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  1. Inaktiver User

    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    Zitat Zitat von plaukruen Beitrag anzeigen
    Lesetipp: Bericht über die Folgen intensiver katholischer Mädchenerziehung
    Folgen intensiver katholischer Mädchenerziehung | hpd
    Ein Bericht vom humanistischen Pressedienst? Wer im Glashaus sitzt,.......

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    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Mal provokant gefragt:
    Warum machen die katholischen Frauen den katholischen Würdenträgern und dem ganzen Patriarchensystem nicht mal Feuer unter dem Allerwertesten.
    Andauernd höre ich immer die gleichen Sprüche: "Ja, wir bleiben bei diesem Verein, denn wir wollen ja von innen was verändern blablabla...."
    Ihr wisst doch, dass nichts raus kommt. Das sind doch alles Ausreden dafür, dass ihr eigentlich zu träge seid, mal ordentlich Druck zu machen, um was zu verändern. Ich kenne einige Frauen, die für die KK "ehrenamtlich" tätig sind. Mal ein bisschen putzen, mal bei Büroarbeit helfen, und sich immer ein bisschen ausnutzen lassen und die Klappe halten, und bombig stolz sein, wenn den eigenen Lippen mal ein laues Lüftchen an moderater Kritik entwichen ist.
    Nehmt doch endlich mal statt Besen oder Kugelschreiber Plakate in die Hand, stellt euch Sonntags vor die Kirche, anstatt wie brave Schafe reinzutrampeln. Und auf die Plakate schreibt, dass ihr dieses Männermurkssystem nicht mehr akzeptiert, und erst wieder in die Kirche reingeht, wenn sich was geändert hat. Oder tretet aus, ihr könnt ja wieder rein, wenn sich was geändert hat, und ich garantiere euch, in diesem Fall wird sich schnell was ändern.

    Mein Gott, lasst euch nicht für dumm verkaufen.
    Aber ich weiß, jetzt wird geschimpft, was der blöde Kerl da schreibt, und es bleibt alles beim Alten.
    Wolfgang, ich glaube, dass der Knackpunkt ist, dass doch die allermeisten Frauen gar keine Ambitionen haben, etwas zu verändern.
    Veränderung und Selbstständigkeit macht Angst. In der KK kann Frau einen Platz finden, in dem sie ihre Ruhe hat und nicht gefordert wird. Für viele ist das der gewohnte Weg. Und gegen diese breite Masse haben die Frauen, die etwas verändern wollen, wenig Chancen.
    Wir werden weitermachen!

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    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    Mediterraneee,
    ich war heute Nacht etwas bitter, jetzt kommt mir der Text so vor, als würde ich alle Frauen in der KK über einen Kamm scheren wollen. Das ist bestimmt nicht so.
    Du hast Recht, aber ich muss noch etwas hinzufügen: Die Männer sind genauso träge wie die Frauen, diese Eigenschaft liegt bestimmt nicht auf einem X- oder Y-Chromosom.
    Nur die Frauen haben das Problem, dass sie viel mehr verändern müssen als die Männer und es daher sehr schwer werden wird. Dann scheint es für viele doch der leichtere Weg zu sein, sich dem System zu fügen.
    Ich bin, also denke ich

  4. Inaktiver User

    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    Ich bin selbst katholisch und hadere schon lange mit der Rolle der Frau in der Kirche. (Im Moment hadere ich auch aus ganz anderen Gründen mit der Kirche, wie man sich wohl denken kann).

    Ich möchte einer christlichen Kirche angehören ohne eine Super-Christin zu sein, die jeden Sonntag in die Kirche rennt.

    Ich habe lange überlegt evangelisch zu werden, aber da erscheinen mir die Gottesdienste doch sehr spröde, ich fühle mich dort nicht zu Hause. Womit ich nicht den Pomp der großen Messfeiern meine an den Feiertagen, sondern auch schlichte einfache Messfeiern in kleineren Gemeinden.
    Damit bin ich aufgewachsen und das ist irgendwie ein Stück Heimat für mich. Für manche ist es einfach, das einfach abzuschneiden, für mich nicht, dafür ist meine Familie zu lange katholisch gewesen, zu viel Gutes auch dadurch passiert. (z.B. gab es keine Nazis in meiner Familie, sondern Menschen die stark gegen das Regime waren)

    Ich habe mich jetzt mal zur altkatholischen Kirche erkundigt. Auch wenn es noch konservativer klingt, ist es nicht so, scheint's erlauben die alles, was auch die evangelische erlaubt (Frauenordinariat, Priesterehen und sie erkennt auch homosexuelle Ehen an).

