Sie ist sicher , wie sie ist.
Aber wenn wir sie beschreiben oder definieren wollen, dann müssen wir von dem ausgehen, was wir von ihr erkennen.
Das heißt aber nicht, dass die Dinge, die wir nicht erkennen oder nicht begreifen können, nicht wahr sind.
Um sagen zu können "Ich habe die Wahrheit gefunden" müssten wir perfekte und allumfassende Sensoren für sie haben.
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Thema: Was ist Wahrheit?
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21.10.2009, 18:26
AW: Was ist Wahrheit?
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21.10.2009, 20:42Inaktiver User
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21.10.2009, 22:12
AW: Was ist Wahrheit?
Man muss sich mal des Ausmaßes der Wahrheit bewußt werden.
Wie Eingangs schon erwähnt wurde,......ist Wahrheit allumfassend. Man könnte vereinfacht auch sagen: Wahrheit ist nichts anderes als die Realität."Wahrheit ist das Ewig-Unveränderliche! Das sich in seiner Form niemals verwandelt, sondern so ist, wie es schon ewig war und immer bleiben wird, wie es jetzt ist. Das deshalb auch nie einem Fortschritt unterworfen werden kann, weil es von Anfang an vollkommen war. Wahrheit ist tatsächlich, sie ist "seiend". Seiend allein ist wahres Leben.
Aus der Wahrheit schöpfen heisst also aus dem Leben schöpfen und sie darin finden."
Somit umfasst sie auch die ja nicht unerhebliche Frage: Gibt es Gott oder gibt es ihn nicht?
Kaum zu fassen, dass es auf diese Frage nur zwei mögliche Antworten gibt,
und nur eine davon ist die Wahrheit:
Ja oder Nein
Ich akzeptiere hier weder ein "Ja" noch ein "Nein".
Das einzige was ich hier akzeptiere, ist "Ich weiß es nicht".
Was ich nicht verstehe, ist, wie das jemandem egal sein kann.
"Wenn ohnehin fest steht, dass wir die Wahrheit zumindest zu Lebzeiten nie finden werden", so könnte man sich fragen, "was macht es dann für einen Sinn, danach zu suchen?"
Die Suche nach der Wahrheit, ob es Gott gibt oder nicht, ist die Suche nach Orientierung.
"Wie soll ich leben?" "Soll ich so leben, als gäbe es Gott oder so, als gäbe es ihn nicht?"
Sind das die richtigen Fragen nach der Wahrheit?
Ich denke, ja, aber nicht nur. Denn das Grübeln und das Zweifeln bleibt, dass ich mich vielleicht doch für die falsche Richtung entschieden haben könnte.
Also muss ich weiterfragen und weitersuchen.
Wonach soll man suchen? Wo soll man anfangen zu suchen?
Was könnte ein Hinweis sein auf die Existenz eines Gottes?
Was ein Indiz gegen seine Existenz? Wenn es Gott gibt, dann gibt es auch den Teufel. Wenn es Gott gibt und er allmächtig ist, warum besiegt er dann den Teufel -das Böse- nicht einfach?
Sind wir auf die Welt gekommen -wer sind "wir"-, damit das Gute über das Böse siegt? Damit das Gute sich seiner bewußt wird? Damit das Gute aus eigenem Willen heraus über das Böse siegt? Warum werden "gut" und "böse" - "richtig" und "falsch" - "normal" und "unnormal" häufig in Apostroph geschrieben? Ist es eine Anmaßung, gut von böse, ... unterscheiden können zu wollen?
Die Antworten suche ich noch.
Ich suche sie in meinem Herzen.
Den Sinn meines Lebens sehe ich darin, den Sinn des Lebens zu suchen.
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21.10.2009, 22:45
AW: Was ist Wahrheit?
Ich verfolge mal die negative Spur (Gott gibt es nicht).
Theoretisch ist es möglich, dass eine Million (beliebige Zahl)
Menschen etwas sagen/glauben, ein anderer sagt/glaubt
etwas anderes und der eine hat Recht, wogegen die Million Menschen sich irren.
