Ich bin, was wohl kaum einer glaubt, nicht politisch fixiert, mir geht es in der Regel () immer ums Ziel und nicht wer, was, erfunden oder durchgesetzt hat.
Viel Erfolg!
Eine Höchstgrenze wird man irgendwann weltweit einführen müssen.Aber trotzdem bin ich nach wie vor nicht bereit einer Vermögenshöchstgrenze, wie ja hier im Strang gefordert, richtig zu finden.
Bill Gates hat (ist ja noch nicht alles in seiner Stiftung) bisweilen mehr Geld als eine ganze Reihe Staaten.
Nun kann man sagen, es ist ja "nur" Gates, was aber wenn dieser Haufen Geld z.b. für Söldner ausgegeben wird?
Ein Blick in die Geschichte zeigt deutlich ohne Vermögen kein Krieg, mal übertrieben formuliert.
Es kann nicht sein das privates Kapital einen Staat (Staaten) bedroht.
Oh, oh, das hatten wir gerade erst bei der Anti-Euro Spekulation, ups.![]()
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04.08.2010, 00:24Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
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04.08.2010, 00:32Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Danke.

Ich bin schon seit 32 Jahren aktiv und parteilich gebunden. Aber keinesfalls fixiert.
Da denke ich anders.Eine Höchstgrenze wird man irgendwann weltweit einführen müssen.
Bill Gates hat (ist ja noch nicht alles in seiner Stiftung) bisweilen mehr Geld als eine ganze Reihe Staaten.
Nun kann man sagen, es ist ja "nur" Gates, was aber wenn dieser Haufen Geld z.b. für Söldner ausgegeben wird?
Ein Blick in die Geschichte zeigt deutlich ohne Vermögen kein Krieg, mal übertrieben formuliert.
Es kann nicht sein das privates Kapital einen Staat (Staaten) bedroht.
Oh, oh, das hatten wir gerade erst bei der Anti-Euro Spekulation, ups.
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04.08.2010, 00:37Inaktiver User
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04.08.2010, 00:41Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Das finde ich auch.
Und ebenso finde ich es schön wenn man sich auch mal in der Sache heftig streiten kann aber am Ende dennoch mit versöhnlichen Worten wieder zurückfindet.
So wie z.B. wir zwei heute. Danke für die Diskussion und eine angenehme Nacht.
Ich bin dann mal weg .
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04.08.2010, 07:23Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Danke...

