.. die Frage verstehe ich nicht!
Dann wäre die Symbolhaftigkeit, die hinter dem Zölibat steckt aber nicht einmal mehr die Hälfte wert.Das Zölibat fände ich o.k., wenn es eine freiwillige Entscheidung des Priesters, und nicht von irgendwelchen Vorschriften der Kirche, wäre. Diese Entscheidung müsste von dem Priester außerdem jederzeit und problemlos wieder zurückgenommen werden können.
Das ist eine der offiziellen Begründungen. Selbst die Kirche verargumentiert diese Entscheidung - auch heute noch - auf unterschiedlichen Ebenen.Die Einführung des Zölibates in der KK geht auf ein m.E. nach falsch interpretiertes Bibelzitat zurück, nämlich Matthäus 19,12:
"Es gibt verschiedene Gründe, warum jemand nicht heiratet. Manche Menschen sind von Geburt an eheunfähig, manche - wie die Eunuchen - sind es durch einen späteren Eingriff geworden. Noch andere verzichten von sich aus auf die Ehe, weil sie ganz davon in Anspruch genommen sind, dass Gott jetzt seine Herrschaft aufrichtet. Das sage ich für die, die es verstehen können.«
Wenn Du aber anfängst nach den geschichtlichen Hintergründen zu forschen, wirst Du das nicht mehr mit dieser Sicherheit sagen können. Wirtschaftliche Interessen waren auf jeden Fall eines der Motive.
Antworten
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13.02.2010, 10:18
AW: @err Rhein
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13.02.2010, 11:06
AW: @err Rhein
Die Frage ging an dich: Ich verstand nicht, was du meinst, wenn du sagts "es gilt nicht für alle". Was gilt nicht für alle?
Mit Symbolhaftigkeit hat die Aussage Jesu ja eben nun gerade nichts zu tun. Das hat sich nur die KK so zusammengebastelt.
Was spielt denn das letztlich noch für eine Rolle, ob es sich nun um wirtschaftliche Intersessen handelte, falls das stimmt, oder um fehlinterpretierte Bibelpassagen ?
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13.02.2010, 13:48
AW: @err Rhein
Ein freiwilliges Zölibat ist eigentlich ein Widerspruch. Zölibat ist Zwang. Wenn Leute keinen Partner haben oder wünschen, ist das noch lange kein Zölibat. Nur wenn sie von ihrem Arbeitgeber zur Ehelosigkeit gezwungen werden, würde ich das als Zölibat bezeichnen.
Im Übrigen denke ich, dass ein Priester gegen eine Entlassung klagen kann, wenn er heiratet und deshalb von seinem Arbeitgeber entlassen wird. Vorschriften dieser Art gehören verboten.
Und ob die Einführung des Zölibats auf ein falsch verstandenes Bibelzitat oder auf Machtspielchen innerhalb der mittelalterlichen Kirche beruht, ist unwichtig. Wir haben inzwischen sogar schon das Zeitalter der Aufklärung hinter uns. Egal welche Gründe für die Verteidigung des Zölibats angeführt werden, es gehört abgeschafft.
Und wenn ich schonmal dabei bin. Dann können wir gleichzeitig noch die Männerwirtschaft innerhalb der KK abschaffen.Ich bin, also denke ich
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13.02.2010, 16:20Inaktiver User
AW: @err Rhein
Könnte er, aber es wird keine Entscheidung zu seinen Gunsten geben, denn es gibt die "Loyalitätspflicht" gegenüber den Kirchen (KK, EV) und da geht selbst das Verfassungsgericht nicht "dran".
Wer interesse hat kann ja mal nach diesem Urteil des Bundesverfassungsgerichts suchen: 2 BvR 1703, 1718/83 und 856/84
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13.02.2010, 16:25
AW: @err Rhein
Eusebia, und schon wieder muss ich eingestehen: ich will überall mitreden und weiß doch sehr wenig. Der gesunde Menschenverstand scheint doch nicht auszureichen.
