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    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    Zitat Zitat von Atzel Beitrag anzeigen
    Ok, dann spiele ich mal eben Deine persönliche Suchmaschine (Google hat in 5 Sekunden geholfen, das hättest Du auch hinbekommen):

    Säugling ? Wikipedia
    Frühkindlicher Reflex ? Wikipedia
    Dass du es mal nicht falsch verstehst, ich will nicht bestreiten, dass Babys vor einem bestimmten Alter noch keine Gefühle haben. Aber dass der Verstand angeblich die Voraussetzung für Gefühle sei, hat damit nichts zu tun. Und davon ist in deinem Google-Treffer "Wikipedia" auch nicht wirklich die Rede.

    Zitat Zitat von Atzel Beitrag anzeigen
    Du willst dass ich einsehe...soso. Meine "Behauptung" wird ganz einfach durch die Beduetung des Begriffes Emotion gestützt....

    Jetzt wird es abendteuerlich. Du erklärst Dich also mit einer Begriffsbedeutung nicht ineverstanden....autschi.
    Wenn ich mich mit allem, was irgendwo geschrieben steht, einverstanden erklären würde, käme ich ja in "Teufel's Küche".

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    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    atzel, ich kann in ganz vielem deinen argumentationen folgen (auch wenn sie mir etwas zu prosaisch sind... s. dein einwand gegen "wunder")
    Hi dontgiveup,

    "prosaisch"? Da muss ich jetzt erstmal drüber nachdenken


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    mir scheint aber, dass du an einer stelle auch mit einem "fachbegriff" arbeitest, der genauer geklärt werden müsste (obwohl, irgendwo hast du das ansatzweise gemacht): nämlich VERSTAND.

    und das führt hier offenbar zu missverständnissen...
    ja, ich habe den Begriff auch bisserl inkonsistent benutzt. Hätte ich einfach "Gehirn" geschrieben, gäbe es vielleicht weniger Missverständnisse.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich wills mal versuchen, vielleicht kanns jemand besser:
    nee, war super


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber unser verstand geht nicht ohne sinneswahrnehmung. und die ist nu mal beschränkt (wir sehen ein anderes farbspektrum als die biene usw usw... - und selbst mit unseren apparaturen sind wir immr noch beschränkt)
    Interessanterweise ist es sogar so, dass man nicht mal sagen kann ob zwei Menschen das selbe meinen wenn sie "rot" sagen. Das mit den Apparaturen ist auch interessant. Der Mensch kann mittlerweile sogar (fast) Atome direkt anschauen, aber Maschinen werden natürlich zunächst mal immer unseren Sinnen (und den Sinnen von denen wir wissen, also von Tieren die wir selbst nicht besitzen: Grubenorgan von Schlangen, Das Schalldings der Fledermäuse usw.) nachempfunden. Wir können eben nur das beobachten was wir kennen und von dem wir wissen, zwar viel genauer aber trotzdem. In eine "neue Richtung" schauen wir nie. Auch crazy.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    noch ein gedanke, den ich wirklich interessant finde:
    buddha ordnet den verstand (das denken) den sinnen zu.

    das mag ein falsches hilfskonstrukt sein - aber es hilft tatsächlich, einige unklarheiten darüber, was denken sei, genauer oder kritischer zu beleuchten.
    zumindest stimmt es in soweit: dass nämlich ein sinnesreiz etwas anderes auslöst (licht auf netzhaut wird bild. beliebiger, auch innerer "sinnesreiz" wird gedanke. - und beides nur soweit, wie es die struktur zulässt. s.o. wir sehen nicht alle farben. und entsprechend können wir scheinbar auch nicht alles denken... weil einfach die strukturen dazu nicht taugen...)

    nunja...
    Ja, das ist ein toller Gedanke.

