Antworten
Ergebnis 121 bis 130 von 207
-
06.05.2010, 20:40Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
-
06.05.2010, 20:42Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Ach ja, es ist tröstlich.
Ja, ich meinte, wenn ich ih Kürze eh sterben würde, würde ich mich eher nicht suizidieren.
Aber ich kann auch gut mit Schmerzen umgehen. Weniger gut, wenn ich z.B. gelähmt wäre.
Gerade Exit versorgt bei uns meist schwer kranke Krebspatienten. Bei denen denke ich wirklich, dass sie doch în kürze eh sterben würden.
Aber ganz ehrlich: habe Mühe mit diesem "ich entscheide selber, wann ich sterbe". Was ich verstehen kann, wenn jemand einfach so lange gelitten hat, dass er einfach nicht mehr kann.
-
06.05.2010, 20:48
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Ein seelisch gesunder Mensch denkt nicht "sehr lange" an Suizid. Es sind auch nicht die Gene oder die Zellen.
Zitat von Phoebe
Wenn nicht aussergewöhnliche Umstände vorliegen, dann stimmt etwas in der Psyche nicht.
Meist ist es Zeichen einer Depression und kann behandelt werden.
Du solltest Hilfe in dieser Richtung suchen.
-
06.05.2010, 21:15Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Ich denke an Suizid, seit ich 19 bin. Natürlich nicht permanent und ich kann dabei trotzdem Lebensfreue empfinden. Hört sich paradox an, kann vielleicht nur jemand versehen, der es selber erlebt hat.
Vor Jahren war ich bei einem Arzt, der chinesische Medizin praktiziert, aber nicht deswegen. Er hat irgendwelche Akupunkturpunkte gedrückt und mich unvermittelt gefragt, ob ich manchmal an Suizid denken würde. Zu dieser Zeit war ich aber ganz stabil. Er meinte, man hätte tatsächlich eine Neigung dazu. Natürlich muss man dieser Neigung nicht nachgeben.
Vor einiger Zeit habe ich die Biographie von Dietrich Bonhoeffer gelesen. Er schien auch diese merkwürdig verquere Verhältnis zum Tod gehabt zu haben, indem er ihn ständig ersehnt hat, zumindest in jungen Jahren.
Vielleicht habe ich übertrieben. Ich denke nicht dauernd daran, mich wirklich umzubriengen. Es ist eher so ein Denken im Sinne von "wenn der Sensemann vor der Tür steht, wehre ich mich nicht". In depressiveren Phasen denke ich dann "hoffentlich lässt der Sensemann nicht mehr lange auf sich warten." Suizid? Das habe ich eher so im Hinterkopf für Härtefälle, wenn das Schicksal in Form einer stark behindernden Krankheit ganz brutal zuschlagen würde.
Es gibt welche, die wollen möglichst lange leben. Ich nicht, lieber nur 50, 55, 60, 75, aber nicht 100. Mein Vater sagte übrigens auch immer, er werde nur 70 - 75. So wars dann auch, zwei Wochen nach seinem 75. ist er an einem Herzinfarkt gestorben.Geändert von Inaktiver User (06.05.2010 um 21:19 Uhr)
-
07.05.2010, 07:28Inaktiver User
-
07.05.2010, 08:26
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Recht auf Leben? Hmmm.... Die Finger meiner beiden Hände reichen nicht mehr für die in meinem Familien- und Freundeskreis in den letzten 2 Jahren Verstorbenen. Die meisten noch viel zu jung. Die hätten noch gerne weiter gelebt.
Passive Sterbehilfe finde ich richtig. Wenn jemand gerne aufgrund der Krankheiten gehen möchte. Damit er nicht aufgrund der Maschinerie unnötig leiden muss.
Und ein Mensch, der sich aufgibt, ist in der Regel sowieso bald tod.
Aktive Sterbehilfe? Nicht umsonst ist in ALLEN Religionen davon abgeraten.
Selbst in der Esotherik.
-
07.05.2010, 08:38Inaktiver User
-
07.05.2010, 08:50Inaktiver User
-
07.05.2010, 11:33Inaktiver User
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Lexikon, ich schaue nur selten und meistens ungern Krawall-TV. Ich gebe zu, ich drücke mich manchmal etwas drastisch aus. Aber ich habe mit einigen Augen ebenfalls bei zwei Menschen ein elendes Sterben im Pflegeheim mit angesehen - und die wollten dort nicht sein. Die Oma meines Mannes hat sich an uns geklammert, mit den Augen darum gebeten, daß wir sie mitnehmen (sprechen konnte sie nicht mehr), es war tieftraurig. Und binnen eines Jahres war sie tot.
Auf mich hat die triste Atmosphäre nur entsetzlich beklemmend und deprimierend gewirkt, wie ein Wartesaal des Todes. Deshalb habe ich mich immer überwinden müssen, mitzugehen. Ich bin ganz sicher, daß ich dort nie landen möchte.
Außerdem hast Du ein Argument von mir einfach unterschlagen: nämlich, daß die Qualität eines Heims immer auch vom Geldbeutel abhängt. Je ärmer Du bist, umso schlechter bist Du dran - und angesichts leerer Gesundheitskassen und einer stets steigenden Anzahl Dementer und anderweitig Pflegebedürftiger wird sich daran auch nichts ändern. Die Verhältnisse werden mit Sicherheit drastischer werden.
Und ich habe nur beizeiten für den Fall der Fälle vorgesorgt, das ist alles.
-
07.05.2010, 12:57
AW: Selbsttötung - das Recht auf mein Leben und meinen Tod
Vor kurzem habe ich (in einer Anzeige) gelesen:
Von niemandem wird verlangt, dass er seinem Haustier beim quälenden Sterben zusieht. Seinem Angehörigen aber wohl."Freedom 's just another word for nothing left to loose."



Zitieren
