Der Zeitraum der Entstehung spielt hinsichtlich der Entstehungswahrscheinlichkeit Ws des Schmetterlings nur eine graduelle Rolle, Ws wird immer kleiner als 1 bleiben. Wäre Ws=1, würde das bedeuten, dass Schmetterlinge zwangsläufig und ständig entstehen müssen, was aber offenkundig den Tatsachen widerspricht.
Klar hängen sie vom Ausgangszustand und von den Umweltbedingungen ab, das bezweifelt niemand. Nichts desto trotz ist es sehr unwahrscheinlich, dass durch eine ziellose Aneinanderreihung von ziellosen (!) Mutationen eine Struktur mit völlig neuen funktionellen Merkmalen herauskommen (Merke: eine Veränderung der Anzahl der Beine eines Insekt ist kein völlig neues Merkmal in diesem Sinne, sondern nur eine Vervielfachung bereits vorhandener Merkmale. Ein neues Merkmal wäre z.B., wenn das Insekt plötzlich statt Beine Flügel bekommen hätte...). W ist immer kleiner als 1, egal welche Zeitspanne auch angesetzt wird.
Willst Du jetzt etwa behaupten, Einzeller wären gar nicht notwendigerweise die Grundlage für die Entstehung aller Arten? Das wäre ja ein vollkommen neue Theorie, oder?
Ich kann Dir leider nicht folgen. Wieso soll ein Haufen Laub höher entwickelt sein wie die Baumkrone? Ist das Laub etwa eine Mutation der Baumkrone?
Und wieso soll jedes Kind höher entwickelt sein wie seine Eltern? Ich habe doch keinerlei Aussagen gemacht über das Verhältnis der Entstehungswahrscheinlichkeit zwischen verschiedenen mehrzelligen Lebensformen.
Es könnte also durchaus sein und es ist sogar sehr wahrscheinlich , dass die Komplexitätszahl der Eltern größer ist wie die der Kinder, was einer Abwärtsentwicklung (Devolution!) entspräche. Letzteres ist sogar viel wahrscheinlicher wie eine Höherentwicklung, da durch zufällige und ziellose Mutationen es nur sehr selten oder nie zu funktionellen oder strukturellen Verbesserungen kommt.
Das ist ja gerade das Problem der ET, sie kann nicht erklären, wieso es überhaupt zu einer Höherentwicklung kommt! Deshalb wurde der Begriff Höherentwicklungg ja fast vollständig aus der ET eliminiert. Doch man kann offenkundige Tatsachen nicht einfach eliminieren, eine derartige Vorgehensweise grenzt an Betrug und Quacksalberei.![]()
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Thema: Evolution eine Tatsache?
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23.08.2009, 10:25
AW: Evolution eine Tatsache?
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23.08.2009, 14:02
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23.08.2009, 15:35
AW: Evolution eine Tatsache?
Das Problem ist, dass Du anscheinend nicht begreifst, dass Deine 'Entstehungswahrscheinlichkeit' keine real messbare oder bestimmbare Eigenschaft eines Lebewesens ist (wie z.B. Körpergewicht oder Anzahl von Extremitäten oder Menge der vorkommenden Aminosäuren usw.), sondern ein reines Phantasiekonstrukt. Weder für Dich, noch für ein Tagpfauenauge, noch für irgendeinen Einzeller der heute lebt oder irgendwann mal als Vorfahr eines heute lebenden Schmetterlings gelebt hat, lässt oder liess sich diese 'Entstehungswahrscheinlichkeit' jemals bestimmen. Sie ist zusammen mit Deiner 'Höherentwicklung' Teil Deiner Phantasievorstellungen.
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23.08.2009, 15:39
AW: Evolution eine Tatsache?
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23.08.2009, 21:45
AW: Evolution eine Tatsache?
Interessanter Artikel, illustriert sehr schön die Flexibilität durch das Baukastenprinzip in der Genetik.
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23.08.2009, 22:38
AW: Evolution eine Tatsache?
Nur weil die Entstehungswahrscheinlichkeit eines komplexen biologischen Systems keine messbare/bestimmbare Größe ist, heißt das ja nicht, dass sie nicht existiert.
Es gibt in der Naturwissenschaft schließlich viele solcher Größen, wie etwa die Entropie, welche bei etwas komplizierteren Systemen nicht mehr messbar noch bestimmbar ist. Trotzdem wird deshalb kein Physiker abstreiten, dass diese Größen existieren. Es sind halt abstrakte Größen, mit denen aber trotzdem gearbeitet werden kann..
Für Dich mögen das reine Phantasievorstellungen sein, für mich ist das Realität. Und was mich betrifft, ich würde jedenfalls nicht freiwillig mit einem Einzeller tauschen wollen, da finde ich den menschlichen Körper schon komfortabler, wenn auch komplizierter/störanfälliger.
Genausowenig wie ich meinen Mercedes gegen ein Tretauto aus dem vorigen Jahrhundert tauschen möchte. Aber mehr Komfort bedeutet halt auch mehr Kompliziertheit, da führt in unserer materiellen Welt kein Weg vorbei.
Doch wem das egal ist, auch gut. Das einfache Tretauto tut ja auch seinen Zweck und hat auch Vorteile, wie einfachere Bedienung, weniger kompliziert, weniger störanfällig, weniger Energieverbrauch. Jeder halt wie er mag.