Die Tatsache allein, dass viele Millionen menschen an Gott glauben,
ist für mich somit keinerlei Hinweis auf die Wahrheit.
Ich fragte daraufhin mal einen guten Freund, der nicht an Gott
glaubt, wie dann die Menschen überhaupt auf die Idee kamen, an einen Gott zu glauben.
Er antwortete mir: In der Steinzeit war es um ein vielfaches dunkler wie heute. Die Wälder und die Tundra waren dicht bewachsen. Die Menschen wussten über Ihre Umgebung sogut wie nichts.
Die Nacht und die Finsternis war bedrohlich. In der Nacht gingen wilde Tiere auf die Jagd und fraßen Menschen.
Der Tag und das Licht hingegen boten Schutz und ein Gefühl der Sicherheit.
Da das Licht und die Wärme, aber auch Blitz und Donner von unerreichbar weit oben kommen, nahmen die Menschen damals an, alle Macht über Gut und Böse kommt von dort oben. Licht und Feuer bedeuteten Macht.
Sobald der erste mensch das Feuer in Händen hielt, begannen das Ringen und der Kampf um die Macht.
Auch heute ist es noch so, wer das größte Feuer machen kann, hat die größte Macht.
Allerdings nur über die Menschen, nicht aber über die Wahrheit.
Keine Bombe der Welt kann die Wahrheit verändern, ob es Gott gibt und/oder welcher der Richtige ist.
Sogesehen könnte diese Erklärung einleuchtend sein.
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21.10.2009, 23:53
AW: Was ist Wahrheit?
Hier nun eine positive Spur (Gott existiert)
Ein Urzeitmensch trat zum ixten mal auf einen spitzen Stein.
Er schrie und fluchte (das Gute kam vom Sonnengott, das Böse vom Donnergott)
ganz fürchterlich und hüpfte wütend herum.
In seiner Wut und noch mit schmerzendem Fuß hatte er endgültig
die Schnauze voll und warf den spitzen Stein so weit er konnte
ins Gebüsch. Aber nicht nur diesen einen, sondern alle Steine,
die sich auf dem Trampelpfad befanden, die er und seine Sippe
immer benutzten, um zu Ihrem Lagerplatz zu kommen.
Der Straßenbau hatte begonnen.
Immer größere und schwerere Steine und Felsbrocken mussten
beiseite geschafft werden. Zufällig wurde ein Felsbrocken über
einen Baumstamm geschleppt. Man bemerkte, dass erstens
zwei Menschen einen größeren Stein bewegen können wie einer allein,
und, dass es leichter geht, wenn ein Baumstamm darunter liegt.
Das Auto war geboren. Noch heute unterscheiden wir uns kaum
von den Steinzeitmenschen. Wir tun immer noch das selbe wie
die Menschen von damals: Wir suchen die Umgebung nach brauchbaren
Materialien ab und basteln uns daraus einen Gebrauchsgegenstand.
Einer hat eine Idee - weil er sie aber
alleine nicht umsetzen kann, muss er es irgendwie schaffen,
so viele Menschen dazu zu bringen, dass sie ihn bei der Umsetzung
seiner Idee unterstützen. Die methoden waren unterschiedlich.
Mal mit gewalt. Mal mit List. Am meisten und langfristigsten Erfolg
brachte immer noch die Überzeugungsarbeit und auf der anderen
Seite die Einsicht. So siegte am Ende immer noch am meisten
die Vernunft - beiderseits.
So leben wir, was das Verhalten betrifft heute noch wie in der
Steinzeit. Was sich verändert hat, ist die Umgebung, in der wir
leben. Und was sich an den Menschen selber verändert hat,
ist erstens, sie haben Ihr Bewußtsein für die Vernunft
und sich geistig weiterentwickelt, und was sich vor allem trotz
aller widriger Umstände bis zum heutigen Tag stetig weiterentwickelt
hat, ist die Population. Egal zu welcher Zeit, es gab im Prinzip niemals vorher
so viele Menschen auf der Erde wie zu dieser Zeit.
