Verstehst du sie?Ich z.B. halte die Evolutionstheorie nach Darwin für eine Irrlehre,
Hast du Darwin gelesen? Hast du alles gelesen, was seither in diesem Zusammenhang publiziert wurde? Alles geprüft, alles, nachvollzogen nach naturwissenschaftlichen Methoden? Verstehst du die Mechanismen? Um die grundlegenden Mechanismen geht es, nicht darum, ob genau Spezies XY der Vorfahre von Spezies YZ war.
Die Richtung "von einfacher zu komplex" stimmt übrigens nicht. Es gibt genug Beispiele von umgekehrten Entwicklungen.
Und was heisst schon "höher"? Warum ist ein Säugetier "höher" als ein Bakterium? Nur weil es uns ähnlicher ist?
Das Bakterium ist viel erfolgreicher.
"Wortklauberei" ist übrigens entscheidend in der Naturwissenschaft. Bevor man naturwissenschaftlich diskutieren kann, müssen die Begriffe genau definiert und geklärt sein und muss sichergestellt sein, dass alle unter einem Begriff das Gleiche verstehen. Denn sonst redet man nicht vom Gleichen.
Wenn man über die Evolutionstheorie nach Darwin reden will, muss man die Begrifflichkeit von Darwin übernehmen, also exakt die Definition von "Evolution", die Darwin seiner Theorie zugrunde legt. Will man das nicht, sondern ist der Ansicht, die Definition sei falsch, so muss man wissenschaftliche Begriffs- und Definitionskritik üben und mit naturwissenschaftlichen Argumenten eine neue Definition einführen. Eine, die von anderen Naturwissenschaftlern nachvollzogen und akzeptiert werden kann.
Ist kompliziert, klar. Schwierig. Aufwändig. Man muss viel denken und viel lesen.
Und deshalb lässt man das halt lieber bleiben sondern flüchtet sich in Halbwissen und Zu-Wissen-Glauben. Ist einfacher.
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Thema: Evolution eine Tatsache?
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30.07.2009, 12:20Inaktiver User
AW: Evolution eine Tatsache?
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30.07.2009, 12:43Inaktiver User
AW: Evolution eine Tatsache?
Bist du also davon überzeugt, dass sich die Spezies "Adam" aus irgendwelchen "tierischen" also nichtmenschlichen Vorfahren entwickelt hat?
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30.07.2009, 16:33
AW: Evolution eine Tatsache?
Der Mensch gehört zu den Primaten.
Der nächste Verwandte zum Menschen ist der Schimpanse.
Bezeichnungen wie "Mensch" und "Tier" die sind erst von Menschen geschaffen worden.
Im Grunde ist der Mensch eine Spezies von Milliarden anderen auf dieser Erde.
Im Embryonalstadium durchläuft der Mensch im Zeitraffer seine ferne Ahnenreihe. So hat er zeitweilig einen Schwanz, zeitweilig ein Fell.
Wozu hat z.B. der Menschensäugling einen Klammerreflex?
Es ist ein Erde der Ahnen.
Wozu hat der Mensch Zehen?
Die sind ja völlig unnütz und beim Gehen eine unnötige Verletzungsgefahr. Wer sich mal einen Zeh gestaucht hat, der weiß das.
Sie waren in der Ahnenreihe Greifwerkzeuge wie die Hände.
Nur hat die Evolution sie noch nicht vollständig zurückgebildet.
Zu kurz die Zeit, die vergangen ist.
Erniedrigt es den Menschen denn, wenn er tierische Vorfahren hat?
Es erniedrigt allenfalls einen Menschen, der sich haushoch über den Tieren sehen mag.
Und wie er dann mit den Tieren umgeht ist oft alles andere als christlich.
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30.07.2009, 16:41
AW: Evolution eine Tatsache?
Allerdings bringt die Evolution nur dann komplexere Strukturen hervor, wenn es das Überleben sichert und die Vermehrungsrate erhöht.
Insekten haben z.B. seit gut 400 000 000 Jahren keine wesentlich komplexeren Strukturen entwickelt.
Ihr Erfolg liegt in einer ständigen Modifikation.
Eine höhere Intelligenz ist auch nicht immer von Vorteil, denn ein größeres Hirn verbraucht auch mehr Energie.
Es kann zwar z.B. helfen, gefahrvolle Situationen schneller zu erkennen, aber diesen Verlust einzelner Individuen gleichen viele Tiere eben durch die hohe Vermehrungsrate aus.
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30.07.2009, 16:44
AW: Evolution eine Tatsache?
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30.07.2009, 19:00
AW: Evolution eine Tatsache?
Wollte zwar nichts mehr posten hier, doch noch ein letztes mal, den einiges will ich so nun doch nicht stehen lassen.
Ich empfinde es nebenbei gesagt als eine Frechheit Deinerseits, anstelle auf meine Argumente einzugehen, zu empfehlen „alles von Darwin und was seither in diesem Zusammenhang publiziert worden ist, zu lesen, zu prüfen und nachzuvollziehen“ , sonst könne man das nicht verstehen…. Offensichtlich scheinst Du Dich auf einem sehr hohem Ross zu wähnen (von mir aus, wer das braucht…
).
Nein, ich werde die Bücher ganz sicher nicht lesen, ich finde meine Zeit nicht auf dem Mist und habe weiß Gott besseres zu tun als das. Was an der Evolutionstheorie kompliziert und schwer zu verstehen sein soll, erschließt sich mir ohnehin nicht. Man muss wirklich kein Genie sein, um die grundlegenden Mechanismen der Darwinschen Lehre zu begreifen, auch ohne endlos Bücher darüber zu studieren. Das soll zwar nicht abwertend gegenüber dieser Lehre gemeint sein - einfach heißt ja nicht schlecht, es ist lediglich eine Feststellung.
