Neben dem religiösen, mit dem kulturellen Recht!?!
In der Gemeinde in der ich aufgewachsen bin, wurde daaaamals mit der neuen Pfarrerin das frühe und späte Kirchengeläut abgeschaltet (es läutet seitdem zu normalem Gottensdiensten, Beerdigungen, Trauungen - fertig). Sie ist Langschläferin und lebt samt Familie direkt nebenan im Pfarrhaus!![]()
Es gibt also einen Handlungsspielraum?!!!
In der von mir oben genannten Gemeinde gehören viele Obdachlose zu den Mitgliedern. Die haben nichts gezahlt für die Reise und Unterkunft zu den WillowCreek-Veranstaltungen. Aber diese Finanzen/Organisation fängt die Gemeinde auf und wohl nicht die WillowCreek-Organisation!
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In welcher Form wird in Deiner Gemeinde denn über die gemeinsame Entwicklung diskutiert? Nur im Präsbiterium oder in Kreisen oder jeder mit jedem?
Was ziehst Du für Dich und Deine ähnlich denkenden für Schlüsse aus der Entwicklung?
Wie soll die Modernität konkret umgesetzt werden neben den "neutralen" Räumlichkeiten? Andere Gottesdienstgestaltung, repräsentativer Standort, Werbung?
Was soll mit der Kirche passieren, wenn andere Räume bezogen werden? Wie soll das finanziert werden?
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21.06.2009, 20:50
AW: Brauchen wir noch unsere Kirchen?
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21.06.2009, 22:13
AW: Brauchen wir noch unsere Kirchen?
Ach. Wenn's die Frau Pfarrerin stört, dann schaltet man es ab.In der Gemeinde in der ich aufgewachsen bin, wurde daaaamals mit der neuen Pfarrerin das frühe und späte Kirchengeläut abgeschaltet (es läutet seitdem zu normalem Gottensdiensten, Beerdigungen, Trauungen - fertig). Sie ist Langschläferin und lebt samt Familie direkt nebenan im Pfarrhaus!
Es gibt also einen Handlungsspielraum?!!!
Wenn es aber Nichtkirchgänger stört, dann müssen die es ertragen, weil es Kulturgut ist?
Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln!Wir werden weitermachen!
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21.06.2009, 22:48
AW: Brauchen wir noch unsere Kirchen?
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22.06.2009, 09:04
AW: Brauchen wir noch unsere Kirchen?
Das ist nicht einmal so einfach möglich. Wir haben hier vor Monaten einmal die besitzverhältnisse der wiederaufgebauten Frauenkirche in Dresden diskutiert. Soweit ich das noch in Erinnerung habe, gehört die Kirche dem Land Sachsen, der Stadt Dresden und der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen und ist für 99 Jahre an die ev.-luth. Kirchengemeinde Frauenkirche verpachtet worden. Bei so viel Eigentümern ist ein Verkauf nicht so einfach zu bewerkstelligen.Sollen wir unsere Gotteshäuser verkaufen?
Gerade bei den mittelalterlichen Kirchen in unseren Städten dürften die Besitzverhältnisse ähnlich oder noch komplizierter sein.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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22.06.2009, 09:32
AW: Brauchen wir noch unsere Kirchen?
Wir werden weitermachen!
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22.06.2009, 15:48
AW: Brauchen wir noch unsere Kirchen?
Ich "merke", dass ich wenig von jedweder Schwarz-Weiß-Sicht halte und mich nicht bedingunglos daran festhalten würde was andere für Erfahrungen gemacht haben um somit Chancen der Verbesserung von vornherein zu negieren. Schon gar nicht, wenn ich weiß, dass es einen Ermessenspielraum gibt! (Ich vermute diese mir bekannte Pfarrerin hätte die Glocken auch abgestellt, wenn Nachbarn ihr zuvor gekommen wären. Und ich vermute weiter, dass ihre Einstellung in ihrer Position zunehmend kein Einzelfall ist.)
Menschen, Einstellungen, Gemeinden,... sind verschieden und ändern sich!
Umso interessanter die Entwicklung der Nutzung von Kirchen! Hier werden neue Wege begangen die Hunderte vorher nicht gegangen sind oder nicht gehen durften/konnten.
Da werden nicht nur die Glocken abgestellt, sondern ganze Kirchen!

LG Minza
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22.06.2009, 16:07
AW: Brauchen wir noch unsere Kirchen?
Fräulein Minza, ich verstehe nicht ganz, was Du als Schwarz-Weiß-Sicht bezeichnest. Ich dachte, es sei klar geworden, dass gerade ich in Bezug auf Kirchen eben nicht schwarz-weiß denke.
Es ist einfach Fakt, dass in Deutschland kaum die Chance besteht, Kirchengeläut abstellen zu lassen, auch wenn man sich dadurch massiv gestört fühlt (andere Lärmquellen dagegen sind schneller beeitigt, als man sich beschweren kann). Viele Bürger haben das durch Briefe an Kirchengemeinden oder auch, indem sie den rechtlichen Weg beschreiten, versucht.
Ich empfinde die Kirchen da oft als bockig. So nach dem Motto: Das haben wir doch immer schon so gemacht! (Was nun mal einfach kein Argument ist, zumal früher bedeutend mehr Menschen die Gottesdienste besuchten.)
Leute, die sich durch lautes und minutenlanges Geläut am Sonntagmorgen gestört fühlen, werde gerne als überempfindlich und intolerant dargestellt.
Das kreide ich an.
Daher macht es mich stutzig, wenn dann plötzlich das Kirchenpersonal selbst die Glocken als störend empfindet und - zack - es plötzlich gar nicht mehr so schwer ist, als Kirche auf das Geläut zu verzichten!Wir werden weitermachen!
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22.06.2009, 16:14
AW: Brauchen wir noch unsere Kirchen?
Das ist dann was gaaanz anderes.
Quod licet Iovi.....
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22.06.2009, 16:15Inaktiver User
AW: Brauchen wir noch unsere Kirchen?
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22.06.2009, 16:30




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Warum so ein Kurzschluss/Zusammenschluss/Schwarz-Weiß-Schluss???