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  1. Inaktiver User

    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen

    Eine Pflegerin beklagte sich bei mir, dass der Zustand der neuen Gäste immer schlechter wird. Viele ältere Menschen wollen so lange Zuhause leben wie es ihnen möglich ist und erst, wenn sie wirklich gar nichts mehr machen können und die Kontrolle über ihren Alltag fast verloren haben, kommen sie krank, bettlägrig und inkontinent in ein Pflegeheim.
    Jetzt musste ich schmunzeln. Der Satz entbehrt nicht einer gewissen Komik: "Viele ältere Menschen wollen so lange Zuhause leben wie es ihnen möglich ist" - ja, wo denn sonst ?? Sollen sie fröhlich und freiwillig ins Heim gehen, wo ihnen um halb fünf das Abendessen vorgesetzt wird, wo sie sich abends im Fernsehzimmer, dem Mehrheitswillen beugend, "Mutantenstadl" oder Rosamunde Pilcher antun dürfen und die meisten Dinge einschließlich geliebter Haustiere zurücklassen müssen ? Wer sollte freiwillig so etwas wollen ?
    Ich jedenfalls nicht. Und ich könnte auch nicht alt werden ohne diese Sicherheit, eine letzte Trumpfkarte im Ärmel zu haben und das Thema Pflegeheim oder überhaupt Siechtum umgehen zu können, wenn ich es will....

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    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das "...man ja die angetriebenen Kinder gar nicht in Frage stellen"...?

    Du meinst, dass man nicht abtreiben dürfte?

    Nun ja, einerseits glaube ich, dass die Seele bereits in den Körper einzieht, wenn dieser erst ein Zellklumpen ist. Somit ist eine Abtreibung für das Kind äusserst schmerzhaft. Eine Bekannte wollte auch eine Amniozentese durchführen lassen, aber das Kind wollte erst nicht. Als sie nämlich den Schlauch in den Uterus eingeführt haben, habe das Kind diesen mit der Faust fest zugedrückt, so dass kein Fruchtwasser aspiriert werden konnte. Gut, das kann auch Zufalls ein, trotzdem ist es bemerkenswert.

    Ich meine, dass Gott den Eltern dieses Kind anvertraut hat und dass sie es annehmen sollten. Wenn sie es abtreiben, werden sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut vor diese Situation gestellt und besser wird es wohl nicht.

    Abgesehen davon: man kann auch ein gesundes Kind haben, welches durch einen Unfall oder durch eine Krankheit behindert wird.

    Aber ich als Kinderlose kann natürlich gut reden.

    Zum Empfinden von Föten: meine Schwester wollte nur 3 Kinder. Dann hat sich wegen einer Verhütungspanne ein 4. angemeldet, das sie aber abtreiben wollten. Sie waren bereits in der Abtreibungsklinik, aber das sie im Süden wohnt, ging dies nicht mehr. Man darf dort nur abtreiben, solange im Ultraschall kein Herzschlag sichtbar ist. Der Jüngste ist nun 4 und ein ausgesprochen schwieriges Kind, das ständig seine Eltern provoziert. Ich frage mich ernsthaft, ob er einfach einen kleinen "Schaden" hat durch den Abtreibungswunsch.
    Nun,da wir uns unsere Eltern ja selber aussuchen...beschliessen wir also auf die Welt zu kommen.Werden wir abgetrieben ist es eine Ent-
    scheidung gegen die Karnation.Meinst Du nicht?

    Wohlgemerkt ich bin gegen Abtreibungen,aus welchen Grund auch immer sie geschehen soll...ich beschaeftige mich u.a.mit Familienaufstellen und da wird noch deutlicher dass nichts verloren geht und niemand "weg"ist auch wenn er abgetrieben worden ist.
    Ich bin ein Capulcu

  3. Inaktiver User

    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von Seven Beitrag anzeigen
    Nun,da wir uns unsere Eltern ja selber aussuchen...beschliessen wir also auf die Welt zu kommen.Werden wir abgetrieben ist es eine Ent-
    scheidung gegen die Karnation.Meinst Du nicht?

    Wohlgemerkt ich bin gegen Abtreibungen,aus welchen Grund auch immer sie geschehen soll...ich beschaeftige mich u.a.mit Familienaufstellen und da wird noch deutlicher dass nichts verloren geht und niemand "weg"ist auch wenn er abgetrieben worden ist.
    Man kann ja argumentieren, dass es ebenfalls Karma ist, dass man abgetrieben worden ist. Das stimmt wohl so auch. Wobei sich die Eltern aber auch wieder Karma machen.

    wie lange dauert es denn, bis man wieder die passenden Umstände für seinen Lebensplan hat? Mein Lebensplan z.B. wäre nicht zu verwirklichen gewesen, wäre ich z.b. 1930 geboren worden.

