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07.05.2010, 18:01
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Ich bin ein Capulcu
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07.05.2010, 18:03Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Rechtzeitig im folgenden Sinne:
Wenn man sich frühzeitig entscheidet, z.B. in betreutes Wohnen zu ziehen, aus freien Stücken, dann hat man die Gelegenheit, sich dort einzuleben und die Wohnung als Zuhause zu erleben. Im Notfall hat man dann Hilfe bei der Hand und fühlt sich nicht wie abgeschoben.
Aber auch, wenn man das nicht will, ist es oft günstiger, z.B. bei Alzheimer, in einem früheren Stadium in ein Heim zu ziehen, weil dort Fachleute arbeiten, die dort viel besser mit den Kranken arbeiten können, als das Angehörige tun können, die keine Ahnung davon haben, wie man mit Dementen umgeht und ihnen gerecht wird.
(Wohlgemerkt, schließt das alles ja nicht aus, dass man für sich entscheidet, ggf. freiwillig aus dem Leben zu scheiden.)
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07.05.2010, 18:11
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Ehrlich gesagt mach ich mir schon seit laengerer Zeit Gedanken darüber...obwohl ich weiss Gott noch nicht in einem betreffenden Alter waere...ja,ich mache mir Gedanken wie es sein könnte ab einem gewissen Alter.Ich will das planen...und nicht überrascht werden.
So wie Du es beschreibst stelle ich mir das vor Lexikon.
LGIch bin ein Capulcu
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07.05.2010, 18:21Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Mit dem Ausschen des Schicksals meine ich nicht, dass es einem Freude machen muss. Es ist vielleicht so wie ein Umzug: was nerven mich Umzüge, dieses sind wirklich die Pest, aber ohne Umzug gibt es keine schönere Wohnung. Oder die Kinderwunschbehandlung: diese kann angeblich ganz schön an die Nieren gehen, aber ohne gibt es kein Kind.
Es ist also wohl so, dass man sich sein Schicksal ausucht, obwohl es mitunter schwer ist, weil man weiss, dass es ohne dieses kein weiteres Wachstum gibt.
Ich denke, er hat es sich ausgesucht und immer geahnt, dass es passiert, wobei Aussuchen und Vorbestimmen wohl das Gleiche sind.
Ich habe auch immer geahnt, dass ich einmal meinen Kiefer operiern würde. Es gibt auch genau einen Arzt ich würde sagen in ganze Europa, der dies machen konnte. Ich habe auch vor Jahren begonnen Geld zurückzulegen für ebendiese OP, obwohl ich noch nicht wusse, dass es sie gibt.
ich hatte auch eine Freundin, die immer über Krebs geredet hat. Sie ist tatsächlich mit 34 an Brustkrebs gestorben. Dabei war sie keine "Krebspersönlichkeit", sondern eine aktive, lebenslustige und sehr optimistische Frau.
Aber ich kann nur von mir reden: ich bin ja relativ offen für geistige Sachen und bekomme oft die Strafe auf dem Fuss, muss also nicht bis zum nächsten Leben warten. Das ist natürlich gut, weil man alles viel besser einordnen kann. Auch habe ich das Gefühl, dass sich vieles in meinem Leben einfach jeweils ineinander gefügt hat.
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07.05.2010, 18:27
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Und genau hier,an dieser Stelle möchte ich stop sagen.
Man ist was man denkt.Die Macht der Gedanken.
Als ich das mit dem Arzt las,dachte ich sofort-er hat sich selber darauf vorbereitet,gedanklich.Da er es dachte,geschah es.
Da gibt es die Geschichte von A.Lincoln.
Ein Weissager hatte ihm vorausgesagt dass er an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit sterben würde.
Er dachte stets daran und wartete auf diesen Zeitpunkt.
Es konnte nichts anderes geschehen,als dass der Tod zu diesem
Zeitpunkt eintrat.
Das meine ich,wie ich auch weiter oben schrieb dass es im Islam so ist dass zwar ein bestimmter Weg vorgezeichnet ist,dass dieser aber formbar ist.Durch uns.
In dem Moment wo ich denke-ich werde im Rollstuhl landen kann ich meine Gedanken veraendern.
Ich glaube dass die Macht der Gedanken grösser ist als wir wissen.
LGIch bin ein Capulcu
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07.05.2010, 18:35Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Der Vorteil dabei ist auch, dass man, wenn man sich "rechtzeitig" darum kümmert, sich ausführlich umsehen kann, man kann sich etwas aussuchen, was zu einem passt (es gibt es inzwischen sehr viele Möglichkeiten), und natürlich muss man auch dafür sorgen, dass man die Finanzierung hinbekommt - wenn man irgendwann dazu gezwungen ist, muss man u.U. das nehmen, was gerade da ist und landet dann, wenn man Pech hat, tatsächlich irgendwo, wo man nicht mal seinen schlimmsten Feind unterbringen würde.