Von vielleicht geringfügigen Schwankungen mal abgesehen.
In einer Zeit, wo die Menschheit dazu in der Lage war, einen von vielen
sehr wichtigen Sätzen festzuhalten, kam jemand, der sagte:
Der Glaube kann Berge versetzen.
Ich gebe zu, ich saß auch schon vor einem Kartoffelberg und
habe versucht, diesen per Glauben dort hinzubefördern,
wo ich ihn dann doch mit der Hand schaufeln musste (lustig aber wahr!
)
Heute, gute zweitausend Jahre später, erzählt uns unter anderem
ein Wissenschaftler Names Harald Lesch,wenn man von unserem Körper
die 70% Wasser entfernt, bleibt von uns nichts weiter übrig
als ein Häufchen Sternenstaub. Weil alle Materie, die sich im
Universum befindet einst aus Sternenstaub entstand.
Das brachte mich zu der Überlegung:
Wenn es nicht mein Wille (oder der meines Vaters
)
gewesen wäre, hätten das Häufchen Sternenstaub und die
paar Liter Wasser diesen Berg Kartoffeln keinen Milimeter von der Stelle
bewegen können. Wenn ich mir nicht sicher wäre, und daran glauben würde,
dass ich es schaffe, diese Kartoffeln von hier nach da bewegen zu können,
hätte ich es erst gar nicht versucht. Wenn ich aber daran glaube,
dass es möglich ist und ich den Willen dazu habe, viele Menschen von einer Sache zu überzeugen,
dann versuche ich es
Es gibt also etwas geistiges im Menschen. Etwas immaterielles.
Einen Willen. Einen Willen zum Leben. Warum wohnt dem Menschen
der Wille inne, zu leben? Hat er diesen Willen von sich aus?
Hat er ihn sich selber angeeignet? Hat der erste Mensch auf der Welt gesagt: Ich will leben, bevor er auf die Welt kam?
Oder hatte jemand anderer diesen Willen, dass es menschen gibt, die - so ganz nebenbei - Gut von Böse unterscheiden können?
Was glaubt Ihr?
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21.10.2009, 23:58
AW: Was ist Wahrheit?
Die Verbindung beider Fragen verstehe ich nicht. Was hat die Realität mit Gott zu tun?
Wenn Wahrheit Realität ist, dann ist sie das, was ist, also Sein an sich.
Dass etwas ist--das ist wahr, das sehen wir täglich um uns, und vielleicht gibt es noch vieles, was ist, was wir nicht sehen und nicht erfassen----denn ich glaube nicht, dass wir Sensoren für alles in uns haben.
Es gibt also ein Sein, davon können wir ausgehen. Wir sind ein Teil dieses universellen Seins, so wie alles andere auch.
Das ist das, was wir wissen.
Wir wissen gar nicht, ob es innerhalb dieses Seins Begriffe wie gut und böse, gibt---denn wir wissen ja gar nicht, ob das, was uns gut erscheint in einem anderen Teil des Seins schlecht ist.
Das allumfassende Sein mag man Gott nennen, wenn man das will. Aber warum müssen wir ihn suchen? Wir sind ein Teil von ihm, wir vergehen und machen anderen Seinsformen Platz--das Sein an sich wird bleiben. Und nur dieses Bleiben ist der Sinn der Dinge. Mit uns hat das nur in der Spanne was zu tun, die wir sind.
annebel
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22.10.2009, 00:06
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22.10.2009, 00:25
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22.10.2009, 00:31
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22.10.2009, 08:17
AW: Was ist Wahrheit?
So sehe ich das auch.
Zitat von annebel
Die Hypothese "es gibt keinen Gott" ist für mich besser kompatibel mit der Realität, die ich tagtäglich erlebe.
Aus der Hypothese "es gibt einen Gott" ergeben sich viele weitere Fragen, die nicht beantwortet werden können.



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