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03.08.2010, 13:29Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
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03.08.2010, 13:33
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Eine Freundin von mir arbeitet bei Aldi (direkt in einer Filiale) und verdient netto gerade mal € 300,00 weniger als ich. Sie ist alleinerziehend, hat keine Ausbildung und im Prinzip auch nicht viel Berufserfahrung (früher Hausfrau/Mutter, nach der Scheidung nun bei Aldi). Der Job bringt ihr Spaß und ein Wechsel käme für sie gar nicht in Frage.
Ich habe eine kaufmännische Ausbildung und 15 Jahre Berufserfahrung. Mein Arbeitgeber ist Aldi-Lieferant. Wir haben auch andere Großkunden wie Tchibo, Edeka, Lidl usw, aber den Hauptumsatz machen wir tatsächlich mit Aldi. Ja, das Geschäft ist hart. Ja, Aldi weiß schon mit seinen Lieferanten umzugehen. Genauso sehr wissen das aber auch andere Unternehmen. Die nehmen sich doch da alle nix und im Prinzip ist das auch einkalkuliert. Der Standpunkt ist "Je schlechter die allgemeine Wirtschaftslage, desto besser das Geschäft". Logisch, denn wer kauft schon im Reformhaus, wenn er gerade nicht mehr als 3,50 in der Tasche hat?
Ich selbst gehe selten zu Aldi, weil ich nicht hinter den Produkten stehe und, gott sei Dank, nicht so darauf angewiesen bin. Schön, dass die Leute immer alle billig wollen, aber sich dann wundern oder gar kritisieren, dass solche Unternehmen, die billig anbieten, sehr erfolgreich sind. Und der ursprüngliche Gedanke war ja wohl "Gute Qualität für wenig Geld". War das damals nicht auch eine zündende Geschäftsidee? Also wenn DIE Idee nicht als gezündet bezeichnet werden kann, dann weiß ich auch nicht.
Mein Eindruck ist, dass zwar erwartet wird, dass Irgendjemand sich ein Bein ausreißt und solche Unternehmen hinstellt (Steuern, Arbeitsplätze), aber Gewinn? Oh nee, das ist unmoralisch. Und wenn, muss er möglichst alles abgeben und damit "die Probleme der Menschheit" lösen. Ein Problem der Menschheit ist übrigens Neid/Missgunst, aber das wird sich wohl auch nicht lösen lassen.
Eigentlich wäre das Strangthema ja schon besser unter Politik aufgehoben gewesen, finde ich.
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03.08.2010, 13:33Inaktiver User
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03.08.2010, 13:33Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Ich habe meinem Mann neulich versprochen, in ebendieser Diskussion, dass ich bei einer Gelegenheit mal ein paar Wochen bei Aldi arbeiten gehe.
Mit dem Argument "entlohnt seine Mitarbeiter" kann ich so verdammt nichts anfangen.
Wenn ich ein Kindermädchen aus Polen anstelle und diesem pro Monate 100 Euro bezahle, dann entlohne ich es auch... (es verdient gutes Geld bei mir, hört hört...). Trotzdem enteigne ich es, weil ihm weniger bezahle, als seine Arbeit wert ist, denn einen Monat lang meine verzogenen Kinder betreuen (die aber zum Glück nicht existieren) ist viel mehr als 100 Euro wert.
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03.08.2010, 13:36
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Was das Spenden angeht: es ist, glaube ich, ein Unterschied, ob man von jetzt auf gleich zu den 13 Mrd kommt oder ob sich das im Laufe von 6 (!) Jahrzehnten (!) ansammelt. Davon ab ist das meiste Geld doch in einer Stiftung, wenn ich das richtig verstanden habe. Da ist Jemandem die große ganze Summe doch eh nicht so präsent bzw darüber kann auch nicht verfügt werden.
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03.08.2010, 13:37Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
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03.08.2010, 13:37Inaktiver User
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03.08.2010, 13:38
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03.08.2010, 13:39Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Da gebe ich dir Recht: die ursprüngliche Idee war tatsächlich gut, "gute Qualität für wenig Geld".
Und nein, Gewinn ist nicht unmoralisch, im Gegenteil "rechter Lohn für rechte Arbeit". Nur sollte dieser Grundsatz eben für alle gelten.
Das Strangthema habe ich übrigens bewusst hier platziert, da es mir mehr um den ethischen als den politischen Aspekt geht.
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03.08.2010, 13:40Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Es gibt keine öffentliche Zahlen. Das ist alles Spekulation. Und wie gesagt: Ist das Barvermögen, oder steckt das vielleicht irgendwo drin?
OK, der SAP-Mitbegründer hat von dem Geld mal eben nen Fußballverein auf die Füße gestellt. Inklusive Stadion.Jedenfalls gibt es Privatvermögen in dieser Höhe, u.a. meine "Arbeitgeber" verfügen über ähnliche Summen.
Ob das nun 3 Milliarden oder 13 Phantastillionen sind macht für mich keinen Unterschied.



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