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  1. Inaktiver User

    AW: widersprüche in der bibel?

    @3146
    das ist aber schon sehr "an den Haaren herbeigezogen";
    Im 3. Buch Mose oder Levitikus befassen sich die Kapitel 1 bis 7 mit Opfergaben. Die Kapitel 17 bis 27 - wo Du den einen Satz in Zusammenhang mit "Opfergaben" stellst - beinhalten Vorschriften zur heiligen Lebensweise.
    Die Blutopfer werden aber in 3.Mose 17 genannt - Rind, Schaf oder Ziege - wobei bemerkenswert ist, dass "Blut" als "Sitz der Seele" gesehen wird, und somit auch diesen Opfertieren eine Seele zugesprochen ist (3. Mose 17.11 ff: "Die Lebenskraft des Fleisches sitzt nämlich im Blut. Dieses Blut habe ich euch gegeben, damit ihr auf dem Altar für euer Leben die Sühne vollzieht; denn das Blut ist es, das für ein Leben sühnt. ..." - mit einer deutlichen Anlehnung an das Kreuzesopfer Christi und das Abendmahl).
    Das aber nur nebenbei - denn in 3. Mose 27 sind Bestimmungen zu Gelübden enthalten. Und der von Dir zitierte Satz spricht den absoluten Sonderfall an, dass geweihtes Gut wieder profanisiert werden soll (3.Mose 27.28). Der von Dir zitierte Satz bedeutet nichts anderes, als dass ein Mensch, der dem Dienst am Herrn geweiht ist, nicht einmal gegen Geld "entweiht" (oder wie man heute sagt: >in den Laienstand versetzt<) werden kann.
    Der einmal gelobte Weihedienst endet erst mit dem Tode.
    Geändert von Inaktiver User (20.03.2010 um 19:12 Uhr)

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    AW: widersprüche in der bibel?

    Die "Bannweihe" oder "Vernichtungsweihe" ist ein euphemistischer Ausdruck für Opfertötung.

    Das "Banngut" sind die Opfer.

    Darf ich nochmals zitieren?

    Kein menschliches Wesen, das als Banngut geweiht wird, kann zurückgekauft werden; man muss es töten.
    Geändert von 3146 (20.03.2010 um 17:14 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: widersprüche in der bibel?

    Deine Interpretation, die "Bannweihe" in 3. Mos. 27 in Kontext mit den "Heiligen Kriegen im Alten Testament" zu sehen, führt auch nicht weiter.
    Denn dann muss man den Hintergrund dieser Regelungen auch betrachten. Ich zitiere mal aus "Schepke - Heilige Kriege im Alten Testament" (einer Veröffentlichung der Leibniz-Universität Hannover), Ziffer 3.1.:
    ...

    Der Begriff des Banns, der je nach Kontext auch mit „Weihe“ wiedergegeben werden kann, entstammt der hebräischen Wortwurzel >!Mrx<, die ursprünglich „ausgrenzen“ oder „absondern“ bedeutete. In den älteren Textschichten wurde sie nur im religiösen Kontext für Israel, in den späteren, wo sie gehäuft auftritt, dann aber profan für jede vollständige Vernichtung (auch diejenige Israels) verwendet (vgl. F. Stolz 1972, 154). Außerhalb der Hebräischen Bibel wird >!Mrx< nur einmal mit der gleichen Bedeutung der Vernichtung in einer moabitischen Inschrift verwendet – und zwar mit Israel als Opfer (vgl. W. Dietrich / C. Link 2000, 196–197).
    Daher stellt sich die Frage – ähnlich wie bei den gesamten Kriegsschilderungen der Frühzeit Israels –, inwiefern die Berichte über den Bann historisch und an welchen Stellen sie Fiktion der Autoren sind, um theologische Standpunkte zu verbreiten.
    ...

    Doch warum nun diese grausame Praxis der Bannkriege? Zunächst zeigt sich hier die gleiche Intention wie bei den JHWH-Kriegen: Wie die gesamte Kriegsführung wird auch die Beute aus dem Einflussbereich des Menschen herausgenommen, damit wird einem
    wahllosen Plündern und Morden (zumindest zum Teil) ein Riegel vorgeschoben (vgl. W. Dietrich / C. Link 2000, 198).
    ...