Allerdings bedeutet das alles, dass man mit der Tatsache Frieden schließt, dass wir alle endlich sind. Ich glaube, das ist für viele ein harter Prozess, dem viele sich nicht stellen (können/wollen).
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07.05.2010, 18:40
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Da hast Du recht.
Man macht sich waehrend seines Lebens so viele Gedanken über Sachen wie z.Beispiel...Urlaube...Autos die man anschafft...warum macht man sich keine Gedanken über sein Alter?Ich finde es blauaeugig zu erwarten,dass es einem bis ins hohe Alter blendend geht...wenns so kommt-schön.Aber die Realitaet sieht meistens doch anders aus.
Wenn ich mir beizeiten das raussuche was mir zusagt und weiss was finanziell auf mich zukommt...das finde ich mündiges Verhalten.
(mein lieber Mann hat allerdings noch Probleme bei dem Thema...
...wir reden immer mal wieder darüber...irgendwann ist er vielleicht auch auf meinem Standpunkt.
)
LGIch bin ein Capulcu
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07.05.2010, 19:31Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
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07.05.2010, 19:52Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Ich bin 50. Also in einem Alter, in dem man sich Gedanken macht.
Na komm, so viele waren das nun auch wieder nicht. Wenn ich so zurückdenke, haben jedenfalls die meisten alten Leutchen, die ich damals kannte, in ihren eigenen vier Wänden gelebt. Oder bei ihren Kindern.
Das ist aber nicht die Regel. Und angesichts personeller Unterbesetzung und organisatorischer Probleme dürfte sich daran nicht viel ändern. Es sei denn, man hat genug Knete, um sich ein exklusiveres Heim leisten zu können. Ich werde definitiv keine Kohle haben.
Also machen mir die Aussichten nicht gerade Mut.
Das letzte Altenheim, das ich besucht habe, hab ich vor gerade mal zwei jahren zum letzten Mal betreten. Da waren Haustiere nicht erlaubt, Abendessen gab es um 16.00, die Insassen haben die meiste zeit sowieso nur aufs Essen gewartet.
Im Flur stand ein Kaninchenkäfig mit einem einzelnen Kaninchen drinnen, ohne Schlafhäuschen, ohne Etagen, das sollte die Alten wohl aufmuntern, aber niemand nahm Notiz von dem armen, apathischen,einsamen Tier... ich war kurz davor, es zu klauen (hätte ich´s doch bloß getan).
Außerdem habe ich Altersheime schon immer unnatürlich und komisch gefunden. Natürlich möchte ich später meinem einzigen Kind nicht zumuten, mich pflegen zu müssen. Ich schließe also nicht aus, jetzt noch ordentlich Leben mitzunehmen und später selber zu entscheiden, was ich mir noch zumuten will und was nicht mehr.
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08.05.2010, 11:58Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Hmmm... ich habe sie auch gelesen, diese Bücher. "Wünsch es dir einfach", "The Secret", "Bestellungen beim Universum", "LOLA-Prinzip"...
Es ist durchaus eine Seite der Medaillle, aber nicht die ganze Wahrheit, weil es eben das Karma völlig ausschliesst.
Allerdings ist das Karma auch wieder nicht so statisch, wie es z.B. in Indien gelebt wird. Meist muss es aber in einer gewissen Form abgetragen werden.
Von Babaji (ich weiss nicht, ob du schon von ihm gehört hast, sonst kannst du ja googeln) sagt man, dass er im Kreis seiner Jünger am Feuer gesessen habe und einen von ihnen mit einem brennenden Scheit berührt habe. Seine Jünger fanden es natürlich grausam, aber er erklärte ihnen, dass das Karma des einen Jüngers gewesen sei, zu verbrennen an diesem Tag. Aber er, der Jünger, habe schneller gelernt und mit der kleinen Verbrennung sei dem Karma genüge getan.
Vielleicht hätte der Arzt seine Lektion durchaus vor dem Unfall lernen können, dann hätte er sich vielleicht einen Wirbel gebrochen, wäre aber nicht gelähmt gewesen.
Daran, dass man gewisse Krankheiten anzieht, daran glaube ich nicht so recht. Ich habe mir berufsbedingt lange und oft z.B. über Krebs Gedanken gemacht - und noch nie Krebs bekommen. Wenn alles geschehen würde in meinem Leben, wovon ich Angst habe, dann sähe mein Dasein wahrlich traurig aus. Ich hatte z.B. früher wahnsinnige Angst vor einer Verhütungspanne. Die Pille habe ich nicht vertragen. Viele um mich herum hatten Verhütungspanne, bei ihnen hatten alle möglichen Verhütungsmittel versagt, ich hatte bisher noch keine.
Wenn es wirklich so einfach wäre, dass man das ist, was man denkt, dann würde jeder, der Flugangst hat, auch tatsächlich abstürzen.



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