Das ist wohl eher Wunschdenken, leider, Streuner. Es könnte nämlich sogar genau umgekehrt sein: Es könnte jemand zu der zwar bösen, aber - aus seiner Sicht - dennoch richtigen Ansicht kommen, dass dieses "Liebet einander" sich als ein Hindernis beim Kampf ums Überleben darstellt. Etwa wenn er zu der "Erkenntnis" kommen sollte, dass für alle Menschen auf der Erde kein Platz ist.
Nein, aus Sicht der Darwinschen Evolutionstheorie stellt das "Liebet einander" nicht zwangsläufig einen Überlebensvorteil dar, es kann sogar zum Nachteil bzw. zum "Störfaktor" werden.
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Thema: Religionen im Vergleich
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12.09.2010, 12:34
AW: Religionen im Vergleich
Geändert von tessie_10 (12.09.2010 um 12:47 Uhr)
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12.09.2010, 13:01
AW: Religionen im Vergleich
Soviel ich weiß, war sein Thema, wie sich das schon vorhandene Leben weiterentwickelt hat, nicht wie es entstand.
Das ist der springende Punkt.
Zu "selber" gehören auch Männer wie Charles Darvin.
Wenn das nicht sein Thema war, warum leiten dann so viele Menschen aus seinen Entdeckungen ab, welchen Sinn das Leben hat, bzw., dass es keinen hat?
Du sagst es, über die Herkunft und den Sinn des Lebens gibt Charles Darvin keine Auskunft.
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12.09.2010, 13:09
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12.09.2010, 13:29
AW: Religionen im Vergleich
Habe es mir doch angetan, den Artikel ganz durchzulesen (entgegen meiner ursprünglichen Absicht, die einschläfernde Wirkung der Worte hielten mich instinktiv davon ab.
). Nicht, dass ich mir in irgendeiner Weise erhofft hätte, darin irgendeinen Aufschluss darüber zu finden, wie das Gehirn funktioniert und ob Gefühle nun materieller Natur sind oder nicht – so hohe Ansprüche stellte ich mal schon gar nicht.
Aber es könnte ja immerhin sein, so dachte ich mir, dass da wirklich neue Erkenntnisse angesprochen werden; die bisherigen Kommentare dazu ließen mich in dieser – zugegeben schwachen - Hoffnung wähnen. Aber um es gleich vorwegzunehmen, sie wurde leider enttäuscht.
Bereits im ersten Satz zeigt sich bereits die Einfältigkeit des ganzen Geschreibsel:
„Der kühle Verstand galt lange als das Kronjuwel der Schöpfung.“
Für wen in aller Welt soll dieser ausgesprochene Blödsinn lange Zeit gültig gewesen sein? Vielleicht für den Autor des Artikels? Für mich jedenfalls war der Verstand noch nie das „Kronjuwel“ der Schöpfung – und zwar solange ich zurückdenken kann. Und ich frage mich, wie wenig Verstand jemand haben muss, so einen Schwachsinn in die Welt zu setzen. In diesem Stil geht das munter weiter:
„Heute wissen Forscher, dass all unser Denken und Handeln von Emotionen geleitet sind.“
Meine Güte, was für eine unglaubliche Leistung der Wissenschaftler, was für eine umwälzende und bahnbrechende Erkenntnis! Wussten das nicht schon die alten Römer? Also gut, heute wissen es nun also auch die Forscher, wie wir nun wissen.
„Tiere fühlen nicht wirklich so wie wir. Dafür ist einfach zu wenig im Kopf. Natürlich dürfen wir uns fürs eigene Wohlbefinden einbilden, Fiffi habe uns lieb. Doch spätestens wenn der Kläffer nach der Hand schnappt, die ihn doch nur streicheln will, könnte uns klar werden, dass wir mit einem komplexen System genetischer Programme spielen, das eben den falschen Reiz bekommen hat.“
Aha, der Autor scheint es also genau zu wissen: „Tiere fühlen nicht wirklich so wie wir.“ Und, so spekuliert er weiter: „… es könnte (!) uns klar (...) werden, dass wir bei Tieren (Hunden) mit einem komplexen System genetischer Programme spielen (die einfach nur den falschen Reiz bekommen, falls sie uns denn beißen sollten…). Die „Erkenntnisse“ des Artikelschreibers lassen nun an Einfältigkeit und geistiger Umnachtung kaum noch zu wünschen übrig.
Und was soll man hierzu noch sagen?: „Egal was uns passiert, es soll uns gut gehen. Dieses Evolutionsprinzip beherrscht unser komplettes Innenleben.“ Und ein paar Sätze weiter zitiert er: "Die Natur hat keinen Plan zur Förderung des menschlichen Wohls…"
Aha, die Natur hat also nichts mit Evolution zu tun? Nö, rein gar nichts.
Na denn, alles klar auf der Andrea Doria! Danke aber trotzdem, maddin, für den aufschlussreichen Link.
