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27.03.2010, 10:51Inaktiver User
AW: Kein Mensch kann sich selbst ent-schuldigen!
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27.03.2010, 10:55
AW: Kein Mensch kann sich selbst ent-schuldigen!
Jetzt nehme ich mal ein Beispiel: Ein Lehrer (mal ganz neutral, nicht immer die Pfarrer), der Kinder missbraucht hat, bereut dies eines Tages. Ich würde ihm dieses Bereuen nur abnehmen, wenn er z.B. 50 Prozent seiner zukünftigen Pension einer Einrichtung bezahlt, die z.B. etwas für misshandelte Kinder tut, oder das Geld zu anderen guten Zwecken verwendet.
Bereuen, um wieder ein freies Herz zu haben, ist zu einfach. Und mit dem Wunsch mancher Täter, sich später durch das Bereuen und eine Aussprache mit dem Opfer zu erleichtern, ist doch wieder der Versuch, das Opfer zum eigenen Wohle zu gebrauchen. Die Opfer werden dann wieder einmal benutzt.
Man kann es sich ganz schön einfach machen.Ich bin, also denke ich
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27.03.2010, 11:03
AW: Kein Mensch kann sich selbst ent-schuldigen!
an Wolfgang,
da stimme ich zu. Wenn es wichtig ist ( Dein Beispiel), muss ich eine Wiedergutmachung oder Buße anbieten. Aber ich würde es nicht als ein Geschädigter akzeptieren, dass sich der Täter die Wiedergutmachung selbst aussuchen darf.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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27.03.2010, 11:07
AW: Kein Mensch kann sich selbst ent-schuldigen!
Gerade bei diesen Missbrauchgeschichten ist gar nicht mehr genau zu erkennen, wer wie weit geschädigt wurde. Da gibt es Menschen, die getrauen sich ein Leben lang nicht drüber zu reden, und andererseits gibt es Trittbrettfahrer, denen nichts widerfahren ist, die nur an der ganzen Geschichte profitieren wollen. Daher dachte ich evtl. an Spenden oder ähnliches. Wenn Wiedergutmachung direkt funktioniert, warum nicht, da haste Recht.
Ich bin, also denke ich
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27.03.2010, 11:08
AW: Kein Mensch kann sich selbst ent-schuldigen!
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27.03.2010, 11:12
AW: Kein Mensch kann sich selbst ent-schuldigen!
Nein, die gibt es nicht, Majolika. Ich denke, Gott wird es darauf ankommen, wo wir uns schuldig gemacht haben und wie schwer diese Schuld wiegt. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, wie Leid uns unsere Verfehlungen tun, und ich spreche da nicht von "Verfehlungen" wie Homosexualität. Beim Thema Ehebruch wird ER schon unterscheiden können
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27.03.2010, 11:22
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27.03.2010, 11:31
AW: Kein Mensch kann sich selbst ent-schuldigen!
Ich denke, es gibt Dinge, die man beim allerbesten Willen nicht "wieder gut machen" kann, selbst dann nicht, wenn einem das Opfer vergibt. Missbrauch wird man sein Leben lang mit sich herumschleppen, ganz zu schweigen z.B. von Opfern des Holocaust, denen ist auch mit einer rein finanziellen Zuwendung nicht zu helfen.
Die Schuld, die wir im Laufe unseres Lebens auf uns laden, kann allenfalls durch eine ehrliche Vergebung seitens der Opfer gelindert werden, und genau da setzt meine Überlegung an. Ist mir wirklich geholfen, wenn ich vergebe? Bisher dachte ich immer so...
Eins ist sicher: Hass bringt uns nicht weiter, aber es gibt dennoch Dinge, die man nicht vergeben kann.
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27.03.2010, 11:31Inaktiver User
AW: Kein Mensch kann sich selbst ent-schuldigen!
Die Strafe ist dann für Mord ewige Höllenqual.
Für Ehebruch 20 Jahre Höllenqual und für 100 Lügen dann 10 Jahre...?
Ist natürlich jetzt ironisch gemeint.
Wer aufrichtig seine Sünden bereut, dem wird Gott vergeben. Und wenn er vergibt, dann vergisst er sie sozusagen und hält sie uns nicht irendwann einmal vor.
Wer aber reuelos weiter macht, für diesen Menschen gibt es von Gott niemals Vergebung.
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27.03.2010, 11:42
AW: Kein Mensch kann sich selbst ent-schuldigen!
Voraussetzung für die "aufrichtige Bereuung" von Sünden ist zuallererst einmal, diese überhaupt zu erkennen. Manche Menschen sehen zwar den Splitter in ihren Augen und erst recht in den Augen anderer, übersehen dabei aber den Balken...
Oder wie sagte Jesus?: Ganze Kamale schlucken sie unbesehen hinunter, aber das Haar in der Suppe stört sie. Dumm gelaufen, kann man da eben nur sagen.




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