet wurde (griechisch: psyche), als er seine Beteiligung am göttlichen Feuer verlor, indem er auf die Erde blickte“ (Baker Book House, Grand Rapids, 1992, Stichwort „Soul“, Seite 1037).
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26.08.2010, 17:44Inaktiver User
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
Aber in der Bibel steht:
„Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,43)
und
„Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46 )
das weist auf ein ewiges Leben im Paradies bei Gott. Und hier wird von davon gesprochen, dass allein Gott Macht hat über die Seele, sie also in die Unsterblichkeit eingeht:
"Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten;"
(Matth10,28)Geändert von Inaktiver User (26.08.2010 um 17:56 Uhr)
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26.08.2010, 18:56Inaktiver User
AW: Im falschen Moment am falschen Ort!?
Die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele wird meistens einfach so als Wahrheit hingenommen.
Woher stammt sie aber?
Es stimmt, daß Theologen die Vorstellungen heidnischer Philosophen übernahmen, um die Lehre von der unsterblichen Seele zu formulieren.
In dem französischen Werk Dictionnaire Encyclopédique de la Bible (Enzyklopädisches Wörterbuch der Bibel) heißt es: „Der Begriff der Unsterblichkeit ist das Produkt des griechischen Geistes.“
In dem Werk The Jewish Encyclopedia wird versichert: „Der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele erreichte die Juden durch die Berührung mit griechischem Gedankengut, und zwar hauptsächlich durch die Philosophie Platons, seines Hauptverfechters“, der im vierten Jahrhundert vor Christus lebte.
Platon glaubte: „Ganz sicher ... ist die Seele unsterblich und unvergänglich, und in Wahrheit werden unsere Seelen im Hades [in der Unterwelt] sein“ (Platon, Phaidon).
Wann drang diese heidnische Philosophie in die Christenheit ein?
In der New Encyclopædia Britannica ist zu lesen: „Von der Mitte des 2.Jahrhunderts n.Chr. an empfanden Christen, die in griechischer Philosophie etwas bewandert waren, das Bedürfnis, ihrem Glauben in entsprechenden Begriffen Ausdruck zu verleihen, und zwar zur Befriedigung ihres eigenen Intellekts und um gebildete Heiden zu bekehren. Die Philosophie, die ihnen am geeignetsten erschien, war der Platonismus.“
Es verhält sich demnach so, wie dieses Werk sagt: „Die frühen christlichen Philosophen übernahmen die griechische Vorstellung von der Unsterblichkeit der Seele.“
Selbst Papst Johannes Paul II. gibt zu, daß die Lehre von der unsterblichen Seele „Theorien bestimmter griechischer Philosophenschulen“ einschließt. Aber die Übernahme von Theorien griechischer Philosophen bedeutete, daß die Christenheit die in 1.Mose 2:7 ausgedrückte einfache Wahrheit verworfen hatte: „Der Mensch wurde eine lebende Seele.“
Die Lehre von der unsterblichen Seele geht jedoch noch viel weiter zurück als bis auf Platon.
In dem Buch The Religion of Babylonia and Assyria von Morris Jastrow heißt es: „Die babylonischen Theologen [befaßten sich] ernsthaft mit dem Problem der Unsterblichkeit. ... Der Tod galt als Tor zu einem anderen Leben.“
Und in dem Buch [B]Ägyptische Religion[/B] schreibt Siegfried Morenz: „Der Ägypter betrachtete in frühen Zeiten das Leben nach dem Tode einfach als eine Fortsetzung des diesseitigen.“
In der Jewish Encyclopedia wird auf die Verbindung zwischen diesen alten Religionen und Platon hingewiesen und gesagt, Platon sei „durch orphische und eleusinische Mysterien, in denen babylonische und ägyptische Anschauungen auf seltsame Weise verschmolzen waren“, zu der Vorstellung von einer unsterblichen Seele gelangt.
Die Vorstellung von der unsterblichen Seele ist also bereits sehr alt. Tatsächlich reichen ihre Wurzeln zurück bis zum Beginn der Menschheitsgeschichte.
Nachdem Adam gesagt worden war, er würde sterben, wenn er Gott gegenüber ungehorsam wäre, wurde Eva, der Frau Adams, eine gegenteilige Ansicht unterbreitet. Man sagte ihr: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben.“




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