Welche Spezies XY genau Vorfahre von ZX war, ist natürlich egal. Ich weiß nicht, was Deine diesbezügliche Anspielung da nun wieder soll. Das Beispiel mit dem Einzeller/Säugetier habe ich schließlich nur gebracht, um an diesem Beispiel einfachste Zusammenhänge klarzustellen, welche Dir und anderen offenbar verschlossen zu sein scheinen. Denn wer eine Höherentwicklung in der (biologischen) Evolution abstreitet oder auch nur als nebensächliches Detail hinstellt, hat von ihr rein gar nichts begriffen oder er will von den entscheidenden Schwierigkeiten und Schwachpunkten dieser Theorie bewusst ablenken. Oder, wer zu viel Bücher über dieses Thema ließt, sieht vielleicht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr (eben nicht immer gefährdet Lesen die Dummheit…) Aber man könnte ja wiederum auch meinen, gerade darin liege eine gewisse Strategie. Du und andere jedenfalls, welche sich als Kenner der Materie ausgeben, scheinen tatsächlich das Wesentliche an der Evolution mittlerweile vollkommen aus den Augen verloren zu haben, nämlich das bis heute fragwürdige und ungeklärte Phänomen der Aufwärtsentwicklung von einfacheren biologischen Strukturen zu komplexeren.
Wenn Du diesem wirklich entscheidenden Sachverhalt nun unbedingt das Phänomen der Abwärtsentwicklung (übrigens Devolution genannt, das genaue Gegenteil von Evolution….) entgegen halten musst, unterstreicht das nur noch das eben gesagte, d.h. „Thema verfehlt“. Um das Phänomen der Devolution zu erklären, bedarf es nämlich nun wirklich keiner ausgefeilten Theorie. Sogar kleine Kinder verstehen, dass ihr Spielzeug immer nur kaputt geht, im besten Falle bleibt es erhalten, schonende Behandlung vorausgesetzt, aber niemals repariert es sich wieder von alleine.
Wer sich damit brüstet, die Darwinsche Evolutionstheorie könne das Phänomen der „Devolution“ hinreichend erklären und damit diese Theorie als überlegen oder sogar als bewiesen hinstellt, den kann ich beim besten Willen nicht für voll nehmen. Die Täuschung wird übrigens (fast) perfekt, wenn der Begriff „Devolution“ dann auch noch durch „Evolution“ ersetzt wird, aber eben nur fast. Eben wer sich täuschen lässt.
Und noch etwas: Da ich das System der Darwinschen Lehre für mich nicht als verbindllich ansehe (was ich nun hoffentlich hinreichend erklärt habe), muss ich auch nicht deren Begriffswelt übernehmen.
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30.07.2009, 19:17
AW: Evolution eine Tatsache?
Warum ein Säugetier "höher" ist wie ein Einzeller, hatte ich bereits hinreichend erklärt, obwohl man es noch weiter ausführen könnte, was aber ohnehin nur wieder zeredet würde und keine wissenschaftliche Beweiskraft hätte. Fakt ist aber, das Säugetier ist komplexer wie ein Einzeller, aus denen es ja besteht und es dürfte schwer sein, das abzustreiten. Ich habe ja genau dieses Beispiel eben deshalb bewußt gewählt.
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30.07.2009, 19:55
AW: Evolution eine Tatsache?
Nicht unbedingt: "Das Biospezies-Konzept ist ein interessanter Ansatz, tatsächliche Kategorien zu erkennen. Nur in der Praxis scheinen sich solche „Regeln“ eben zumindest nicht kontinuierlich durchgesetzt zu haben. Und wie sollten wir auch bei allen Tieren (inklusive den Menschen) herausbekommen können, wer jetzt mit wem fortpflanzungsfähige Nachkommen zeugen kann?"
Hier ist mal ein Ansatz dazu: "Beispiele für dissipative Systeme sind Fließgleichgewichte in der Biochemie, chemische Uhren oder die Bildung von wabenförmigen Zellen in einer von unten erhitzten Flüssigkeitsschicht (Bénard-Konvektion) ebenso wie wachsende Kristalle, Kerzenflammen und sämtliches Leben."
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30.07.2009, 19:55
AW: Evolution eine Tatsache?
...ach Du meinst, dass Du besser auf Argumente eingehst...
Im übrigen meine ich das eben nicht.
Ich glaube, wie gesagt, an etwas Göttliches.
Aber ich leide nicht unter dem Zwang, meinen Glauben anderen aufzwingen zu müssen.
Glaube ist eine Sache zwischen einem Menschen und Gott.
Nichts und Niemand steht da dazwischen.
Nichts und Niemand hat sich da einzumischen.
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30.07.2009, 21:06
AW: Evolution eine Tatsache?
Interessanter Link, danke.
Die Frage, ob irgendwelche Tierarten höher gestellt sein könnten als andere, läßt sich wissenschaftlich m.E. so gar nicht eindeutig beantworten, und eine Höherstellung des Menschen gegenüber den Tieren ebensowenig.
Eine "Höherstellung" des Menschen gegenüber den Tieren leitet sich allerdings aus der Bibel ab, das jedoch wiederum nur bedingt. Die in der Bibel erwähnte Gott-Ebenbildlichkeit des Menschen, welche die Höherstellung des Menschen impliziert, bezieht sich auf die Zeit vor dem Sündenfall. Danach ist sie wieder in Frage gestellt, wenn auch nicht aufgehoben; sie wird für die Zukunft wieder in Aussicht gestellt.


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