Das ist wissenschaftlich fundierte Argumentation ?
ok
Klingt nicht logisch, eher borniert.
und nee, ich will damit niemanden ärgern - ich hab selber von der Geschichte dieser Zeit auch wenig Ahnung.
Vielleicht könnte ich Deine Herablassung besser nachvollziehen, wenn ich mehr Ahnung hätte, kann sein.
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14.01.2011, 21:51
AW: Muss Jesus unbedingt Gottes Sohn sein, um glauben zu können?
Geändert von Jolanda_40 (14.01.2011 um 22:18 Uhr)
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14.01.2011, 22:41
AW: Muss Jesus unbedingt Gottes Sohn sein, um glauben zu können?
Hast Du Plutarch gelesen?

So romatisch wurde das Leben der Kleopatra von Zeitgenossen nicht dargestellt und Plutarch ist z.B. Quelle für Shakespeare und so ziehen sich die Fehler durch die Geschichte durch...
Münzen, die als Beleg für die Existenz der Thea Mousa Urania gelten, wurden erst Anfang des letzten Jahrhunderts entdeckt. Dies führte immerhin dazu, dass Flavius Josephus als römischer Historiker anerkannt wurde.
Gibt es keine aktuelleren Theorien zum historischen Jesus, als die, die Du genannt hast?
Was ich geschrieben habe?
"Ich sehe das als monumentalen Film vor meinem geistigen Auge. Das ganze ist eine lange Geschichte, ich habe das Thema nun ca. 8 Jahre lang studiert und die einzelnen Hinweise ( Beweise gibt es nicht ) wie Perlen an einer Schnur nacheinander aufgereiht."
Studiert habe ich:
Alle Quellen für die Zeit 70. v. bis 70 n. Chr. für den Mittelmeerraum.
Also z.B. Horaz, Josephus Flavius, Cassius Dio, Sueton, Tacitus, Plutarch und Paterculus, sowie aktuelle Literatur zu Kleopatra und Augustus, z.B. Schuller und Bringmann.
8 Jahre lang: Die Ideen brauchten Zeit zum Reifen und ausserdem bin ich berufstätig.
Am liebsten würde ich das als Film "rüberbringen", aber wer soll den bezahlen?
Es kann auch gerne in dem anderen Strang weiterdiskutiert werden ...... living next door to ...
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14.01.2011, 23:32Inaktiver User
AW: Muss Jesus unbedingt Gottes Sohn sein, um glauben zu können?
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15.01.2011, 00:23
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15.01.2011, 08:18Inaktiver User
AW: Muss Jesus unbedingt Gottes Sohn sein, um glauben zu können?
Klar kann man es auch so machen wie du - was dabei rauskommt, hab ich ja gelesen...
Sorry, aber das ist für mich nicht ernst zu nehmen.
Und ich habe mich sicher nicht durch stapelweise theologische Literatur gearbeitet, hebräisch und altgriechisch studiert, wie das bei uns so üblich ist und jeden Buchstaben eines Verses auseinandergenommen und mit anderen Übersetzungsangaben verglichen, weil es mich nicht interessiert.
Du kommst mir mit der religionsgeschichlichen Schule an und hast nicht mal ne Ahnung, was deren Inhalt war.
Und stell dir vor, an unseren Fakultäten gab es auch lehrende Frauen.Geändert von Inaktiver User (15.01.2011 um 08:25 Uhr)
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15.01.2011, 10:51Inaktiver User
AW: Muss Jesus unbedingt Gottes Sohn sein, um glauben zu können?
Wer hier ernsthaft daran interessiert ist, was die evang. Theologie so treibt, kann sich das hier mal zu Gemüte führen.
Auszug:
" Wie geht man auf der neuen Suche nach dem historischen Christus vor?
Zunächst bleibt man innerhalb des Rahmens der historischen Kritik. Dazu gehören Markus-Priorität, Anerkennen kleiner Einheiten auf mündlicher Stufe, Anerkennen der These, dass Rahmen und Struktur der Evangelien die Schöpfung der Evangelisten ist, Anerkennen, dass die mündliche Tradition durch die Gemeinde geformt wurde. Zu den schon genannten Arbeitsweisen der Formkritik kommen einige Kriterien, die helfen sollen, den historischen Jesus ans Licht zu bringen und authentisches
von nicht-authentischem Material zu unterscheiden:
(1) Das Kriterium der multiplen Attestation (vielfachen Bezeugung)
Wenn eine Lehre oder ein Geschichtsbericht in mehr als einer Form erscheint, ist die Chance größer, dass dieses Material echt ist. Beispiel: Das Gleichnis vom Senfkorn erscheint in Mk (4,30-32) und in Q (Lk 13,18-19; Mt 13,31-32) und mag auf Jesus zurückgehen.
(2) Das Kriterium des aramäischen Charakters
Wenn bei einer Rede aramäische Spuren feststellbar sind, mag die Rede authentisch sein (Joachim Jeremias). Beispiel: Der Gebrauch des hebräischen Parallelismus in Lk 12,8-9 weist auf Echtheit hin.
(3) Das Kriterium der palästinischen Welt
