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07.05.2010, 13:07Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
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07.05.2010, 13:15
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Ich weiss ja nicht, wie man vom Recht auf Selbsttötung auf dieses Thema kommt, aber die Heime sind nicht "schrecklich".
Eine Pflegerin beklagte sich bei mir, dass der Zustand der neuen Gäste immer schlechter wird. Viele ältere Menschen wollen so lange Zuhause leben wie es ihnen möglich ist und erst, wenn sie wirklich gar nichts mehr machen können und die Kontrolle über ihren Alltag fast verloren haben, kommen sie krank, bettlägrig und inkontinent in ein Pflegeheim.
Dass die Lebensqualität für solche Menschen nicht mehr spürbar verbessert werden kann liegt auf der Hand.
Aber zurück zum Thema:
ich meine, Selbsttötung ist Mord. Egal, ob ich das Leben eines anderen Menschen oder mein eigenes beende, es ist und bleibt Mord.
Ethisch betrachtet darf ich bloss das zerstören, was ich aufbauen kann. Und ich kann keinem Menschen das Leben geben.
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07.05.2010, 14:02Inaktiver User
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07.05.2010, 14:08
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Hallo Phoebe09!
Ich denke schon, daß ich Dich verstehe.
Schade, daß man sich nur in dieser Form auseinander setzen kann. Säßen wir uns gegenüber, würden wir uns sicher die Köpfe heißreden und man könnte sich dann auch besser austauschen.
Ich wünsche Dir, daß Du in aller Deiner Not Dich an den hälst, der allein helfen kann und der unser Tröster ist. Das sage ich nicht nur so dahin, sondern aus Erfahrung, weil ich auch viel Not habe und einen lieben Mann oder eine liebe Mutter habe ich auch nicht mehr.
Aber ich habe Jesus und der trägt mich durch und Dich auch.
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07.05.2010, 14:28
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Trotzdem kann sich doch jeder, solange er noch einigermaßen fit ist, umbringen, ich verstehe den Strangtitel nicht.
Was ich aber strikt ablehne ist, Sterbehilfe zu leisten.
Diese Anzeige finde ich skuril.Vor kurzem habe ich (in einer Anzeige) gelesen:
Von niemandem wird verlangt, dass er seinem Haustier beim quälenden Sterben zusieht. Seinem Angehörigen aber wohl
"Quälend" ist wohl allein die Zeit und die Stärke, die der Angehörige aufbringen muss, um den Sterbenden zu begleiten. Aber es wird von niemandem verlangt!
Natürlich gibt es erschreckende Beispiele in Pflegeheimen. Aber statt über Sterbehilfe nachzudenken sollten wir zuerst gegen solche Zustände etwas tun.
Zum Glück werden ja nun Pflegenoten vergeben. Gerade ein Heim in meiner Nähe bekam sehr, sehr schlechte Pflegenoten obwohl die Angehörigen immer versicherten, die Unterbringung sei großartig. Da war wohl der Wunsch der Vater der Gedanken.Gruß dingsda
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.
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07.05.2010, 14:48Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Wisst ihr, wovor ich ein wenig Angst habe? Nicht heute und nicht morgen, aber irgendwann..
Das Alte und Behinderte einfach lästig werden und man sehr grosszügig "Sterbehilfe" anbietet, resp. Pflegebedürftige garadezu zu Sterbehilfe drängt. Ihr denkt, das wird es nie geben?
Hmmm... hätte man sich früher vorstellen können, dass es gerade zum guten Ton gehört, Föten mit Down-Sydnrom abzutreiben? Ja, mittlerweile gehört es richtig gehend zum guten Ton, vor allem in der Mittelschicht. Ich wüsste niemand, der den Mut gehabt hätte, ein Kind mit Down-Syndrom anzunehmen. Ich habe auch schon den obergrässlichen Satz gehört "früher oder später werden Eltern nicht mehr das Recht haben, die Gesellschaft mit einem behinderten Kind zu belasten", gesagt von irgend einem Arzt.