    Bedeutender noch sind die Stellen, an denen die vollständige Vernichtung des Gegners gefordert wird. Vermutlich sind dies sämtlich spätere Zuschreibungen, die so nicht stattgefunden haben. Sie betonen die Bedeutungen bestimmter Kriege, denn der Bann wurde nur nach Kämpfen vollzogen, die für Israel existenzbedrohend waren. Die folgende Bannweihe sollte zur Buße besonders auch der fremden Götter stattfinden und gleichzeitig eine Reinigung bewirken, um die Israeliten vor deren Einfluss zu bewahren (vgl. G. Fohrer 1969, 19). Ferner kann man diese nachträglichen Berichte auch als eine Warnung in einer Zeit der Fremdherrschaft verstehen: „Wenn damals so verfahren worden wäre, wäre uns viel erspart geblieben“ (F. Johannsen 2005, 180). Zudem macht der Bann jeden Krieg aus ökonomischen Erwägungen sinnlos, denn er vernichtet ja jeglichen Gewinn; ein weiteres Indiz dafür, dass die Kriege aus der Sphäre menschlicher Politik herausgelöst wurden.
    ...
    so gesehen dient die von Dir isoliert und ohne Zusammenhang gebrandmarkte "Bannweihe" der Vermeidung von Kriegen.

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    AW: widersprüche in der bibel?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    so gesehen dient die von Dir isoliert und ohne Zusammenhang gebrandmarkte "Bannweihe" der Vermeidung von Kriegen.
    Mord dient der Vermeidung von Kriegen.

    Wie du meinst.

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    AW: widersprüche in der bibel?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn Gott eine Dreieinigkeit wäre, hätte uns allerspätestens Jesus, der Sohn Gottes, der es ja wissen müßte, schon darauf aufmerksam gemacht.

    Wie schon gesagt kam diese falsche Lehre, die aus dem heidnischen stammt, erst Jahrhunderte nach Jesu Tod und nach der Vollendung der Bibel auf.

    Auch andere Glaubensgemeinschaften kommen mittlerweile dahinter, dass die Lehre der Dreieinigkeit unbiblisch ist.

    Aber jeder kann das glauben, was er für richtig hält.
    Ich kann nicht an die Trinität Gottes glauben...

    Auch wenn das Wort von der Dreieinigkeit nicht speziell in der Bibel vorkommt, so spricht die Bibel doch eindeutig von drei göttlichen Personen, aber nur einem Gott.

    Dieses Geheimnis kann von uns sterblichen Menschen nicht ergründet werden. Das sollen wir aber auch nicht, sondern wir sollen den dreieinigen Gott anbeten und ihm glauben.

    Die Einheit Gottes besteht darin, daß sie nur ein Wesen ist, während die Dreiheit Gottes in ihren drei Personen besteht, von den Reformatoren auch Seinsweisen genannt.
    Vater, Sohn und Heiliger Geist sind also ein Wesen und deshalb auch nur Einer. Darum ist der Sohn nicht geschaffen worden, sondern Gott von Ewigkeit her.

    Weil Vater und Sohn eine Einheit sind, darum konnte Jesus sagen: "Wer mich sieht, der sieht den Vater. (Joh.14,9).

    Das gleiche Wesen, das im Vater ist, begegnet uns also auch im Sohn, weswegen der Herr Jesus feststellt: "Ich und der Vater sind eins", (Joh.10,30).

    Man sehe sich auch den Taufbefehl Jesu an, wo er sagt, daß die Jünger die Menschen taufen sollen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Matth.28,19).

    Eigentlich ergibt es sich ja schon aus meinem Schreiben. Ich will es aber noch mal deutlich machen: Jesus ist Gott.

    Das sagt er selber auch zu dem Hohen Rat. Auf die Frage ob er denn Gottes Sohn wäre, antwortet er: " Ihr sagt es. Ich bin es", (Lk. 22,70).

    Dazu gehört auch das Beispiel, das Ihr selber gebracht habt. Das nämlich Thomas vor Jesus niederfällt und zu ihm sagt: "Mein Herr und mein Gott!"
    Jesus läßt das zu, weil er Gott ist.

    Dazu führe ich noch folgende Bibelstelle an:

    "Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, daß wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus.
    Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben", (1.Joh.5,20).

    Also wissen wir es ganz genau: Jesus ist der wahrhaftige Gott.

  6. Inaktiver User

    AW: widersprüche in der bibel?

    Ist der Heilige Geist wirklich eine Person?
    Kannst du diese Lehre mit der Bibel belegen?

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    AW: widersprüche in der bibel?

    Es gibt eine Menge biblischer Belege.

    Jesus sagt z.B. zu seinen Jüngern: "Der Heilige Geist wird euch in dieser Stunde lehren, was ihr sagen sollt", Lk. 12,12.
    Der Heilige Geist ist also ein Lehrer - eine Person also.