Reflektiert eine Rede den Hintergrund der palästinischen Welt, besteht die Chance, dass sie authentisch ist (Joachim Jeremias). Beispiel: Das Gleichnis von der Lampe weist in Mt 5,5 auf ein kleines, aus einem Raum bestehendes Haus in Palästina hin, während es
in Lk 11,33 ein größeres Haus voraussetzt. Mt ist palästinischer und daher eher echt.
(4) Das Kriterium der Dissimilarität
Eine Rede Jesu ist authentisch, wenn sie sich vom zeitgenössischen Judentum und von der Verkündigung der Kirche unterscheidet (Rudolf Bultmann). Beispiel: In Mk 2,18-20 spricht sich Jesus gegen das Fasten aus. Das ist deutlich anders als das Judentum und die
Gemeinde. Die Rede mag auf den historischen Jesus zurückgehen.
(5) Das Kriterium der Kohärenz
Wenn Material, das mit anderen Kriterien nicht untersucht werden kann, zur Botschaft Jesu mit seinem eschatologisch begründeten Ruf zur Umkehr passt und die sozialen, politischen, kirchlichen, linguistischen und anderen Faktoren reflektiert, kann es als
authentisch angesehen werden. Dieses Kriterium greift natürlich nur, wenn die Hauptbotschaft Jesu durch die Anwendung der anderen Kriterien als gesichert betrachtet werden kann. Das heißt: Material kann als authentisch anerkannt werden, wenn es mit dem als authentisch erklärten Material übereinstimmt (C. E. Carlston)."
Selbst wenn ich nun selbst nicht aramäisch gelernt habe, kann ich doch davon ausgehen, dass ich mehrere Bücher zurate ziehen kann, deren Autoren mir bestätigen können, dass es sich um eine aramäische Übersetzung ins griechische handeln muss.
Ist das deiner Meinung nach "sich auf andere verlassen"?
Ich halte das für wissenschaftliches Arbeiten.
Du benutzt für deine Studien ja auch Quellenangaben, oder?! Fragt sich bloß, wie zuverlässig diese sind, oder ob du dir nicht irgendwas zusammenspinnst, weil du es reißerisch und innovativ findest.
Ich dachte zunächst wirklich, deine Geschichte von Maria die Kleopatra sei, sei nette Unterhaltungsliteratur vom Stile eines Dan Brown. Ich setzte hier ein Augenzwinkern voraus, da ich nicht annahm, dass jemand so einen Humbug tatsächlich ernst meinen könnte.
Das Bsp. das Jolanda hier anführte, nämlich dass Menschen früher dachten, die Erde sei eine Scheibe, trifft hier genau umgekehrt zu.
Weil Menschen sich GottseiDank mehr auf Wissenschaft verlassen als auf willkürliche Interpretationen, hat sich schließlich die Wahrheit durchgesetzt.
Wir brauchen in der Theologie nicht noch mehr Spinner, wie z.B. die Pastafari, die alles, was bisher mühsam erarbeitet wurde, ad absurdum führen.
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15.01.2011, 10:57
AW: Muss Jesus unbedingt Gottes Sohn sein, um glauben zu können?
Das habe ich von wikpedia, http://http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Hengel.
Hengel wird vom Papst zitiert, wenn es darum gahet, das "vierte Evangelium" (Johannes) einzuordnen. Es wird der Gnosis zugerechnet, während ich es eher der Hermetik zuordnen will. Die Hermetik scheint aber außen vor zu bleiben, weil sie nicht auf einen Erlöser wartet (Hermes hier wohl selbst bereits der Erlöser ist).
... living next door to ...
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15.01.2011, 11:04
AW: Muss Jesus unbedingt Gottes Sohn sein, um glauben zu können?
Na, das passt doch!
Leider habe ich den Eindruck, dass Du mir unberechtigte Vorwürfe machst. Deine Vorwürfe zu Unterhaltungsliteratur zielen allesamt auf Plutarch.

Das Problem ist doch, dass Kleopatras Tod durch Schlangenbiss nur von Dichtern und nicht von Historikern überliefert wurde.
Also ist Kleopatras und Kaisarions Tod eine Dichtung, entstanden aus Augusteiischer Propaganda.
Es gibt Hinweise dafür, dass beide nicht 30 v. Chr. gestorben sind.... living next door to ...
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15.01.2011, 11:22Inaktiver User
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15.01.2011, 11:25Inaktiver User
AW: Muss Jesus unbedingt Gottes Sohn sein, um glauben zu können?
Kannst du mir bitte mal erklären, was es für eine Rolle spielt, wann Kleopatra tatsächlich verstorben ist?! Muss man das unbedingt mit dem historischen Jesus in Zusammenhang bringen, bloß weil es abenteuerlich klingt?
Ich lasse dir ja deine lustigen Fantasiegeschichten, insofern sie einen gewissen Unterhaltungswert haben, aber gebe bitte nicht vor, das könne man wissenschaftlich belegen.




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