    Ganz leicht anderes, aber ähnliches Thema: Es gibt von Stalislaw Lem eine tolle Geschichte namens "Fiasko". Da geht es darum, dass Forscher Signale von einer anderen Zivilisation empfangen und versuchen das total Fremde zu verstehen. Sie haben aber einfach nicht mehr Informationen als die empfangenen Daten. Und jetzt versuchen sie zu verstehen was da "gefunkt" wird. Die Signale werden nicht verstanden. Die Moral von der Geschichte: Man kann immer nur verstehen was man schon kennt, und versucht alles was neu ist mit dem zu vergleichen was man selbst kennt oder Anhand der Dinge die man kennt zu deuten. Das Verstehen des Fremden ist grundsätzlich nicht möglich. Das eigene Begreifen ist von den eigenen Fragen abhängig. Und man erfährt im Zweifelsfall mehr über sich selbst als über das gegenüber. Oder um mal Goethes Faust zu bemühen "Du gleichst dem Geist den du begreifst, nicht mir" - passt nicht 100pro aber noch gut genug. Mindfuck.
    Geändert von Atzel (31.05.2010 um 23:03 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    hm, freut mich schon, dass ich mit meinem nicht wohlformulierten offenbar doch verstanden werde... danke.

    tja: mindfuck finde ich das alles ganz und gar nicht.

    Die Moral von der Geschichte: Man kann immer nur verstehen was man schon kennt, und versucht alles was neu ist mit dem zu vergleichen was man selbst kennt oder Anhand der Dinge die man kennt zu deuten. Das Verstehen des Fremden ist grundsätzlich nicht möglich. Das eigene Begreifen ist von den eigenen Fragen abhängig. Und man erfährt im Zweifelsfall mehr über sich selbst als über das gegenüber. Oder um mal Goethes Faust zu bemühen "Du gleichst dem Geist den du begreifst, nicht mir" - passt nicht 100pro aber noch gut genug. Mindfuck.
    sehr wahr!

    insofern hat mich immer schon die diskussion um ausserirdische intelligenz oder ausserirdisches leben irritiert, da es ja richtig heißen müsste: ausserirdische strukturen, die den unseren entsprechen (so, dass wir sie verstehen können).

    und da sind wir wieder an dem punkt, den ich schon mal angesprochen habe: "zu viel ego".
    vielleicht nehmen wir uns zu wichtig.
    und dafür bauen wir uns dann die theorie, dass es einen gott für uns(!) gibt, der seinen sohn grade zu diesem winzigen kleinen blauen planeten schickt...
    und dass es "natürlich" re-inkarnation oder seelenwanderung gibt...

    wenn ich mir den sternenhimmel angucke (mal wieder ganz unprosaisch), dann fühl ich mich wirklich unbedeutend.
    und trotzdem bin ich teil von dem ganzen...
    mystische erfahrung?
    oder ganz rational?

    leben aber tu ich mit den möglichkeiten, die ich hier und jetzt hab.
    verantwortungsvolles staubkorn sozusagen mit ein bisschen staubkornbewusstsein...

    seelenwanderung brauchts dafür nicht....

  4. Inaktiver User

    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In heutiger Zeit würde ich dieses jedenfalls nicht erzählen, weder nachdem ich es geträumt, meditiert noch in "Rückführungen" empfunden habe.

    Obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich rückläufig als Täter erlebe in meinen Augen wahrscheinlicher ist als dass ich mich als Opfer erlebe.
    .
    Das stimmt.

    Obwohl ich in einem solchen Fall nicht mehr weiterleben wollte. Zumindest wenn ich vom Wahrheitsgehalt dieser Erfahrung ausginge.

  5. Inaktiver User

    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das stimmt.

    Obwohl ich in einem solchen Fall nicht mehr weiterleben wollte. Zumindest wenn ich vom Wahrheitsgehalt dieser Erfahrung ausginge.
    Wieso würdest du nicht mehr leben wollen? Schau das doch mal logisch an: wenn du vom Wahrheitsgehalt nicht überzeugt wärst, dann gäbe es keinen Grund, dass du dich schlecht fühlen würdest.

    Wärst du vom Wahrheitsgehalt überzeugt, dann müsstest du erst recht weiterleben, denn dann wärst du ja überzeugt von Reinkarnation und wenn du dann nicht mehr leben würdest, würdest du die Aufräumarbeit einfach aufschieben.

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    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Obwohl ich in einem solchen Fall nicht mehr weiterleben wollte. Zumindest wenn ich vom Wahrheitsgehalt dieser Erfahrung ausginge.
    Das ist aber ein drastischer Gedanke. Wärst Du vom Wahrheitsgehalt überzeugt könntest Du es doch auch so sehen: Du bist als Täter ja schon gestorben.