Ich bin, also denke ich
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13.02.2010, 16:43
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13.02.2010, 17:21
AW: @err Rhein
ah.. ok. Das hier war's
Somit relativiert sich das "Problem".Jetzt könnte ich böse fragen "die Kirche orientiert sich an den Aussagen Jesu nur dann, wenn es ihr in den Kram passt", aber das wäre ein klein wenig überzogen.Mit Symbolhaftigkeit hat die Aussage Jesu ja eben nun gerade nichts zu tun. Das hat sich nur die KK so zusammengebastelt.

Aber ich antworte nur "aber danach wird gelebt" ... die Lehre der Kirche ist ausschlaggebend. Ginge es nur um den Glauben an Jesus und Gott, man bräuchte keine Kirche mehr. Das könnte man auch anders leben.
Oh, für mich ist das ein wesentlicher Unterschied weil die Gegenargumente zwangsläufig andere sind und weil es auch um die Glaubwürdigkeit der Kirche geht.Was spielt denn das letztlich noch für eine Rolle, ob es sich nun um wirtschaftliche Intersessen handelte, falls das stimmt, oder um fehlinterpretierte Bibelpassagen ?
Nichts desto Trotz hatte mich in diesem Strang eigentlich nur die Frage interessiert "fördert der Zölibat Mißbrauch". Das scheint hier aber die wenigsten zu interessieren.
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13.02.2010, 17:33Inaktiver User
AW: @err Rhein
Um die Frage zu beantworten muss erstmal gerechnet werden, erst DANN könnte man von "fördern" reden.
Es gibt Missbrauch allerorten, wenn man z.B. Missbrauch bei kleineren Gemeinschaften "hochrechnen" würde, dann wäre würden hier einige erschrecken. Allerdings wird man immer wieder mit einer wahrscheinlich sehr hohen Dunkelziffer rechnen müssen. Grundsätzlich würde ich nicht annehmen, dasss der Zölibat den Missbrauch "begünstigt", denn trotz aller Sexualfeindlichkeit der KK halte ich doch die meisten die "Gott dienen" für Menschen die sich dem Wort Gottes, in aller Konsequenz, verpflichtet fühlen.
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13.02.2010, 17:36Inaktiver User
AW: @err Rhein
Das ist nicht überzogen... So wie ich es festgestellt habe, ist das eine Tatsache.
Jesus sprach zwar nicht vom Zölibat, aber Paulus...
1. Timotheus 4:1-3
"Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden,
indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämọnen achtgeben,
2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind,
3 die verbieten zu heiraten und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen."
Wer heiraten möchte, darf also heiraten. Für Christen ist es nicht verboten.
Auch wenn er ein Apostel war...
(1. Korinther 7:36) Wenn aber jemand denkt, er verhalte sich gegenüber seiner Jungfräulichkeit ungehörig,
wenn diese über die Blüte der Jugend hinausgeht, und es auf diese Weise geschehen sollte, so tue er, was er will; er sündigt nicht.
Sie mögen heiraten.
(1. Korinther 9:5) Haben wir nicht [die] Befugnis, eine Schwester als Ehefrau umherzuführen, wie auch die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kẹphas?
(Math. 8:14) Und als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er dessen Schwiegermutter fieberkrank daniederliegen.
Das Zölibat ist nicht biblisch begründet.
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13.02.2010, 17:48
AW: @err Rhein
Ich denke nicht, dass man mit rechnen weiter kommt. Und es geht auch nicht um "begünstigen" sondern um "fördern". Für mich ist das ein wesentlicher Unterschied.
Die Frage, ob der Zölibat Missbrauch fördert stellt sich mir eben weil diese Menschen - so nehme ich an - das Priesteramt ausüben weil sie sich dem Wort Gottes verpflichtet fühlen. Hier dürfte eigentlich kein einziger Fall auftreten. Statt dessen sind es zumindest nicht unerheblich wenig Fälle. (siehe eines meiner Postings weiter oben)



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