Ich hatte angenommen, dass Du die von Dir konstatierte "Abwendung von traditionellen Religionen und damit auch von Werten, welche durch eben diese Religionen geprägt worden sind" a) auf die (angebliche) Zufallsfixierheit von Evolutionstheorien zurückführst und b) für gesellschaftlich nicht wünschenswert hältst.
Falls dem nicht so sein sollte: auch gut.
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Thema: Evolution eine Tatsache?
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03.10.2009, 17:45
AW: Evolution eine Tatsache?
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04.10.2009, 14:48
AW: Evolution eine Tatsache?
Die Abwendung von bisherigen traditionellen Religionen in Folge der Verbreitung der Evolutionstheorie hatte ich als ein Beispiel genannt, wie die Evolutionstheorie das Verhalten, Handeln und Denken der Menschen prägt und deren Wertvorstellungen normativ beeinflusst. Womit ich den von Dir geforderten Beweis erbracht hatte, dass die Evolutionstheorie laut Wikipedia eine Religion ist, jedenfalls nichts dagegen spricht, sie unter dem Begriff "Religion" einzuordnen.
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04.10.2009, 16:40
AW: Evolution eine Tatsache?
Bildest Du Dir das nicht ein? Oder haben sich vielleicht Menschen zuerst von traditionellen Religionen, die in ihren weltanschaulichen Dogmen erstarrt sind, abgewandt und dann naturwissenschaftliche Theorien ohne Berücksichtigung der Pläne übernatürlicher Wesen entwickelt?
Ja, wie denn nun eigentlich? Gut? Oder nicht so gut?
Du kennst ja meine Auffassung dazu bereits: Ohne übernatürliche Wesen keine Religion. Aber aus pseudowissenschaftlicher Sicht kann man Naturwissenschaft natürlich auch als Religion betrachten.
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04.10.2009, 16:53Inaktiver User
AW: Evolution eine Tatsache?
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04.10.2009, 17:06
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04.10.2009, 17:28
AW: Evolution eine Tatsache?
Was Du sagst stimmt zu einem gewissen Teil auch, aber es entkräftet nicht meine obige Feststellung. Denn Du wirst ja nicht etwa ernsthaft bestreiten wollen, dass die Evolutionstheorie das Weltbild von Menschen verändert. Das ergibt sich zwangsläufig daraus, das sich die ET etwa mit einer wörtlichen Auslegung der Bibel nicht verträgt. Und das ist keine Einbildung, sondern Fakt.
Das spielt in dem Zusammenhang keine Rolle.
Ja, Deine Auffassung kenne ich und Du kennst meine. Nur meine Auffassung steht im Einklang zur Auffassung von Wikipedia, im Gegensatz zu Deiner.
Aha, dann ist also die Definition nach Wikipedia "pseudowissenschaftlich".
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04.10.2009, 17:59
AW: Evolution eine Tatsache?
Ja, das stimmt. Insofern ist die Evolutionstheorie für viele Menschen glaubwürdiger als eine wörtliche Auslegung der Bibel was die Beschreibung der biologischen Wirklichkeit angeht. Aber es war ja die Rede von "... Phänomene[n], die menschliches Verhalten, Handeln und Denken prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen."
An dieser Stelle waren wir schon mal:
"Normativ ist in der Philosophie eines der Gegenstücke zu positiv oder deskriptiv (beschreibend) als Beschreibung für Theorien und Begriffe. Deskriptive Aussagen sind Sätze über die Realität und können somit überprüft und gegebenenfalls auch widerlegt werden (Falsifikation). Kausal erklärende Sätze machen Aussagen darüber, welche Ursachen man für diese beschriebene Realität annimmt. Normative Sätze geben vor, wie etwas sein soll, also wie etwas zu bewerten ist, ob es gut oder böse ist oder welche Handlungen moralisch geboten sind."
Also wo sagt welche Evolutionstheorie nun "wie etwas sein soll, also wie etwas zu bewerten ist, ob es gut oder böse ist oder welche Handlungen moralisch geboten sind."? Deine Gleichsetzung von Naturwissenschaft und Religion ist schlichtweg Unsinn.
Es gibt eine naturwissenschaftliche Abstammungstheorie, die durch Beobachtungen, Fossilienfunde und biologische Grundzusammenhänge belegt ist und derzufolge alle Menschen, auch die ersten, von anderen Lebewesen gezeugt und geboren wurden, und nicht (ob mit oder ohne Einwirkung eines übernatürlichen Wesens) aus Lehm oder Rippen entstanden sind.
Du hast mit allen möglichen kreationistischen, neo-kreationistischen und sonstigen pseudowissenschaftlichen Argumenten Deinen Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, dass in dieser Abstammungstheorie die Pläne übernatürlicher Wesen - auf deren Existenz und Inhalt Du aufgrund Dir vorliegender Textquellen sicher schliessen kannst - ja gar nicht berücksichtigt werden. Das ist vielleicht schade für Dich, aber daran lässt sich im Rahmen naturwissenschaftlicher Theorienbildung eben nichts ändern. Du kannst aber auf Pseudowissenschaft oder Geheimwissenschaft ausweichen.
