Danke, Opelius.Da widerspricht sich die Argumentation dann ja offensichtlich schon.
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Thema: Feiertage nur für Christen?
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16.05.2009, 13:53Inaktiver User
AW: Feiertage nur für Christen?
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16.05.2009, 13:56
AW: Feiertage nur für Christen?
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16.05.2009, 16:30Inaktiver User
AW: Feiertage nur für Christen?
Nun ja, wäre es nicht das Net würde ich jetzt sagen "Papier ist geduldig"
. Keine der Kirchen läßt sich gerne in die Karten schauen.
Apropro 50% bis 70% - wo bleiben die restlichen 30% bis 50%? Jahr für Jahr summiert ergibt das auch ein ganz schönes Sümmchen?
Und mal ganz abgesehen davon, die Kirchen in Deutschland hatten 2008 - mal wieder - Rekordeinnahmen durch die Kirchensteuer (aber meistens auf hohem Niveau herumjammern). Unabhängig von der Kirche könnte man mit diesem Geld sicherlich einiges mehr an "Gutem" tun, als mit der Summe, die die Kirchen dafür abzwacken.
Du hast den Zusammenhang nicht verstanden. Dolcinianer beklagt den unten genannten Zustand, was so aber nicht richtig ist, da diese Einrichtungen in erster Linie teils oder komplett aus den Steuerkassen finanziert werden. Somit ist sein Vorwurf aus meiner Sicht absurd.
Zitat von "Dolcinianer":
Nicht eingerechnet sind dabei die Schäden, die durch die fehlende Kirchensteuer entstehen, wo man aber den kirchlichen Kindergarten, die Beratungsstelle o.ä. gerne auch als Agnostiker kostenlos nutzt.
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16.05.2009, 17:28
AW: Feiertage nur für Christen?
Wie bei jedem Dienstleistungsbetrieb entstehen neben Personalkosten auch Betriebskosten, z.B. Energie, Bürokosten, Fuhrpark, Reisekosten und der schlimmste Posten Erhalt der denkmalgeschützten Bauten. Oder etwa nicht?
Weshalb das Land Bayern im Kultushaushalt Zuschüsse zu Gehältern kath. Geistlicher zahlt, kann ich mir nur auf den Abschluß Bayerischen Konkordates vom 29. März 1924 erklären. (Aber ich bin kein Kirchenrechtler). Freiwillig aber würde auch kein frommer Bayer der Kirche mehr geben als er muss.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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16.05.2009, 18:31
AW: Feiertage nur für Christen?
Verfolgt man Dolcinianers Idee konsequent, muss Weihnachten umgelegt werden. Es ist gesichert, dass Jesus nicht im Dezember geboren wurde.
Und überhaupt sollten dann auch alle Heiligen mehr geehrt werden. Gesetzliche Feiertage für jeden Tag, an dem ein Heiliger der katholischen Kirche "seinen" Tag hat.
Ergo: Katholiken müssten dann überhaupt nicht mehr arbeiten.
Was ich damit sagen will: Wo fängt man an, wo hört man auf?
Nee nee, diese Idee ist völlig absurd.Wir werden weitermachen!
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16.05.2009, 18:40Inaktiver User
AW: Feiertage nur für Christen?
Auch Instandshaltungskosten werden zum Großteil über die Gemeinden und den Staat erbracht. Hinzu kommen jährliche Subventionshilfen im zweistelligem Milliardenbereich.
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16.05.2009, 19:00Inaktiver User
AW: Feiertage nur für Christen?
Das gleiche gilt für Ostern. Und, daraus abgeleitet, auch für Auffahrt und Pfingsten. Alles unchristliche Feste. Allerheiligen genauso.Verfolgt man Dolcinianers Idee konsequent, muss Weihnachten umgelegt werden. Es ist gesichert, dass Jesus nicht im Dezember geboren wurde.
Aber ich vergass: es kommt nicht auf den Glauben an. Nicht auf das Christ-Sein. Und auch nicht darauf, was wirklich Sache ist. Sondern nur auf die Zugehörigkeit zu einer (anerkannten) Kirche und somit auf das, was diese als gültig definiert.
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16.05.2009, 19:05
AW: Feiertage nur für Christen?
Das ist eine pauschale Behauptung, die ich so nicht teile.