Der Vers ist mir noch nicht so bewußt gewesen.
Es war aber Diebstahl, wenn sich ein Wanderer etwas in einen Behälter getan hätte.
Ansonsten erlaubte das mosaische Gesetz sich Trauben oder Getreide zu pflücken, wenn man sie sich sofort in den Mund steckte.
Ob man das nun Mund"raub" nennen kann? Schließlich war es erlaubt.
Unser Hauswirt erlaubte den Kindern, sich Kirschen zu pflücken und sie sofort zu essen.
Nur für den Moment. Er hätte es aber als Diebstahl angesehen, wenn die Kinder sich die Kirschen Eimerweise geplückt hätten.Geändert von Inaktiver User (04.08.2010 um 07:32 Uhr)
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04.08.2010, 10:21Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Ich verstehe immer noch nicht, was am aktuellen System so faul ist. Viele arbeiten und viele arbeiten nicht und können trotzdem leben.
Wer mehr als leben will, muß eben arbeiten. Und da bestimmt nun wieder Angebot und Nachfrage.
Was ist da also moralisch ungerecht? Daß diejenigen, die nicht arbeiten, von den anderen gestützt werden?
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04.08.2010, 12:42Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Was am aktuellen System so faul ist? Vieles. Wir befinden uns im völlig entfesselten Turbokapitalismus.
Am besten anhand einiger Beispiele:
Wal Mart schafft Arbeitsplätze, wie Aldi, Schlecker, Lidl etc. etc. Das ist ja das Lieblingsargument...Arbeitsplätze...
Nun sterben aber für jeden Arbeitsplatz, der durch die oben erwähnten Firmen neu geboren wird, im Schnitt 1.5 andere Arbeitsplätze. wenn eine neue Schlecker-Filiale aufgeht, dann müssen wohl in der näheren Umgebung einige kleine Drogerien schliessen und es werden dann netto Arbeitsplätze vernichtet. (Abgesehen davon: ich habe auch schon im Verkauf gearbeitet... es ist einiges angenehmer, in der kleinen Drogerie, in der kleinen Buchhandlung zu arbeiten als in einer Kette, wo sogar die Anzahl Toilettengänge reglementiert ist (kein Scherz!).
In Zürich haben wir seit einigen Jahren das Problem, dass alteingesessene Geschäfte, die sich jahrezehntelange gut halten konnten, trotz einigermassen gutem Geschäftsgang schliessen müssen, weil sie die horrend steigenden Mieten nicht mehr bezahlen können. Neu steht uns Kunden dann eine weitere Filiale einer globalen Kette, Mango, Zara, was auch immer zur Verfügung. Als ob wir davon nicht schon mehr als genug hätten. (Sogar Jecklin, "mein" CD-Geschäft mit der grössten Auswahl, in dem ich seit über 20 Jahren immer CDs gekauft habe, hat geschlossen und nun ist dort, wäh, wieder ein Billigkleidergeschäft...)
Bildung: Nachzulesen in N. Kleins "Schockstrategie": In New Orleans sind nach Katharina im Zuge der Aufräumarbeiten öffentliche Schulen verschwunden und durch Privatschulen ersetzt worden. Klar können sich nun die Kinder minderbemittelter Eltern keine höhere Schulbildung mehr leisten. Wenn solche Beispiele Schule machen (Studium und Abitur nur noch für Reiche), dann geht der Gesellschaft insgesamt viel Potential verloren. Leider, das kann ich bestätigen, sind die Kinder aus finanziell besser gestellten Elternhäuser intellektuell nicht immer (!) die grössten intellektuellen Leuchten, während sogar Einwandererfamilien wahrhafte Intelligenzbestien auf die Welt stellen können. Gerade um die künftig auftretenden Probleme lösen zu können, benötigen wir möglichst jeden klugen Kopf auf dem richtigen Posten.
Demokratie: Ergebnis des Turobkapitalismus ist, dass Firmen wachsen müssen um jeden Preis und fressen, um selber nicht gefressen zu werden. Dies führt dazu, dass es Global Players gibt, die höhere Gewinne aufweisen als das BIP mancher Staaten beträgt. Irgendwann ist es dann um die Demokratie geschehen und die Gesellschaft gerät in Geiselhaft der Konzerne.
Z.B. Klagt angeblich Monsanto (Nonsanto wäre der passendere Name) gegen das Anbauverbot von genmanipulierter Nahrung, wobei gerade dieses Verbot dem mehrheitlichen Wunsch der Bevölkerung entspricht.
Kennt jemand den Fall Percy Schmeiser? Schmeister war (!) ein Landwirt, der keinen Gentechmais anbauen wollte. Dummerweise hat es von einem Nachbarfeld Pollen von Monsantomais herübergeweht und bei einer Kontrolle (Monsanto hat einen paramilitären Kontrollapparat aufgebaut), ist dies bei Schmeiser entdeckt worden. Schmeiser wurde verklagt von Monsanto wegen gesetzteswidrigen Anbauens von Monsantomais auf seinen Feldern und hat den Prozess verloren.
Solche Verhältnisse will niemand wirklich, oder? Dass Konzerne eines Tages das alleinige Sagen haben? Dann können wir wirklich den Rechtsstaat und die Demokratie feierlich zu Grabe tragen.
Ich kann nur sagen, wie es bei uns aussieht: es geht uns verhältnismässig gut. Es geht eingen Leuten sogar unverschämt gut. Natürlich geht es nicht allen gut und es geht auch hier vielen schlecht. Grundsätzlich sind aber viele meiner Landsleute in eine Art Wohlstandsschlaf gefallen. Politik? Nicht wirklich interessant und was ausserhalb von Europa vor sich geht, interessiert doch nicht. Uns gehts ja gut. Unsere Problemchen sind mehr von der Art, ob wir nun einigen muslimischen Einwanderern die Minarette verbieten oder ob die Burka verbieten sollen oder nicht. Ansosnten Brot und Spiele.
Dies alles ist wild zuammengewürfelt und etwas zusammenhang los, ich weiss. Mir fehlt aber die Zeit, auf kleinem Raum die wichtigsten Fakten zusammenzufassen.Geändert von Inaktiver User (04.08.2010 um 12:47 Uhr)
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04.08.2010, 12:44Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Du wirfst da sehr viele Dinge durcheinander.
Und Konzerne können auch sehr schnell sterben. Oder warum muß jetzt BP schlottern? Die haben doch jahrelang soooooo viele Milliarden verdient...
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04.08.2010, 12:52Inaktiver User
AW: Wie viel Geld sollte man verdienen dürfen und wie?
Ich weiss, dass ich viele Dinge durcheinander werfe.
Aber all dies ist miteinander verflochten wie ein alter Filzpantoffel. Die Dinge sind nicht isoliert voneinander zu betrachten.
Die ist z.B. wie bei Diabetes. Die meisten wissen, dass dies Zuckerkrankheit bedeutet. Dass diese im Endeffekt Amputation und Erblindung bedeuten kann, wissen die wenigsten Laien.
Was ich damit sagen will, ist, dass wir bei diesem Thema diese und jene Tatsache haben, die dann diese und jene Auswirkung hat.
Und in der heutigen globalisierten Welt sollen wir sehr vorsichtig sein mit einem "uns gehts ja noch gut".
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04.08.2010, 12:53Inaktiver User



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