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04.10.2009, 19:44
AW: Evolution eine Tatsache?
Kommt ganz darauf an, wie wörtlich jemand die Bibel auslegt. Schließlich ist es ein Unterschied, ob jemand die Erschaffung der Welt in wörtlichen 7 Tagen als unverrückbare Tatsache postuliert und sich damit in Widerspruch zu unbestreitbaren wissenschaftlichen Forschungsergebnissen begibt oder ob jemand an einen Gott als den Schöpfer aller Pflanzen, Tiere und Menschen glaubt.
Für mich jedenfalls ist die Evolutionstheorie nicht im geringsten glaubwürdiger wie letztere nach der Bibel vertretene Auffassung. Ganz im Gegenteil, ich empfinde die Evolutionstheorie als eine ausgesprochen lächerliche Alternative zu der biblischen Auffassung. Aber jeder soll glauben an was er will.
Die "Religion Evolutionstheorie" gibt (u.a.) vor, wie die Auffassung "die biologische Evolution vollzieht sich zielgerichtet" zu bewerten sei, nämlich "falsch", "schlecht", "pseudowissenschaftlich" oder was auch immer für Schimpfworte
benutzt werden. Auf jeden Fall handelt es sich um ketzerisches Gedankengut, welches mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt.
Es geht doch gar nicht um Gleichsetzung, sondern um Einordnung in eine bestimmte Kategorie. Genauso wie Äpfel und Birnen nicht automatisch gleichgesetzt werden, nur weil sie beide in die Kategorie "Früchte" gestellt werden!
Also beruhige Dich mal wieder, niemand will hier Religionen mit Naturwissensschaften gleichsetzen.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich selbst an die obige Abstammungslehre glaube, ist es ein großer Irrtum Deinerseits, diese Lehre wäre durch Beobachtungen, Fossilienfunde oder biologische Grundzusammenhänge wissenschaftlich belegt.
Von den angeblich "pseudowissenschaftlichen" Argumenten mal ganz zu schweigen, auch hier irrst Du Dich wieder mal. Z.B. glaube ich ja wiegesagt durchaus an die Abstammungslehre. Dass in dieser Lehre der Gott als der Schöpfer der Welt keine Berücksichtigung findet, stört mich nicht im geringsten, es würde mich sogar wundern, wenn es so wäre. Aber sie schließt diesen Gott ja keineswegs aus, insofern also NULL Probleme.
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04.10.2009, 22:51Inaktiver User
AW: Evolution eine Tatsache?
Ist das hier eure Privatveranstaltung ??? Tssssss , ich glaube ich werde noch Kreatonistin, dann ist endlich alles wieder gut...
gute Nacht
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05.10.2009, 09:32
AW: Evolution eine Tatsache?
"Die Widersprüche zur naturwissenschaftlichen Theorie der Weltentstehung sind offensichtlich. Konservative Christen, die im weitesten Sinne dem Kreationismus zuzurechnen sind, halten trotzdem an der Auffassung fest, die Schöpfungsgeschichten seien naturkundliche Tatsachenberichte. Unter vielen Theologen und aufgeklärten Christen hingegen hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass die beiden Schöpfungsberichte nicht als naturwissenschaftliche Beschreibung zu verstehen sind, sondern als Beschreibung der Aufgaben des Menschen in seiner Welt, die ihm nicht gehört."
Das stimmt ja nicht. Als naturwissenschaftliche Theorie stützt die Evolutionstheorie sich halt auf Beobachtungen, Experimente, das Kausal- und das Induktionsprinzip und nicht auf die spekulative Annahme einer übergeordneten Zielgerichtetheit im Sinne der Planung eines übernatürlichen Wesens, dessen Existenz mit naturwissenschaftlichen Methoden weder nachgewiesen noch ausgeschlossen werden kann. Das wäre in der Tat pseudowissenschaftlich. Ausserhalb naturwissenschatlicher Theorien ist dem persönlichen Glauben natürlich keine Grenze gesetzt.
Meinetwegen. Der Ansatz hat sich ja nun ohnehin erledigt, da Naturwissenschaften und damit auch die Evolutionstheorie keine normativen Aussagen machen, wie es zum Beispiel die Genesis mit den zehn Geboten tut.
Der biologische Grundzusammenhang besteht in der alltäglichen Beobachtung, dass Menschen durch Zeugung und Geburt durch andere Lebewesen, und nicht aus Lehm oder Rippen entstehen oder vielleicht von Bäumen fallen oder aus UFO's klettern. Allein das zusammen mit einem Induktionsprinzip ist genug Beleg für die induktiv begründete naturwissenschaftliche Annahme, dass dieser Grundzusammenhang für alle Menschen und alle anderen Säugetiere, die je gelebt haben, genauso gegolten hat. Und in der Hinsicht unterscheidet sich diese Abstammungstheorie in keiner Weise von den Steinfalltheorien A bis D. Zusätzlich gibt es halt noch umfangreiche Fossilienfunde.



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