Ach ja, wie vor zwei Jahren in einer Zeitschrift für Heilpädagogik gelesen habe, gibt es heute sogar mehr Schwerbehinderte als früher, dafür weniger Leichtbehinderte. Menschen mit Down-Syndrom gibt es übrigens immer noch gleich viele wie früher. Es kommen zwar tatsächlich weniger zur Welt (nicht gar keine mehr, weil heute einfach mehr junge Mütter Kinder mit Down-Syndrom zur Welt bringen), aber sie leben einfach länger.
Es ist so schade, dass der Mainstream so gar keinen Nerv für geistige Gesetze hat.
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07.05.2010, 14:53Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Mico
Ja, ich glaube wir würden uns die Köpfe heiss reden. Eine liebe Freundin ist auch aktive Christin und kann mit Reinkarnation nichts anfangen. Früher war dies etwas, das uns getrennt hat, heute konzentrieren wir uns auf das, was uns verbindet und jede lässt die andere mit diesem einzigen winzigen Detail des Unterschieds leben.
tja, weisst du, ich habe oft noch nicht die Kraft, die Weisheit und die Einsicht zu sagen "Gott wollte es so" und alles einfach zu akzeptieren. Oft kommt schon noch die Frage "warum ausgerechnet ich". Leider stellen wir uns (typisch Mensch) diese Frage nur, wenn wir leiden. Geht es uns gut, finden wir dies ganz in Ordnung.
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07.05.2010, 15:08Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Sorry, aber noch ein Nachtrag:
Ich bin ab und zu an der VHS tätig und einmal sagte eine Teilnehmerin, als wir über Psychotherapie gesprochen haben und wer diese bezahle, dass sich Depressive und psychisch Kranke doch am besten umbringen sollten. Diese würden der Gesellschaft nur unnötig viel Geld kosten. Ja, sie meinte es im vollen Ernst. Das Gleiche habe ich auch schon (im Ernst) von einem Pfleger der Psychiatrie gehört "das kommt nicht mehr gut mit dem. Der soll sich dich umbringen."
Geht es ethisch eigentlich nur noch bergab oder waren wir schon immer so?
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07.05.2010, 15:19
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Glaubt man an die Gesetze der Reinkarnation dann dürfte
man ja die angetriebenen Kinder gar nicht in Frage stellen...was
meinst Du dazu Phoebe?
LGIch bin ein Capulcu
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07.05.2010, 15:32Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Wie meinst du das "...man ja die angetriebenen Kinder gar nicht in Frage stellen"...?
Du meinst, dass man nicht abtreiben dürfte?
Nun ja, einerseits glaube ich, dass die Seele bereits in den Körper einzieht, wenn dieser erst ein Zellklumpen ist. Somit ist eine Abtreibung für das Kind äusserst schmerzhaft. Eine Bekannte wollte auch eine Amniozentese durchführen lassen, aber das Kind wollte erst nicht. Als sie nämlich den Schlauch in den Uterus eingeführt haben, habe das Kind diesen mit der Faust fest zugedrückt, so dass kein Fruchtwasser aspiriert werden konnte. Gut, das kann auch Zufalls ein, trotzdem ist es bemerkenswert.
Ich meine, dass Gott den Eltern dieses Kind anvertraut hat und dass sie es annehmen sollten. Wenn sie es abtreiben, werden sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut vor diese Situation gestellt und besser wird es wohl nicht.
Abgesehen davon: man kann auch ein gesundes Kind haben, welches durch einen Unfall oder durch eine Krankheit behindert wird.
Aber ich als Kinderlose kann natürlich gut reden.
Zum Empfinden von Föten: meine Schwester wollte nur 3 Kinder. Dann hat sich wegen einer Verhütungspanne ein 4. angemeldet, das sie aber abtreiben wollten. Sie waren bereits in der Abtreibungsklinik, aber das sie im Süden wohnt, ging dies nicht mehr. Man darf dort nur abtreiben, solange im Ultraschall kein Herzschlag sichtbar ist. Der Jüngste ist nun 4 und ein ausgesprochen schwieriges Kind, das ständig seine Eltern provoziert. Ich frage mich ernsthaft, ob er einfach einen kleinen "Schaden" hat durch den Abtreibungswunsch.



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