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Thema: Evolution eine Tatsache?
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06.10.2009, 19:59Inaktiver User
AW: Evolution eine Tatsache?
Geändert von Inaktiver User (06.10.2009 um 20:39 Uhr)
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06.10.2009, 20:01Inaktiver User
AW: Evolution eine Tatsache?
MIR muss man das nicht erklären.Der kategorische Imperativ ist die ethische Grundnorm in der Philosophie Immanuel Kants.
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06.10.2009, 20:21
AW: Evolution eine Tatsache?
tessie und milu,
Ich kann eurer mehr als absurden Logik nicht folgen -
und tschüss.
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06.10.2009, 20:38Inaktiver User
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07.10.2009, 09:00
AW: Evolution eine Tatsache?
Eine natuwissenschaftliche Theorie wird also dadurch zur metaphysischen Spekulation, dass sie keine metaphysischen Spekulationen über das Wesen übernatürlicher Vorgänge beinhaltet. Alles klar.
Der Satz "Evolution ist nicht auf ein Endziel oder einen Endzweck gerichtet" bedeutet: Es lässt sich mit naturwissenschftlichen Methoden kein Endziel und kein Endzweck nachweisen, auf das oder den Evolution ausgerichtet sein könnte." Er schliesst aber nicht aus, dass es ein Endziel oder einen Endzweck außerhalb naturwissenschaftlich zugänglicher Wirklichkeitsbereiche geben könnte. Diese sind aber schlichtweg nicht Thema naturwissenschaftlicher Theorien. Natürlich darfst Du weiterhin von einer allgemeinen Schöpfungs- und Schicksalstheorie unter Beteiligung beliebig vieler übernatürlicher Wesen und Phänomene Deiner Wahl träumen.
Nein, es lassen sich auch durch gegenwärtige Beobachtungen begründete naturwissenschaftliche Hypothesen aufstellen, siehe zum Beispiel die Steinfall-Theorien.
Richtig, das ist die Anwendung des Induktionsprinzips: Aus der Beobachtung, dass in der Realität Menschen durch natürliche Fortpflanzung entstehen und nicht ein einziger Fall bekannt ist, wo das nicht so gewesen wäre, wird per Induktionsprinzip die Theorie abgeleitet, dass dies für alle Menschen immer so war.
Nein, das Induktionsprinzip zur Ableitung von naturwissenschaftlichen Hypothesen und Theorien aus Einzelbeobachtungen darf auch angwendet werden, ohne dass die Richtigkeit der abgeleiteten Hypothesen oder Theorien von vornherein sichergestellt werden muss, was im Allgemeinen und bei Theorien über Vorgänge in der Vergangenheit ja auch gar nicht möglich ist. Wichtig ist aber, dass es möglichst viele Belege gibt, die die Theorie oder Hypothese stützen (d.h. naturwissenschaftlich begründen) und kein Gegenbeispiel.
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07.10.2009, 20:24
AW: Evolution eine Tatsache?
Das Induktionsprinzip kann, wenn überhaupt, nur angewendet werden, wenn es sich um absehbar gleichartige Vorgänge unter absehbar gleichartigen Bedingungen handelt. Also etwa Deine Steinfalltheorien könntest Du daraus ableiten.
Wenn Du aus der Tatsache, dass in letzter Zeit und Dir bekannter Weise Menschen stets durch Fortpflanzung entstanden sind, schlussfolgerst: „alle Menschen, die jemals gelebt haben, sind durch Fortpflanzung entstanden“ ist das soweit ebenfalls o.k.
Doch Du willst das Induktionsprinzip auf sämtliche Vorgängergenerationen des Menschen anwenden, was in letzter Instanz bis zu einzelligen oder einfachen mehrzelligen Lebewesen zurückgehen würde, so lehrt es die ET. Da es aber keinerlei gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, wie sich diese angeblich lückenlose evolutionäre Entwicklung in ihrer Gesamtheit vollzogen haben soll, ist das Induktionsprinzip hier generell nicht mehr anwendbar. Falls du es trotzdem anwendest, unterliegst Du zwangsläufig einem Zirkelschluss, da Du eine Aussage beweisen willst, deren Gültigkeit Du in Deiner Beweisführung voraussetzt.
Wie fragwürdig die Anwendung des Induktionsprinzips als „wissenschaftliche“ Beweismethode aber überhaupt ist, soll folgendes Beispiel verdeutlichen: Aus der Beobachtung, dass jeden Tag die Sonne aufgeht, und das bereits vor Jahren, Jahrzehnten und Jahrtausenden so war und niemals etwas gegenteiliges berichtet wurde, könnte jemand, der nicht über heutige kosmologische Erkenntnisse verfügt, den Induktionsschluss ziehen, dass das auch vor 100 Millliarden Jahren so war und in 100 Milliarden Jahren immer noch so sein wird. Was nach heutigem Erkenntnisstand aber nachweislich falsch ist.