Ich kann es an dem Beispiel meiner lutherischen Hauptkirche St. Nicolai in Lemgo nachvollziehen. Diese zweitürmige Kirche ist 700 Jahre, der Südturm neigte sich gefährlich, da das Grundwasser durch intensive Baumaßnahmen innerhalb der mittelalterlichen Stadt gefährlich abgesunken war. Mit Bohrungen und 50 Tonnen Beton wurde die Stabilität wiederhergestellt. Kosten 400.000, Zuschuß der Kommune 50.000, Denkmalschutz 30.000. Im Zuge der Sanierung wurde festgestellt, dass auch das Kirchenschiff etwa 40 cm aus dem Lot geraten war. Das musste saniert und stabilisiert werden und dauerte ein dreiviertel Jahr. Kostenpunkt noch einmal 1.200.000, davon wieder ein Zuschuß von der Stadt 20.000 und Investitionszulage des Landes 220.000.
Da schon einmal das gesamte Gotteshaus eingerüstet war, entschloß sich der Kirchenvorstand, das Gebäude nach 50 Jahren außen und innnen einmal zu streichen. Kosten 340.00, kein Zuschuß. Der nördliche Turm der Zwillingstürme gehört aus mir unerfindlichen historischen Gründen der Kommune. Die bestand plötzlich darauf, dass "ihre" Stundenglocke wieder in Betrieb genommen wird. Dazu musste das jahrhundertealte Tragegebälk erneuert werden und die Glocke in einer süddeutschen Glockengießerei überholt werden. Kosten 50.000, davon verblieben der Gemeinde die Hälfte.
Weil man schon dabei war, wurde die alte Dampfheizung, irgendwann vor dem Krieg installiert, ersetzt. Es wurde dann noch neues Gestühl beschafft, dass von Gemeindegliedern und Bürgern der Stadt bezahlt wurde.
Ist ein bißchen lang geworden, ist aber für mich ein Paradebeispiel, wie hoch die Zuschüsse in der Tat ausfallen. Gut - ohne sie würden unsere alten Gotteshäuser bald einstürzen und es entlastet auch die Gemeinden. Aber daraus den Schluß zu ziehen, irgendwelche Bischöfe und der Papst würden sich ein feines Leben machen und Geld verschwinden lassen, kann ich so nicht sehen.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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16.05.2009, 19:11Inaktiver User
AW: Feiertage nur für Christen?
Mal anders herumgefragt. Mit welchem Recht sollte es Kirchensteuer bezahlenden Christen erlaubt sein, auf "Kosten der Allgemeinheit" (O-Ton Dolcinianer) wegen kirchlichen Feiertagen nicht zur Arbeit zu gehen und anders Gläubige für sich mitarbeiten zu lassen (vom Volkswirtschaftlichen Schaden und erkennbarem Rosinenpickertum mal abgesehen)?
Ich werde das Gefühl nicht los, dass Dolcinianer dieses Thema in erster Linie deshalb wurmt, weil er AG ist.
@Ophelius
Unsere Beiträge haben sich überschnitten. Ich gebe zu, dass die luthereische Kirche der katholischen Kirche gegenüber finanziell etwas "hinterherhinkt".
Zitat
Aber daraus den Schluß zu ziehen, irgendwelche Bischöfe und der Papst würden sich ein feines Leben machen und Geld verschwinden lassen, kann ich so nicht sehen.
Daraus ziehe ich ihn nicht. Aber meine Einstellung dazu ist ganz generell kritischer als Deine.
Davon abgesehen habe ich auch ganz einfach etwas dagegen, für einen Glauben zwangsbesteuert zu werden. Gott ist für alle da.Geändert von Inaktiver User (16.05.2009 um 19:43 Uhr)
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17.05.2009, 16:25Inaktiver User
AW: Feiertage nur für Christen?
Hallo Horus,
schön dich zu lesen...
Die kirchlichen Feste Ostern und Allerheiligen werden in der Bibel nicht erwähnt.
Und es ist allgemein bekannt, dass Ostern und Allerheiligen aus dem Heidentum übernommen wurde und einen christlichen Anstrich bekamen.
Man muß nur die verschiedenen Bräuche betrachten...
Warum sagst du aber, dass auch die Himmelfahrt Jesu und das Ausgießen des Heiligen Geistes heidnischen Ursprungs sind?
Geändert von Inaktiver User (17.05.2009 um 18:14 Uhr)


Da widerspricht sich die Argumentation dann ja offensichtlich schon.
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