Yep! Geht mir genau so. Und Neugier ist eine starke Kraft, die auch mich antreibt. Wobei ich Neugier im positiven Sinne gebrauche: ich mag Menschen, möchte gern wissen, wie sie sind, was sie antreibt, wie sie leben und denken. Ich habe so eine Art wohlwollender Aufgeschlossenheit ihnen gegenüber, was es mir leicht macht, in die verschiedensten Schuhe zu schlüpfen, um zu sehen, was den Träger oder die Trägerin vorwärts gehen lässt.
Wow, Du hast ja schon ganz schön was auf die Beine gestellt.
Da geht es mir anders als Dir. Religionsresistent bin ich offenbar auch, aber ich bin durchaus nicht "gottesresistent". Ich hätte gern eine begründete Hoffnung, dass sich die Zustände dieser Welt eines Tages richten. Ich war lange auf der Suche nach einer Alternative zur katholischen Ausübung des Glaubens, in die ich hineingeboren wurde. Allerdings war die Suche schon vorbei, als mir die meisten der von Dir genannten Religionen tatsächlich "in persona" begegnet sind, als ich also Gläubige dieser Religionen kennengelernt habe.
Denn der Preis, den man für fast jede Religion zahlen soll, ist der Hass auf andere Menschen und die Akzeptanz seltsamer Regeln. Vielleicht ein bisschen plakativ ausgedrückt, aber trotzdem: NEIN DANKE!
LG, Orlando
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Thema: Warum ich kein ZJ werde.
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20.10.2009, 22:05Inaktiver User
AW: Warum ich kein ZJ werde.
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20.10.2009, 22:26Inaktiver User
AW: Warum ich kein ZJ werde.
Na ja,
bis auf Kirchentag und Kongress der ZJ (jeweils nur für einen Tag) in diesem Jahr haben sich die anderen "Besuche" auf einen längeren Zeitraum verteilt.
Kirchentag war kein Problem für mich, da ich in der Nähe von Bremen wohne und da immer mal hinwollte (ich meine jetzt zum Kirchentag, nicht nach Bremen,
da bin ich öfter) und der Kongress in HH war auch kein Problem, weil wir da gerade auf der Rückreise durchgefahren sind, recht früh in HH waren, Zeit hatten und ich ganz spontan entschieden habe, mir das mal anzuschauen. Meine Familie hat lieber was anderes unternommen
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21.10.2009, 10:05
AW: Warum ich kein ZJ werde.
Ganz genau meine Meinung.
Zitat von Inaktiver User
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21.10.2009, 20:39Inaktiver User
AW: Warum ich kein ZJ werde.
Na ja.... Hass predigen nicht alle. Es gibt etwas viel Wichtigeres:
Vergesst nicht das Versprechen, das jede Religion macht - die Unsterblichkeit.
Ohne Jenseitsversprechen gäbe es überhaupt keine Religionen. Und gerade deshalb wird es sie auch immer geben. Denn wer will schon sterben und für immer tot sein ? Die Allerwenigsten, nehme ich an. Ein zu trostloser Gedanke für die meisten Menschen. Und letztendlich geht es doch nur darum: Wohlverhalten auf Erden, Belohnung in Form eines Paradieses - einer aufsteigenden Wiedergeburt etc.Geändert von Inaktiver User (21.10.2009 um 20:50 Uhr)
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21.10.2009, 21:33Inaktiver User
AW: Warum ich kein ZJ werde.
Für mich nicht.
Ich lebe mein Leben, von dem ich ausgehe, dass es das einzige ist, das ich habe. Mal mehr, mal weniger zufriedenstellend. Auch das ist das Leben.
Und wenn ich tot bin, ist mein Leben vorbei. Vielleicht werde ich 100, vielleicht habe ich morgen einen Unfall und das wars.
Vielleicht werde ich bei guter Gesundheit sehr alt, vielleicht bin ich schon in wenigen Jahren so krank, dass mir mein Leben als sinnlos erscheint und ich den Tod herbeisehne. Aber nicht in der Hoffnung auf paradiesische Zustände danach, sondern als Ende des Daseins.