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23.08.2009, 22:58
AW: Evolution eine Tatsache?
Die Forschungsergebnisse sind zweifellos bemerkenswert, aber der Artikel bzw. besser deren Aufmachung („Zellevolution im Zeitraffer“ ...) ist eine einzige Farce. Was hier beschrieben wird, ist doch nichts weiter wie die Verschiebung/Vermischung von unterschiedlichen, aber bereits vorhandenen Genen und Zellen untereinander bzw. ineinander. Wie die Zellen bzw. Gene, um die es geht, entstanden sind, darüber wir nicht das Geringste ausgesagt, aber genau das ist ja die eigentliche Frage.
Das ist etwa genauso so vermessen, wie wenn jemand herausgefunden hat, wie Roggen- und Weizenmehl gemischt wird (sprich: man nehme eine Schüssel, einen Löffel, 2 Teile Roggenmehl, 1 Teil Weizenmehl und und…) und man dann behauptet, man hätte herausgefunden, wie dieses Mehlgemisch entstanden sei (bzw. entstanden sein könnte).
Tatsache ist aber, dass man mit diesen „Forschungsergebnissen“ weder weiß, wie das Roggenmehl aus den Roggenkörnern, noch wie das Weizenmehl aus den Weizenkörnern, und schon gar nicht wie die Roggen- und Weizenkörner aus Wasser, Erde, Luft und Sonne entstanden sind.
Man weiß also so gut wie gar nichts und ebenso ist es auch mit der Entstehung der Zelle, von „Zellevolution im Zeitraffer“ kann überhaupt keine Rede sein.
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24.08.2009, 07:50
AW: Evolution eine Tatsache?
Doch, genau das ist es: Sie existiert nicht bzw. ist das reziproke Deiner Höherentwicklungsphantasie. Werden wir doch einmal konkret und verfolgen die Kette der Vorfahren eines heute lebenden Schmetterlings zurück bis zu einem Einzeller E. Der hat einen Vorfahren V und einen Nachfahren N in der Kette zum Schmetterling. Wie groß sollen nun die 'Entstehungswahrscheinlichkeiten' von V und N sein? Falls kleiner als 1: Warum? Und ist N dann eine 'Höherentwicklung' von E und E eine 'Niedrigerentwicklung' von V? Du kannst Dir ruhig Zeit lassen mit Deiner Antwort, ich bin jetzt eine Woche weg.
Entropie wird zwar häufig für pseudowissenschaftliche Argumentationen gebraucht und irgendwie neu definiert, aber bei der thermodynamischen Variante sind Entropieänderungen durchaus messbar (oder sie werden so definiert, dass sie aus messbaren Größen wie Temperaturänderungen, Energieflüssen usw. berechenbar sind), was für Deine 'Entstehungswahrscheinlichkeiten' schlichtweg nicht zutrifft.
Der Artikel macht deutlich, dass eine lebende Zelle nicht vom Himmel fallen muss und dass die Wirklichkeit nicht so simpel 'funktioniert', wie ein Tretauto.Geändert von Alaska (24.08.2009 um 10:40 Uhr) Grund: Ergänzungen.
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24.08.2009, 10:50Inaktiver User
AW: Evolution eine Tatsache?
Alles auf dem Schreibtisch und jetzt kommen die Argumente raus: Sie beziehen sich auf NICHT gültige Parameter, vehement werden aber wissenschatfliche Erkenntnisse verworfen. Mach mich nicht nass?
Entweder oder! Du bist zu durchschaubar!
Ein blinder Fleck brauch mehr Energie!Doch wem das egal ist, auch gut. Das einfache Tretauto tut ja auch seinen Zweck und hat auch Vorteile, wie einfachere Bedienung, weniger kompliziert, weniger störanfällig, weniger Energieverbrauch. Jeder halt wie er mag.
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24.08.2009, 23:25
AW: Evolution eine Tatsache?
Was soll die Frage? Waren wir uns nicht eben noch darin einig, dass die Entstehungswahrscheinlichkeit von mehrzelligen Lebewesen weder messbar noch exakt bestimmbar ist?
Außerdem kann es auf diese Frage gar keine pauschale Antwort geben, selbst wenn die Entstehungswahrscheinlichkeiten ermittelbar wären. Das sollte Dir doch nun langsam klar sein, nachdem ich Dir das bereits an dem Beispiel Eltern/Kind erläutert habe.
Dass eine lebende Zelle nicht vom Himmel fällt und die Wirklichkeit nicht so einfach funktioniert wie ein Tretauto, ist richtig. Allerdings habe ich in keiner Weise den Eindruck, dass Dir das auch wirklich klar ist.
Was der Artikel wirklich deutlich macht: wie Menschen durch Schlagzeilen wie „Zellevolution im Zeitraffer“ manipuliert werden. Und an Deiner Reaktion sieht man, wie leicht solche Manipulationen bei manchen Menschen zum Erfolg führen. Denn offenbar scheint Dir nicht im geringsten klar zu sein, dass Du mit Deinem Link auf diesen Artikel in keiner Weise auf Mico’s Einwand eingegangen bist.



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