    Lukas z.B. schreibt: "Als sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe", Apg. 13,2.
    Hier sprach der Heilige Geist ganz konkrete Sätze.

    Auch werden wir aufgefordert, den Heiligen Geist nicht zu betrüben (Eph.4,30).

    Kann man etwa eine allgemeine Energie betrüben? Nein, so etwas kann man nur von einer Person sagen. Der Heilige Geist ist ganz klar als Person ausgewiesen.

  8. Inaktiver User

    AW: widersprüche in der bibel?

    Danke, Mico, für deine Ausführung.

    Aber bedenke doch mal folgendes:

    1. Als Maria, die Mutter von Jesus, ihre Cousine Elisabeth besuchte, hüpfte deren ungeborenes Kind im Mutterleib, „und Elisabeth wurde mit heiligem Geist erfüllt“ (Lukas 1:41).
    Wäre es logisch, dass eine Person von einer anderen „erfüllt“ wird?

    2. Als Johannes der Täufer mit seinen Jüngern darüber sprach, dass jemand nach ihm kommen würde, und damit Jesus meinte, erklärte er: ‘Ich für meinen Teil taufe euch mit Wasser, der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Sandalen abzunehmen. Dieser wird euch mit heiligem Geist taufen’ (Matthäus 3:11).
    Wenn Johannes hier davon spricht, dass Menschen mit heiligem Geist getauft würden, kann er sich wohl kaum auf eine Person bezogen haben.

    3. Als der Apostel Petrus die Familie eines römischen Offiziers besuchte, erzählte er, dass Jesus von Gott „mit heiligem Geist und Kraft“ gesalbt worden war (Apostelgeschichte 10:38).
    Kurz darauf „fiel der heilige Geist“ auf die Hausgemeinschaft des Offiziers.
    Wie es weiter heißt, staunten viele, „weil die freie Gabe des heiligen Geistes auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde“ (Apostelgeschichte 10:44, 45). Erneut passen die verwendeten Ausdrücke nicht zu einem heiligen Geist in Form einer Person.

    Für die Bibel ist es durchaus nicht ungewöhnlich, etwas zu personifizieren, was keine Person ist. Das ist der Fall bei Weisheit, Unterscheidungsvermögen, Sünde, Tod und unverdienter Güte (Sprüche 8:1 bis 9:6; Römer 5:14, 17, 21; 6:12).

    Jesus sagte, die Weisheit werde sich „durch alle ihre Kinder“ als gerecht erweisen (Lukas 7:35).
    Hierbei handelt es sich eindeutig nicht um eine Person mit buchstäblichen Kindern.

    Genauso wenig ist der heilige Geist eine Person, nur weil er an manchen Stellen personifiziert wird.
    Geändert von Inaktiver User (27.03.2010 um 09:35 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: widersprüche in der bibel?

    Ist dir auch schon aufgefallen, dass in himmlischen Visionen von Gott und seinem Sohn
    kein heiliger Geist als Person erscheint?

    Apg. 7:55, 56 (HSK) „[Stephanus] aber, erfüllt von Heiligem Geiste, blickte zum Himmel, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: ,Seht, ich sehe die Himmel offen und den Menschensohn stehen zur Rechten Gottes.‘ “

    Dan. 7:9, 13 (HSK) „Ich schaute so lange zu, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter Platz nahm. Sein Gewand war weiß wie Schnee ...
    Ich schaute in den Nachtgesichten, und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer, der aussah wie ein Menschensohn.
    Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt.“

    Matthäus 26:64 (NWÜ) "Jesus sprach zu ihm: „Du selbst hast [es] gesagt. Doch ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“

  10. Inaktiver User

    AW: widersprüche in der bibel?

    Zitat Zitat von Mico Beitrag anzeigen

    Auch werden wir aufgefordert, den Heiligen Geist nicht zu betrüben (Eph.4,30).

    Kann man etwa eine allgemeine Energie betrüben? .

    (Psalm 78:40)
    "Wie oft rebellierten sie gegen ihn in der Wildnis,
    Immer wieder kränkten sie ihn in der Wüste!"

    Die Israeliten rebellierten gegen Gott und kränkten ihn.

    (Apostelgeschichte 7:51) [Ihr] Halsstarrigen und an Herz
    und Ohren Unbeschnittenen,
    ständig widersteht ihr dem heiligen Geist;
    wie eure Vorväter getan haben, so tut ihr.



    (Epheser 4:30) Auch betrübt nicht Gottes heiligen Geist,
    mit dem ihr versiegelt worden seid
    für einen Tag der Befreiung durch Lösegeld.

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