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12.09.2010, 13:38
AW: Religionen im Vergleich
Ich sehe das genauso, Streuner. Aber es könnte auch anders kommen, je nach den äußeren Umständen, in die uns die ja (angeblich...) zufällige - Entwicklung der Evolution noch hineinbringt? Wer weiß schon, was da noch für "Umstände" auf uns zukommen? Was, wenn es mal "klar" sein sollte, dass es nicht mehr für alle reicht? Das meinte ich.
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12.09.2010, 23:47Inaktiver User
AW: Religionen im Vergleich
Wir sind schon lange viel zu viele. Man sieht es an vielen Dingen.
Leider wird uns von der Wirtschaft eingeredet das wir immer mehr wachsen müssen. Profit geht scheinbar nur über wachstum. Auch wenn die Erde dabei ausgeblutet wird und stirbt.
Was ist schlecht daran wenn das Wachstum zurück geht?
Wenn plötzlich wieder mehr Platz wäre?
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13.09.2010, 01:18
AW: Religionen im Vergleich
Geschafft!
Nun hab ich ihn mir auch komplett durchgelesen, diesen Stern-Artikel von maddin.
Ich weiß gar nicht was Du hast, tessie, ich find ihn einfach genial.
Den Schlusssatz zum Beispiel
Er sagt so vieles aus."Die Natur hat keinen Plan zur Förderung des menschlichen Wohls", sagt Antonio Damasio, "doch der Mensch als Geschöpf der Natur ist in der Lage, einen solchen Plan zu ersinnen." Einen Versuch ist das wert. Und vielleicht fühlt sich das Leben dann schon bald richtig gut an.
Was er für mich hauptsächlich aussagt ist:
Der Mensch ist immer auf der Suche nach einem Sinn.
Auf der Suche nach etwas, was sein Leben lebenswert macht.
Also auch nach dem Wert seines Lebens.
Kommt ein Mensch zu der "Erkenntnis" (die nicht unbedingt stimmen muss), dass das Leben an sich sinnlos ist, sucht er nach nach Dingen (manchmal buchstäblich nach Dingen, manchmal auch eine Beschäftigung), die sein Leben angenehmer machen, für die es sich lohnt, sich an zu strengen, zu leben. Der Sinn eines solchen Menschen besteht dann darin, alles zu tun, um diese Dinge zu erlangen.
Betrachtet man das, was man bisher über die menschliche Entwicklung weiß, was man darüber hört, liest und sieht, ist da meines Erachtens schon ein roter Faden zu erkennen, ein Streben. Streben wonach genau?
Das Leben will leben, bestehen bleiben. Es ist ein Wille zu erkennen. Ist das Ziel 'Leben'? Oder ist das Leben nur ein Mittel zum Zweck, um ein höheres Ziel zu erreichen?
Was ist seit der Entstehung der Menschheit, seit Entstehung des Lebens überhaupt geschehen:
Die Lebewesen haben sich weiter entwickelt.
Die Lebewesen, die es in der Urzeit gab, haben auch gelebt.
Was wäre passiert, wenn sich das Leben nicht weiter entwickelt hätte? Das Leben würde es dann auch noch geben. Nur eben in der Ur-Form.
Aber warum hat es sich weiter entwickelt? Woher kommt der Antrieb? Wohin strebt das intelligenteste Wesen auf der Erde? Wo führt diese Entwicklung hin? Wozu sind die intelligentesten aller Wesen, die Menschen, fähig?
Sie tun genau das, was die Natur ihnen gebietet, wollen sie das Leben erhalten: Sie streben in Richtung Weltraum.
Es sieht fast so aus, als würden die Menschen diesen Wettlauf mit der Zeit gewinnen - können.
Genau rechtzeitig könnten sie es noch schaffen, die Erde zu verlassen, bevor sie für sie unbewohnbar wird.
Mit diesen Fähigkeiten sind die Menschen ausgestattet.
Und sie haben auf der Erde genau das alles vorgefunden, was sie dafür benötigen:
Die entsprechenden Rohstoffe.
Das scheint mir doch schon alles sehr zielgerichtet.
Das wichtigste Werkzeug, das die Menschen zum Überleben brauchen, bedarf aber von Zeit zu Zeit, geschärft zu werden: Die Vernunft.
Der Mensch braucht ein Ziel. Der Mensch braucht eine Aufgabe. Der Mensch hat so viel Verstand erhalten, um erkennen zu können, dass er dem Untergang geweiht ist, wenn er es nicht schafft, die Erde zu verlassen, bevor sie zerstört wird.
Damit er dieses Ziel aber erreichen kann, ist es erforderlich, dass er sich permanent und mit aller Anstrengung davon entfernt, ein Tier zu sein, das schlimmste Tier von allen - wie man oft vorwurfsvoll und zurecht hört.
Ja, der Mensch kann von jetzt auf gleich zum schlimmsten aller Tiere werden. Gerade weil er Verstand hat. Allein schon die Tatsache, dass er weiß was er tut, macht die Grausamkeit noch schlimmer, wenn er eine begeht.