    Und wenn Du grundsätzlich an Reinkarnation glaubst, müsstest Du ja davon ausgehen, dass Du nach Deinem Tod wieder in der Welt wärst und im nächsten Leben evtl. wieder eine Rückführungs machst und wieder an dem Punkt steckenbleibst. Was dann? Wieder nicht Leben wollen? Das wäre doch ein sehr unbefriedigender Kreislauf

  7. Inaktiver User

    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    naja, das ist die sehnsucht nach nirvana *räusper*

    irgendwas erscheint da nicht logisch.
    seelenwanderung solte doch tröstlich sein...

    aber vielleicht sehe ich das ganz falsch. nochmals *räusper*

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    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und da sind wir wieder an dem punkt, den ich schon mal angesprochen habe: "zu viel ego".
    vielleicht nehmen wir uns zu wichtig.
    und dafür bauen wir uns dann die theorie, dass es einen gott für uns(!) gibt, der seinen sohn grade zu diesem winzigen kleinen blauen planeten schickt...
    Das mit dem "zu viel Ego" kann ich auf gewisse Weise nachvollziehen, halte es aber für nicht ganz zutreffend. Denn: Wie sollte man sowas wie "die Menschheit nimmt sich zu wichtig" feststellen? Um so eine Aussage zu treffen, müsste man zunächst eine Position einnehmen, die die Menschheit und alles andere "von oben herab" betrachtet und das Wirken des Menschen dann verglichen mit allem anderen irgendwie bewertet. Und das kann man als Mensch nun mal nicht.

    Edit: Rest gestrichen weil banal.
    Geändert von Atzel (01.06.2010 um 14:48 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    naja, das ist die sehnsucht nach nirvana *räusper*

    irgendwas erscheint da nicht logisch.
    seelenwanderung solte doch tröstlich sein...

    aber vielleicht sehe ich das ganz falsch. nochmals *räusper*
    Ich bin auch kein Experte, aber ein Selbstmord wird einem doch sicher nicht helfen ins Nirvana zu gelangen oder?

    Irgendwie auch sehr unlogisch aber auch sehr interessant: Die Natur zeichnet sich meines Erachtens hauptsächlich durch Mitleidlosgkeit, dem Entstehen und Vergehen, Fressen und Gefressen werden aus. Mal ganz doll zusammengefasst. Und jetzt kommt`s:

    Ich spreche jetzt mal nur von mir: Ich lehne das Wesen der Natur wie oben beschrieben ab. Niederträchtig, dunkel und einfach nur katastrophal böse ist diese ganze Geschichte. Wegen mir sollen keine Tiere sterben nur damit ich leben kann. Man könnte große Teile der westlichen Welt fleischlos ernähren wenn man sich das als Ziel gesetzt hat (vielleicht nicht heute und nicht morgen).

    Dieses ganze Fressen und Gefressen widerspricht eigentlich allem was ich für richtig, anständig und gut halte. Auch stark verkürzt und bisserl dramatisiert - aber das Bild ist klar und evtl. auch nachvollziehbar oder? Also Mitleid als Idee die sich gegen den ursprünglichsten Lauf der Dinge richtet. Absolut widernatürlich. Wieder mal: crazy Idee.

    Der Vollständigkeit halber: Inkonsequenterweise bin ich kein Vegetarier....aber egal, ist klar was ich sagen wollte oder?

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    AW: Seelenwanderung und Faschismus

    Zitat Zitat von Atzel Beitrag anzeigen
    Das ist aber ein drastischer Gedanke. Wärst Du vom Wahrheitsgehalt überzeugt könntest Du es doch auch so sehen: Du bist als Täter ja schon gestorben.

    Und wenn Du grundsätzlich an Reinkarnation glaubst, müsstest Du ja davon ausgehen, dass Du nach Deinem Tod wieder in der Welt wärst und im nächsten Leben evtl. wieder eine Rückführungs machst und wieder an dem Punkt steckenbleibst. Was dann? Wieder nicht Leben wollen? Das wäre doch ein sehr unbefriedigender Kreislauf
    Und wenn man grundsätzlich an Reinkarnation glaubt, denke ich muss man auch daran glauben, dass es keine Schuld gibt. Vergleichbar mit einem Schauspieler, der auch gerne mal den Bösewicht spielt.
    Aus diesem Blickwinkel wäre es völlig logisch, wenn ein Mensch, der gewaltsam von der "Bühne des Lebens" entfernt wird, dann genau dort wieder hin will um seine "Lektionen" zu Ende zu führen.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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