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Thema: Fastenzeit

  1. Inaktiver User

    AW: Fastenzeit

    Vielleicht kann ich durch den Verzicht ja doch Gott näher kommen, denn ich werde mit Sicherheit mehr auf mich zurückgeworfen werden, als wenn ich meinen Tag mit so vielen Dingen beschleunige (sei es, weil ich es muss, sei es, weil ich es gerne so haben möchte) - dann würden die 40 Tage anstatt eines ganzen Lebens Sinn machen. Ich könnte viele Dinge bewusst hinterfragen, diese Zeit also auch dazu nutzen, mich in meinem Leben mental neu zu positionieren. Da ich mich für ein Kind Gottes halte, käme ich mit der Nähe zu mir auch Gott näher...

    Ernsthaft einmal innezuhalten, heißt doch nicht automatisch, keinen Spaß (mehr) am Leben zu haben. Im Gegenteil: Dadurch werde ich den Spaß besser wahrnehmen, mehr genießen.

    Das sind jetzt meine Gedanken, meine Ansprüche, wenn man so will. Das "schnelle Leben" ist nicht mehr unbedingt das, was ich suche. Mein Spaß findet sich mit zunehmendem Alter immer öfter auf Ruheinseln.


  2. Inaktiver User

    AW: Fastenzeit

    Schöne Gedanken, Schlaflos.

    Ich denke, dass Gott aus diesem guten Grund dem Volke Israel damals geboten hatte, 6 Tage zu arbeiten und einen ganzen Tag damit zu verbringen, über Gott nachzudenken.

    Während des Alltagstresses findet man auch heute wenig Zeit sich mal mit Gott und der Bibel zu befassen.

    Als Christ muß man ja das mosaische Gesetz nicht mehr halten.
    Aber der Grundsatz wenigstens 1x pro Woche etwas intensiver über Gott und sein Vorhaben nachzusinnen, hilft den Alltag besser zu meistern.

    Und das muß auch kein Sonntag sein....

    Ich habe festgestellt, dass es sogar besser ist jeden Tag ein paar Minuten die Briefe Gottes zu lesen,
    anstatt einmal pro Woche einen ganzen Tag.
    Das ist nämlich oftmals nicht wirklich umzusetzen...

  3. Inaktiver User

    AW: Fastenzeit

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Immer noch geistert im Christentum der Gedanke umher, Leiden, Verzicht, "Abtötung des Fleisches" sei etwas Gottgefälliges.

    Vielleicht hängt das mit dem "Opfergedanken" zusammen - um einen aufgebrachten Gott zu versöhnen, muss geopfert und verzichtet werden. Wenn Gott böse ist ob der "Sünden" der Menschen, kann man ihn durch freiwilliges Leiden wieder gut stimmen.

    Was ist das für ein Gott, dem es gefällt, wenn Menschen Entbehrungen auf sich nehmen, anstatt das Leben mit allen Freuden zu genießen?
    Das geistert ganz gewiss nicht durch "das Christentum".
    Denn das Christentum an sich gibt es nicht.

    Das was du da beschreibst, ist römisch-katholisch, aber ganz gewiss nicht christlich.

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    AW: Fastenzeit

    Ich verzichte 7 Wochen auf die BriCom. Wie die letzten zwei Jahre auch.

    Außerdem auf Alkohol.

    Und ich bin evangelisch.

    Tabea
    Bis auf Weiteres a.D.

  5. Inaktiver User

    AW: Fastenzeit

    Zitat Zitat von Tabea Beitrag anzeigen
    Ich verzichte 7 Wochen auf die BriCom. Wie die letzten zwei Jahre auch.

    Außerdem auf Alkohol.

    Und ich bin evangelisch.

    Tabea
    Na das darfst du doch auch. Seit 1983 gibt es sogar von der EKD eine jährliche Fastenaktion.
    Ist ja auch ok wenn man das freiwillig will.
    Der Unterschied ist eben nur, unsere Kirche verlangt das nicht von uns. Und uns wird auch nicht mit ewiger Verdammnis gedroht.

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    AW: Fastenzeit

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Immer noch geistert im Christentum der Gedanke umher, Leiden, Verzicht, "Abtötung des Fleisches" sei etwas Gottgefälliges.

    Vielleicht hängt das mit dem "Opfergedanken" zusammen - um einen aufgebrachten Gott zu versöhnen, muss geopfert und verzichtet werden. Wenn Gott böse ist ob der "Sünden" der Menschen, kann man ihn durch freiwilliges Leiden wieder gut stimmen.

    Was ist das für ein Gott, dem es gefällt, wenn Menschen Entbehrungen auf sich nehmen, anstatt das Leben mit allen Freuden zu genießen?
    Aber ja....*gähn* die uralte Leier, wieder einmal. Nicht auszurotten, besonders bei Leuten die dem Christentum fernstehen.

    Kein Opfer mehr, keine Zöllner und Sünder
    "Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer", zitiert Jesus den Propheten Hosea.


    Lies nach und denk drüber nach.

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    AW: Fastenzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das was du da beschreibst, ist römisch-katholisch, aber ganz gewiss nicht christlich.
    Na ja, die Mehrzahl der Christen ist katholisch. Nicht alle, da hast du natürlich Recht - und mit den Prinzipien der Protestanten bin ich nicht vertraut.

    Allerdings gab es 1.500 Jahre lang nur die Una Sancta - ihr seid erst später gekommen.....
    Geändert von 3146 (03.02.2010 um 08:14 Uhr)

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    AW: Fastenzeit

    Zitat Zitat von Larissa
    Aber ja....*gähn* die uralte Leier, wieder einmal.
    Die Sache ist uralt, wird aber immer wieder neu aufgewärmt.
    "Fastenpredigten" gibts jedes Jahr.

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    AW: Fastenzeit

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Na ja, die Mehrzahl der Christen ist katholisch.
    Wo?

    In Deutschland hält es sich, wenn man Freikirchen berücksichtigt, in etwa die Waage.

    Tabea
    Bis auf Weiteres a.D.

  10. Inaktiver User

    AW: Fastenzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das was du da beschreibst, ist römisch-katholisch, aber ganz gewiss nicht christlich.
    Ist es nicht (mehr)! Seit dem Konzil (Ende der Sechziger) hat sich viel geändert. Aber das ist halt noch nicht in allen Köpfen angekommen - vor allem in denen der dauernden "Kirchenkritiker", die zwar keine Ahnung haben, das dafür aber gründlich. Und die so ungern aus ihren "Vorurteil-Schubladen" rausgehen, denn das wäre anstrengend.

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