    Aber auf einmal steht man dann doch am Rand in einer Mini-Gemeinde (die es nur an einigen Orten in Deutschland gibt) und so weiter.

    Also ich finde es schwer einen Weg zu finden, mit dem ich glücklich bin.

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    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe mich jetzt mal zur altkatholischen Kirche erkundigt. Auch wenn es noch konservativer klingt, ist es nicht so, scheint's erlauben die alles, was auch die evangelische erlaubt (Frauenordinariat, Priesterehen und sie erkennt auch homosexuelle Ehen an).
    Zu den Altkatholiken kann ich nicht viel sagen. Nur eine kleine Geschichte:
    Während des Studiums suchte ich mit meiner Freundin eine Wohnung. Uns wurde sogar ein kleines Häuschen (ein richtiges Hexenhäuschen) angeboten.
    Gespräch mit den Vermietern, ein altkatholisches Ehepaar:
    Er redete, als sie einmal etwas sagte, wurde ihr von ihm vor uns das Wort verboten, den Bibelgrund nannte er, ist mir aber entfallen. Meiner Freundin war kurz vorm explodieren.
    Wir hätten das Häuschen bekommen, jedoch nur, wenn wir geheiratet hätten und zu den Altkatholiken gewechselt hätten. Sie suchten händeringend neue Mitglieder.

    Wir fanden einige Tage später eine schöne Wohnung. Religion dieses Vermieters unbekannt.
    Ich bin, also denke ich

  6. Inaktiver User

    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    Ohoh. Nette Anekdote.
    Ne, so bin ich nun auch nicht drauf. Aber das belegt ja meinen Gedanken, dass man seine Religion nicht mal eben so wechseln kann wie seine Unterwäsche.

    Ich habe hier zwei Links:
    Altkatholische Kirche ? Wikipedia
    und
    Willkommen• Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland

    Deine Anekdote bezieht sich wohl hierauf:
    Bibel und Tradition gelten als Grundlage und Richtschnur des Glaubens (Regula fidei) (Zitat Wikipedia)
    Irgendwo stand aber auch, dass die Alt-Katholiken es ablehnen, neue Mitglieder aktiv zu werben.

    Die folgenden Grundsätze finde ich jedoch sympathisch:

    Zwang in der Religionsausübung wird abgelehnt:

    * Die Geistlichen sind vom Zölibat grundsätzlich dispensiert; es bleibt ihnen jedoch unbenommen, freiwillig ehelos zu leben.
    * Alle getauften Christen, die den Glauben an die Realpräsenz teilen, sind zum Empfang der Eucharistie eingeladen (dies gilt auch für wiederverheiratete Geschiedene).
    * Frauen sind zum ordinierten Amt zugelassen, siehe Hauptartikel Frauenordination.
    * Eine zweite kirchliche Trauung Geschiedener ist bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich.
    * Die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ist in Absprache mit dem zuständigen Pfarrer möglich.
    (Zitat Wikipedia)

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    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    Ich verstehe schon lange nicht, was Frauen an diesem strafenden, zürnenden, eifersüchtigen Gott finden.
    An einer Religion, die schon in ihren Grundsätzen (10 Gebote), Frauen gleichwertig mit Rindern dargestellt werden: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.
    Und in denen kein einziges Mal auch nur andeutungsweise vorkommt, dass Kinder schützenswert sind. Alles mögliche ist wichtig. Auf Kinder hat "Gottvater" offenbar vergessen. Was das für langfristige Auswirkungen hat, das sieht man ja jetzt deutlich an den vielen Missbrauchsfällen. Ein Kind zu schlagen, zu misshandeln - das ist ja laut Gebote gar nicht verboten.
    Da könnt ich mich so aufregen. Warum machen Frauen das mit?
    Was ich noch ganz schlimm finde, ist die Verdrängung und Unterdrückung, das bewusste Verleugnen und Verunglimpfen vielen Frauengestalten - auch mystischer - wie alter Muttergöttinnen.
    Oder wer weiß schon, dass der Heilige Geist das weibliche Prinzip in der Dreifaltigkeit ist (biblisch erwähnt - aber sehr totgeschwiegen).
    Oder die Heiligen Drei Könige ihren Ursprung in alten Schicksalsgöttinnen - den Bethen haben.
    Spannend nachzulesen:
    [...]
    [...]