    Und dann müssen die Lebenspläne unserer Mitmenschen ja auch ganz genau angeglichen werden. Ich habe z.B. meinen Mann oft gefragt, wieso ich ihn nicht schon früher habe kennen lernen können als erst mit 41. Er hat mir neulich gesagt, dass er schlicht und einfach keine Beziehung wollte vor ca. 38/39.

    Also unter Umständen muss dann eine Seele Jahrhunderte warten, bis die Umstände wieder so sind, dass sie diesen Lebensplan verwirklichen kann, der ja abgebrochen worden war.

    Familienaufstellen? Meine Mutter kennt eine Frau, die dies hervorragend macht. Mein Bruder war immer hasserfüllt gegenüber mir, hat mich zutiefst verachtet. Einmal Familienaufstellen und nun ist der Tonfall meines Bruders mir gegenüber ganz anders, fast ins andere Extrem gekippt, ein wenig unterwürfig. Du magst nicht mehr darüber erzählen, z.B. per PIN?

  4. gesperrt

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    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt musste ich schmunzeln. Der Satz entbehrt nicht einer gewissen Komik: "Viele ältere Menschen wollen so lange Zuhause leben wie es ihnen möglich ist" - ja, wo denn sonst ?? Sollen sie fröhlich und freiwillig ins Heim gehen, wo ihnen um halb fünf das Abendessen vorgesetzt wird, wo sie sich abends im Fernsehzimmer, dem Mehrheitswillen beugend, "Mutantenstadl" oder Rosamunde Pilcher antun dürfen und die meisten Dinge einschließlich geliebter Haustiere zurücklassen müssen ? Wer sollte freiwillig so etwas wollen ?
    Ich jedenfalls nicht. Und ich könnte auch nicht alt werden ohne diese Sicherheit, eine letzte Trumpfkarte im Ärmel zu haben und das Thema Pflegeheim oder überhaupt Siechtum umgehen zu können, wenn ich es will....

    Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf ?

    Es ist nämlich so, dass noch vor ca. 20-30 Jahren Leute ins "Altenheim" gegangen sind, die soeben in Rente gekommen sind.
    Das heisst sie waren wirklich rüstig, machten stundenlange Wanderungen usw.
    Es gibt Bildervergleiche zwischen den Insassen früher und heute.

    Früher standen sie in Gruppen mit Wanderstock vor dem Altenheim und heute hängen (!) sie in Rollstühlen herum, können nicht mehr selbst essen und laufen schon gar nicht.

    Das mit den Haustieren stimmt nicht mehr, mein Vater hätte sein Haustier mitnehmen können.

  5. gesperrt

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    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, das meinte man in "unserem" Heim auch. Und Panikmache über Heime macht es den Menschen noch schwerer, rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Was meinst du mit "rechtzeitig" ?

    Die meisten Leute beim Arzt sind ältere bzw. alte Leute, sie bekommen also Hilfe und im übrigen gibt es ambulante Dienste, die man in Anspruch nehmen kann.

    Gegen Panikmache hilft Information, Information und nochmal Information.


  6. gesperrt

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    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Trotzdem kann sich doch jeder, solange er noch einigermaßen fit ist, umbringen, ich verstehe den Strangtitel nicht.
    Ethisch vertretbar ist das nicht.

  7. Inaktiver User

    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Ethisch vertretbar ist das nicht.
    Ich verstehe ja wirklich (aus eigener Erfahrung), wie es sich anfühlt, wenn man sich im eigenen Körper nicht mehr wohlfühlt und diesen am liebsten verlassen würde.

    Dennoch: für viele mag der körperliche Abbau im Alter die erste wirklich grössere Herausforderung sein. Ganz viele waren gesund bis auf ein paar kleine Sachen. Und dann wollen sie gehen, damit sie ja nichts mehr erdulden müssen? Ich habe echt meine liebe Mühe mit Leuten, denen immer alles superglatt lief (ja, ich kenne Leute, die waren nie arbeitslos, nie in finanzieller Not, hatten nie eine Trennung oder Scheidung, Wunschkinder haben sich sofort eingestellt, sie waren nie wirklich krank) und die bei der ersten grösseren Herausforderung gleich den Schwanz einziehen.

    In einer Zeitschrift wurden vor einigen Monaten Mitglieder von Exit porträtiert, ich glaube, beide leben mittlerweile nicht mehr. Die eine Frau hatte starke Schmerzen nach mehrern Operationen am Rücken und ich konnte sie noch verstehen.