Er kann den Verstand aber auch dazu nutzen, die Grausamkeit noch zu steigern. Zum Glück treten solche Menschen nur vereinzelt auf.
Es gab aber auch schon andere Zeiten.
Und wenn wir nicht stets auf der Hut sind, ist es durchaus möglich, dass solche Zustände auch mal weltweit und längerfristig ausbrechen.
Ich möchte nur mal das hochkochende Mexiko erwähnen.
Aber Euch fallen sicher auch noch andere Beispiele ein.
Leute glaubt es: Es gibt das Böse und es gibt das Gute!
Um das zu verhindern wurde der Mensch aber mit Vernunft, Verstand und Bewußtsein und einem freien Willen ausgestattet.
Diese Vier gilt es jedoch, ständig zu pflegen, zu erhalten, zu erweitern und zu verbessern.
Ich glaube, dass dies der Grund, der Sinn und Zweck war, dass ein Mann auf die Welt kam, um uns zu sagen, dass wir dieses Ziel, ewig zu leben, nur dann erreichen können, wenn wir liebevoll miteinander umgehen.
Logisch ist es auf jeden Fall.
Wir sollten das nicht immer nur als "frommes Wunschdenken" abtun und somit dieses Ziel immer gleich von vornherein zum Scheitern verurteilen.
Jaaa, ich weiß, sich selber oder gar einen anderen Menschen zum Umdenken und erst recht zur Tat, das Umkehren, zu bewegen, ist nicht einfach.
Noch schwieriger wird es, wenn ganze Bevölkerungsgruppen zum Umkehren bewogen werden sollten.
Der Durchbruch wäre erst geschafft, wenn die ganze Menschheit zur Umkehr gebracht wäre.
Selbst, wenn 95% der Menschheit dem zustimmt, dass 'nach dem Gebot der Nächstenliebe zu leben' das Paradies auf Erden bringen könnte, so könnte es daran scheitern, dass 80% glauben, der jeweils andere würde sich nicht daran halten.
Ich weiß, die ganze Menschheit davon zu überzeugen, dass Nächstenliebe unsere einzige Hoffnung auf Rettung ist, das dauert seine Zeit.
Dagegen ist ein Tango tanzender Ozeandampfer eine zappelnde Eintagsfliege.
Aber man soll die Hoffnung und dieses Ziel nie aufgeben. Irgendwann kommt der Schlussakkord in Moll.
Wobei es derzeit schon den Eindruck macht, als würden gewisse Teile der Erdenbevölkerung den Pogo proben.
Es kommt beim großen Friedensfest schon auch darauf an, dass alle nicht nur nach der selben Musik tanzen, sondern auch, nach welcher Musik.
Am schönsten wäre es natürlich, wenn genug Platz geschaffen würde, dass jeder Mensch nach seiner Musik tanzen könnte.
Aber bis es soweit ist, müssen wir uns noch ein wenig gedulden und zusammenreißen.
Das Universum ist groß genug für Alle
Geändert von Streuner (13.09.2010 um 01:24 Uhr)
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13.09.2010, 01:31Inaktiver User
AW: Religionen im Vergleich
Das Universum ist groß genug für Alle
Woher nimmst du diese Gewissheit?
Hast du das auch irgendwo gelesen?
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13.09.2010, 01:45
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13.09.2010, 09:38Inaktiver User
AW: Religionen im Vergleich
Nicht zu "blöd", sondern einfach nur zu stolz!
Sie wollen sich nichts sagen lassen und von einem Gott sowieso nicht!!!
Viele denken, sie könnten die Probleme selber lösen. Ohne Gott auch nur in Erwägung zu ziehen.
Sie erkennen gar nicht, dass sie die meisten Probleme erst selbst geschaffen haben.
Über 6000 Jahre hatten sie Zeit um zu beweisen, dass sie es ohne Gott schaffen. Das Ergebnis sehen wir in den Nachrichten, können wir in jedem Geschichtsbuch nachlesen.
Ausnahmslos jede von Menschen erdachte Regierungsform hat kläglich versagt.
Solange es diese Ichsucht, diese Selbstsucht, dieses "jeder ist sich selbst der Nächste" gibt, solange wird es kein echtes Miteinander geben.
Echten wahren Frieden gibt es nur in Verbindung mit dem allmächtigen Gott.
Wer sich wirklich nach den Gesetzen Gottes ausrichtet, hat Frieden.
Wer sich wirklich nach den Gesetzen der Bibel ausrichtet, geht nicht in den Krieg, hält sich aus den Streitigkeiten der Welt heraus.
Ein echter Christ hält sich an alle Grundsätze und Moralvorstellungen der Bibel und sucht sich nicht nur einige heraus, so wie es ihm gerade passt.
Stell dir nur mal vor, alle Menschen weltweit würden wirklich so handeln, wie es Jesus gelehrt hat.
Welch ein herrliches Leben hätten wir dann jetzt schon...Geändert von Inaktiver User (13.09.2010 um 09:43 Uhr)



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