    Gute Lektüre - vor allem in der Vorweihnachtszeit!
    LG
    Bellona
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (21.12.2010 um 13:49 Uhr) Grund: Werbelinks gelöscht

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    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    [QUOTE=3146;6372345Vielen Dank für deinen klugen Beitrag (#25)
    Ich fürchte, du hast Recht.
    [/QUOTE]

    Klug findest du das?

    Wer auf Brücken stürmen steht, braucht natürlich einen Bonaparte.

    Aber mit einem Brückenstürmer kannst du heute keine moderne Industriegesellschaft führen, deshalb haben wir inzwischen seit einigen Jahren eine Kanzlerin und keinen Kanzler mehr.

    Und auch Obama ist kein Beispiel gegen Frauen. Im Gegenteil.
    Der Herrschaftsanspruch des weißen Mannes ist vorbei.
    Es sollte entweder eine Frau oder ein Schwarzer werden. Hillary Clinton ist gerade für die verstaubten USA ein schöner Beleg dafür, dass Frauen auch dort inzwischen an die Spitze gehören. An die Spitze, wo Diplomatie gemacht wird und keine Brücke gestürmt. Ist klar, ne?
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Mal provokant gefragt:
    Warum machen die katholischen Frauen den katholischen Würdenträgern und dem ganzen Patriarchensystem nicht mal Feuer unter dem Allerwertesten.
    Tja, ich verstehe das auch nicht.
    Ich bin nicht getauft und folglich nie ausgetreten aus einer Kirche und kenne folglich auch nicht das dringende Gefühl, "dazuzugehören".
    So gesehen gibt es von außen betrachtet bis heute keinen grund, einzutreten in eine Kirche.

    Aber ich kenne Frauen und auch hier schreiben welche, die immer betonnen, in ihrer konkreten Gemeinde sei das aber ganz anders und da würde sich niemand um den Papst scheren etc...
    Im Prinzip bastelt sich also auch jede Katholikin ihren Glauben individuell zurecht - ebenso wie ich oder andere Leute außerhalb der Kirche - nur muss sie dabei hundert politische und psychologische Klippen umschiffen, um konform mit den Glaubensregeln bleiben zu können.

    Ich weiß nicht, was daran anders sein soll.
    Den individuellen Glauben bastelt sich jede selbst zurecht.
    Ob sie Mitglied einer Kirche ist, ist dabei eine ähnlich Frage wie die, ob sie im ADAC ist oder nicht.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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    AW: Frauen und die katholische Kirche - wie stehen Sie dazu?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Aus meiner sehr persönlichen Sicht sehe ich andere Gründe für Kirchenaustritte als viele Forenteilnehmer.
    - Die erste große Welle der vermehrten Kirchenaustritte begann mit der Einführung des Solidaritätszuschlags, die Leute wollten Geld sparen, was ich gut nachvollziehen kann.
    - Als zweites Motiv habe ich persönliche Differenzen mit einem Kirchenangehörigen erlebt. Der Pfarrer hat die Berdigung der Oma nicht so gemacht, wie es Angehörige erwartet haben, u.ä.
    - Ihre Bitte um Hilfe bei der Gemeinde, Caritas oder Diakonie wurde nicht so entsprochen, wie die Menschen sich das vorgestellt hatten.
    - Sie hatten eine sehr böse persönliche Auseiandersetzung mit Vertretern der Kirche, sei es Pfarrer, Sozialarbeiter oder Gemeindeschwester.
    - Menschen in der ehemaligen DDR, die sich in den Menschenrechtbewegungen engagierten und den Rückhalt in einigen Kirchengemeinde schätzen gelernt hatten, wurden von dem Christdemokraten Helmut Kohl und seinem berühmten Ausspruch der "blühenden Landschaften" enttäuscht, weil es nicht sofort sich erfüllte, sondern Lebensentwürfe zerbarsten.
    - - man tritt aus, weil der neue Lebenspartner es verlangt. Es gilt dann als Beweis der Liebe.
    Austrittsgründe sind also:

    - Geld
    - Unzufriedenheit mit der Art der Dienstleistung
    - Unzufriedenheit mit dem Konflikt- bzw. Beschwerdemanagement
    - Unzufriedenheit mit den Inhalten (nur geistige, keine wirtschaftlichen Ziele)
    - leichte Beeinflussbarkeit durch andere Menschen

    Oh je. Und nicht einer hat mit dem individuellen Glauben zu tun? Klingt ja wirklich wie beim ADAC, wobei ich mit diesem Vergleich niemanden auf die spirituellen Füße latschen will, sondern zum Ausdruck bringen, dass "Kirche" eben ein "Verein" ist, wie der ADAC.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

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