    Dann war aber ein älterer Mann, der gesagt hat, dass er immer alles selber machen konnte und dass er einfach keine Lust hätte, dass man ihn bald betreuen müsse.

    Wenn es nur nicht eines Tages ein Druck gibt, dass man sich gefälligst das Leben zu nehmen hat, wenn man der Leistungsgesellschaft nicht mehr entspricht.

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    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man kann ja argumentieren, dass es ebenfalls Karma ist, dass man abgetrieben worden ist. Das stimmt wohl so auch. Wobei sich die Eltern aber auch wieder Karma machen.

    wie lange dauert es denn, bis man wieder die passenden Umstände für seinen Lebensplan hat? Mein Lebensplan z.B. wäre nicht zu verwirklichen gewesen, wäre ich z.b. 1930 geboren worden.

    Und dann müssen die Lebenspläne unserer Mitmenschen ja auch ganz genau angeglichen werden. Ich habe z.B. meinen Mann oft gefragt, wieso ich ihn nicht schon früher habe kennen lernen können als erst mit 41. Er hat mir neulich gesagt, dass er schlicht und einfach keine Beziehung wollte vor ca. 38/39.

    Also unter Umständen muss dann eine Seele Jahrhunderte warten, bis die Umstände wieder so sind, dass sie diesen Lebensplan verwirklichen kann, der ja abgebrochen worden war.

    Familienaufstellen? Meine Mutter kennt eine Frau, die dies hervorragend macht. Mein Bruder war immer hasserfüllt gegenüber mir, hat mich zutiefst verachtet. Einmal Familienaufstellen und nun ist der Tonfall meines Bruders mir gegenüber ganz anders, fast ins andere Extrem gekippt, ein wenig unterwürfig. Du magst nicht mehr darüber erzählen, z.B. per PIN?
    Das sehe ich nicht als einen abgebrochenen Lebensplan.In der Unendlichkeit des perfekten Lebens gibt es das sicher nicht...

    Ich würde mich gerne hier austauschen...vielleicht gibt es ja noch ein paar Leute die das Thema interessiert.?
    Die passenden Umstaende sind immer gegeben...auch wenn es uns nicht immer so erscheinen mag...

    LG
    Ich bin ein Capulcu

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    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn es nur nicht eines Tages ein Druck gibt, dass man sich gefälligst das Leben zu nehmen hat, wenn man der Leistungsgesellschaft nicht mehr entspricht.
    Phoebe09, das glaube ich nicht.

    Pflegebedürftige Menschen verschaffen einer riesigen Menge Menschen Lohn und Brot.
    Es geht ja nicht nur um Ärzte, Pfleger, Physiotherapeuten etc.

    Da ist ja auch noch die Pharmaindustrie und der große Markt der Hilfsmittel. Angefangen von Rollstuhl, Pflegebett, Dekubitusmatratze, Gehilfe, Lifter und vieles mehr.
    Wenn der Pflegebedürftige dies alles finanziell nicht mehr alleine stemmen kann, zahlt die Solidargemeinschaft. In diesem Markt werden große Gewinne erzielt, darum ist für die Wirtschaft ein Pflegefall ein Gewinnfall.
    Wir sollten nur darauf achten, dass der Aufwand für den Kranken nicht zu sehr minimiert und der Gewinn maximiert wird.

    Ich verstehe ja wirklich (aus eigener Erfahrung), wie es sich anfühlt, wenn man sich im eigenen Körper nicht mehr wohlfühlt und diesen am liebsten verlassen würde.
    Phoebe, ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Lebensfreude.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

  10. Inaktiver User

    AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod

    Zitat Zitat von Seven Beitrag anzeigen
    Das sehe ich nicht als einen abgebrochenen Lebensplan.In der Unendlichkeit des perfekten Lebens gibt es das sicher nicht...

    Ich würde mich gerne hier austauschen...vielleicht gibt es ja noch ein paar Leute die das Thema interessiert.?
    Die passenden Umstaende sind immer gegeben...auch wenn es uns nicht immer so erscheinen mag...

    LG
    Bez. Lebensplan: bei uns in der Nähe gibt es eine national bekannte Parapegikerklinik. Dort arbeitet ein Arzt, der selber im Rollstuhl sitzt und kürzlich ein Interview gegeben hat. Er hat wirklichi gesagt, dass er immer gespürt hätte, dass er dereinst auch im Rollstuhl sitzen würde. Er hatte dann einen Unfall, bei dem die meisten anderen lachend wieder aufstehen würden.

    Übrigens habe ich soeben einen Termin vereinbart bei der Familienaufstellerin, die ich über meine Mutter kenne. Mal sehen...

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