Der Induktionsschluss ist in diesem Falle deshalb falsch, weil er stets gleich bleibende Bedingungen in unserem Sonnensystem voraussetzt, also weder die Entstehung, das Alter noch das Ende unseres Sonnensystems bzw. des Universums berücksichtigt.
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07.10.2009, 20:38
AW: Evolution eine Tatsache?
Nein, so war das nicht gemeint. Ich habe niemals eine Theorie aufgestellt, welche was auch immer für übernatürliche Phänomene in die Evolutionstheorie integriert, noch habe ich gefordert, die Evolutionstheorie solle solche Phänomene zum Inhalt haben.
Ich fordere lediglich, die Befürworter der Evolutionstheorie sollen übernatürliche oder unerklärliche Phänomene zur Erklärung der Evolution nicht grundsätzlich für „falsch“ oder „unzutreffend“ erklären, aber genau das wird getan!
Außerdem war von „metaphysischer Spekulation“ überhaupt keine Rede, sondern von „Spekulation“. Und eine Evolutionstheorie ist und bleibt nun mal eine Spekulation, solange sie Evolution ausschließlich mit natürlichen Vorgängen erklären will, dies aber nicht kann, jedenfalls nicht in Form von eindeutigen wissenschaftlichen Nachweisen.
Soviel Toleranz Deinerseits ist einfach umwerfend!
Nein im Ernst, was ich erwarte ist nicht „geduldete Toleranz“, sondern Abkehr von religiösem ET-Fanatismus! Unter „religiösen ET-Fanatismus“ verstehe ich z.B. Behauptungen von ET-Befürwortern wie „in der biologischen Evolution gibt es keine Höherentwicklung“ oder „Evolution verläuft grundsätzlich ohne Richtung, ohne Ziel“ oder „einen Schöpfergott gibt es nicht“ oder „in der Evolutionstheorie erfüllt ein Schöpfergott höchstens noch eine Lückenbüsserfunktion“ oder „die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftlich abgesicherte Theorie“ usw. usf.
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07.10.2009, 20:42
AW: Evolution eine Tatsache?
Schon unglaublich, dass wir so eine Diskussion hier in Deutschland führen. Hier in Deutschland sind doch auch religiöse Menschen der Ansicht, dass der entsprechende Teil in der Bibel eine schöne Geschichte ist, mit der Gott uns etwas zwischen den Zeilen mitteilen will und die wir nicht wortwörtlich nehmen sollten.
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07.10.2009, 21:13
AW: Evolution eine Tatsache?
Du scheinst die Bibel nicht zu kennen.
Da kann ich Dir nur empfehlen: Lies sie
und Du wirst überrascht sein! Die Auffassung vom Gott als den Schöpfer allen Lebens ist nämlich keineswegs Bestandteil eines "entsprechender Teils" der Bibel, sondern sie zieht sich durchgängig durch das ganze Buch, von der ersten bis zur letzten Seite!
Dieser von Dir so bezeichnete "entspechende Teil", mit welchem Du vermutlich die Schöpfungsgeschichte meinst (?), spielt da eher eine nebensächliche Rolle.
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07.10.2009, 22:26
AW: Evolution eine Tatsache?
Ja, alle Menschen sind durch Fortpflanzung aus anderen Lebewesen entstanden unter vergleichbaren Bedingungen (Zeugung, Schwangerschaft, Geburt usw.), gar kein Problem.
Nein, in diesem Fall nur zurück bis zu den ersten Menschen. Die konkrete Hypothese lautet: "Wenn ein Mensch entsteht oder entstand, dann immer durch Fortpflanzung von Lebewesen."
Das hast Du anscheinend noch nicht verstanden: Das Induktionsprinzip ist eine Methode zur Ableitung von naturwissenschaftlichen Theorien und Hypothesen aus endlich vielen Einzelbeobachtungen, nicht zum Beweisen. Vermutlich verwechselst Du das mit dem mathematischen Induktionsbeweis.
Ja, und aus der Beobachtung, dass jeden Tag Menschen geboren werden, lässt sich nicht zwingend folgern, dass schon immer welche geboren wurden. Aber es ist eigentlich auch gar nicht erforderlich, dass eine Theorie oder Hypothese, die per Induktionsprinzip aus Beoachtungen abgeleitet wird, auch zutreffend ist. Es ist dennoch eine naturwissenschaftliche Theorie oder Hypothese, und keine metaphysische Spekulation.
Wenn denn wenigstens von den Fans übernatürlicher oder unerklärlicher Phänomene zur Erklärung der Evolution mal konkrete Vorschläge kämen. Aber da kommt ja regelmässig nicht mal heiße Luft:
Ist doch nicht mehr ernstzunehmen, oder?
Siehst Du mal.



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