Und genauso wenig, wie ich mit Sicherheit ausschließen möchte, dass es keine Göttlichkeit gibt, genauso wenig würde ich ausschließen wollen, dass es nach dem Tod keine andere Daseinsform gibt.
Aber jetzt, heute, ist das beides für mich nicht von Bedeutung in meinem Leben. Auf jeden Fall ist mir der Gedanke fremd, warum soviele Menschen den Gedanken nicht (zulassen) mögen, dass mit dem Tod alles vorbei ist.
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Und davon bin ich überzeugt.
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22.10.2009, 00:07
AW: Warum ich kein ZJ werde.
Bingo!
Genau das meinte ic mit dem Mey-Text im anderen Strang.
Ich setze ihn einfach nochmal hier her:
Du hast mir schon Fragen gestellt
Über „Gott und die Welt“,
Und meist konnt‘ ich dir Antwort geben.
Doch jetzt bringst du mich aus dem Lot
Mit deiner Frage nach dem Tod
Und „was ist, wenn wir nicht mehr leben?“
Da muß ich passen, tut mir leid,
Niemand weiß da so recht Bescheid,
Solang es Menschen gibt auf Erden.
Ich stelle mir das Sterben vor
So wie ein großes, helles Tor,
Durch das wir einmal gehen werden.
Dahinter liegt der Quell des Lichts,
Oder das Meer, vielleicht auch nichts,
Vielleicht ein Park mit grünen Bänken,
Doch eh‘ nicht jemand wiederkehrt
Und mich eines Bess‘ren belehrt,
Möcht‘ ich mir dort den Himmel denken.
Höher, als Wolkentürme steh‘n,
Höher noch, als Luftstraßen geh‘n,
Jets ihre weißen Bahnen schreiben
Jenseits der Grenzen unsrer Zeit,
Ein Raum der Schwerelosigkeit,
Ein guter Platz, um dort zu bleiben.
Fernab von Zwietracht, Angst und Leid,
In Frieden und Gelassenheit,
Weil wir nichts brauchen, nichts vermissen.
Und es ist tröstlich, wie ich find‘,
Die uns vorangegangen sind,
Und die wir lieben, dort zu wissen.
Und der Gedanke, irgendwann
Auch durch dies Tor zu geh‘n, hat dann
Nichts Drohendes, er mahnt uns eben,
Jede Minute bis dahin,
Wie ein Geschenk, mit wachem Sinn,
In tiefen Zügen zu erleben.
annebel
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22.10.2009, 03:16
AW: Warum ich kein ZJ werde.
Also das Zuckerbrot-Peitschen-Prinzip.
Naja, so lassen sich Menschen auch lenken.
Nur glaube ich persönlich nicht an etwas Göttliches das belohnt oder betraft.
Belohnung ist doch bereits die Liebe selbst, aus der eine gute Tat getan wird.
Bestrafung ist doch bereits die Bosheit selbst, aus der eine schlechte Tat getan wird.
Wozu brauchen wir da noch eine Instanz, die beides Mal etwas oben drauf legt?
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22.10.2009, 08:07
AW: Warum ich kein ZJ werde.
Ein Versprechen, das nichts kostet und dessen Einlösung nicht kontrollierbar ist.....
Zitat von Inaktiver User

Und offensichtlich sehr verlockend wirkt, ob mit oder ohne Jungfrauen.
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22.10.2009, 10:35
AW: Warum ich kein ZJ werde.
Weil Menschen es einfach nur so schwer schaffen, im Hier und Jetzt zu leben.
Würden wir das Jetzt wirklich ERLEBEN würden wir auch die Liebe, die hinter einer Tat steht oder auch das Böse dahinter, erkennen und als Wert ins Leben einbauen.
Aber so viele sehen eben das JETZT nicht als eigenen Wert an sondern brauchen die Ewigkeit. Und damit lassen sie sich dann auch wunderbar ködern. Ein Gefängnis, das man sich selber geschaffen hat.
annebel
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22.10.2009, 17:01



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